Die Physiker

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Eine Komödie von Friedrich Dürrenmatt

aufgeführt im
Theater 44, Hohenzollernstraße 20

mit
Carola Beil, Christiane Blumhoff, Irmhild Wagner, Klaus-Peter Bülz, Hannes Liebmann, Horst A. Reichel, Frank Westner

Regie und Bild
Horst A. Reichel

(aktuelles Datum: 21. 12. 2003)

Es geht rauh zu bei den Physikern: alle drei sind Insassen einer Nervenheilanstalt und sie bringen ihre Pflegerinnen um. Diese Thematik behandelt der erste Akt.

Es scheint so, als wenn die Physiker die bedingungslose Zuneigung einer Frau nicht ertragen können, auch wenn andere, rationale Gründe, vorgeschoben werden. Die Frauen lassen sich auch mehr oder weniger wehrlos umbringen, obwohl sie in der Anwendung von Kampfsporttechniken geübt sind, und die Physiker keineswegs besonders kräftig sind.

Der eigentliche Mord bleibt dem Zuschauer erspart, es wird dunkel auf der Bühne. Nur einer der Morde wird beispielhaft (im Dunkeln) vorgeführt.

Im zweiten Akt erfährt man mehr über die einzelnen Charaktere. Zwei sind Geheimdienstagenten, die den dritten ausspionieren sollen. Gleichwohl sind alle drei anerkannte bekannte Physiker. Grund der Geheimdiensttätigkeit: der auszuspionierende Physiker hat die Weltformel gefunden, aus der sich alle potentiellen Erfindungen ableiten lassen.

Um sie nicht der Öffentlichkeit zugänglich machen zu müssen, hat er sich in eine Nervenheilanstalt geflüchtet. Vielleicht ist dies der rationale Teil der Begründung, warum seine Pflegerin sterben mußte. Sie hatte ja den von der Anstaltsleitung abgesegneten Plan, mit ihrem Favoriten eine bürgerliche Existenz aufzubauen.  Die anderen beiden schieben einen "Befehl" vor, dem sie sich nicht widersetzen konnten.

Am Ende einigen sich die Drei für alle Zeiten in der Nervenheilanstalt zu bleiben. Das Manusskript zu den Erfindungen wurde bereits vernichtet, und nichts von dem soll der Öffentlichkeit zugänglich werden.

Aber ihre Rechnung geht nicht auf ....