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Das unendliche Wachstum einer Janine
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ArianneW und Janine. Beide trafen sich wieder in einem Cafe, nur diesmal kannten sie sich schon.

Janine: "Hallo Träumerin. Hast du Erfolg gehabt?"

ArianneW: "Es ist sehr schwierig. Diese Ebene hat kein Wesen der Existenz."

Janine: "Aber Akatus ist doch das Wesen der Existenz..."

ArianneW: "Nicht wirklich. Er umfasst nur einen Teil der Unendlichkeiten. Das was ihm Schmerzen bereiten würde hat er ausgeschlossen, und das ist sehr viel. Er dachte wohl, damit wäre es getan."

Janine: "Und was geschieht mit dem, was ihm fehlt?"

ArianneW: "Es sind Wunden in der Ebene, in ihrer Spiritualität, die sich vergrößern, zum Teil auch ungebremst wuchern. Niemand kümmert sich um sie. Sie werden die Ebene zerstören."

Janine: "Akatus weiß nichts davon?"

ArianneW: "Er hat seinen eigenen Horizont freiwillig beschränkt. Daher sieht er es nicht. Als Wesen der Existenz soll er ja Grenzen setzten, aber nur damit andere sich darin entwickeln können, nicht für sich selbst."

ArianneW wirkte richtig deprimiert. Was sollte Janine nun tun, sie aufmuntern?

Janine: "Was hast du vor?"

ArianneW: "Ich werde die Ebene wieder verlassen, sie sich selbst überlassen. Dich werde ich mitnehmen, in einen anderen Traum, in dem du leben kannst."

Nun wirkte Janine sehr betroffen.

Janine: "Was geschieht dann mit der Ebene?"

Sie wird sterben. Am Ende ist sie tot. Ein Alptraum in meinen Träumen.

Janine: "Nein, das will ich nicht. Ich werde meine Ebene nicht verlassen, ich lasse die ganzen Wesen nicht allein, die mir vertrauen."

ArianneW: "Aber das wird weder dir noch ihnen helfen. Komm bitte mit mir."

Janine: "Nein."

ArianneW schaute sie an.

ArianneW: "Ich werde dich nicht verrecken lassen. Dann bestimmte ich das Schicksal der Ebene. Das bedeutet aber den Verlust all dessen, was sich in ihr entwickelt hat. Es wird bedeutungslos."

Janine: "Und ich, bin ich dann auch bedeutungslos?"

ArianneW sagte nichts mehr.

Janine: "Das Wesen der Existenz, wenn es seine Aufgabe nicht ausfüllt, kann nicht jemand anderes es machen?"

ArianneW schaute sie an. Eine Frage lag in ihren Augen. Nein, das kannst du nicht wollen, du weißt nicht, was auf dich zukommt.

Sie verstanden sich nun ohne ihre Gedanken formulieren zu müssen.

Ja, ich will es machen.

Weißt du, was das bedeutet? Du wirst alles selbst erleben, alles was die Wesen der Existenz erlebt haben und was sie noch erleben werden. Sie werden dich in Stücke hauen, kreuzigen, mit Splittergranaten zerfetzen, Krankheitserreger werden dich auffressen, du wirst zu einem Teil der Nahrungskette, zu einem Objekt der Begierde, ein Sklave ... Nein, es ist so schrecklich, all das, was den Wesen der Existenz zustößt, du musst es erleben.

Ja, ich weiß. Aber wächst damit nicht auch mein Geist? Umfasse ich damit nicht alle Unendlichkeiten, die möglich sind? Ohne die Möglichkeiten einer anderen Entwicklung ist es schlimmer als jede Hölle, aber haben wir denn dafür gar kein Potential mehr?

90 % der Entwicklungs-Möglichkeiten sind bereits zerstört.

Die restlichen 10 %, das ist sehr viel, mehr als eine Unendlichkeit umfassen kann.

ArianneW: "Du willst es wirklich und ich glaube du kannst es. Ja, ich stimme zu. Aber nach den ersten Wehen, du wirst mich hassen, mich umbringen wollen ..."

Janine schaute sie an. "Das mag sein. Aber zusammen werden wir es schaffen. Ich will es schaffen und du willst es doch auch."

...

Eine Einladung der Ebene an Janine. Ja, sie war an Janine gerichtet, nicht an ArianneW.
Die Ebene lud Janine ein, in das Innere.

Milliarden und abermilliarden Fairies zeigte ihre Ehrerbietung. Aber nicht nur sie. Wesen der Unendlichkeit verbeugten sich vor ihr.
Die Zahl der Ehrerbietungen war nicht abzuschätzen. Darunter waren viele Wesen, die viel mehr Unendlichkeiten umfassten als unsere Janine.
Die Ebene hatte sehr viel aufgeboten, um sie zu ehren.

Dann wurde Janine von einer einzelnen Fairy in einen Zeitstrom begleitet.

...

Nachdem Janine den Zeitstrom wieder verlassen hatte, traf sie erneut auf ArianneW.

Janine erkannte sie, schrie sie an. "Ich hasse dich, hasse hasse hasse dich." Dann weinte sie hemmungslos. Aber es enstand auch Wut in ihr. Sie sürmte auf ArianneW zu und verprügelte sie mit ihrer ganzen Kraft, bis sie nicht mehr konnte.

Dann brach sie zusammen, lag auf dem Boden, konnte nur noch schluchzen.

ArianneW kroch davon, sie konnte sich nicht mehr aufrecht bewegen. Überall am Körper hatte sie blaue Flecken. Ja, sie hatte sich nicht gewehrt. Sie trug nun auch ihren Teil der Schmerzen für das Überleben dieser Existenz.

Janine würde sie noch sehr oft verprügeln.

...

Nachdem dies 1.500.000.000 mal geschehen war.

Janine wirkte zerfetzt, irgendwie völlig zerrieben.

ArianneW konnte es nicht mehr mit ansehen.

"Komm mit mir, lass es uns beenden."

Janine: "Ich mag dich noch immer nicht. Aber ich wachse, ich spüre es. Wir werden es schaffen, lass uns weitermachen."

Und sie wankte in Richtung des nächsten Zeitstromes, der nur noch viel schrecklicher sein konnte als seine Vorgänger.

...

ArianneW spürte ein höheres kosmisches Wesen um sich herum, eins, das sie nicht völlig erfassen konnte.
Nicht völlig? Was erfasste sie denn? Eine sehr flüchtige Entität, die sich nicht zu erkennen gab.

Ein Wesen, das nicht aus ihren Träumen entstanden sein konnte.
Oder vergaß sie bereits ihre eigenen Träume?

Die Erfahrungen mit Janine setzten ihr sehr zu. Sie liebte dieses Wesen und musste ertragen, dass sie von ihr gehasst wurde. Nicht die Prügel, die sie bezog, waren das schlimme daran, es war dieser Haß.

Sie spürte ihn in sich und von außen.

Was hatte sie nur getan, das so viel Haß hervorrufen konnte, bei einem Wesen, das sie liebte und von dem sie geliebt wurde?

Dann hatte sie eine Eingebung.

<< Sie braucht Hilfe >>

Wer bist du?

<< Das ist jetzt nicht wichtig. Ich werde ihr helfen. >>

...

Janine spürte, dass sich etwas verändert hatte. Irgendetwas um sie herum vermittelte ihr Hoffnung. Nein, es war nicht vergeblich, was sie hier tat.

Dann sah sie ArianneW vor sich, dieses Wesen, das sie so zu hassen glaubte, denn wer sonst war für all diese schrecklichen Dinge verantwortlich? Aber im tiefsten Innern ihrer Seele liebte sie dieses Wesen so sehr.

Das Wesen berührte sie, streichelte sie sanft.

<< Es ist vorbei, du musst nicht noch einmal Millionen male zerfetzt werden. Du hast genug gelitten. Geh ins Innere der Ebene, dort wartet sie auf dich >>

...

Das Innere der Ebene. Überall sah sie Lichter, die ihr den Weg zeigten. Fairies trugen diese Lichter. Die Lichter zeigten ihr den Weg in einen großen Saal mit einem Thronsessel in der Mitte. Ja, sie sollte sich dort hineinsetzten.

Die Ebene machte sie zum Wesen der Existenz. Einfach so, ohne Worte, über eine Eingebung.

Dann trat ArianneW aus einem Schatten, blickte sie fragend an.

"Willst du noch mit mir reden?"

Janine stand auf, ging auf sie zu, umarmte sie. Nun mussten sie beide weinen.

...
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