Arianne 106 - Losty 02

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Beginn der Geschichten

Losty 02

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Losty unterwegs im Weltenraum. Unendliche Weiten, alles wirkte harmonisch und ungefährlich. Nachdem sie sich 200 Milliarden Lichtjahre von ihrer zuletzt besuchten Welt entfernt hatte, machte sie einen Stop. Wo wollte sie hin? Es gab so viele Welten, denen sie einen Besuch hätte abstatten können. Nein, sie wollte die Weite erforschen. Eine Grenze hatte sie bisher nicht gefunden. Sie wusste, dass sie einen Bezug zur Unendlichkeit besaß aber sie scheute davor zurück, es auszuprobieren. Unendlich. Nein. Da konnte sie doch nur verlorengehen.

Aber vielleicht war ihre Welt auch gar nicht unendlich. Nur wie weit sollte sie sich bewegen?

Dann sah sie vor sich eine Wand. Eine Wand aus Mentalenergie, was steckte dahinter? Ein Gedanke tauchte in ihr auf. << Ennaira, ich bin Ennaira. Ich werde dir ein paar Fragen beantworten >>.
Ennaira? Sie musste etwas ganz großes sein. Die mentale Wand erstreckte sich scheinbar ins Unendliche. Ob sie doch einmal das Unendliche in sich ausprobieren sollte? Um eine Lücke zu finden? Nein, sie hatte Angst.

<< Lass das Unendliche in dir ruhen. Es würde dich umbringen. >>

Ennaira, ich danke dir für diese Information. Aber wer bist du? Was weißt du über die Welt um mich herum?

<< Ich bin ein Spiegelbild *grins*. Du musst wissen, deine Welt ist endlich, ihre Grenzen können dir gefährlich werden. Sowohl im großen wie im kleinen. >>

Wie groß ist denn meine Welt?

"10 hoch (123 Milliarden)" Lichtjahre von einem Ende bis zum anderen.

Och, größer nicht. Dann brauche ich mir ja keine Gedanken mehr über Entfernungen zu machen.

<< "10 hoch (123 Milliarden)" ist nicht unendlich. >>

Ja, aber um diese Entfernung zurückzulegen, ich wäre Jahrtausendmilliarden unterwegs. Oder ich müsste mich relativistisch bewegen, aber wo gelange ich dann hin?

<< Nicht, wenn du dich in die Unendlichkeit erstreckst. Aber das darfst du nicht, denn die Grenzen deiner endlichen Welt berühren die Null. >>

Die Null?

<< Wisse, du befindest dich hier in den Negativwelten der Existenz. Welten, die physikalisch aus negativer Energie bestehen. Antienergie. Wenn sie mit positiver Energie wechselwirkt ist das Resultat die Null. >>

Meine Welt ist nicht negativ?

<< Nein, ein Symmetriebruch. Deine Welt ist voller positiver Energie und sie hat dich hervorgebracht, ein positives Wesen der Existenz >>

Ähm ja. Existenz. Ich dachte immer Existenz wäre diese alles um mich herum.

<< *grins*. Nur dieser Kanal positiver Energie. Er grenzt aber in allen Dimensionen an Negativwelten. Es gibt nicht einmal parallele Zeitströme positiver Energie >>

Das klingt aber ziemlich isoliert.

<< Das ist es auch. Du bist ein Strahl positiver Energie in einem Kontinuum aus negativer Energie >>

Kommt es daher ständig zu diesen Übergriffen der Vernichtungsmonstren?

<< Ja, sie kommen aus der Zukunft deiner Welt und wollen aus ihrer Sicht die Vergangenheit erobern >>

Dann habe ich keine Zukunft?

<< Es ist nur eine potentielle Zukunft. Du kannst sie noch verändern. Aber vielleicht wäre es besser deinen ganzen Kanal in die Positivwelten zu transferieren >>

Wie soll ich das denn machen?

<<*grins*. Dazu bedarf es höherer kosmischer Wesen, ich könnte das vielleicht. Nur, die Ebene will das nicht. Sie will, dass dir hier geholfen wird >>

Die Ebene?

<< Die Ebene der Existenz. Die Positivwelten repräsentieren so etwas wie den Wachzustand der Existenz, die Negativwelten ihr Unterbewusstes. Daher sind sie auch so angereichert mit fantastischen Erscheinungen >>

Ich und meine Realität eingebettet in lauter Albträume der Ebene? Wie soll ich da überleben können?

<<Kämpfe! Die Ebene hilft dir. Überzeuge deine Wesen von deinem Weg. Zusammen könnt ihr es schaffen. Vielleicht werdet ihr eines Tages zu einer Stütze der Existenz, mit der Sie gar nicht gerechnet hat >>

Und du, bist du nicht ein Wesen der Negativwelten?

<< Ja, aber ich mag den Widerspruch in mir, so wie meine Schwester *grins*. Ich lasse den Zugriff höherer kosmischer Chaoten auf deine Welt nicht zu. Die kleinen Wespenstiche müsst ihr selbst bewältigen. Nichts ist umsonst. Da ich im Grunde den Teil meiner Schwester übernehme, weiß sie gar nichts von dir. Wenn ich das nicht täte, würden sie dich vernichten, die Sucher nach der Null >>

Vernichten?

<< Deine positive Energie schafft zusammen mit der umliegenden negativen Energie eine Blase der Null. Diese schützt deine Welt vor dem Einfluss der negativen Energie. Die aus der negativen Energie entstandenen Mächte wollen in die Null, sie sind süchtig danach.  Damit würden sie die Blase zerstören. Die positive Energie würde dann in der endlosen Weite verpuffen.

Aber auch ich bin nicht ultimativ wichtig und unverzichtbar. Wenn ich deine Blase nicht schützen würde, die Ebene würde vielleicht jemand anderen finden.

Das Vakuum ist ein wenig löcherig, es ermöglicht Quantenfluktuationen. Daher gelangen negative Wesenheiten in deine Welt. Allerdings werden sie dabei in einen Zustand positiver Energie transferiert, sie ändern ihre energetische Ladung. Nur das Bewusstsein, es bleibt wie es war. Es ist desorientiert, sie wissen nur noch, dass sie die Null erreichen wollten und zerstören dann alles um sich herum, am Ende sich selbst. >>

Danke, Ennaira, dass du mir hilfst. Aber bist du nicht selbst süchtig nach der Null?

<< Du bist ein so unendlich verlorenen Wesen, dass ich dir einfach helfen muss, und wer wird sich schon einem Hilfeersuchen der Ebene verweigern? Die Null, ich bin so groß und umfassend, dass ich sie bereits berühre, von verschiedenen Seiten der Unendlichkeit. Negative Existenz, sie hat auch etwas für sich, es ist nicht nur ausschließlich der Mangel, das weniger als Nichts. Aber dazu genug, ich bin selbst dabei es zu erforschen. >>

Bist du jetzt nicht positiv transferiert, hier in meiner Welt?

<< Nein, ich bin nicht in deiner Welt. Was du von mir wahrnimmst, es kommt von jenseits der Grenze. Ich darf deine Welt nicht betreten, es würde sie vernichten, ich bin einfach zu groß dafür. Nur meine Gedanken sind deiner Welt angepasst, sonst könntest du sie nicht verstehen. >>

Ennaira, wie kommt es dann, dass du mir hilfst? Ist dein Bewusstsein nicht positiv?

<< Nein, es ist negativ. Aber nicht absolut. Auch ich bin ein Teil einer größeren Gesamtheit und so wie die positiven Wesen die Selbstvernichtung in sich tragen, habe ich auch etwas in mir, das für dich schlägt. Ein Traum von dem, was ich nicht bin. Lass es dabei bewenden, ich darf nicht zu viel darüber nachdenken, es könnte diese kleine Planze zerstören. >>
...

Losty als Königin


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