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Arianne 119 - Ariannes Wachbewusstsein

ArianneW offenbahrt sich und sie öffnet ein Tor zur Realität.
Sie begibt sich in den Bereich der Ennaira und wird durch Ennaira tödlich verletzt.


Fortsetzung von Arianne 114, Link:  Bilder,    02

Realität

Ein sehr helles Licht schien plötzlich in den Raum. Rapunzels Haare begannen zu leuchten, als würden sie mit dem Licht kommunizieren. Was war das?

Annemalie ging ans Fenster.

Sie sah einen hell leuchtenden Nebel, der eine Gestalt verdeckte, die langsam immer deutlicher wurde.

Sie schwebte etwa 20 Meter vor dem Turmfenster.

Eine sehr blasse Gestalt aber unbeschreiblich schön. Als wäre sie ein wenig unausgeschlafen. Sie hatte superlange Haare, die bis auf den Boden reichten, und das waren mehr als 20 Meter.
Leuchtende Haare, wie die der Rapunzel.

Eine telepathische Botschaft.

<< Hallo ihr, ich bin Arianne >>

Die kleine Fairy meldete sich: "Arianne? Du bist Arianne?? Das Wesen der Existenz???"

<< Ja, Arianne, vielleicht nicht so, wie ihr sie kennt. Ich bin das Wachbewusstsein der Arianne. Nennt mich einfach ArianneW, sonst ist die Verwirrung vielleicht zu groß >>

Pause.

Das verschlug selbst der kleinen Fairy die Sprache. Annemalie wagte kaum zu denken. Sie wusste von Arianne als Wesen der Existenz, der Teufel hatte ihr von Arianne erzählt. Aber was bedeutet die Aussage, ich bin das Wachbewusstsein der Arianne?

<< Wisset, die Existenz ist ein Traum der weißen Frau und die weiße Frau ist ein Traum von mir. Ein Traum neben vielen anderen Träumen. Innerhalb der Träume der weißen Frau gibt es die Arianne, so wie ihr sie kennt. >>

Rapunzel: "Aber wenn die Arianne der Existenz ein Traum ist. Dein Traum. Was bist du dann?"

<< Realität. Ich denke was ist und ich träume dabei. Losty, ich liebe dich als Teil meiner Träume, du weißt gar nicht, wie sehr ich dich liebe. Ihr seid alle Wesen meiner Träume, so wie ich sie mir gewünscht habe. Ich will euch zusammenführen. Lasst uns noch Ennaira hinzunehmen, Arianne, Losty, Rapunzel, Flynn, Annemalie und die kleine Fairy. Kommt mit mir, in Ariannes Heimat, ihr müsst es nur wollen, dann genügt ein Gedanke von mir >>

Flynn: "Ariannes Heimat? Ja, ich komme mit, und ihr?"

Die anderen nickten zustimmend.

Losty: "Ennaira? Wie kann sie mit uns zusammen reisen. Sie ist ein Wesen der negativen Existenz?"

<< Macht euch darüber keine Gedanken. Mein Wille geschieht. Es ist ein Traum der euch zusammenführen wird. Ich selbst bin dann nicht mehr dabei, aber dieser Traum wird euch leiten >>

Annemalie: "Ariannes Heimat ist doch auch nur ein Traum. Was aber ist Realität?"

ArianneW schaute sie an. Fragen können sie stellen, diese Traumwesen. Die anderen dachten ähnlich, ohne es auszusprechen.

<< Ihr wollt die Realität kennenlernen *grins*. Ihr wisst gar nicht, was ihr euch da zumutet. Die Träume sind doch schön strukturiert, mit Naturgesetzen, die die Welt zusammenhalten ...

Nun gut, kommt mit. >>

Ein Tor bildete sich. Schwarz wie die Nacht.

ArianneW: "Dort müsst ihr hindurchgingen, ich erwarte euch dann auf der anderen Seite."

Flynn war ja nun überhaupt nicht feige, aber als er das Tor so vor sich sah ...

Flynn: "Ich trete erst mal zurück."

Fairy: "Willst du Rapunzel zuerst durchgehen lassen?"

Flynn wirkte etwas betroffen. "Nun gut." Weg war er.

Die anderen schauten sich an. ArianneW war immer noch da, lächelte ihnen zu. << Nur zu, euch passiert nichts. Ich bin ja bei euch. >>

...

Die andere Seite. Was hatte man eigentlich erwartet?

Eine Stadt. Sie befanden sich am Beginn einer Straße, die sich scheinbar endlos durch Häuserschluchten schlängelte. Häuserschluchten? Das obere Ende der Häuser veschwand irgendwo dort oben. Alles sah ein bisschen morsch aus, durch Wind und Wetter zersetzt. Zum Teil sehr abstrakte Bauwerke.

Ein grünes Etwas näherte sich ihnen.

"PASSWORT"

"Wir haben kein Passwort?"

"KEIN PASSWORT." Das grüne Wesen schaute sehr streng. Ja, ein grünes Monster, das ganz böse guckte.
Irgendwie hatte man das Gefühl, dass es die Eindringlinge gleich fressen würde.

Plooppp. ArianneW materialisierte.

ArianneW: "Das Passwort ist Arianne."

"HaaaaahhAAAAAAAOOOOOUUUUUU". Ein Schrei des Entsetzens. Weg war es.

ArianneW: "Das spricht sich jetzt rum. Sie werden uns in Ruhe lassen."

...

"ArianneW, was sind das für Wesen?"

ArianneW: "Wesen der Realität. Es ist alles ein Teil von mir und für euch bin ich mitten drin. Es ist so ähnlich wie bei einer Janine mit ihren langen Haaren. Bedenkt, jeder Traum hat auch einen Bezug zur Realität, sonst gäbe es ihn gar nicht. Hier gibt es keine Gesetze, nichts. Die Dinge sind, weil ich sie denke, und ich denke weil ich träume, aber ich träume auch weil ich denke."

ArianneW wirkte noch ein blasser als sonst. Fragend schaute sie ihre Begleiter an.

"Seht ihr die runden Wirbel dort? Das sind Traumtore. Träume in einer unendlich zerfaserten Wirklichkeit. Eines dieser Tore führt zu euren Träumen und damit auch zu euch."

Losty: "Die Wesen der Realität, können sie dort eindringen?"

"Nein. Die Tore sind repulsiv für reale Wesen. Nur Träume können dort eindringen, für euch sind sie durchlässig."

Losty: "Ich bin doch selbst ein unendliches Wesen, bin ich real?"

ArianneW: "Du bist ein unendlicher Traum, so wie mein Traum der Arianne. Ja, du weißt nur nicht, wieviel Potential in dir steckt. Lass es ruhen, bis es an der Zeit ist. Hier könntest du verlorengehen, oder du würdest versuchen alles zu absorbieren. Aber ein Traum kann die Realität nicht umfassen. Es würde dich umbringen."

Losty schaute etwas unglücklich.

"Warum bin ich ein unendliches Wesen, wenn ich die Unendlichkeit niemals ausleben darf?"

ArianneW: "Nicht hier und nicht in deiner Heimat. Aber warte, wir werden eurer Traum-Arianne einen Besuch abstatten. In ihren Welten kannst du deine Unendlichkeit ausleben. Du darfst nur nicht versuchen, die Ebene zu absorbieren. Das würde Arianne nicht zulassen und die Ebene auch nicht."

Losty: "Aber weiß ich denn, was ich kann und darf und kann ich mein Verhalten kontrollieren?"

ArianneW: "Warte bis die Liebe dich gefunden hat. Sie kann dir helfen."

Losty: "Die Liebe?"

ArianneW: "Die Liebe ist real und ein Traum. Wie ich das gemacht habe, ich weiß es nicht. Aber wenn es mehr als eine Realität gibt? Kein allmächtiges Wesen sollte sich seiner zu sicher sein."

Rapunzel: "Und was bin ich? Eine Märchenfigur?"

ArianneW: "Weißt du, du bist mehr als eine Märchenfigur. Du hast einen Hauch der objektiven Realität in dir, weil du von so vielen verschiedenen Bewusstseinen gelebt wirst. Und alle haben eine ähnliche Vorstellung von dir."

Rapunzel: "Dann bin ich ein Teil dieser Wirklichkeit und mein Königreich ist nur ein Traum?"

ArianneW: "Ja. Aber du bist besser in deiner Märchenwelt aufgehoben. Diese Realität hier ist unbestimmt, sie ändert sich permanent. Es gibt keinen Halt. Die Traumtore nehmen die Dinge auf und die Stadt baut sich um, als Reaktion auf die Träume."

Losty: "Und du selbst? Bist du nicht irgendwie einsam?"

ArianneW schaute sie an. Dann umarmte sie Losty spontan.

...

Tief im negativen Teil der Ebene. Ganz tief, eigentlich ging es gar nicht mehr tiefer, aber wie kann das Unendliche ein Ende finden?

Losty: "Ennaira, ich spüre sie um uns herum."

ArianneW: << Ja, sie ist überall. >>

Flynn: "Und wenn sie uns angreift? Wir sind doch in ihren Bereich eingedrungen. Weiß sie denn von dir?"

ArianneW: << Sie kennt mich nicht, daran habe ich gar nicht gedacht. Ein allmächtiges Wesen, das Fehler macht? Ja, sie wird uns angreifen. Ich schaffe eine Schutzglocke um uns herum. >>

Kaum geschehen, begann die Glocke zu dröhnen. Grelle leuchtende Farben drangen ins Innere. Negative Energie. ArianneW schien das alles kompensieren zu können. Aber es war sehr unheimlich. Alle wussten, dass sie angegriffen wurden. Das Innere der Glocke dröhnte. Noch war es zu ertragen, aber ob ArianneW diesem Traum standhalten konnte?

Energiestrahlen durchdrangen die Glocke und wurden von ArianneW absorbiert. Negative Photonen, selbst die geringste Berührung damit wäre absolut tödlich für unsere Freunde.

Losty: "Ennaira, bitte hör auf."

Zwei Dinge geschahen gleichzeitg. Ennaira stellte ihre Attacken ein und die Glocke erlosch.

Ennaira stand einfach nur da, schaute auf die kleine Gruppe.

Ennaira: "Wie könnt ihr hier bestehen? Ach ja, dieses Wesen dort, es kompensiert jede Form der Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Energieformen. Aber was tut sie? Das kann doch kein Traum sein?"

Losty: "Sie ist ein Wesen der Realität, das Wachbewusstsein der Arianne"

Nun war es an Ennaira sprachlos zu sein.

"Was habe ich getan!!! Ich habe sie tödlich getroffen, durch die Glocke hindurch."

Ennaira setzte sich, sie konnte es nicht ertragen.

ArianneW sah mit einem mal ganz traurig aus.

Losty voller Angst: "ArianneW, was ist mir dir?"

<< Ja, sie hat Recht. Ich werde sterben. Dann verschwinden auch alle Wesen der Realität, nur die Traumtore, sie werden bestehen bleiben. Meine Träume, sie werden mich überleben. Ja, ich habe mich übernommen. Ich wusste nicht, dass meine Träume so stabil sind, nun habe ich mich daran zerrieben. Wesen der Realität sollten einen Abstand zu ihren Träumen bewahren.  >>

ArianneW weinte (Link)

Es berührte die anderen sehr. Ein allmächtiges Wesen, das weinte, weil es sterben musste. Tödlich getroffen durch ihren eigenen Traum.
Und alle, die dies mit ansehen mussten, sie wussten, dass sie ihre eigene Existenz diesem Wesen verdankten.

Losty: "NEIN, NEIN, NEIN, das darf nicht geschehen. Dann sind wir ganz alleine in ihren Träumen. Gibt es keine kosmischen Wesen, die helfen könnten?"

Ennaira rührte sich nicht mehr. Sie war in ihrem eigenen inneren Schmerz gefangen.

Betroffen schauten sie sich unsere Freunde an. Dann meldete sich Losty: "Wir sind nicht allein, ein höheres kosmisches Wesen ist um uns herum."

Rapunzel: "Ja, Ennaira. Aber sie kann uns nicht helfen. Sie kämpft selbst um ihre Existenz, um ihre negative Existenz."
Auch Rapunzel musste weinen, aber die Magie ihrer Tränen, hier konnte sie nicht helfen.

Fairy: "Nein, es ist nicht Ennaira. Es ist die Liebe, the love entity."

ArianneW war plötzlich doppelt vorhanden. Sie wurde von allen geliebt. Einen schöneren Liebesbeweis konnte es kaum geben.

Liebe: << Ihr braucht Hilfe, nein, ArianneW muss nicht sterben. Ennaira, du kannst nichts dafür, du hast nur deine Heimat verteidigen wollen, und für dich ist ein fremdes ultimatives Wesen dort eingedrungen.  Es gibt ein Wesen, das ihr helfen könnte. >>

Gebannt schauten alle auf die Liebe / ArianneW.

"Weepy."

"Weepy ist ein Wesen des Todes und sie ist wie ich real und doch auch ein Traum. Ein Wesen, das das Leben nehmen kann, kann es auch geben."

Plooppp. Ein wunderschönes langhaariges Wesen materialisierte. Sie sah ein wenig verheult aus. Sofort kümmerte sie sich um die zusammengekauerte ArianneW.

Weepy: "ArianneW, du siehst, die Träume sind sehr stabil geworden, sie haben ihre eigene Substanz. Im Grunde sind sie der Realität gleichwertig und sie werden sie übertrumpfen. Das ist dein Werk, die Träume sind dein Werk. Damit bist du über das hinaus gegangen, was du selbst darstellst. Bitte stirb nicht, deine Träume brauchen dich."

Weepy: "Wir brauchen Sensity. Sensity ist das Wesen des Lebens. Ich kann ihren Tod nur aufhalten, aber ihr die Lebensenergie nicht zurückgeben."

Liebe: "Ich suche Sensity" und weg war sie.

Plooopp

Sensity materialisierte. Sie sagte nichts, ging auf ArianneW zu, nahm sie in ihre Arme.
Weepy kümmerte sich nun um Ennaira. Nein, es ging ihr sehr schlecht, sie musste auch mitgenommen werden.
Dann verschwanden sie.

....

Es folgten Tage angstvollen Wartens, tief im Innern der Ebene. Unsere Freunde rührten sich nicht vom Fleck, Losty wachte über sie.
Aber nicht nur Losty wachte über sie. Black dog hatte eine Wächterposition eingenommen. Ja, hier tief im negativen Teil der Ebene, die Gäste aus den Positivwelten mussten beschützt werden.

Ploooppp

"ArianneW!!!".

ArianneW hatte sich sichtlich erholt. Blass sah sie immer noch aus, aber sie lächelte schon wieder. Sie Hatte Ennaira dabei.
ArianneW: "Ennaira konnte gerettet werden und mir geht es auch schon wieder fast gut. Ich bedanke mich für eure Liebe, sie hat mir sehr geholfen. Nun zeige ich euch den Weg in Ariannes Heimat und ich verabschiede mich von euch. Ich will Arianne nicht als ihr Wachbewusstsein gegenübertreten. Etwas habe ich durch dieses Abenteuer gelernt, Traum und Realität muss ich auseinanderhalten. Es war schön mit euch, auch wenn es an einigen Stellen sehr schmerzhaft war. Das war aber nicht eure Schuld. Ich wache über euch."

Und weg war sie.

...

In Ariannes Heimat.

Sie standen sich gegenüber, die beiden Pole der Existenz, Ennaira und Arianne. Sie schauten sich tief in die Augen. Niemand der anderen wusste, was die beiden sich mitzuteilen hatten. Dann gingen sie aufeinander zu und umarmten sich.

Die unterschiedlichen Formen von Existenz und Energie hatten keine Bedeutung mehr in diesem Traum. Es zählten nur die Wesen, das, was ihr Ich-Bewusstsein ausmachte.

Ein ganz besonderer Traum. Nicht einmal die weiße Frau war an diesem Traum beteiligt.

Arianne: << Losty, es ist schön dich hier zu sehen. Rapunzel, du Wesen der Fantasie, ich mag dich und deine langen Haare. Flynn, Retter der Rapunzel. Du hast dich bewährt. Annemalie und du kleine Teufelsfairy, seid willkommen. >>

...

ArianneW, ihre Haare

...



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