Arianne 115 - Haarliebe

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Haarliebe

Elenora mit ihren superlangen Haaren. Ja, sie war eine real life Rapunzel. 20 Meter lange Haare und sie mitten drin. Eingewickelt in die Haare, dann ein bisschen Kleidung darüber und sie wirkte fast völlig normal.

Sie sah dann etwas pummelig aus, aber nicht sehr. Niemand ahnte etwas von ihrer Haarpracht.

Sie konnte die ganzen Haare auch in einen dicken Zopf pflechten, nur hatte der dann einen Durchmesser von 20 cm, eine Länge von 1,50 m und ein Gewicht von mehr als 10 kg.

Sie konnte ihn nicht einfach nur herunterhängen lassen, dazu war er zu schwer.

Meistens wickelte sie die Haare mehrfach um ihren Körper und verteilte so das Gewicht.

Für die Öffentlichkeit hielt sie ihre Haarpracht geheim. Nicht auszudenken, wenn die Medien über sie herfallen würden. Sie hatte auch Angst, dass ihr jemand die Haare würde stehlen wollen.

Sie liebte ihre Haare und sie hatten ein Eigenleben. Ja, sie entwirrten sich selbst, bevor ernsthafte Verknotungen enstehen konnten. Das war das Besondere an den Haaren. Und sie stießen Fremdkörper ab, so dass sie immer in ihrer vollen Reinheit erstrahlten.

Es waren Haare, die ihre Farbe verändern konnten. Dadurch drückten sie Gefühle aus. Rot stand für die Liebe und den Schmerz, Grün für die Hoffnung, Gelb für das Leben und Blau für die Erleuchtung.

Wenn sich selbst so mit offenen Haaren im Spiegel sehen konnte, es riss sie mit. Die Begeisterung für ihre Haare ließ sie scheinbar schweben. Scheinbar? Parakinetische Energie? So ganz genau wusste sie es nicht. Es gab keine Videoaufzeichnungen und niemand außer ihr sah diese Haarpracht.

Manchmal erstrahlten sie in allen Farben des Regenbogens. Es war so wunderschön. Sie konnte stundenlang nur schauen. War dass nicht ein wenig Selbst-Bewusstsein des Schönen an sich? Sie selbst das Ich-Bewusste Schöne? Ein wenig wunderte sie sich, dass sie dabei nicht müde wurde.

Nein, eitel war sie nicht. Aber wenn einem kleinen Wesen so viel Schönheit zuteil wird... Niemals würde sie ihre Haare aufgeben wollen. Sie liebte sie so sehr, und sie gaben ihr diese Gefühle wieder zurück. Es war wunderschön.

Ihre Haare lebten, sie spürte es, als Teil ihres Selbst.

So ruhte sie in sich. Nicht für alle Zeiten, es war nur ein Moment, auch wenn er Stunden dauern konnte. Ihr Geist, ihre Seele, sie gingen nicht darin verloren.

In Gedanken verloren betete sie zu der kleinen Statue der Arianne auf dem Thresen. << Liebe Arianne, ich danke dir für das Glück, das du mir gewährst. >>

Es war so schön einfach nur zu beten, sie spürte Arianne in sich. Irgendwie. Sie war so glücklich dabei.

Ihren Lebensunterhalt bestritt sie über Arbeiten am Heimcomputer und sie hatte Freunde, mit denen sie sich gerne traf. Sehr gefühlvolle Menschen, die spürten, dass sie ein Geheimnis hatte, das sie nur für sich haben wollte. Sie ließen es ihr. Echte Freunde begreifen die Gefühle des anderen und respektieren es.

Oft war sie mit Perücken unterwegs. Die anderen erkannten wohl, dass sie eine Perücke aufhatte, aber sie fragten nicht nach ihren eigenen Haaren.

Dann kam der Tag, wo sie eine Liebesbeziehung eingehen wollte.

Jonathan war der Auserwählte. Sie liebten sich.

Nun trafen sich die beiden in ihrem Appartement, wollten sich gegenseitig nackt sehen.

Ja, nun war es an der Zeit, sich zu offenbahren.

E: "Jonathan, weißt du, unter meiner Kleidung, da sind überall Haare, sie bedecken meine Haut."

Er küsste sie.

J: "Wenn du dich nicht ausziehen willst, wir können uns doch auch so lieben."

E: "Ja. Aber wir möchten doch beide unsere Haut spüren. Komm, ich zeige sie dir."

Sie legte ihre Kleidung ab und Jonathan sah einen Menschen vollständig in Haare eingehüllt. Wunderschöne Haare von vollkommener Reinheit. Sie erstrahlten in einem hellen blond.

J: "Deine Haare sind so schön, aber weißt du, ich liebe doch dich. Darf ich sie denn einfach mitlieben?"

E: "Ja, bitte tue es :-)))"

Vorsichtig streichelte er die Haare.

Elenora löste ihre Bänder, die Haare fielen lose nach unten.

E: "Komm mit hinein."

Sie legte die Haare um ihn, um sich herum. Es war wie ein Haus, in dem sie beide lebten. Dann spürten sie die gegenseitige Berührung ihrer nackten Haut. Die Haare bedeckten alles um sie herum.

Sie verloren sich in dem Gefühl der körperlichen Liebe.

Nach einiger Zeit, beide waren so glücklich. Sie liebten den Körper des anderen so sehr, mit der Haut und all den Haaren.

E: "Lass uns das Licht ausmachen. Bei so starken Gefühlen, die Haare beginnen zu leuchten."

Jonathan schaute sie an. Ja, es mussten einfach magische Haare sein. Diese wunderbaren Haare hier, er wünschte sich so sehr, dass sie erhalten bleiben mögen.
Nicht so sehr seinetwegen, er wusste wie sehr Elenora ihre Haare liebte.

Es wurde dunkel im Raum aber nicht lange. Die Haare leuchteten aus sich selbst heraus. Sie drückten die Gefühle der beiden aus. Sie spürte ihre Gefühle und sahen die passende Farbe dazu. Es war fantastisch, dass es so etwas schönes überhaupt geben konnte. Beide erfasste eine große Ehrfurcht vor der Schönheit des Universums. Es war ein wundervolles Gefühl.

E: "Dass wir diese Schönheit erleben dürfen, ohne sie hinterfragen zu müssen. Es gehört alles zusammen, alles ist ein Teil des Ganzen."

J: "Lass uns Arianne danken. Sie gibt es vielleicht nur in unserer Vorstellung, aber es ist so schön daran zu glauben, dass es jemanden gibt, der uns dies alles ermöglicht."

E: "Weiß du, die Haare haben Magie. Magie ist ja auch nicht das Normale, sie haben ihr eigenes kleines Leben. Ja, lass uns doch einfach an Arianne glauben."

...

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