Arianne 117 - Rapunzeljanine

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Eine Janine jagt einen Prinzessinnenräuber

Janine saß mit ihren körperlangen Haaren auf einem Pferd, ihre 20 Begleiter gingen zu Fuß. Gemeinsam wollten sie eine Prinzessin befreien, die vom bösen Auge geraubt worden war.

Warum setzte Janine nicht einfach ihre Macht ein?

Da war etwas im Hintergrund, das sie zurückhielt. Hinter dem Zeitstrom, irgendwo im Kontinuum bewegte sich ein Wesen der 5. Stufe der Unendlickeit, das sie suchte. Ein Wächter der Naturgesetze?

Sie konnte ihre Parakräfte nicht einsetzen, denn dann hätte er sie sofort bemerkt.

Nicht, dass sie sich wirklich bedroht gefühlt hätte, nur dieses Wesen konnte alles wieder rückgängig machen, was sie bewirken kann. Und wenn es in irgendeiner Weise degeneriert war? Solche Wesen suchten normalerweise nicht nach Janines. Sie wagte noch nicht einmal nach Jasmin zu rufen, damit dieses Wesen sie nicht bemerkte. Auch wenn sie Erfolg gehabt hätte, was konnte Jasmin gegen ein solches Wesen ausrichten? Nicht einnmal Sensity würde dagegen ankommen können. Ein bisschen Angst hatte sie doch.

Hexor: "Janine, wie wollen wir vorgehen?"

Janine: "Ich werde den Felsen hinauflaufen, diese 200 Meter sind kein Problem für mich, und dann, ja, ich muss euch dann irgendwie hochziehen, mmmh, Moment."

Ihre Haare wurden plötzlich länger und immer länger. Sie holte sie direkt aus dem Hyperraum.

Janine: "Würdet ihr bitte die Haare tragen? Bitte, geht sehr behutsam damit um, ich kann sie momentan nicht selbst schützen. Sie sind sehr wichtig für uns alle."

Hexor bekam große Augen. Inzwischen waren die Haare fast 18 Meter lang und lagen hinter dem Pferd auf dem Boden.

Er winkte einige der Begleiter zu sich. Gemeinsam begannen sie die Haare aufzuheben.

Aber das war nicht alles.

Nach einigen Minuten hatten die Haare eine Länge von 200 Metern erreicht, 10 Männer wurden benötigt, um sie zu tragen. So bewegte sich Janine nun auf ihrem Pferd und 10 ihrer Begleiter trugen die Haare.

Janine: "Ich werde euch mit den Haaren hochziehen, ihr wisst, dass ich übermenschliche Kräfte habe. Ich muss mich jetzt leider sehr einschränken, dadurch wird es etwas kompliziert."

Hannibal: "Wie stark bist du denn? Wir wissen ja bereits, dass wir alle 20 zusammen nichts gegen dich ausrichten können."

Janine: "Das versteht ihr wahrscheinlich nicht. Es ist nur so, dass ich meine Kraft nicht einsetzen darf um ein Wesen nicht auf uns aufmerksam zu machen, das noch viel kräftiger ist."

Hexor: "Was ist das für ein Wesen? Bei alle Göttern, was kommt da auf uns zu?"

Janine. "Ich werde euch helfen, so gut es nur irgendwie geht. Aber ich bin nicht allmächtig. Auch das Wesen, das uns bedrohen könnte, ist nicht allmächtig. Nur ich weiß nicht, wie ich das allmächtige Wesen erreichen kann."

*verzweifelt bin*

Irgendein scharfer Gegenstand schlug gegen ihre Haare, irgendwo in der Länge zwischen 139 und 141 Metern. Janine schrie auf. Sie zitterte am ganzen Körper, weinte hemmungslos, lag flach auf dem Pferd und konnte sich nicht mehr selbst halten.

Wenn ihre Haare jetzt durchtrennt waren, sie würde den Kontakt zum Hyperraum verlieren, zu der ganzen Unendlichkeit ihres Zeitstromes, zu ihrem Zeitwesen. Im Grunde auch zu ihrer Lebensader. Nein, das konnte sie umbringen.

Hektor hielt sie fest, so dass sie nicht vom Pferd fiel.

Voller Entsetzen schauten sie die anderen an. Ein scharfkantiger Stein wurde von Habbas aus den Haaren gepult.

Ihnen selbst war nichts geschehen, nur ein bisschen eingebeult waren sie. Die Masse der Haare hatte die Wucht des Steines abgefedert. Nicht ein einzelnes Haar war durchtrennt worden.

Wie eine Feder bildeten sie ihre Form wieder zurück.

Soviel Sensibilität steckte in den Haaren?

Wenn die wirklich jemand einmal abschneiden würde?

Janine unter schluchzen: "Bitte, passt auf die Haare auf, es tut mir so weh, wenn sie verletzt werden. Seht ihr das Licht dort im Himmel? Das ist die Reaktion darauf."

Ein blutrotes Leuchten erstreckte sich über das ganze Firmament. Als wenn der Himmel verletzt worden wäre. Einige Tropfen Blut fielen herab.

Dann bildete sich die Leuchterscheinung langsam wieder zurück.

Janine: "Eure Wirklichkeit, sie ist dort drin, in den Haaren. Ihr seht es nur getrennt. Denkt nicht weiter darüber nach, aber bedenkt, wenn die Haare ernsthaft verletzt werden, kann es auch den Himmel zum Einsturz bringen."

Puh. Was waren das nur für Haare? Die Schriftgelehrten hatten nie so etwas verlauten lassen. War Janine eine Göttin? Ja, es musste so sein. Aber warum nahm sie dann nicht all ihre göttliche Macht zusammen und verprügelte dieses arrogante selbstherrliche Auge?

"Das Auge ist eher unwichtig. Nur eure Prinzessin, die möchte ich ihm nicht überlassen. Die eigentliche Gefahr ist dieses fremde Wesen, das nach uns sucht. Wir müssen uns vor ihm verstecken."

Sie bewegten sich weiter Richtung Berge. In der Ferne wurde die Burg sichtbar, auf einem 180 Meter hohem Steil-Felsen errichtet.

Es wurde dunkel draußen. Für heute würden sie erst einmal rasten.

Janine: "Die Prinzessin ist momentan nicht in Gefahr. Eingesperrt in einem Raum, aber allein. Lasst uns einige Stunden ruhen."

Sie bildeten ein Nachtlager. Janine inmitten ihrer Haare. Sie hatte sie in konzentrischen Kreisen um sich herum angeordnet.

Es wurde stockfinster, doch dann, ein kleines Licht.

Ein Leuchtinsekt? Nein, eine kleine Fairy, kaum 2 cm groß.

<< Janine, wie kannst du dich so in Gefahr begegeben >>

Janine: << Hallo, kleines Licht. Wie hast du mich gefunden? >>

F: << Eine Janine ist nie allein. Auch wenn sie ihre Schattenbegleiter nicht sieht. >>

Janine: << Ich muss mich sehr zurückhalten, ein höheres kosmisches Wesen sucht nach mir >>

F: << Ja, es ist ein Wächter der Naturgesetze. Aber irgendetwas stimmt mit ihm nicht. Durch sein Wirken bist du in Gefahr geraten. Der Stein, Black Dog hat seine Wirkung neutralisiert, er hätte deine Haare durchtrennen können >>

Janine wurde es ganz heiß. Dass sie in so großer Gefahr gewesen war?

Janine: << Dann haben sich die Haare nicht selbst geschützt >> *ganz entsetzt guckt*

F: << Doch, aber es war dann eher ein Zufallsexperiment. Der Stein  hatte eine subatomare scharfe Kante. Schärfer als jedes Schwert. Die Haare mussten den Impuls des Steines bis ins kleinste Detail berechnen, nur, du weiß ja, die Unschärfe zwischen Ort und Impuls. So kannten sie den Impuls aber wussten den genauen Ort des Einschlages nicht >>

Janine: "Dann hätte es die Haare durchtrennen können?"

F: << Lassen wir die Frage lieber offen, Black Dog wollte das Risiko nicht eingehen und hat die Bewegung des Steines dann selbst gesteuert, genau dort hin, wo der Erwartungswert des Einschlages für die Haare am größten war >>

Janine: << Und konnte das unbemerkt geschehen? >>

F: << Black Dog ist ein Wesen der Negativwelten. Arianne muss ihm eine Art Pass gegeben haben, so dass er sich hier überhaupt bewegen kann. Er hat die Bewegung mit negativer Energie gesteuert. Das wird dem Wächter wohl entgangen sein >>

Janine: << Ups. Aber was machen wir jetzt. Dieser Wächter. Er wird zu einer echten Bedrohung. Ich muss meine Haare effektiv schützen, nachdem was du mir erzählt hast. Ich kann sie nicht zurück in den Hyperraum bringen. Das Hochziehen nach Rapunzel Art lassen wir dann besser, es ist für die Haare zu gefährlich >>

F: << Black Dog will eine Schutzschicht aus negativer Energie um die Haare legen, die nur dann aktiv wird, wenn die Haare bedroht werden, intelligente Energie sozusagen. Er hat eine Weg gefunden, die positive Energie so zu beruhigen, dass sie nicht damit wechselwirken will. Ja, auch die umgebende positive Energie ist intelligent. Frag mich nicht, wie er das gemacht hat. Arianne hat ihm bestimmt auch das eine oder andere mitgegeben. Wahrscheinlich gibt es im Bereich unterhalb der Planckenergie sogar eine kleine Null >>

Janine: << Dann können die anderen die Haare anfassen, sich von ihnen hochziehen lassen? >>

F: << Ja, das wird gehen. 20 Kämpfer und du, das könnte reichen. Nur, wie willst du mit 200 Meter langen Haaren kämpfen? >>

Janine: << Ich benutze sie wie Schlagstöcke. Damit kann ich eine ganze Armee verprügeln >>

F: << Aber können sie mit ihren Schwertern die Haare nicht durchtrennen? >>

Janine: << Nachdem, was du erzählt hast, wird die negative Energie das verhindern >>

F: << Nun gut, dann macht es. Dieser Wächter. Wir brauchen ein höheres kosmisches Wesen, das ihn zurechtweist. Sensity ist momentan nicht erreichbar, Weepy und die Liebe auch nicht. Wen fragen wir dann? >>

Janine: << Sensity ist doch ein Wesen der 4. Stufe der Unendlichkeit, der Wächter hat die 5. Stufe? >>

F: *grins* << Sensity ist in der 4. Stufe verankert, achte bitte genau auf diese Formulierung. Wahrscheinlich ist sie ein Wesen wie Arianne, nur nicht an eine Ebene gebunden >>

Janine: << Ahja >>

F: << Ich weiß, wen wir bitten könnten uns zu helfen >>

Janine: << Ja? >>

F: << Persephonia >>

Janine: << Ups >>

Das kleine Licht verschwand wieder. 2 Stunden vor Beginn der Dämmerung weckte Janine ihre Gefährten.

Janine: "Wir brauchen etwa eine Stunde bis zum Fuß des Felsens. Lasst uns dann im Dunkeln nach oben gehen. So kurz vor Sonnenaufgang ist die Überraschung am Größten."

Sie marschierten los. 10 Männer trugen Janines Haare. Merkwürdig, dass sie sich in völliger Dunkelheit orientieren konnten. Es gab keine Zusammenstöße mit Steinen, Wurzeln von Bäumen, obwohl sie absolut nichts sehen konnten.

Dann am Boden des Felsens.

Janine: "Bitte zieht meine Haare in ihrer vollen Länge auseinander. Sie können sich selbst gegen Reibung mit dem Untergrund schützen. Dann werde ich den Felsen hinauflaufen und euch an den Haaren hochziehen. Wickelt sie euch um den Körper und haltet euch daran fest."

So geschah es. Janine rannte die senkrechte Felswand empor. In weniger als 5 Sekunden war sie oben angekommen.  Direkt an den Grundmauern der Burg. Es gab einen schmalen Weg um die Mauern herum, vielleicht einen Meter breit. Die Burgwand selbst war noch einmal 20 Meter hoch.

Ein schlafender Soldat auf einem Stein. Der hätte eigentlich Wache schieben sollen. Janine berührte ihn leicht. So, die nächsten 2 Stunden würde er nicht aufwachen.

Dann spürte sie Widerstand in ihren Haaren. Jemand musste sich dort unten eingewickelt haben. Sie zog ihn hoch.

Janine flüsterte leise. "Hallo Hexor. Warte bitte hier bis alle oben sind."

Ein paar Minuten später standen sie alle auf dem schmalen Weg.

Janine: "Ich gehe jetzt die Burgmauer hoch. Die Wachsoldaten werde ich einschläfern, dann ziehe ich euch hoch."

Wie ein Geist raste sie die Burgmauer empor. 15 Wachsoldaten nahm sie wahr. Die waren tatsächlich wach.
Janine war sehr schnell in ihren Bewegungen. Bevor die Soldaten überhaupt reagieren konnten waren sie eingeschläfert.

Dann zog sie ihre Begleiter hoch.

Wie Nachtgespenster würden sie in die Burg eindringen und die Soldaten überwältigen. Wenn alles gut ging, würde niemand dabei getötet werden. Das war ein Problem für Janine. Eine Janine, die in eine Schlacht zog? Es widersprach ihrem ganzen Wesen. Aber die Prinzessin alleine lassen? Nein, das konnte sie noch weniger.

Jetzt brauchte sie ihre Begleiter, mit 200 Meter langen Haaren konnte sie sich innerhalb der Burg nicht bewegen.

Nach einer halben Stunde hatte Hannibal die Prinzessin gefunden und brachte sie heraus.

Sie wurden entdeckt, es gab Alarm.

Nun war es an Janine zu zeigen, was in ihren Haaren steckte. Sie wirbelte sie durch die Luft. Wie mit einem Lasso wurden die Soldaten eingefangen.
Sie machte sie mit den Haaren bewegungsunfähig, indem sie direkt auf das Nervensystem einwirkte.

Es dauerte nicht lange, nach etwa 2 Minuten lagen 200 der anstürmenden Soldaten bewegungsunfähig am Boden.

Der Rest der Armee sah wohl ein, dass sie so nicht weiterkamen. Man versuchte es mit Bogenschützen. Janine nahm ihnen mit den Haaren die Waffen weg.

Dann vefingen sich die Haare in einem Mauervorsprung.

Das böse Auge. Er hieb mit einem Schwert auf die Haare ein, hatte aber keinen Erfolg, doch er gab nicht auf, immer und immer wieder schlug er auf die Haare ein.
Er war ja ein großer Zauberer. Diese Haare, er würde sie schon kleinkriegen.

Dabei wusste er nicht im geringsten, was er da tat.

Der Himmel, er verfinsterte sich. Er wurde blutrot. Janine weinte, es musste ihr sehr weh tun.
Dann ein Blitz, er fuhr direkt in das Schwert des Auges.

Das war zuviel für ihn.
...

Der Kampf war gewonnen, die Prinzessin befreit. Janine lag zusammengekrümmt am Boden, sie schien große Schmerzen zu haben. Sanft nahm die Prinzessin Janines Haare in die Hand, schaute sich die Stelle an, an der das Schwert des Auges zugeschlagen hatten. Die Haare sahen richtig verbeult aus, waren aber nicht durchtrennt worden.

Sanft streichelte sie die verletzte Stelle. Sie begann aus sich heraus zu leuchten. Ja, auch die Prinzessin hatte paranormale Energie in sich drin, sie sie nun auf die verletzten Haare abstrahlte.

Dann legte sie sich zu Janine, umarmte sie. Die anderen wickelten die Haare um beide herum. Die verletzten Teile ganz nach innen gelegt.
...

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