Kommentare zu Science Fiction und Wissenschaft

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Außerirdisches Leben

Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft (soweit er mir bekannt ist) kann man nicht sagen, ob außerhalb der Erde fremde Zivilisationen existieren. Ob bereits Mikroorganismen auf dem Mond oder dem Mars eingeschleppt worden sind, kann ich nicht beurteilen, zumindest sind irdische Raumfahrzeuge bereits dort gelandet.

Nach meinen Erfahrungen weiss man nicht, wie Leben aus "toter" Materie entsteht. Mir ist nicht bekannt, dass den Chemikern etwas derartiges gelungen sein sollte. Somit bleibt der Ursprung des Lebens vorerst im Dunkeln und gibt dann natürlich Anlass zu Spekulationen. Kommt das Leben vielleicht aus dem All? Zum Beispiel eingebettet in Meteoriten, die die Erde getroffen haben? Meteoriten könnten Bestandteile ehemaliger Planeten sein.

Die Besonderheit des Lebens besteht nach wie vor darin, dass es auf etwas Lebendiges zurückgeführt werden muss.

Da man nicht weiß, ob Leben im irdischen Sinne ausserhalb der Erde existiert, ist die Spekulation über extraterrestrische (außerirdische)  Zivilisationen reine Fantasie.

Außeridische Materie: schwarze Löcher, dunkle Materie

Es gibt experimentelle Befunde, dass große Teile der Materie ausserhalb unseres Lebensraumes ähnlich beschaffen sind wie auf der Erde. Man gewinnt diese Erkenntnisse durch die Analyse kosmischer Strahlung, die sowohl in Form von materiellen Elementarteilchen (z.B. Eisenkerne) als auch in Form von Energiequanten (Photonen) auf der Erde eintrifft.

Was auf der Erde analysiert werden kann, ist im wesentlichen Strahlung leuchtender Materie, z.B. die Strahlung von Sternen oder Sekundärstrahlung angestrahlter Staubwolken. Auf Grund der Analyse der Gravitationsverhältnisse einer Galaxis kommt man zu dem Schluss, dass eine Unmenge von "dunkler Materie" im Weltall vorhanden sein muss, deren Beschaffenheit uns völlig unbekannt ist. Diese könnte in riesigen "schwarzen Löchern" konzentriert sein, es kann sich dabei aber auch um Strahlung handeln, die im Umfeld einer Galaxie verteilt ist. Es gibt meines Wissens heute keine experimentellen Befunde, die etwas hierüber aussagen. Man geht davon aus, dass es sich um eine völlig unbekannte Art der Materie handelt (die aber gravitativ wirkt, also Schwere beinhaltet).

Neben dieser unbekannten Materie gibt es Strahlung, die darauf schließen läßt, dass auch in großer Entfernung (Milliarden Lichtjahre) Materie vorhanden ist, die ähnlich wie unsere irdische beschaffen ist.

Hinweise auf extraterrestrische Planeten

Die Existenz extraterrestrischer Planetensysteme wird in wissenschaftlichen Kreisen diskutiert (z.B. Max Planck Institut für Astrophysik) und scheint nachgewiesen worden zu sein.

Astronomische Befunde über Galaxien

Summiert man die astronomischen Befunde, so gibt es Milliarden von Galaxien die ihrerseits Milliarden von Sternen beinhalten. Da man bereits "in der Nachbarschaft" der Erde Planeten als Begleiter von Sternen nachgewiesen hat, ist die Wahrscheinlichkeit für die Existenz einer Vielzahl von Planetensystemen sehr groß. Darunter werden sich (nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit) viele befinden, die einen ähnlichen Abstand zu ihrem Stern wie die Erde zur Sonne haben. Sollte die Entwicklung in unserem Sonnensystem nicht absolut einmalig sein, so ist die Existenz außerirdischer Zivilisationen sehr wahrscheinlich.

Dann stellt sich natürlich die Frage, wie können diese Zivilisationen miteinander kommunizieren?

Die Lichtgeschwindigkeit als Grenzgeschwindigkeit

Nach Einstein gibt es eine Maximalgeschwindigkeit, die ein flugfähiges System in Bezug auf ein anderes erreichen kann, die Lichtgeschwindigkeit, z.B. erreicht ein Flugzeug in Bezug auf die Erdoberfläche ( = relativ zur Erdoberfläche) maximal eine Geschwindigkeit von ein paar Tausend Kilometern in der Stunde. Die Lichtgeschwindigkeit beträgt 300000 km pro Sekunde.

Um ein fremdes Sternensystem zu erreichen, müssen Lichtjahre zurückgelegt werden. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Da irdische Raumfahrzeuge nur einen winzigen Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit erreichen können, würden sie Jahrtausende benötigen, um ein fremdes System zu erreichen. Selbst bei angenommenenen grossartigen technischen Fortschritten ist ihre maximal erreichbare Geschwindigkeit durch die Lichtgeschwindigkeit beschränkt. Bedenkt man, dass der Durchmesser der Galaxie, der wir angehören, etwa 100000 Lichtjahre beträgt und die nächste Galaxis ungefähr 2000000 Lichtjahre entfernt ist, so erscheint es auf den ersten Blick unmöglich, große Teile des Universums zu erreichen.

Diese Aussage gilt nicht zwingend für die Insassen von Raumschiffen. Nach A. Einsteins Relativitätstheorie verläuft die Zeit innerhalb eines Raumschiffes, das annähernd Lichtgeschwindigkeit erreicht, langsamer, als wir Erdbewohner es annehmen würden. Die Passagiere erreichen ihr Ziel also in kürzerer Zeit. Diese These wird in den Abschnitten über Spezielle Relativitätstheorie genauer diskutiert. Hierfür habe ich auch eine Beispielrechnung angeführt.

Warum Extraterrestrische Kommunikation?

Die Frage ist natürlich auch, warum sollten außerirdische Zivilisationen mit uns kommunizieren, da doch bereits viele Menschen  hinsichtlich ihrer eigenen Rasse fremdenfeindlich sind. Ich bin sicher, wenn es uns nicht gelingt hier zu einer besseren Einsicht zu gelangen, sind wir für extraterrestrische Kommunikation unbrauchbar.

Andererseits besagen z.B. die Fiktionen aus Perry Rhodan, dass sich die irdischen Kriege im Weltall nahezu nahtlos fortsetzen. Die galaktischen Zivilisationen kämpfen um ihre Einflussbereiche und betreiben expansive Machtpolitik. Als zusätzlicher Faktor kommen noch die "kosmischen Mächte hinzu", die die ihnen untergeordneten Zivilisationen für ihre Zwecke und Ziele missbrauchen. Eine natürliche Fortsetzung der griechischen Mythologie in den Weltraum.

Ich hoffe, dass dies nicht die einzige mögliche Form der Fortsetzung heutiger Realität ist. Es kann sehr viel Spaß machen mit wissenschaftlichen Inhalten zu arbeiten, zu neuen (eigenen) Erkenntnissen zu kommen und damit zu spielen. Die Beschäftigung damit liefert eine echte Chance aus den Unzulänglichkeiten emotionaler Abhängigkeiten herauszukommen, und wenn es uns (als Rasse) gelingen sollte, Gefühl und Verstand so zu kombinieren, dass das Leben wirklich Spaß macht, ist eine glückliche Existenz nicht nur Fiktion. Aber daran muss man sehr hart arbeiten, es fällt uns nicht zu. Wissenschaft sollte meiner Meinung nach nicht das ganze Leben dominieren. Die Entwicklung emotionaler Kreativität in Beziehungen zu anderen Menschen ist mindestens ebenso wichtig, oder wir konstruieren eines Tages Roboter oder Androiden die sich ohne uns weiterentwickeln werden.