Lissie

Home   nächste Seite

Die CD: Catching a tiger

Lissie (* 1982 in Rock Island, Illinois als Elisabeth Maurus) ist eine US-amerikanische Folk-Rock-Sängerin und Songschreiberin (Wikipedia).

Ihr Debut Album: Catching a Tiger.

Daraus sind auch die Lieder, deren Texte ich hier zum Teil zitiere. Es ist eine übersetzte Zusammenfassung.

Ich mag ihre Musik und die Texte dazu, auch ihr Auftreten in Internet-Videos, einfach die ganze Art, wie sie sich darstellt. Sie wirkt sehr natürlich mit ihren langen blonden Haaren.
Sie versucht nicht wie der absolute Superstar zu wirken, eher wie ein Mädchen, das man gern haben kann und die man gerne als Freundin hätte. Eigentlich das, was ich mir in den 70er Jahren am meisten gewünscht hatte.

Im Booklet ist Elisabeth Maurus verzeichnet, "written by elisabeth maurus", also hat Lissie ihre Songs selbst geschrieben oder war zumindest daran beteiligt. Zusätzliche Referenzen sind zu einigen Tracks angegeben.

Die Inhalte sind für mich nicht immer verständlich. Ich vermute dann Bezüge zur amerikanischen Lebensart, die ich nicht kenne.
Ähnliches kenne ich von Jewel. Versteckte Symbolik wie bei Tori Amos finde ich bei Lissie aber nicht.

"Look away" wirkt ziemlich lyrisch auf mich. Ich zitiere nur einige Textteile, da ich den Song sonst zerfleddern würde.
"I won't be found ..." << Won't >> bezieht Leo auf "I will not", also "ich will nicht gefunden werden" oder "Ich werde nicht gefunden werden"......"I won't be found out".
Das ändert sich im Laufe des Textes zu "I will be found" (I werde gefunden)... "I will be found out". Babelfish übersetzt das mit "ich werde herausgefunden."

Nun, ich habe sie gefunden, herausgepickt aus der Starlandschaft der Popmusikerinnen :-)).

Ihre Texte handeln u.a. von Gefühlen in Beziehungen.

"in sleep": Sie möchte gar nicht mehr aufwachen, da sie ihm nur in ihren Träumen nahe sein kann . Sie fühlt sich verlassen.

"cuckoo" erinnert mich vom Gesang her ein wenig an Avril Lavigne. Jugendlicher Protest, der versucht einen eigenen Weg zu finden.

"Everywhere I go" verstehe ich ganz gut, inhaltlich und vom Gefühl her. Der Text erinnert mich ein bisschen an Heather Nova. Es ist der Wunsch ein wenig mehr über das Leben in Erfahrung zu bringen. Wohin führt der Weg? Überall lauern Gefahren. Sie fällt auf ihre Knie und bittet um Einsichten. Das Lied drückt damit auch Demut aus, Respekt vor dem Unbekannten und Unbegreifbarem.

"record collector": Sie möchte nicht wieder verlorengehen. Eine Göttin spricht zu ihr. Sie erzählt ihr von all den Wundern, die sie machen kann und Lissie fragt, warum füllst du mich nicht damit aus? Lissie meint, sie solle Records machen, um zu wissen wie das Leben von Gestern aussah.

"Mississippi", ein Lied über den Fluss, über die vielen Zeugnisse, die er im Laufe der Zeit gemacht hat, und der Wunsch, der Fluss möge sie mitnehmen. Weit weg in ein anderes Land. Das Lied wird mit Klavierbegleitung gespielt. Es wirkt auf mich sehr volkstümlich. Folklore oder Country? So genau kenne ich diese Begriffe nicht.

Im allgemeinen wirkt ihre Musik auf mich wie ein melodischer Pop-Rock mit Stilelementen, die meiner Meinung nach Hitparaden tauglich sind.

Sie hat eine kräftige schöne Stimme und sie dominiert damit das Album. Dennoch bleibt auch Raum für ihre Musiker, ihr Können zu zeigen. Aus meiner Sicht hat sie eine exellente Band zusammengestellt, die gut miteinander harmoniert. Wesentliches Stilelement sind Gitarren.

Die Musik erinnert mich an den Anfang der 70er Jahre. Es ist aber keine Kopie. Ein bisschen vermittelt sie mir den Flair der damaligen Rockgrößen, so wie ich das z.B. auch bei Amy MacDonald erlebe.

Sie hat aber ihren eigenen unverwechselbaren Stil.

Die Texte geben ein Lebensgefühl wieder. Man kann daran teilnehmen, was mir auch gelingt :-). Das alles im einzelnen zu analysieren macht für mich keinen Sinn. Somit beschränke ich mich auf die Darstellung dessen, was ich bisher erzählt habe.

Die Lieder, die mir am besten gefallen, sind "record collector", "everywhere I go", "look away".

Sonntag werde ich sie live erleben (13.03.2011) :-)). Es ist auch ein bisschen Nostalgie dabei, für mich. Um die 70er Jahre herum hatte ich kaum Geld und auch wenig Gelegenheit, Konzerte zu besuchen. Dinge, die andere parallel machen, kommen bei mir irgendwie zeitlich hintereinander.  Aber auch das geht allmählich zu Ende *seufz*. *wink*

nächste Seite