Juliane Werding 04

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Tournee 2005

Das Konzert in Gera

Das Kultur und Kongresszentrum war sehr gut besucht (bei etwa 1800 Plätzen). Die Stimmung war hervorragend, sowohl beim Publikum, als auch bei Juliane und ihrer Band. Größe der Band:  8 oder 9 Musiker, bei einer Person war ich mir nicht ganz sicher, ob sie zur Band gehörte oder organisatorische Aufgaben erledigte. Die Akustik war hervorragend und der Wiedererkennungswert alter und neuer Songs gelang vortrefflich. Gegen Ende gab es zwei Zugaben und "Standing Ovations". Juliane war bei den Zugaben sehr bemüht, das Publikum mit einzubeziehen, was ihr auch gut gelang. Ihr Lächeln wurde dankbar und gerne angenommen :-)

Schön fand ich auch, dass sie die einzelnen Bandmitglieder vorstellte und ihnen zum Teil die Möglichkeit gab, selbst ein bisschen zu singen und zu spielen (z.B. die englischen und französischen Teile von "Engel wie du").

"We were living in a daydream,
shadow dancing with the sun,
always searching for our rainbow,
then you had gone, you had gone"

Diesen Teil werde ich nicht übersetzen.

Teile dieses Liedes finde ich einfach genial, und das sowohl textuell wie auch musikalisch. Wer den ganzen Text haben möchte, findet ihn unter "www.juliane-werding.de", oder man besorgt sich das "Songbuch" von Juliane Werding
(Lieder 1971 - 2001).

"Nina Hagen" ist nicht ganz mein Geschmack, genau so wenig wie die dazugehörige Stimmung, aber es gab auch andere Stücke, die ich ganz gerne mochte ("Alt wie ein Baum", "Über sieben Brücken mußt du gehn").

Bei den sieben Brücken ist es eigentlich nur ein einziger Teil, der mich richtig berührt: "Manchmal hasst man was man liebt".

Den lautesten Zuspruch fand das Lied "du schaffst es", gerade bei den Frauen neben, vor und hinter mir. Mir selbst gefiel "Das Würfelspiel" am besten. Von meinen sonstigen Favoriten konnte ich "Sehnsucht ist unheilbar", "Stimmen im Wind", "Sag mir wo die Blumen sind" genießen. Ohne es genau zu wissen worum es dabei geht, vermute ich, die Darstellung der letztgenannten Lieder erfolgte "unplugged".

Schön fand ich auch, dass ich Fans treffen konnte, die ich aus dem Internet her kenne. In diesem Sinne wirkt Julianes Musik wirklich verbindend. Ich glaube ihre Intention ist es, möglichst viele Menschen anzusprechen. So findet man stark schlagerorientierte Musik, aber auch Teile, die mehr in der Rock und Pop Kultur anzusiedeln wären. Ihre Liedertexte sind zum Teil sehr lyrisch, was man sonst bei deutschen Interpreten nicht so leicht finden kann.

Ein bisschen Probleme habe ich mit der Esotherik, die aus manchen ihrer Lieder und Erklärungen spricht, ohne genau zu wissen, wie ernst sie es eigentlich damit meint. Manche Dinge, die sie in diesem Zusammenhang als Fakten präsentiert, akzeptiere ich nicht. Vielleicht muss ich dabei aber noch genauer hinhören.

Das kleine Theaterstück über den Prozeß gegen die Liebe war sehr gut gelungen. Schon die alten Meister wußten, dass Liebe nicht immer nur Glückseligkeit bedeuten muss. Man betrachte z.B. einmal die Texte von "Love hurts", "The Rock" oder "Needles and Pins".

Alles im allem war es ein gelungener Abend. Ganz anders als bei meinen Musical HAIR Besuchen (die ich meistens alleine machte) konnte ich diese Nacht gut schlafen. Vielleicht verteilt sich die aufgenommene "Vitalenergie" mehr zwischen den Menschen auf, wenn man komunizieren kann, und vielleicht ist Kultur nicht so sehr für einsame Konzertbesuche geschaffen.

Ich bin ganz glücklich, dass ich noch zwei Besuche vor mir habe. Vielleicht verstehe ich Juliane dann anschließend noch etwas besser. Wenn ich daran denke, dass mir mein erster HAIR Besuch fast nicht gefallen hat, bin ich selber neugierig, wie die anderen Konzerte auf mich wirken.


Leipzig

Das Konzert in Leipzig verfolgte ich von der Tribüne aus, leider ein bisschen entfernter als in Gera, aber imme noch nahe genug :-). Von dort konnte man die Reaktionen des Publikums sehr gut beobachten, vor allem auf welche Lieder es ganz besonders ansprach, und das waren die "alten Hits": "Stimmen im Wind", "Sehnsucht ist unheilbar", "Das Würfelspiel", "Du schaffst es" ...
Insgesamt hat der Abend sehr viel Spaß gemacht, leider konnte ich von meinem Sitzplatz aus nicht so ohne weiteres nach vorne zur Bühne gelangen. Das habe ich dann in Berlin nachgeholt. Überhaupt ist es sehr schön, dass Juliane am Ende der Show den Zuschauern die Hände schüttelt, leider hat mir da noch ein halber Meter gefehlt :-(. Aber die Hoffnung lebt für immer, vielleicht dürfen wir ja noch einmal eine Tournee erleben ...


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