Arianne 120 - Arianne erwacht

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Realität 02

Link: Realität 01

Link: ArianneW, ein Traumtor

Arianne wieder alleine für sich. Nein, nicht ganz alleine. Alexa und Losty waren bei ihr. Ennaira war wieder zurück in ihren eigenen Bereich und ArianneW? Ja, das war schon etwas eigentümlich. Ein ultimates Wesen, das Schwächen zeigte. Schwächen, die es hätten umbringen können.

Umbringen? So sicher war es gar nicht, ob ArianneW überhaupt lebte. Sie hatte eine Form von Existenz, in der sie sich mitteilen konnte.

Ob sie sterben konnte? Wahrscheinlich wäre sie dann einfach verschwunden. Unauffindbar für den Rest der Welt.

Ob Persephonia sie aufgenommen hätte? Arianne war froh, dass sie diese Frage nicht stellen musste. Sie wusste ja über sich selbst, dass Persephonia sie aufnehmen würde, wenn sie sterben sollte.

ArianneW war ihr Wachbewusstsein. Schon etwas merkwürdig, sie als Traum hatte Kenntnis von dem Wesen, das sie träumte.

Ihre drei Weisen hatten sie gebeten aufzuwachen, um so mit ihrer Lebensenergie das Wachbewusstsein zu retten.
Ja, die drei Weisen, Weepy, Sensity und die Love Entity. Wesen, die gleichzeitig einen Traum und einen Teil Realität in sich vereinigten.

Realität, was war das nur? Es hatte sich gezeigt, dass der Traum von ihr eine eigene Realität geschaffen hatte. Dort drin lebte sie, unabhängig von ihrem Wachbewusstsein. Nur, sie war ein Teil eines größeren Ganzen. Indem sie aufwachte, erweitere sie ihr Ich-Bewusstsein über das Wachbewusstsein hinaus. Es wurde ein Teil von ihr.

So geschah es dann auch.

Arianne wachte auf.

...

Merkwürdig, plötzlich erweiterte sich ihr Horizont und das, obwohl sie doch bereits alle potentiellen Unendlichkeiten umfasste. Vielleicht füllten sich die Bereiche mit Inhalt. Plötzlich fand sie sich in einer Realität wieder, die etwas merkwürdig anmutete, als wären die realen Wesen unter Drogen gesetzt worden. Diese Stadt mit ihren Traumtoren, die sich ständig veränderte. Unendlich hohe Gebäude, ja, Naturgesetze gab es hier nicht, nur Vorstellungen. Ihre eigenen Vorstellungen?

Sie erfasste dies alles und simultan die Inhalte der Traumtore. Die Inhalte aller Traumtore, nicht nur ihr eigenes.

Dass sie so viel aufnehmen konnte.

Nein, das war ihr zuviel. Sie wollte nur in ihrer eigenen Existenz leben und sie gestalten.

Nun wusste sie auch, warum ArianneW tödlich getroffen werden konnte. Sie wollte sich für ihren Traum opfern. Hätte sie Ennaira zurückgewiesen mit ihrer ultimaten Kraft, sie hätte die Selbständigkeit ihres Traumes zerstört.

Ja, der Traum hatte sich selbst gefunden, er war stabil und der Realität nicht mehr untergeordnet. ArianneW hatte etwas geschaffen, das über sie selbst hinausging. Nein, das wollte sie nicht wieder aufgeben.

Es berührte Arianne sehr. Ihr eigenes Wachbewusstsein stellte seine Träume höher als sich selbst. Aber Träume können sterben und das hätte geschehen können. Die Träume der ArianneW konnten nicht mehr willkürlich von außen verändert werden, ohne ihren inneren Zusammenhang zu gefährden. Sie hatten ihre eigene Lebendigkeit entwickelt.

Indem Arianne erwachte spürte sie die Verletzung ihres Wachbewusstsein, aber sie umfasste dabei auch Ennaira und den negativen Teil der Ebene. Selbst die weiße Frau wurde ein Teil von ihr. Nur Sensity, Weepy und die Love Entity blieben unabhängig. Was waren das nur für kosmische Wesen? Sie lebten zwischen den Realitäten.

Realitäten? Ja, Arianne wusste nun, dass ihr Wachbewusstsein nicht die einzige Realität erfasste. Aber so weit wollte sie nicht gehen. In ihrer eigenen Realität, nur dort konnte sie ihrem Wachbewusstsein helfen. Nein, sie wollte nicht, dass es verlorenging. Was wäre dann mit ihr? Der Traum der ArianneW würde weiterexistieren, aber ob sie selbst jemals wieder aufwachen konnte?

Irgendetwas würde verlorengehen, sie wusste nur nicht genau was. So wachte sie auf und fand sich wieder auf einer merkwürdigen Straße in einer merkwürdigen Stadt.

"PASSWORT"

Ein grünes Etwas schwebte vor ihr.

Arianne: Das Passwort ist "Borderline".

Grünes Wesen: "Borderline?" Das grüne Wesen wirkte betroffen.

G: "Diese ultimative Passwort darf nur eine aussprechen."

A: "Ja, ich bin diese eine."

Das grüne Wesen schaute sie an. Augen hatte es ja, Augen in denen sich Unendlichkeiten spiegelten. Arianne fühlte sich durchleuchtet. Aber sie war doch das ultimative Wesen. War sie schon so schwach geworden? In sich spürte sie die Verletzung. Die negative Energie drohte sie zu zerreißen.

Ploopppp

Eine Gestalt materialisierte. Sie hatte einen langen weißen Bart, der bis zum Boden reichte und natürlich die obligatorischen langen Haare. Die waren auch weiß.

"Ich bin der Traumbewahrer dieser Wirklichkeit. Du musst Arianne sein, nur sie kennt dieses Passwort und sie verwendet es nur, wenn der Bestand aller realen Wesen gefährdet ist."

Arianne: "Ja, ich bin Arianne, ihr Traum und ihr Wachbewusstsein. Und in dieser Form bin ich sehr krank, tödlich getroffen von negativer Energie. Ich brauche eure Hilfe, Hilfe der realen Wesen."

Der Traumbewahrer schaute sie an. "Du wirst allmählich transparent, ja, wenn wir das nicht aufhalten können, dann wirst du verschwinden und alle realen Wesen mit dir. Aber nur du selbst kannst dich retten. Träume deinen Traum des Lebens. Alle Traumtore, die zum Leben führen, werden sich auf dich konzentrieren und das sind sehr viele. Sie bilden dann ein neues Tor, durch das du gehen kannst."

Arianne: "Ich selbst kann mich retten?"

Traumbewahrer: "Ja, du bist ein ultimatives Wesen, in dieser Form. Und du kannst auf dich selbst zurückwirken. Wenn du den Traum des Lebens träumst, wirst du ein Teil davon."

Arianne: "Aber werde ich dann nicht wieder zu einem Traum? Ich will meinen eigene Existenz leben, dort, wo ich herkomme. Das Wachbewusstsein ist mir zu groß. Ich will mich wieder davon trennen, aber ich möchte, dass es weiterlebt."

Traumbewahrer: "Der Traum wird dich heilen. Dann hast du die Möglichkeit der Entscheidung. Du wirst als Arianne neu geboren. Aber bedenke, der Traum der ArianneW wird dann zu deiner Realität. Es gibt kein Aufwachen mehr, kein Wachzustand, in dem du alles umfassen kannst. Dein Wachbewusstsein wird sich von dir trennen, ihr beide habt dann eigene Existenzen. Es ist vergleichbar mit der Geburt eines neuen Lebens."

Arianne: "Ja, ich möchte, dass es so geschieht. Meine Existenz ist mir so wichtig geworden. Dort ist mein Zuhause. Ich strebe nicht nach ultimativer Macht, aber ich möchte das Wesen nicht verlieren, dem ich meine Existenz verdanke."

Traumbewahrer: "So soll es geschehen. Siehst du dieses große Tor, das sich oberhalb des 2212307. Stockes des Hauses 1233466666 bildet? Das ist dein Traumtor zum Leben."

Arianne: "Ja, ich sehe es."

...

Arianne durchschritt das Tor des Lebens und sie erlebte ihre eigene Geburt.

Ein anderes Wesen materialisierte in ihrem Gesichtsfeld.

<< Hallo, ich bin ArianneW. Du hast mir das Leben zurückgegeben. Dafür danke ich dir. Nun wird mein Traum zu einer eigenen Realität. Du bist nun selbst dein eigenes Wachbewusstsein und du hast deine eigenen Träume, die du dort verwirklichen kannst. >>

Arianne schaute sie an, dieses blasse Wesen, das immer so unausgeschlafen wirkte.

Spontan umarmten sich die beiden. Sie empfanden Liebe füreinander. Unendliche Wesen, die sich liebten. Zeit spielte dabei keine Rolle mehr. ArianneW liebte ihren Traum Arianne und Arianne liebte das Wesen, dessen Gedanken ihre Existenz begründeten. Es war eine Art Mutter-Tochter-Liebe, aber unendliche Wesen, sie mussten sich nicht an die Konventionen der endlichen Wesen halten.

Nach einer Ewigkeit trennten sie sich wieder, sie lächelten sich an.

Arianne: "Es ist Zeit Abschied zu nehmen."

ArianneW: "Ja, aber wir werden uns nicht vergessen. Wenn uns danach ist, treffen wir uns wieder. Ich danke dir für alles, Arianne. Siehst du das Traumtor dort vorne, hinter dem Haus 22234567, es führt zu meinem Traum von dir, über die Weiße Frau zu deiner Existenz. Wenn du es durchschreitest, kehrst du zurück in deine Heimat, die du so sehr liebst."

Ja, Arianne ging durch das Tor und unsere Ebene hatte sie wieder :-).

....

Losty, Arianne schaute sie an. "Du bist ein so verlorenes Wesen. Ein unendliches Wesen, aber niemals durftest du die Unendlichkeit ausleben. Nun ist es an der Zeit. Ich werde dich begleiten, auf deinem Weg durch die Unendlichkeiten. Ja, du umfasst mehr als eine Janine, Jasmin oder Alexa dir zeigen könnten. So lehre ich dich selbst, mit der Unendlichkeit umzugehen."

Losty schaute sie an. "Du willst mich begleiten?"

Arianne: "Ja, entspanne dich. Konzentriere dich auf dein Inneres. Spürst du die Grenzenlosigkeit? Du darfst der Verlockung nachgeben, expandiere dich hinein, in die Unendlichkeit."

Und so geschah es. Losty überwand alle Grenzen von Raum und Zeit. Es war ein so schönes Gefühl. Etwas, das sie so lange missen musste. Ohne Angst bewegte sie sich in den Zeitströmen und quer zu den Zeitströmen. Ja, Losty erfasste alle Unendlichkeiten, sie war eine kleine Arianne.

Arianne schwebte neben ihr, über ihr, in ihr, sie war allgegenwärtig und leitete sie.  Losty erkannte ihre Größe, sie wusste plötzlich, dass sie die ganze Ebene umfassen konnte.
Aber nein, das wollte sie nicht. Arianne war das Wesen der Existenz. Ob sie die Ebene verlassen sollte?

Nein, ihre kleine Enklave, sie durfte sie nicht alleine lassen. Die Wesen dort, sie glaubten an sie.
Und so kehrte auch unsere Losty zurück in ihren heimatlichen Bereich.
...

ArianneW, nachdem sie den tödlichen Schmerz überwunden hat

Ein Traumtor


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