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Arianne 02

Arianne verleiht Akadia Macht.
Nun kann Akadia die Dinge der Welt ins Positive verändern
und das Schöne verteidigen.


Akadia und Arianne

Es war dunkel im Tempel. Nur ein paar Kerzen brannten. Akadia war alleine und betete zu Arianne.


Plötzlich hörte sie im Hintergrund ein Geräusch. Sie schrak zusammen. Ein Schatten. Eine Gestalt. Mehrere Gestalten.

"Haben wir dich endlich. Diesmal entkommst du uns nicht."

Akadia flüchte zur Statue von Arianne, umarmte sie. Akadia hatte Angst, wagte aber nicht Arianne um Hilfe zu bitten.

Mehrere Kerle traten in den Lichtkreis der Kerzen.

"So, jetzt holen wir uns die Haare"

Einer der Kerle näherte sich, wollte nach Akadias Haaren greifen.

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Kratz. Schnauf.

Was war das? Die Kerle vergaßen Akadia.

Akadia schaute zufällig in die Richtung der beiden großen Tiger, neben der Statue von Arianne. Einer der steinernden Tiger fehlte.

Er trat aus der Dunkelheit, fauchte die Kerle an.

Sie gerieten in Panik, flüchteten durch die Ausgänge. Der Tiger verfolgte sie nicht, näherte sich Akadia und legte sich nieder, wie ein Schoßhündchen.

Nun verschwand auch der zweite Tiger von seinem Sockel, legte sich neben Akadia nieder. Plötzlich hatte sie 2 mächtige Beschützerinnen.

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Arianne trat aus dem Dunkel ins Licht.

Akadia: "Arianne *freu*. Ich mag dich so gerne, liebe göttliche Arianne, ich freue mich so, dass du hier bist. Ich danke dir. Ich weiß nicht, was sonst passiert wäre".

Arianne: "Ich weiß es. Darum bin ich hier. Du kleines Menschlein hast es mir angetan, du bist mein Bezug zu dieser Welt. Ich mag dich und ich brauche dich, dir darf nichts geschehen. Darum gebe ich dir diese beiden Tiger als Schutz. Aber das wird vielleicht nicht reichen. Du bist so verletztlich, ich kann dir kein Gewand geben, das dich unverwundbar macht. Auch ich muss Regeln beachten. Daher pass auf dich auf. Aber ein bisschen gegen die Regeln verstoße ich doch, ich bin ja auch die Göttin des Widerspruchs *grins*.  Ich werde eine Macht in deinen Haaren verstecken. Sie werden dadurch lebendig und können sich dir mitteilen, es ist Telepathie. Alles Denkbare kannst du mit ihnen gestalten, du musst es nur wollen."

Akadia: "Das kann ich nicht annehmen. Deine göttliche Macht steht mir nicht zu. Ich bin nur ein kleiner Mensch und ich mache Fehler. Welche schrecklichen Folgen könnte das haben"

Arianne: "Ich glaube an dich. Ich habe sehr lange nach dir gesucht, du bist auserwählt, weil ich es dir zutraue. Du wirst die Macht nicht missbrauchen, für egoistische Zwecke. Ich bin die Göttin der Liebe und es ist an der Zeit, der Liebe ein Ziel zu geben. Das ist deine Bestimmung. Wende die Macht  nur an, wenn es unbedingt notwendig ist, denn sie verändert das Raum-Zeit-Gefüge und seine Kausalität. Du wirst lernen zu  verstehen, was ich damit meine. Aber wende sie auch an, wenn es sein muss, denn sonst könnte alles vergeblich gewesen sein, was ich in dieser Welt zu erreichen versuche. Wenn du mich brauchst, ich werde bei dir sein, in jedem Windhauch, in jedem Tropfen Regen, der herniederfällt."

Akadia: "Ich danke dir für das Vertrauen, Arianne. Aber göttliche Macht für einen Menschen, ist das nicht Anmaßung?"

Arianne: "Göttliche Macht ist etwas anderes. Du kannst das Denkbare Wirklichkeit werden lassen, aber das Denkbare ist nur ein ganz kleiner Teil von mir, er verschwindet gegen die Unendlichkeit, die mich ausmacht. Daneben gibt es vieles, was gar nicht in Gedanken gefasst werden kann. Die Physiker der Welt verstehen vieles davon nicht, sie nennen es Quantenchaos. Aber auch das ist nur ein Hauch der Ewigkeit."

Akadia: "Dann bin auch ich ein Teil von dir?"

Arianne: "Ja, ich bin Alles, das Sein und das Nichts. Und ich bin der Widerspruch in den Dingen, die daraus hervorgehen. Die Regeln, die du kennst, du wirst sie Naturgesetze nennen, bieten eine Orientierung für Wesen wie dich. Sie schaffen einen begrenzten Raum, in dem du ein eigenes Bewusstsein erlangen kannst. Und einen eigenen Willen. Das ist das Fantastische für mich. Ein Wille in einem endlichen Bereich, der unabhängig von mir sein kann und doch ein Teil von mir ist. Für mich ist alles unendlich, grenzenlos. Und doch existiere ich darin, umfasse es sogar. Denke an einen Kreis, die Zahl Pi, sie hat unendlich viele Teile, die von Wesen wie dir niemals vollständig erfasst werden können, aber dennoch existent sind. Auch das ist ein Teil von mir. Nur, der Kreis als Gesamtheit ist endlich, ich aber bin die Unendlichkeit in allen Dimensionen. Sei vorsichtig, wenn das Unendliche auf dich zukommt, jedes endliche Wesen wird von der Unendlichkeit zerrissen, wenn es sie berührt.
Weißt du, ich sehne mich nach der Endlichkeit und daher liebe ich Wesen wie dich. Geschaffen hat dich der "Schöpfer des Universums", nicht direkt, es sind seine Regeln, die dich hervorgebracht haben. Auch er ist ein Teil von mir"

Akadia: "Dann darf ich dich nie berühren?"

Arianne: "Doch, hier in dieser Welt bin ich endlich, wenn ich dich bei mir habe. Komm, lass uns umarmen."

Beide umarmten sich und waren auf ihre Weise sehr glücklich. Dann trennten sie sich wieder. Arianne verschwand. Zurück blieben Akadia und die beiden Tiger.


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