Arianne 121 - Eurasius der General

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Erwin, Amalie und Erna

Erwin und seine beiden Schwestern Amalie und Erna. 10 Jahre lang war ihr Vater Eurasius in der Ferne unterwegs gewesen und in dieser Zeit hatten sie ihre Haare wachsen lassen. Während er dort seine Kriege führte. Ja, er war ein großer Feldherr und General.

Alle drei hatten Haare bis auf den Boden. Erwin war der Älteste, mit seinen 17 Jahren, Amalie war gerade mal 15 Jahre jung und Erna war 16.

Erwin trat in der Öffentlichkeit als Erwina auf. Damit hatte er keine Probleme und er wurde als Frau gesehen.

Erwin sah aus wie ein Mädchen. Selbst dann, wenn die Haare sein Gesicht nicht verdeckten.
Der Arzt seines Vertrauens hatte ihm erzählt, dass er beide Geschlechtsmerkmale in sich vereinigte.

Und beide Teile waren funktionsfähig.

So war er Mann und Frau in einem, ein Hermaphrodit. Allerdings behielt er diese Erkenntnis für sich.
Die Hochheiligen würden das nicht akzeptieren. Wahrscheinlich würde man ihm teuflische Kontakte unterstellen und das war tödlich in dieser Zeit.

Die drei waren nicht unbeliebt in der Gesellschaft. Ein wenig wirkten sie auch als Hoffnungsträger. Wenn sie einmal ihren Vater beerben würden, es konnte doch nur besser werden.

Ja, man erinnerte sich, es gab immer mal außergewöhnliche Frauen, die von allen geliebt wurden, und wenn sie Eurasius als Imperator beerben würden?

Manchmal zeigten sie sich auch in ihrer vollen Langhaarigkeit in der Öffentlichkeit.

Viele mochten ihre langen Haare. Es gab aber auch einen starken Trend zum Militarismus und der forderte Kurzhaarigkeit ein.

Das lag eher an seinen Befehlshabern und Eurasius mochte keine Haare die länger als 2mm waren. Ganz im Sinne der Vorstellungen des Imperators.

Aber so extreme Vorstellungen ließen sich in der Gesellschaft nicht durchsetzen, noch nicht.

Nun kam er wieder zurück.

Alle drei versteckten ihre Haare unter der Kleidung, strichen die Haare hinter die Ohren. So sahen sie kurzhaarig aus.
Allerdings konnte man sehen, wie die Haare in der Kleidung verschwanden. Dafür gab es dann die Perücken.

Perücken mit Haaren, die gerade bis zur Schulter reichten. Na ja, für Erwin bestimmt zu lang.
Seine Schwestern kürzten die Perücke etwas, so dass gerade die Ohren bedeckt waren.

Erwin wurde von den beiden so geschminkt, dass er etwas männlicher aussah.

Vater Egon schaute sich seine drei Sprösslinge an.

"Die Haare kommen ab, geht direkt zum Barbier, und wenn ihr ihn aus dem Bett holen müsst. Heute abend will ich die Haare nicht mehr sehen."

Jawohl Herr General *seufz*.

Er selbst mit seinen Haarstoppeln, die gerade mal 2 mm lang waren.
Eigentlich schon zu lang für ihn. Vielleicht würden sie ihn beim Barbier treffen.

Das war's. Einfach und deutlich ausgesprochen.

Die Mädchen protestierten, schließlich sei man doch weiblich und lange Haare wären ein Teil der Weiblichkeit.

Nein, in dieser Zeit musste auch jede Frau ihren Mann stehen. Und es wurde langsam Zeit mit dieser Haarigkeit Schluss zu machen. Kurze Haare sollten obligatorisch sein, nicht nur beim Militär. Sein Sohn mit langen Haaren, er machte seinen Vater ja zum Gespött der ganzen Armee. Schließlich repräsentierten sie auch seine Person, das sollten sie immer bedenken. Ihr Aussehen warf ein schlechtes Licht auf ihn. Richtig peinlich war das. Wollten sie ihn aus dem Amt jagen? Und überhaupt, was bildeten sie sich ein, Widerspruch zu äußern. Er gab hier die Befehle.

"Wir sprechen uns noch".

Wenn der wüsste.

Und überhaupt, 10 Jahre lang hatte war er fortgewesen. Nur von den Erfolgsmeldungen seiner Feldzüge hörte man.

"Die Haare sind bis auf einen Millimeter Länge zu kürzen. Ich werde mir das Ergebnis angucken. Wir sprechen uns noch. Jetzt geht mir erst einmal aus den Augen. Momentan habe ich keine Zeit."

Wir sprechen uns noch? Wahrscheinlich wollte er sie verprügeln, mit dem Ledergürtel hnter dem Vorhang, die Peitsche war nur für die Sklaven gedacht.

Das würde auf sie zukommen, da sie seinen Vorstellungen nicht entsprochen hatten. Die Haare würde er dann gleich an Ort und Stelle abschneiden, wenn sie noch nicht gefallen sein sollten.

Wenn er richtig zornig wurde, vielleicht würde er sie als Sklaven verkaufen.

Es war schwierig sich zu wehren.

Puh, an den Haaren gab es unter diesen Voraussetzungen kaum etwas zu verbergen. Die eigenen Haare abschneiden und sie dann verstecken? Nein, sie hingen zu sehr daran. Aber wenn sie sich ihm nicht beugen würden? Dann standen sie auf der Straße. Wenn überhaupt. Die Familienehre war ihm sehr wichtig. Wahrscheinlich würde er sie einkerkern lassen. Widerstand gegen das Familienoberhaupt? Er konnte sie dafür kreuzigen lassen.

Elternliebe gab es hier nicht so richtig. Er dachte nur in Beziehungsgeflechten der Machterhaltung.

Ja, das Kreuzigen war eine beliebige Hinrichtungsmethode. Die Deliquenten wurden dabei an ein Holzkreuz geschlagen und hingen dort so lange, bis sie tot waren.

So gingen sie alle drei Richtung Barbier. Noch nie hatten sie sich so schlecht gefühlt.
Sollte man die Haare dann nicht vorher selbst abschneiden?

Die schönen Streichelspiele mit den langen Haaren, die Geborgenheit, die die Haare allen vermittelte. Nein, sie wollten es noch einmal erleben. Ihr ganzer Freundeskreis liebte lange Haare und sie hatten viele Freundschaften aufgebaut, in den letzten 10 Jahren.

So gingen sie in eine Herberge und legten ihre Kleidung ab. Fast völlig nackt und doch vollständig von den Haaren bedeckt. Erwin behielt seine Unterhose an. Seine beiden Schwestern waren völlig nackt.

Zärtlich streichelten sie sich gegenseitig ihre Haare. Die Nacktheit, es war etwas Natürliches, warum sollten sie sich darüber Gedanken machen? Sie streichelten sich ja nur gegenseitig die Haare und auch ein bisschen die nackte Haut.

Wenn überhaupt Sex dabei war, dann nur ein bisschen Streichelsex.

Die intensiven Gefühle, die sie sich dabei vermittelten, sie waren sehr schön.

Amalie fasste vorsichtig nach der Unterhose von Erwin. Es war offensichlich, sie wollte sie ihm ausziehen. Erwin ließ es geschehen. Wenn man ihn jetzt so betrachtete, er sah aus wie eine Frau mit einem männlichen Geschlechtsorgan.

Amalie: "Erwin, du hast beide Geschlechter in dir vereint. Auch wenn das Weibliche dein äußeres Erscheinungsbild dominiert und du dich gerne weiblich siehst. Eigentlich bist du auch eine Antwort auf das ganze Potenzgehabe der Männer. Darüber alleine können sie ihre Überlegenheit über die Frauen nicht mehr begründen."

Erwin: "Vielleicht. Ja, es stimmt so. Bei meinen Arztbesuchen wurde festgestellt, dass ich ein Zwitter bin, beide Geschlechtsmerkmale sind bei mir ausgeprägt und beide sind funktionsfähig. Der Arzt meines Vertrauens wird mich nicht verraten. Wisst ihr eigentlich, dass wir gar keine biologischen Geschwister sind. Wir alle drei haben verschiedene Väter und verschiedene Mütter. Auch das hat mir der Arzt erzählt."

Soviel zur Familienehre. Davon wusste die Öffentlichkeit nichts.

Amalie: "Ja, das wissen wir. Deswegen haben wir dir ja die Unterhose ausgezogen." *grins*

Das war sehr direkt.

Aber da man ihnen die große Freude nehmen wollte, die sie mit ihren langen Haaren hatten, wollten sie die verbleibende Zeit auch richtig genießen.

So lagen sie jetzt alle drei splitternackt auf der Liege. Sie streichelten sich gegenseitig die langen Haare und die nackte Haut. Sie liebten sich, mit Haut und Haaren.

Was sie nicht sahen, durch einen Spalt wurden sie beobachtet. Ein Geheimpolizist des Vaters beobachtete sie. Offenbar traute Eurasius ihnen nicht. Eigentlich sollte er auch wissen, ob es nun seine Kinder waren oder nicht. Vielleicht konnte er keine eigenen Kinder kriegen und die drei waren zusammengeraubt worden.

Für ihn ging es nur um Macht, Einfluss und seine Umgebung musste diese Ansprüchen genügen. Schwäche durfte es dort nicht geben und schon gar nicht eine alternative Lebensweise. Das Beziehungsgeflecht "seiner" Kinder, es war ihm ein Dorn im Auge. Und wie sich ihm gegenüber aufführten und wie sie aussahen, das war Blasphemie.

Fühlte er sich schon als Gott?

Nach einigen Stunden. "Wollen wir uns jetzt gegenseitig die Haare abschneiden?"

"Nein, das können wir nicht, wir lieben sie doch so. Wir müssen sie beschützen. Vielleicht beschützen sie uns auch einmal, wenn wir sie brauchen. Meine Träume haben mir das gesagt."

Sie versteckten ihre Haare wieder und setzten die Perücken auf.

Was tun? Also dann doch mit langen Haaren zum Barbier? Sie schoben es hinaus, so weit es nur irgendwie ging.

...

Der Barbier. Er waren mehrere Stühle frei. So saßen sie nebeneinander.

Er erkannte sie als Kinder des Generals und nahm Erwin sofort dran.
Der Delinquent, der gerade auf dem Frisierstuhl saß, wurde verscheucht. Immerhin hatte er taillenlange Haare.

Auch gut, dann behalte ich meine Haare erst einmal.

Nun saß Erwin im Frisierstuhl.

"Die Perücke setzen wir erst einmal ab."

Schwupp, weg war sie.

Ach ja, andere hatten es wohl auch schon versucht. Wenn man die langen zusammengebundenen Haare sah, die an der Wand baumelten, wohl ohne Erfolg.

"Ja, sie versuchen es alle." *grins*. "Aber am Ende geben sie die Haare doch her. Es ist besser so, sozialkompatibel. Irgendwann werden sie doch alle Soldaten und wir wissen ja, was der General von langen Haaren hält. Spätestens wenn man ihn zum Imperator ernannt hat, wird er die Glatze für alle durchsetzen.

"Soll ich dir die Haare gleich im Nacken abschaben, dann brauchen wir sie nicht aus der Kleidung herauszuholen?"

Erwin: "Nein."

Er stand auf, legte die Kleidung ab, bis auf die Unterhose, holte die Haare hervor und zog sich wieder an. Einfach so.

Nun war er umrahmt von bodenlangen Haaren.

"Das sieht doch schon ganz anders aus. Sag mal, du siehst aus wie ein Mädchen. Solche Haare."

Erwin: "Na und? Ist es schlimm wie ein Mädchen auszusehen?"

Der Barbier sah ihn sehr eigentümlich an.

Seine Schwestern machten es ihm nach und standen nun auch mit offenen langen Haaren da.

Alle drei standen nun vor dem Barbier.

Der freute sich richtig, so schöne lange Haare abschneiden zu können.

"Ja, es sind gerade drei Stühle frei geworden. Setzt euch doch. Dann machen wir es simultan. Ich rufe grad mal nach meinen zwei Lehrlingen."

Die drei schauten sich an.

"Nein."

Und so verließen sie den Salon wieder, mit ihren langen Haaren.
Niemand hielt sie auf. Wer würde es auch schon wagen sich mit den Kindern des Generals anzulegen?

Ja, aber nach Hause gehen? Der Alte würde sie rausschmeißen. Das wäre aber noch die harmloseste Erwartung. Wahrscheinlich würde er die Haare abrasieren lassen und dann? Dann blieben sie doch lieber gleich weg.

"Wir müssen uns etwas überlegen, wie wir überleben können. Ohne Eurasius."

"Und mit den Haaren."

Ja, die wollten sie nicht hergeben.

Sie würden die Haare unter der Kleidung verstecken, denn in der Öffentlichkeit würde es Probleme geben. Es gab viele, die lange Haare als ekelhaft und barbarisch betrachteten und auf Sauberkeit und Ordnung achteten. Diese Hochzivilsation. Na ja, mit ihren Teufelsanbetern und Austreibern, Hexenverbrennungen und Kreuzigungen.

Abends, gemeinsam würden sie sich unter ihre Haarpracht begeben. Es war so schön, darin geborgen zu sein. Ein kleines bisschen Revolution, gegen den allgemeinen Trend. Nur, jetzt bewegten sie sich gerade alle drei mit körperlange Haaren auf der Straße.

Aber nicht nur missbilligende Blicke wurden ihnen zugeworfen. So manch einer lächelte sie an.
Es war sogar die Mehrheit, die lange Haare mochte. Nur man passte sich an, an die Zeit.

"Silent running". Vielleicht würden die Kinder oder die Kinder der Kinder einmal ihr Wort erheben gegen die Allmacht des Despotismus.

Dennoch, ein bisschen naiv waren sie schon, mit ihren Vorstellungen.

...

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