Juliane Werding 02

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Inhalte ihrer Lieder

"Nie mehr" ist ein Lied über den Verlust eines geliebten Menschen, und die Verzweiflung, die sich darin ausdrückt. "Alles" (CD: Land der langsamen Zeit) beschreibt "uns" und die Fragen nach dem Sinn als Teil eines Ganzen. "Der Greis, das Kind sind wir, die Frage, die Antwort sind wir". 
"Großstadtlichter" (CD/LP: Traumland) behandelt das Schicksal einer jungen Frau, die ihr Glück in der Großstadt sucht. Aber bald muss sie erkennen, dass der Weg zu Reichtum umd Ruhm schmierig und dreckig ist. Sie will Schauspielerin werden und träumt davon ganz groß herauszukommen. Am Ende wird sie tot aufgefunden und gelangt auf diese Weise auf die Titelseite einer Zeitung. "Bangladesh" (LP: In tiefer Trauer) behandelt das Elend der Menschen in einem vergessenen Krieg.
"Halt mich fest Liebster" (CD: Tarot) zeigt die Situation nach dem Abwurf einer Atombombe, und die Frage, warum mußte dies geschehen. Menschen verbrannten wie Fackeln. Sie konnte sich mit ihrem Freund in eine Höhle flüchten. Aber das Sterben beginnt, und der Freund stirbt zuerst. "Hell wie der Sommer" (CD: Sie) ist eine Fantasie über das Leben nach dem Tod. "Ich bin nichts mehr ich bin"... "Fragen werden Sinn"..."und ich seh, ein Fenster öffnet sich, und ich fühl, wie jeder Schmerz zerbricht, wird zu Licht, hell wie der Sommer."
"Gloria" (CD: Sie) ist ein Lied über das Zölibat. Es behandelt das Schicksal eines Priesters, der eine Frau liebt und dafür sein Amt aufgeben muss. "Nicht der Papst aber Gott wird  mir verzeihen". "Niemand den du liebst ist tot" (CD: Land der langsamen Zeit) behandelt das Leben nach dem Tod aus der Sicht der Reinkarnation. Das Lied ist musikalisch sehr anspruchsvoll, rockig, mit vielen verschiedenen Stilelementen,  teilweise fremdsprachig. "Jeder der geliebt wird lebt"... "ein Licht zog mich hoch in fremde Sphären"...."alle die du liebst sind hier"..."ich geh niemals verloren, ich werd wieder geboren, in das nächste meiner Leben".
"Die Welt danach" (reprise) (CD: Die Welt danach) zeigt wie der Verlust eines geliebten Menschen ein ganzes Leben beeinflussen kann. "Die Zeit vergeht und zeichnet Spuren ins Gesicht, man überlebt, auch wenn das Herz wie Glas zerbricht". Aus Licht wird Schatten, die Liebe stirbt, und das Leben verliert seinen Sinn. Am Ende aber kommt er zu ihr, und will sie zu sich holen, vielleicht nur eine Fantasie auf ihrem Totenbett? Die Frage nach der Welt danach bleibt unbeantwortet, aber wir sollten die Hoffnung nicht verlieren. Das ist wohl die Botschaft dieses Liedes.

Bei allem sollten wir aber nicht vergessen, dass das Leben sich selbst heilen kann. So wie der Tod alltäglich ist, kann auch eine neue Liebe entstehen. Dido beschreibt das sehr schön in ihrem Lied "see the sun". 

"Lass es geschehn" (CD: Die Welt danach)
Ich denke, das Lied mahnt ein bisschen zur Besinnlichkeit, sich selbst, seinen Frust und seine Wünsche nicht so total wichtig zu nehmen, sich umzusehen, was das Leben eigentlich sonst noch zu bieten hat. 
"Wer hat Angst vorm Glück" (CD: Sehnsucher)
Ist es wirklich die Angst vorm Glück, die wir zu überwinden haben? Oder ist es nicht vielmehr so, dass wir dem Glück nachjagen? Glück durch Anerkennung, Erfolg, dafür gehen manche durch die Hölle, und sie empfinden es auch so. Dabei vergißt man leicht die Liebe und vielleicht auch, dass ohne sie letztendlich alles sinnlos wird, was so bedeutungsvoll erscheint. Sicher eine subjektive Interpretation dieses Liedes, aber manchmal erscheint mir die Arbeitswelt, aber auch der Wissenschaftsbereich einfach so.
"Manchmal" (CD: Ruhe vor dem Sturm)
"Manchmal" handelt von 2 Personen, die sich anlächeln und doch nicht zueinander finden können. Man kann darunter das Bild einer Verstorbenen sehen, die wieder in Erscheinung tritt, und die genausowenig in die reale Welt greifen kann wie es unmöglich ist, in ihre Parallelwelt zu greifen. 

Es könnte aber auch Gott sein, die sie anlächelt, wobei Gott in dieser Interpretation weiblich ist.

Ich versuche folgende Interpretation: die eine Person ist so, wie wir vielleicht sein wollen und in unserem Inneren auch wirklich sind, die andere eingebettet in die Wirklichkeit des Alltäglichen, in der sich das, was wir sein wollen, doch immer wieder verliert. 
"Die Glocken von Rungholt" (CD: Ruhe vor dem Sturm)
Ich mag die Art, wie Juliane sich melodisch hier einbringt. Irgendwie sehr stark. Am Ende hört man die Glocken von Rungholt ertönen, die Glocken einer versunkenen Stadt.
"Janine" (CD: Ruhe vor dem Sturm)
Janine spürt den Schmerz, der ihr zugeführt wurde, und sie steigt in ein Boot, das nach irgendwohin steuert, vielleicht ins endlose Meer. Es erinnert mich an die Lady of Shalott, die am Ende tot in Camelot ankommt. Die Melodie ist sehr romantisch und Juliane bringt sich melodisch mit ihrer Stimme sehr gut ein. Ein sehr trauriges Lied, das trotzdem romantisch ist. Es erinnert mich an Stimmen in Wind, und es ist doch ganz anders, nur der Wind streift ihr Gesicht.

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