Arianne 108 - Lala 01


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Negative Welten

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Irgendwo auf der Zauberwelt, tief in den Weiten der Minuswelten.

Dass die Energie negativ war, und die Materie, die Zeit, das sah man doch nur von außen. Die Deutung des Negativen als "weniger als nichts", na ja, wenn man dazugehörte, da war doch etwas, denken, fühlen, ich sagen können. Nein, das war sehr viel. Sie wollten nicht in die Null. Sie wollten hier bleiben.

Sollten die Tiefengestalter der Null die Auflösung aller negativen Strukturen predigen, es war doch so schön hier.

"Schön", etwas, das es hier gar nicht geben durfte.

Ein Pärchen, das mit sich und der Welt zufrieden war. Was doch überhaupt nicht ging, denn die Auflösung und Selbstvernichtung war das Ziel aller negativen Wesen, das war genetisch verankert. Genetisch? Evolution gab es doch nur in den Positivwelten, nach der unheiligen Lehre. Spiegelungen der positiven Welten, sie brachten Strukturen in das Negative, Strukturen, die man gar nicht haben wollte. Alles sollte nur ganz flach sein.

Die positiven Welten entzogen den negativen Welten Substanz, es bildete sich immer mehr negative Energie. Die war nun eigentlich repulsiv, aber der Einfluss der Positivwelten hielt die negative Energie zusammen, bildete Strukturen daraus.

Was für ein perverser Einfluss. Positive dunkle Strahlung die die Negativwelten zusammenhielt. Dabei waren das hier doch die dunklen Welten.

Offenbar verhinderte die dunkle Strahlung ein Auseinanderdriften der Negativwelten. Vielleicht deswegen, weil es auch die positiven Welten zerrissen hätte.

Ja, diese Egoisten, nur weil sie existierten wollten durfte das Negative nicht zerfließen.

So weit die Lehre. Unser Pärchen hatte ein kleines Mädchen geboren, in aller Heimlichkeit. Wenn die niedrigen Wesen das mitkriegen würden, sie würde diesen Zustand auf der Stelle beenden. Wahrscheinlich würde man sie in die tiefen Abgründe des Loches verstoßen, weit weg von der Null oder einfach pulverisieren, so wie sie es mit den Positivwelten manchmal machten. Was nicht sein durfte, das durfte eben nicht sein.

Nur durch Spiegelungen durften negative Wesen entstehen. Sie hatten dann so etwas wie einen positiven Gegenpart, der aber nichts von ihnen wusste. Wenn die beiden zusammenkommen würden, sie würden sich gegenseitig auflösen zu einer kleinen Null.

Na ja, so ganz klappte das nicht. Es gab das Transformationssyndrom. Ein negatives Wesen, das in eine positive Welt gelangte, die Polarität seiner Energie würde sich umkehren, nur der Geist, der blieb negativ.

Dieses Transformsyndrom, es verhinderte eine physikalische Aufösung der Positivwelten, positive und negative Welten konnten sich nicht in der Null vereinigen. Wer hatte sich nur so etwas ausgedacht? Warum nur?

Das kleine Mädchen hatte noch weniger Probleme mit seiner Negativwelt, als seine Eltern. Von der Null wusste es nichts. Es hatte Haare, die jedes Lebensjahr um einen Meter länger wurden.

Auch die Umgebung entwickelte sich irgendwie anders, als man es von einer Negativwelt erwartete. Hier spiegelte sich offenbar ein ganzer Planet der Positivwelten. Es gab ein oben und ein unten, sie lebten auf der Oberfläche ihres Planeten und konnten nicht einfach davonschweben. Es gab eine Lufthülle zum Atmen. Und es gab die Möglichkeit der Selbstvernichtung, aber nein, das wollten sie nicht. Negative Existenz, sie konnte so schön sein.

Nur, ob die Positivwesen so viel Haare produzierten? Nun ja, man wusste nicht sehr viel über diese Gefühlswelten, so nahm man es erst einmal hin.

Das kleine Mädchen wollte sich ihre Haare nicht schneiden lassen, sie war eine kleine Rapunzel.



Nein, nein, sie schlug mit Händen und Füßen um sich, wenn man sich ihr mit einer Schere näherte.

Nein, sowas. Das war doch so unpraktisch. Wohin mit den ganzen Haaren?

Sie wickelte sich darin ein. So konnte sie sich mit den Haaren bewegen. Wenn sie Kleidung darüberzog wirkte sie ein wenig pummelig, aber es waren nur die Haare.

Man ließ ihr die Haare. Das kleine Herz brechen, nein, das wollte man nicht. Nachdem man nun gerade erst selbst die Schönheit der Gefühle erfahren durfte.

Die Haare, als sie länger als 10 Meter wurden, gebaren sie paranormale negative Energie in sich drin. Sie konnte mit den Haaren um sich schlagen, wenn sie bedroht wurde. Damit hatte sie schon manches Tiefenmonster in die Flucht geschlagen.

So konnte sie sich auch unter Gleichaltrigen behaupten. Kein noch so großer und kräftiger Kerl konnte sie verprügeln. Aber so sehr viel destruktives Gefühlsleben gab es gar nicht. Alle waren so glücklich Gefühle erleben zu dürfen und sie wollten sie positv. Positive Gefühle in einer Negativwelt. Bei der Haarlosigkeit der Tiefgeborenen *grins*. Um was die sie alles betrügen wollten.

Jeder von ihnen hatte etwas besonderes, ihre Besonderheit waren die Haare.
Andere konnten zaubern. Es gab Zauberstäbe, die alles mögliche hervorbringen konnten. Und es gab sogar kleine parallele Zauberwelten.
Von dunklen Mächten blieben sie verschont, das war ein Privileg der Positivwelten *grins*.

Sie zauberten Strukturen aus negativer Energie. Nein, so etwas *lächeln*

Manche entwickelten sogar Gefühle wie Liebe. Nein so etwas in einer Negativwelt *shock* *grins* *lächeln*. Es gab so etwas wie Glück hier *grins*. Ja, wenn es nur so klein und bescheiden im Verborgenen erblühte *lächeln*.

Mit den Haare konnte sie fliegen. Sie schwebte mit ihren Freunden durch die Luft, 5 Gleichaltrige konnte sie gleichzeitig mitnehmen.
In den Weltenraum trauten sie sich nicht vor. Dort gab es keine Luft mehr zum Atmen. Vielleicht wenn einer von denen mit den Zauberstäben eine Glocke schaffen würde ...

Ja, es funktionierte. Ein haariges Raumschiff mit einer Glocke um sich herum. Aber weit trauten sie sich nicht hinaus. Sie waren ja auch noch so klein und wollten lernen.

Da die Haare so schön waren, wollten die anderen es ihr nachmachen ... alle hatten nach einiger Zeit wunderschöne superlange Haare. Nur die Länge von Rapunzel, die blieb einmalig.

Dann kam einer der Tiefengestalter zu Besuch. Er sah schon, dass etwas nicht stimmte.

<< 15 Meter lange Haare, was ist denn das hier? Die Haare kommen ab, sofort >>

Nein, ich will nicht.

<< Du wagst es mir zu widersprechen? Weißt du nicht wer ich bin? >>

Er machte sich groß und kräftig und wollte sie dann packen.

Ein Schlag mit einem Haarstrang und er saß auf dem Boden.

So einen verdutzten Tiefengestalter hatte man noch nie gesehen.

Er kommunizierte mit seinen Knechten, irgendwie. Nun wurde es ernst.

5 Tiefenmonster materialisierten. Haarlose Wesen, wenn man die Posivwelten als Vergleich hinzuzog, irgendwie sahen sie aus wie weggeworfener Abfall. Natürlich völlig haarlos. Haare, das war eine gefühlsbeladene Spiegelung der Positivwelten. So etwas wollte man hier nicht.

Böse schauten sie das kleine Mädchen an, in ihren 823 Klauen hatte sie Scheren.

Ein Schlag mit den Haaren und sie wurden 25 Meter weggeschleudert.

Paranormale Energie. Giftig sandten sie ihre Impulse aus. Die Haare bildeten eine Wand und reflektierten die Energie. 5 kleine Aschehaufen blieben zurück. Nun gut, das hatten sie ja gewollt, die Selbstvernichtung.

<< Tiefenbewahrer, möchtest du ihnen folgen? >>

Gar keine abwegige Frage, denn die Selbstvernichtung war ja das erklärte Ziel aller tiefen Wesen.

Plooppp, weg war er. So schnell hatte man noch nie einen Tiefenbewahrer davonlaufen sehen.

Also doch nicht, was bezweckten sie dann mit der Ideologie der Selbstvernichtung aller negativen Wesen? Wenn sie es für sich selbst nicht haben wollten?

...

Eine große Flotte von Raumzerstörern näherte sich dem Planeten, ausgestaltet mit Entropiekanonen. Inverse Staubsauger, sie erzeugten Staub und verstreuten ihn.  Offenbar wollte man diesen Teil der Negativwelten begradigen. Was für ein Aufwand für so einen kleinen Planeten.

Diese Schlachtschiffe waren ultimativ, nichts konnte man ihnen entgegensetzen.

Die kleinen Zauberer waren machtlos. Es gab große mächtige Wesen in den Raumschiffen, die einfach stärker waren.
Sie spürten einen Hauch von Unendlichkeit. Ob eines der hypothetischen unendlichen Wesen mitreiste?

Lala wandte sich hilfesuchend an ihre Haare. Die waren ganz ruhig, irgendwie hochkonzentriert. Sie schienen etwas zu planen ...
...

Eine Gestalt im Weltraum, zwischen den Raumschiffen und dem Planeten. So klein und doch so deutlich wahrnehmbar.

Die Besatzungen der Raumschiffe schienen unmittelbar zu wissen, um wen es sich handelte. Sie stellten ihre Aktivitäten sein. Ruhe erfasste den Raum.

<< Papa, wer ist dieses Wesen dort draußen, das so viel Ruhe erzeugen kann? >>

Ich weiß es nicht. Wenn es unsere Zerstörung gewollt hätte, es hätte nur nicht eingreifen müssen. Aber sieh, die Raumschiffe entfernen sich wieder. Das Wesen scheint uns beschützen zu wollen.

<< Meine Haare sagen mir, sie will mich sehen >>

Plooppp

Eine Frau materialiserte im kleinen Wohnzimmer, das ja schon zu zwei dritteln mit Lalas Haaren ausgefüllt war.
Lala saß mitten drin, eingehüllt in ihre Haarpracht wie in strahlende Diamanten. Ja, die Haare leuchteten aus sich heraus, sie schienen sich über den Besuch zu freuen.

Die Frau hatte selbst mehr als körperlange Haare, mehr noch, die Haare verschwanden irgendwie aus dem Blickfeld, ohne dass man ihr Ende hätte sehen können.

Schön war sie, ja so richtig wunderschön. Nachdem man dieses Gefühl gerade erst kennengelernt hatte :-))

<< Hallo, kleines haariges Wesen. >>

<< Hallo, danke dass du gekommen bist :-) >>

<< Ich will nicht, dass ihr verlorengeht, ich habe sehr lange nach Wesen wie euch gesucht, sehr lange, mehr als unendlich lange. Die Wahrscheinlichkeit euch jemals zu finden, sie ist Null. Es war diese großräumige Bewegung der Schlachtschiffe, die mir einen Hinweis auf euch gegeben hat und deine Haare, die nach mir gerufen haben. Sie sind so lang und so voller paranormaler Energie, dass ich sie einfach wahrnehmen musste :-). Ihr wisst gar nicht, wie wertvoll ihr für mich seid. Niemand aus den Negativwelten wird euch etwas antun. Ich habe euch kleine Fairies mitgebracht, sie werden euch beschützen. Solltet ihr jemals in große Gefahr geraten, sie werden mich rufen. Wisset, in der ganzen Ebene gibt es nur ein einziges Wesen, das es mit mir aufnehmen kann, und die Ebene umfasst alles, positive, negative Welten und vieles mehr. >>

<< Bist du ein negatives tiefes Wesen? >>

<< Negativer und tiefer als jedes andere Wesen jemals sein könnte. Aber habt keine Angst. Ich bin mehr als nur negativ >>
...

Wesen der Negativwelten


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