Arianne 126 - Die letzte Hoffnung <<Home>> nächste Seite =>

Veränderungen

Eine junge Frau beim Kaffeetrinken in einem Lokal. Ihre langen Haare hatte sie unter der Kleidung versteckt. Sie wirkte sehr unauffällig.

Ganz anders dagegen ArianneW. Sie trug ihre körperlangen Haare offen und wurde damit zu einem Blickfang für viele.

ArianneW erkannte sie als Janine und sprach sie an. "Darf ich mich zu dir setzen?"

"Ja, bitte." Sie schaute ArianneW fragend an. Die langen Haare, sie waren sehr schön. Aber manchmal maskierten sich ihre Feinde auch.

"Ich spüre dich nicht. Wer bist du?"

ArianneW spürte die Angst der Janine. Ob einer der Jäger sie gefunden hatte? Fluchtbereitschaft kam auf.

"Hab keine Angst, ich bin kein Jäger."

Janine erstarrte. Das Wesen ihr gegenüber konnte ihre Gedanken und Empfindungen wahrnehmen. Sie selbst spürte nichts. Es musste ein höheres Wesen sein. Panik kam in ihr auf.

"Liebe Janine, ich mag dich. Ich tue dir nichts"

ArianneW streichelte mental ihre Seele, beruhigte sie.

Janine schaute sie fragend an.

"Ich bin eine Freundin. Bitte frag jetzt nicht weiter nach. Ich versuche zu heilen, was noch zu heilen ist. Wenn ich mich offenbare, es könnte den Erfolg meiner Mission in Frage stellen.

Warum gerätst du so leicht in Panik?"

"Janines werden gejagt. Der Molloch will sie für sich  haben, ihre Lebensenergie aussaugen. Darum müssen wir uns verstecken. Wir leben bescheiden und verborgen im Untergrund, so findet er uns nicht so leicht."

Das klappte aber auch nicht immer.

Eine mächtige Gestalt näherte sich den beiden.

Janine erstarrte. Tränen liefen ihr übers Gesicht, sie weinte hemmungslos. "Der Molloch, er hat mich gefunden."

ArianneW schaute ihn an. Er schien sie nicht zu beachten, hatte nur Augen für Janine und grinste dabei. Die blasse Gestalt neben Janine, uninteressant für ihn.

ArianneW sprach ihn an: "Setz dich."

Er beachtete sie nicht. Wollte nach Janine greifen, sie einfach abschlepppen.

Etwas wirbelte ihn durch die Luft, presste ihn auf einen Stuhl, fuhr den Stuhl direkt an den Tisch der beiden Frauen.

Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Er musste einfach überrascht worden sein, nein, jetzt war er auf der Hut. Aber er konnte die bleiche Frau nicht erfassen. Sie war für ihn gar nicht vorhanden.

"Setz dich, habe ich gesagt."

Nun ja, das tat er ja.

"Du siehst nur von mir, was ich dir vermitteln will. Und das ist sehr wenig."

Dann durchleuchtete sie ihn mental. Erfasste sein Leben, sein Handeln, sein Wirken,
Janine sah ihn am ganzen Körper zittern und sie sah ArianneW, wie sie ihn fixierte. Einen derart intensiven Blick hatte sie noch nie gesehen, sie erschauderte.

Dass sie ein derart mächtiges Wesen so klein machen konnte?

Sie musste eine Göttin sein.

Dann war es vorbei.

"Molloch. Du hast nur noch die Wahl zwischen zwei Entscheidungen. Siehst die Statuen dort am Eingang des Cafes? Du kannst dich dafür entscheiden, ob du links oder rechts daneben stehen willst."

Er starte sie nur ungläubig an. Ein Wesen der vierten Stufe der Unendlichkeit. Noch niemals war er so auf einen Punkt reduziert worden. Ein mächtiges Wesen, das die Grenzen seiner Macht mehr als nur deutlich spürte.

"Dann entscheide ich."

Plopp. Eine weitere Statue am Eingang. Nicht aus Marmor, einfach nur in Stein gehauen.
Aber was für ein Stein. Er würde den Untergang dieser Universums überstehen.

"Janine. Was ich dort gesehen habe, es macht mich richtig wütend. Ich werde den Mächtigen dieser Existenz eine Lektion erteilen. Aber das größte Problem dieser Ebene ist ein anderes, die Liebe hat euch verlassen, ihr müsst sie wieder zurückgewinnen. Das sind die Grenzen meiner Macht, ohne die Liebe wird diese Ebene sterben."

Janine: "Und all diese Unmächte, die uns zerstören wollen? Wir können doch kaum Atmen aus Angst, sie könnten uns hören"

ArianneW": "Darum brauchst du dir keine Gedanken mehr zu machen. Nimm bitte dieses Armband hier, lege es an, es schützt dich und deine Wesen vor jeder höheren kosmischen Macht, die auf euch Zugriff haben will. Es neutralisiert deren Wirkung auf die Ebene.

Sie sind dann noch nur wirkungslose Geister. Du hast damit die gleiche Machtfülle wie das Wesen der Existenz. Bitte suche nach der Liebe in deinem Bereich. Versuche die Menschen von ihrer Angst zu befreien, wenn das der Grund sein sollte, warum sie die Liebe vergessen haben. Suche nach Liebespaaren, ermutige sie. Nur wenn die Liebe ihren Weg wieder zurückfindet, kann ich die Ebene noch retten."

Janine: "So viel Vertrauen hast du in mich? Es berührt mich doch sehr. Willst du mich nicht vorher durchleuchten, wie du es mit Molloch gemacht hast? Bitte, ich  habe auch ein wenig Angst vor mir selbst. Wenn alles so schief gegangen ist, ich weiß nicht welchen Anteil die Janines daran haben."

ArianneW schaute sie forschend an. Dann ging sie auf sie zu, nahm sie in die Arme. Ganz behutsam senkte sie ihren Geist in das Wesen der Janine ...

ArianneW: "Janine, du bist okay. Bitte hilf mir diesen Traum zu retten."

Janine: "Diese Traum?"

Arianne": "Ja, ich bin die Träumerin. Nun weißt du, wer ich bin."

Janine: "Die Träumerin? Sind wir Wesen eines Traumes? Dann bist du noch viel mehr, als ich vermutet habe. Ich danke dir für alles."

...

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