Arianne 03 - Akadia und der Schöpfer des Universums

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Akadias Wirken in der Welt.
Sie lernt ihre Haare kennen und sie trifft den Schöpfer des Universums
im Tempel der Arianne.


Akadia und der Schöpfer des Universums

Akadia mit den 2 Tigern. Die Menschen gewöhnten sich daran, die Tiger taten ihnen ja nichts. Akadia predigte so viel Sanftheit und Güte. Es war wohl so, dass diejenigen, die wenig besaßen, ein wenig glücklicher wurden. Es gab es auch keine Hungersnöte mehr, keine Kriege. Akadia schaffte es auf wundersame Weise, die Dinge zurechtzurücken, bevor sie außer Kontrolle gerieten. Der Handel mit den abgeschnittenen Menschenhaaren hörte auf. Die Menschen wurden glücklich, mit ihrer Langhaarigkeit.

Die Haare sprachen mit Akadia, stellten sich vor. Es war eine lange Vorstellung, denn sie hatte mehr als 100000 Haare.

...

<< Hallo Akadia, ich bin little black 3107. Es ist schön zu dir zu gehören. Ich mag dich :-) >>

<< Ich mag dich auch, liebes kleines little black 3107 :-) >>

So lebten sie miteinander, lernten sich kennen, bis zu jenem Tage, als sich ein Schatten über den Tempel legte.

Akadia hat gerade ihr Gebet beendet, als Er vor sie trat. Die beiden Tiger verhielten sich ruhig. Sie beobachteten ihn.

Sie sah eine bärtige Gestalt, er sah so aus, wie sich manche ihren Gott vorstellen.

Er: "So, hier ist also der Tempel der Langhaarigkeit. Ich bin der Wächter der Regeln. Hier hat ein Regelverstoß stattgefunden."

Akadia: "Was meinst du damit. Wir leben hier in Frieden und verstoßen gegen keine Gebote der Götter."

Er: "Nach den Gesetzen der Kausalität dürfte es hier keine Langhaarigkeit geben. Du widersprichst dem schon. So ist das Gebot der Tempelgottheiten."

Akadia: "Nicht nach den Gesetzen von Arianne. Danach leben wir."

Er: "Arianne, Arianne ist nur eine Fiktion. Die Göttin hinter allen Gottheiten des Universums, ein Abschluss in der Unendlichkeit. Sie ist wie zwei Parallelen, die sich im Unendlichen schneiden. Danach betet ihr? Wendet euch lieber den realen Gottheiten zu, nicht einer Illusion, die nur ein Hirngespinst ist, ein Spuk, um das Unendliche abzurunden."

Akadia: "Arianne ist alles, manchmal wie ein Kreis, in der sich die Unendlichkeit der Zahl Pi widerspiegelt, ohne dass alle ihre Teile jemals erfasst werden können.Und doch gibt es sie, denn sie lassen sich niemals widerlegen."

Er: "Der Kreis. Die Zahl Pi. Enthalten im Verhältnis von Umfang zum Radius. Interessant, dass eine Hohepriesterin davon Kenntnis hat. Aber du weißt nicht alles. Nur die Teile des Ganzen, die erfasst worden sind, haben eine Existenz. Nicht das Ganze. Es treibt nur das Endliche voran, sich weiter auszudehnen, zu entwickeln, sich zu vervollkommnen. Denn die Vollkommenheit ist das Ziel jeder Entwicklung, aber sie ist niemals erreichbar. Damit ist Arianne nur ein Hirngespinnst, denn sie soll alles umfassen. Betet lieber zur Mutter Erde, die gibt es wirklich. Oder zum Schöpfer des Universums und seiner Regeln, die ihr als Naturgesetze kennt. Ich diene diesen Regeln und habe hier einen Regelverstoß entdeckt."

Akadia: "Die alten Regeln waren grausam. Sie verletzten nur. Arianne hat uns geholfen, die Zielrichtung des Lebens zu erkennen und nach besseren Regeln zu leben."

Er: "Arianne, du lässt sie dir nicht ausreden. Nun gut, ich zeige dir etwas."

Ein Blitz schlug in die Statue von Arianne ein. Sie zerbröckelte zu Staub. Die Tiger fauchten, gingen in Angriffsposition. Ein zweiter Blitz traf sie, verwandelte sie in Stein.

Er: "So, einen Teil der Regelverstöße habe ich rückgängig gemacht. Sage mir, welche Gottheit hat die Tiger in Leben verwandelt? Ach so, schon wieder Arianne. Spiele nicht mit mir."

Haare: << Akadia, er will dich angreifen. Was sollen wir tun? >>

Akadia: << Womit greift er an? >>

Haare: << Eine Art kosmische Energie mit paranormalen Eigenschaften. Hyperfrequente Hochenergie>>

Akadia: << Also etwas Denkbares. Bildet einen Spiegel, werft die Energie auf ihn zurück >>

Plopp. Und er wurde zu Stein.

So standen sie nun nebeneinander. Drei Steine. 2 Tiger und ein Regelbewahrer des Universums.

Die Steine begannen zu bröckeln. Der Regelbewahrer erschuf sich selbst zurück in seine ursprüngliche Gestalt. Aber auch die beiden Tiger waren jetzt wieder da.

Er:  "Was war das? Ich sehe in dir keine paranormalen Fähigkeiten, sie sind nicht erkennbar, und trotzdem hast du mir getrotzt?"

Akadia: "Die Kraft liegt hinter dem Endlichen, in der Unendlichkeit. Du kannst sie nicht sehen."

Er: "Hier gibt es Dinge, die nicht fassbar sind. Ich werde dieses ganze Chaos auflösen. Wo kommen wir hin, wenn die Regeln des Universums plötzlich nicht mehr gelten."

Akadia: <<was könnt ihr dagegen tun >>

Haare: <<wir können dich in eine andere Wirklichkeit retten, oder eine neue für dich gestalten, in der du leben kannst. Sein Handeln können wir nicht beeinflussen. Es stimmt nicht ganz, wenn er sagt, er sei nur ein Regelbewahrer, es ist der Schöpfer selbst, mit dem du sprichst  >>

Akadia: "Das ist zu groß für mich. Ich versuche nur innerhalb des Systems etwas zu verbessern, im Sinne des Lebens. Ich kann nicht das ganze System erfassen. Ich weiß, dass du der Schöpfer bist, nicht nur ein Regelbewahrer. Kannst du uns bitte nicht so belassen, wie wir es lieben? Die Liebe ist doch das Schönste an allem und ihr wollen wir dienen. Es gab so viel Hass, der alles zerstören wollte. Nun haben wir die Liebe gefunden und wollen auf diesem Weg weitergehen. Ist es nicht bereits eine Weiterentwicklung, wenn man dies überhaupt begreifen kann? Werfen wir uns nicht wieder zurück in ein früheres Stadium,  wenn wir die alten Verhaltensweisen fortführen, die zu dieser Entwickung geführt haben?"

Er: "Mit der Liebe argumentierst du? Sie ist nur ein Teil des Ganzen. Ohne sie gibt es keine Entwicklung, da stimme ich zu. Aber auch die anderen Dinge sind wichtig, weil sie Forderungen stellen, Aufgaben, die es zu lösen gilt. Nur mit der Liebe gehen? Ich sehe nicht, wie das weiterführen kann, Glück kann man nur begreifen, wenn man auch das Unglück kennt. Dieses Gegensatzpaar gilt für für alles Andere im existentiellen Bereich."

Akadia: "Nein, ich glaube nicht, dass es so sein muss. Schmerz und Pein ist oft so sinnlos, verstellt den Weg zum Glück und bringt den Betroffenen nichts. Keine Entwicklung. Reduziert alles zu einem ganz kleinen Ding, das nur noch um sich selbst kämpfen kann. Wie soll man sich dann noch entwickeln? Es sind in einer Welt der ständigen Gegensätze nur wenige, die es schaffen, sich davon zu befreien. Und am Ende? Vielleicht kann es dann nur einen geben, und was sonst noch existiert, es hat ihm zu dienen, es wird versklavt. Ist es aber nicht die Kommunikation zwischen freien Individuen, die eine Kultur und eine Gesellschaft wirklich voran bringen kann?"

Er: "Die Gefahr besteht, dass man dann nur noch nach dem Lustprinzip lebt, und das ist erwiesenermaßen tödlich. Die in deinen Augen negativen Elemente des Universums stehen dem entgegen und tragen somit auch zum Überleben bei. Man sollte dort nicht eingreifen, über eine höhere Macht, weil es eine Richtung vorgibt, die vielleicht instabil ist und alles in Frage stellen könnte."

Akadia: "Vielleicht hast du Recht. Aber für den Einzelnen gibt es so viel Qual und Leid, dass er im allgemeinen gar nicht über höhere Ziele nachdenken kann. Wir sind die Anwälte dieser kleinen Leute und versuchen ihnen mehr zu geben, von der Größe des Universums. Daher dieser Eingriff, denn wenn das Leben einmalig ist, so auch für diese kleinen Leute, die um so vieles betrogen werden."

Er: "Wir? Ach ja, du und Arianne. Aber Arianne ist nur eine Fiktion. Ich weiß nicht, auf welche Wesenheit du dich beziehst, und die da in Frage kommen, kenne ich sehr gut. Sie sind allesamt ziemlich egoistisch, verfolgen ihre eigenen Ego getriebenen Ziele. So darf es nicht sein, weil es zu einer Machtkonzentration führt, die absolutistisch wird und nicht mehr kontrolliert werden kann. Du weißt sicher, absolute Macht korrumpiert."

Akadia: "Und du, bist du keine absolute Macht?"

Er: "Ich habe so meine Regeln, an die ich mich halte. Ich verliere mich in den Teilen des Universums und verfolge keine Ego getriebenen Ziele, ich schaffe nur Voraussetzungen für Entwicklungen, auf der Grundlage von These und Antithese, nach dem Zufallsprinzip. Ich weiß auch nicht, was dabei herauskommen wird, weil es so mannigfaltig ist. Es gibt auch eine Richtung, die sich im Leben manifestiert, es will sich erhalten. Was ich nicht will, dass höhere Wesenheiten in dieses Regelsystem eingreifen und es in ihrem Sinne verändern."

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Plopp.

Akadia: "Arianne" *freu*

Er: "Wer bist du? Arianne kannst du doch nicht sein, denn es gibt keine Götter über mich".

Arianne: "Doch, es gibt sie. Nimm es einfach an. Niemals zuvor habe ich mich den Gottheiten dieses Universums offenbart. Es ist aber diese Diskussion, die mich dazu führt. Akadia, du hast gut gesprochen, aber Er braucht einen Beweis meiner Existenz, auch wenn es sein Selbstbildnis etwas zerrüttet. Ich denke, das wird sich geben".

Er: "Ich kann dich nicht erfassen, aber es gibt dich, das bemerke ich indirekt über Akadia. Bist du sicher, dass dein Weg der Richtige ist?"

Arianne: "Er wurde noch nie beschritten. Gib ihm eine Chance. Es gibt so viele Beispiele, wo die natürliche Entwicklung im Nichts endet. Und diese Menschlein hier sollten eine Chance bekommen, denn sie haben auch sehr schöne Eigenschaften, auf die das Universum stolz sein kann. Eine Chance haben sie kaum, wenn man hier nicht eingreift. Die regelgetriebene Entwicklung enthält bereits sehr viel Negatives. Wahrscheinlich werden sich die Gegensatzpaare im Nichts auflösen".

Er: "Mit welcher Wahrscheinlichkeit".

Arianne: "Nach deiner Mathematik mit 87 %".

Er: "So, so, eine höhere Macht als ich gibt Ziele vor. Im Rahmen des Universums ist es nur eine verschwindend kleine Abweichung. Auch nicht besonders gefährlich. Sie wird durch die Liebe voran getrieben und wenn sie scheitern sollte, verliert sich dieser Zweig der Entwicklung im Nichts. Wenn sie Erfolg haben sollte, ich gebe zu, ein Gedanke, den ich noch gar nicht zu Ende gedacht habe. Gut, geben wir ihr eine Chance. Und ich weiß jetzt auch etwas mehr, wenn du mir dieses Wissen belässt".

Arianne: "Bleib wie du bist, mit diesem Wissen, es ist gut so. Ich bitte dich um diese Ausnahme, sie ist mir wichtig".

Er: "Ein höheres Wesen, das mich um etwas bitten. Die Bitte sei gewährt. Aber dann bitte auch nur dies eine mal, sonst könnte alles aus den Fugen geraten, was ich geschaffen habe".

Und so geht es dann weiter voran, mit Akadia, Arianne und dem Schöpfer des Universums.


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