Arianne 113

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Ennaira

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Eine starke Flotte von Kriegsschiffen wurde zusammengestellt. Abakus, der Mächtige, wollte einen Feldzug führen.
Mächtig war er ja schon, aber offenbar nicht mächtig genug.
Abakus, ein Wesen der dritten Stufe der Unendlichkeit
.

Wogegen willst du denn Krieg führen?

Der Schlag richtet sich gegen die Negativwelten. Einige Welten, in denen sich Negativwesen entwickeln, die Gefühle haben wie wir, könnten unsere Position in der Zukunft gefährden. Sie streben nach einem Ausgleich, das wollen wir nicht.

Was ist denn daran gefährlich?

Wir könnten nicht mehr unbegrenzt auf die Negativwelten zugreifen. Von dort holen wir uns die Energie, die uns immer mächtiger werden lässt. Bald dürften wir die 4. Stufe der Unendlichkeit erreicht haben.

Negative Energie, was wollen wir damit?

Wir schöpfen negative Energie, durch das Transformsyndrom wird sie positiv. In den Negativwelten bleibt dann nur der Defizit übrig.

Der Defizit? Gibt es unterschiedliche Formen negativer Energie?

Ja, einmal der Mangel an Energie, das weniger als nichts, dann aber auch die anders gepolte Energie, die mit der positiven Energie zur Null wechselwirkt.

Dabei geht die Energie nicht verloren, sie füllt die Null aus. Das Defizit dagegen vernichtet positive Energie, das Resultat ist eine leere Null.

Aja. Aber stehlen wir den Negativwelten dann nicht etwas?

Was kümmert es uns. Wir sind die höheren Lebensformen.

Aber die Welten, die du vernichten willst, sie stehen unter dem Schutz der Negativ-Anti-Existenz.

Des Negativwesen? Meinst du Ennaira? Das ist doch nur eine Legende. Ihr Wesen benötigt eine so große Menge divergierender Energie, dass sie gleich wieder auseinanderfliegen würde. Falls da doch etwas sein sollte, sie soll sich auf ihren Bereich beschränken. In den Positivwelten hat sie nichts verloren.

Auseinanderfliegen? Positive Energie wirkt gravitativ, negative Energie repulsiv, meinst du dies?

Ja. Die Kräfte heben sich gegenseitig auf, wenn die Energieformen zusammenkommen. Die konträren Energien verlieren ihre Polarität und damit die Fähigkeit, Strukturen zu bilden bzw. sie auseinanderzureißen. Aber sie ist immer noch da, die Energie. Neutrale Energie, die nichts bewirkt. Für positive und negative Wesen ist sie nicht wahrnehmbar, aber für hypertranszendente Wesen, die ihre geistige Polarität verloren haben.

Ennaira strebt diesen Zustand an, die Positivwelten sind ihr dabei im Weg. Es ist aber nicht so einfach für sie, auf die positiven Welten einzuwirken.

Die gefangenen Hypermonster haben von Ennaira erzählt. Sie scheinen sie gerade anzubeten. Aber sie wussten selbst nichts genaues. Ennaira, das Wesen der ewigen Ruhe. Vorkämpferin, die die Positivwelten vernichten will um eine Null zu schaffen.

Du willst dich mit Ennaira anlegen? Bist du wahnsinnig geworden? Selbst der Teufel ist ein Nichts gegen sie. Nein, ich gehe, laufe, flüchte ...

Weg war er. Und seine Streitkräfte nahm er gleich mit.

Nun gut, es blieb noch genug übrig.

Ein Rauschen aus der Tiefe.

<< Da kommt etwas auf uns zu, direkt aus den Negativwelten >>

<< Was kann das sein? >>

<< Etwas ungeheurer großes, mächtiges. Beim unheiligen Propheten, unsere Sensoren sind alle explodiert >>

Das Vakuum brach auf. Negative Energie flutete in die Welt. Wie ein Radiergummi Bleistiftzeichnungen vernichtet, löste sie alle Strukturen aus. Innerhalb von Sekunden war die ganze Flotte verschwunden.

Ein schwarzes rotierendes Loch bildete sich.

Dann, ein feuerrotes Wesen aus reiner Energie flog aus dem Loch. Sie griff nach Abakus, berührte ihn und verschwand dann wieder in der Tiefe. Abakus löste sich auf. Negative Energie hatte ihn getroffen.

Die Übriggebliebenen waren starr vor Schreck. Aber auch dafür hatten sie nur wenig Zeit. Die negative Energie tobte durch den Raum-Zeit-Bereich des Aufmarsches.

Ennaira

Das  Gesamtbewusstsein der Negativwelten. Ein unendliches Wesen, das alle negativen Welten umfasste und doch war sie niemals abgeschlossen.

Sie bestand aus negativer Energie, ein Gegenpart zu den Wesen aus Ariannes Existenz. Negative Energie kontra positive Energie. Beide Energieformen neutralisierten sich.

Das Ergebis war dann die Null.

Nur, beide Energieformen waren auch aufeinander angewiesen. Positive Energie auf sich alleine gestellt würde kollabieren, in einer Singularität verschwinden.

Und die negative Energie? Sie strebte inflatorisch auseinander, bis nichts mehr von ihr nachweisbar war.

So gab es auch im jeweils anderen Teil der Ebene die fremde Energieform. In den Positivwelten manifestierte sie sich in der quantenmechanischen Unschärferelation (Heisenberg). In den Negativwelten verhinderte positive dunke Energie ein Auseinanderbrechen. Auf geheimnisvolle Weise wechselwirkten die Energieformen nicht miteinander, ihre Wirkungen schufen ein Gleichgewicht.

Durch das Wirken von Abakus wurde das Gleichgewicht gestört. Immer mehr Energie wurde aus den Negativwelten abgezogen.  Dadurch entstanden Defizite. Defizite konnten durch negative Energie nicht aufgefüllt werden, sie bildeten tiefe Narben in den Negativwelten.

Der unbegrenzte Zuwachs an positiver Energie würde die Positivwelten kollabieren lassen. Ein riesiges schwarzes Loch, das sich dann im Laufe der Äonen wieder zerstrahlen würde. Es war schon erstaunlich, dass Abakas als unendliches Wesen diese Entwicklung nicht vorhersehen konnte. Oder wusste er es und bildete sich ein, daraus Nutzen ziehen zu können?

Die positive Energie aus den zerstrahlten schwarzen Löchern würde die Defizite nicht auffüllen können. Gelangte sie in die Negativwelten, so wurde sie durch das Tranformsyndrom in negative Energie zurücktransformiert. Defizite konnten aber nur durch positive Energie neutralisiert werden.

Diesen Zustand würde die Ebene als ganzes nicht aushalten können. Irgendwann würde dann die Grenze zwischen positiven und negativen Welten zerbröckeln.

Wenn Abakus das vorausgesehen hatte, was versprach er sich davon? Wollte er Arianne vernichten um dann selbst an ihre Stelle treten zu können?

Ennaira hatte das Gleichgewicht wieder hergestellt. Dass sie dabei in die Positivwelten eindringen konnte, es war ein Zugeständnis von Arianne, denn in ihren Negativ-Welten war von "positiven Wesen" geräubert worden.

Arianne hatte selbst Probleme mit ihren eigenen Schöpfungen, wenn sie nach unbegrenzter Macht strebten.

Meistens hatten sie einen beschränkten Horizont. Hätten sie nur einen Bruchteil dessen begriffen, was Arianne ausmachte, sie hätten sich still und heimlich irgendwo verkrochen. So strebten sie hinter ihren eigenen Horizont ohne zu wissen, was sie dort erwartete.

Ennaira hatte ihre Welten geschützt, Welten die sie so sehr mochte. Ein Gefühl, das ihr so fremd war und das sie dennoch nicht missen wollte. Arianne dankte ihr für den Schutz, den sie der kleinen positiven Enklave zukommen ließ, mitten in den negativen Welten. Ja, Arianne wusste von Losty und ihrer Welt. Die Ebene selbst hatte es ihr mitgeteilt.

Ennaira, das Wesen der ewigen Ruhe. Aber sie suchte eine Ruhe in der Null voller Energie, nicht in einer Null, die aus dem Defizit geboren wurde.

Sie war fasziniert von der Ruhe der positiven Wesen, die sich ergeben konnte, wenn sie sich in der Liebe füreinander verloren. Losty, in ihrer Liebe zu den kleinen Wesen ihrer Existenz..

Daher schützte sie auch diese Welten.

Diese Ruhe, sie wollte sie auch für die negativen Welten haben. Ihre eigenen kleinen negativen Wesen, die Gefühle füreiander entwickelten, sie stellten genau das dar, was sie sich so sehr wünschte.

Und dieser Abakus hatte alles zerstören wollen.

Allein der Gedanke hatte ihr so starke Schmerzen bereitet, dass ihr Vorstoß in die positiven Welten wie von selbst stattgefunden hatte.

Arianne hätte sie dort vernichten können, aber war die Selbstvernichtung nicht das Ziel aller negativen Wesen? Nein, nicht mehr, Ennaira hatte Dinge gesehen, die sie wieder und immer wieder sehen wollte. Das würde auch die ganze Vielfalt der Negativwelten verändern. Ob Arianne davon wusste? Die Ebene, sie wusste es.
...

Ennaira

ennaira

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