Arianne 100

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XY

"Arianne, hast du einen Moment Zeit für mich?"

<< Ja, Hypatia, was gibt es denn? >>

"Ich habe mir Gedanken gemacht. Ich frage mich, warum die unendlichen kosmischen Entitäten fast alle weiblich sind? Ist denn Männlichkeit ausgeschlossen?"

<< Nein, denke an Julius, es gibt auch männliche Janines. Der Teufel als Beispiel kommt bei dir jetzt nicht so gut an, denke ich, und die Wesenheiten aus den Negativwelten wohl auch nicht, Black Dog ist aber ganz liebenswert :-)) >>

"Gibt es denn männliche und weibliche Seelen? Oder ist das nur ein lokales Phänomen dort, wo ich herkomme?"

<< In den unendlichen Weiten der Existenz gibt es sehr verschiedene sexuelle Erscheinungsformem. Männlich und weiblich ist tatsächlich nur eine davon. Die kosmischen Wesen sind in gewisser Weise geschlechtsunabhängig, sie können selbst bestimmen, was sie sein wollen. Wenn sie Liebesbeziehungen eingehen, stimmen sie sich darin ab. Das ist für sie alles sehr unkompliziert auf Grund ihres hohen Entwicklungsstandes. Man muss auch unterscheiden zwischen ihrem inneren Sein und dem äußeren Bild, das sie vermitteln, wenn sie sich offenbaren. >>

"Dann sind Sarah und Akadia keine gleichgeschlechtliche Beziehung?"

<< So wie sie sich für dich darstellen, schon. Es spielt für sie aber keine Rolle mehr, auch wenn sie aus weiblichen Körpern hervorgegangen sind. Der Körper hat sich weiterentwickelt, männlich und weiblich ist nur eine mögliche Ausdrucksform >>

"Und Wischna und Weepy."

<< Wischna ist weiblich und Weepy? Sie lässt sich darin nicht eingrenzen. Weepy ist ein unendliches Wesen wie ich und sie gibt sich dir gegenüber weiblich, so wie ich es auch gerne tue >>

"Aber warum tritt das Männliche so in den Hintergrund?"

<< Ach weißt du, du siehst das Männliche und Weibliche so, wie du es aus deiner Erfahrung kennst. Und die vermittelt für das Männliche kein sehr positives Bild. Daher siehst du die kosmischen Entitäten weiblich. Würdest du aus einer kriegerischen Frauenzivilisation stammen, die Männlichkeit unterdrückt, vielleicht würden sich für dich die Verhältnisse umdrehen >>

"Aber ich habe doch auch männliche Freunde gehabt, die ich sehr gerne mochte."

<< Ja, es ist ja auch nicht alles schlecht am Männlichen. Aber was haben sie mit dir gemacht! Und bedenke die Stellung der Frau in eurer Gesellschaft. Es gibt keine Weiterentwicklung, wenn der männliche Teil der Gesellschaft den weiblichen Teil ausgrenzt. Das ganze Potential weiblicher Intelligenz geht verloren. >>

"Aber gab es nicht auch zu allen Zeiten Männer, die ihr Leben für uns Frauen eingesetzt haben?"

<< Ja, die gab es. Ich spreche das den Männern nicht ab. Es gibt einiges, wovon die Frauen lernen könnten, nur das Gesamtbild ist noch nicht sehr weit entwickelt. >>

"Die Natur scheint sich schwer zu tun, mit der Entwicklung von Intelligenz."

<< So wie du es einst versucht hast, das wäre ein gangbarer Weg gewesen. Den einfachen Menschen die Wissenschaft vermitteln, nicht unter Ausschluss religiöser Ideen, aber mit der Möglichkeit, sie hinterfragen zu können. Aber die Macht der Einfältigkeit war zu groß. Die Menschen suchten nach einfachen Lösungen und großen Gefühlen. So haben sie dich dann hinweggefegt. Danach kamen 1000 Jahre Stillstand. Es zeigt auch, wie lange eine sich auf das Patriarchart berufende restriktive Gesellschaft Bestand haben kann. >>

"Liegt es denn nur am Patriachart?"

<< Nein, die Verhältnisse können sich umkehren. Unterdrückung des Männlichen hilft auch nicht wirklich weiter, da Weiblichkeit oft untereinander in Streit gerät. Um Banalitäten. Männer schaffen es oft einfacher in der Gruppe zu kooperieren.

Die Natur liefert die biologischen Voraussetzungen, unter denen sich Geist entwickeln könnte, wenn die verschiedenen Teile miteinander kommunizieren würden, anstatt sich zu bekämpfen oder sich gegenseitig zu ignorieren. 

Es ist aber nicht so, dass Entwicklung überall gleich abläuft. Manche Zivilisationen schaffen es, andere nicht. Man muss auch Verständnis haben, für die Situation, in der die Menschen einst lebten. Ein sich entwickelnder Verstand versucht, seine Umwelt zu begreifen. Man kann nicht Dinge von ihm erwarten, die er nicht leisten kann, weil seine Kapazität nicht groß genug ist. >>

"Der Verstand entwickelt die Wissenschaft, mit der er zusammen wächst, und was ist mit Gefühl und Religion?"

<< Es ist der falsche Weg, eine Trennung von Gefühl und Verstand zu versuchen, die Religion und Philosophie abzuschaffen, wie es die Naturwissenschaften mitunter nahelegen. Dabei geht das Potential der Ganzheitlichkeit verloren, die Möglichkeit, die Frage nach dem Sinn hinter allem zu stellen. Es besteht die Gefahr, dass am Ende die gewonnen naturwissenschaftlichen Ergebnisse nicht mehr nutzbar sind, weil keiner mehr weiß, was er damit eigentlich will.

Das alles bezieht sich auf deine Welt, auf Männer und Frauen, so wie sie sich im Laufe der Jahrmilliarden entwickelt haben. Wenn du andere Teile mit hinzuziehen willst, schau dich um in den Universen. Aber verliere dabei bitte deine Identität nicht, du bist eine Frau, ein menschliches Wesen, so wie ich es sehr gerne mag. In dir zeigt sich der Erfolg einer jahrmilliarden dauernden Entwicklung. Wenn du dich selbst so weit verändern solltest, dass unser Erscheinungsbild nicht mehr dazu passt, wir werden es dann ändern. >>
...

vergl. mit Arianne 88

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