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Wetten das

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Wetten dass..? - Wettarchiv

4. April 1981, Mainz
2. Sendung
1. Rudi Carrell wettet, dass Georgia Sebrantke sich ihre Haare nicht abschneiden läßt.
Ausgang: Ja

sie hat sich die Haare nicht abschneiden lassen!

Der angebene Link ist nicht mehr gültig (Nov 2008)


Ein Buch über Haare

Nina Bolt, Haare, Eine Kulturgeschichte der wichtigsten Hauptsache der Welt

Inhalt: Die Biologie des Haares, Friseurhandwerk, Haarindustrie und Schönheitsmythen, Haar und Geschlecht, Haar, Ideologie und Persönlichkeit, Die Perücke als Statussymbol, Kraft im Haar, Hexen, Huren, Soldatenflittchen - Über das Haareschneiden als Strafe, Rites de passage - Über das Haareschneiden als Initiationsritus, Das Haar als Fetisch, Träume über Haare.

Nina Bold Haare

Einige Zitate aus dem Buch:

über das Haar

"Es gibt c.a. 100000 Follikel auf der menschlichen Kopfhaut - Blonde haben im Durchschnitt mehr Follikel, Rothaarige weniger. Die Anzahl von Haarwurzeln nimmt im Alter dann allmählich ab: von 615 (pro Quadratzentimeter) bei 20 - bis 30 jährigen auf 435 bei 80 - bis 90 jährigen..."

über Glatzköpfigkeit

"... Von Höhlenmalereien in Mexiko wissen wir, dass es glatzköpfige Männer schon in vorhistorischer Zeit gab ... "

"... Die Vorstellung wiederum , dass glatzköpfige Männer eine höhere Potenz haben als andere, ist medizinisch keinesfalls nachgewiesen ..."

"... 1988 kam eine Arznei mit dem Namen Regaine auf den Markt. Der wichtigste Inhaltsstoff ist Minoxidil, ein Stoff, der normalerweise im Urin der Ratten zu finden ist. Ein Herzmediziner in den USA, der dieses Mittel gegen Bluthochdruck verschrieb, stellte fest, dass es den Haarwuchs bei dünnhaarigen oder glatzköpfigen Patienten anregte. Das Mittel muss jedoch für den Rest des Lebens eingenommen werden ... "

"... Elisabeth I. von England, die wegen falscher Pflege schon sehr früh dünnes Haar bekam, verwendete eine Pomade, die aus Äpfeln und Welpenfett hergestellt war. Als sie um die 30 war,  mußte sie den Kampf gegen die Glatzköpfigkeit aufgeben: zu diesem Zeitpunkt waren ihr bereits fast alle Haare ausgefallen ... "

"... vor langer Zeit versuchten die römischen Frauen, ihre Haare zu bleichen, um genau so blond zu werden wie die germanischen Frauen. Dazu benutzten sie unter anderem ätzende Seife, Spuma Batava genannt, aber anstatt blond zu werden, verloren sie in vielen Fällen ihre Haare und wurden glatzköpfig..."

Historisches

"... Auch die alten Griechen waren sehr bewandert im Friseurhandwerk. Man machte in großem Umfang Gebrauch von künstlichem Haar, Haarfärbemitteln, gefärbtem Haarpuder und unterschiedlichen Pomaden und Salben, die man sich in die Haare strich ..."

"... Blond war die bevorzugte Haarfarbe der Römer. Sie ließen deshalb oft den germanischen Kriegsgefangenen das Haar abschneiden und verkauften es an römische Perückenmacher..."

Schönheitsideale
 
"... Glänzendes, volles, lebendiges und natürliches Haar sind die vier Schlüsselbegriffe, die immer wieder in der Werbung für Haarpflegemittel fallen und die gleichzeitig das Schönheitsideal der heutigen Zeit wiedergeben ..."


"... die alten Griechen glaubten, dass Schönheit klar zu definieren sei und in Form und Proportionen festen Regeln folge. Es wurde gleichzeitig auf eine perfekte Symmetrie und die Ausgewogenheit in den Proportionen Wert gelegt. Aber auch die Faszination, die von kleinen Unvollkommenheiten ausgehen kann, wurde nicht vergessen ... "


"... der schottische Philosoph David Hume meinte im 18. Jahrhundert, dass Schönheit keine Qualität an sich ist, sondern nur im Kopf des Betrachters entsteht..."

Haar als etwas geschlechts-spezifisches?

"... bei Naturvölkern, die eine matriarchalische Gesellschaftsordnung haben, z.B. bei den Tschambuliern in Neuguinea, sind es üblicherweise die Frauen, die kurze Haare haben, während die Männer viel Zeit damit verbringen, ihr langes Haar zu frisieren, sich Zöpfe zu flechten oder Locken zu drehen ... "


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