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Akatus

ArianneW wieder allein. Das neue Wesen der Existenz, sie nannte sich Janinegrow. ArianneW wusste die Ebene jetzt in guten Händen und sie hatte wieder Hoffnung für ihren Traum.

Nur, wer war diese höhere Entität, die Janine geholfen hatte? Ohne deren Eingreifen, Janine hätte noch Milliarden male leiden müssen, vielleicht hätte sie es auch nicht mehr geschafft.
Oder sie selbst hätte die Prügel nicht überstanden. Es tat so weh.

Wie konnte ein ultimatives Wesen wie ArianneW nur so hilflos sein?

Wenn Janine gestorben wäre. ArianneW wusste nicht, was sie dann gemacht hätte. Selbstmord eines ultimativen Wesens?

Nein, sie hatte auch Verantwortung für das, was sie geschaffen hatte. Und die Wesen darin, hatten sie sich nicht für sie eingesetzt, sie bereits einmal gerettet?

Sie selbst war es nicht gewesen, die Janine gegenüber getreten war und sie aus der Umklammerung des Leidens befreit hatte.

Vieles sprach dafür, dass es die Liebe gewesen war, aber ArianneW wusste es nicht.

Ob die Liebe überhaupt so groß war, dass sie verschiedene Träume der ArianneW berühren konnte?

Hier auf dieser Ebene der Traum-Realität, es gab Grenzbereiche für ArianneW. Ob sie die selbst gesetzt hatte? Die vollkommene Unendlichkeit war ja völlig strukturlos, im Großen wie im Kleinen. Nur indem sich Unterscheidbares identifizieren ließ machte es überhaut Sinn, so etwas wie Zahlen zu verwenden und darüber abzählbare und überabzählbare Unendlichkeiten zu definieren.

Die Grundlage einer Mathematik. Na ja, einer numerischen Mathematik.

Aber Mathematik ohne Unterscheidbares, gab es denn so etwas?

Unterscheidbares, es entstand durch Grenzen in der vollkommenen Unendlichkeit.

Manchmal waren die Dinge nur spirituell unterscheidbar, in der Realität aber gleich. Man denke nur an die Ununterscheidbarkeit von Elementarteilchen. Darauf beruhte letztendlich die Machtfülle höherer kosmischer Wesen.

Allein das Vorhandensein eines Begriffes wie Realität bedeutete bereits eine Grenze. Und innerhalb der Realität?

Sie selbst war ja ein reales Wesen mit Eigenbewusstsein. Mit ihren Träumen schuf sie Existenz.

Gefühle und Gedanken, sie waren Bestandteil von Existenz.

...

Ein höheres kosmisches Wesen näherte sich ArianneW. Sie erkannte es, Akatus, das ehemalige Wesen der Existenz dieses Traumes.

Akatus: << Da ich nun nicht mehr gebraucht werde, was wird nun aus mir? Werde ich in Janinegrow aufgehen? >>

ArianneW: << Das wäre eine Möglichkeit. Der Teil der Existenz, den sie bisher nicht umfasst. Aber sie will es nicht, sie will dich nicht absorbieren. Sie will ihre eigene Existenz selbst gestalten. >>

Akatus: << All das, was ich in Unendlichkeiten entwickelt habe, all das will sie wegwerfen? >>

ArianneW: << Ja, das will sie. Sie hat so viel gelitten und sie will dich nicht mehr. Das Entwicklungspotential deines Wirkens ist auch beschränkt. Es führt zum Dead End. >>

Akatus: << Das tut weh. Ist es denn so verkehrt, das ich versucht habe, das Leiden zu vermeiden? >>

ArianneW: << Das ist richtig für jedes endliche Wesen der Existenz, denn sie haben nur dieses eine Leben. Nicht aber für ein unendliches Wesen, das die gesamte Existenz umfasst >>

Akatus: << Du zeigst mir die Grenzen, die ich mir selbst gesetzt habe. Ich sehe ein, dass ich mich damit auch selbst beschränkt habe. Das dadurch die ganze Ebene in den Abgrund gerissen wird, ich wusste es nicht. Was soll ich nun tun? Janinegrow will mich in ihrer Existenz nicht, aber ohne die Existenz, was bin ich dann noch? Werde ich mich auflösen in beliebig kleine Teile? >>

ArianneW: << Es würde der Ebene helfen, sich selbst zu heilen. >>

Akatus: << Muss ich nun auf mich nehmen, was ich vermeiden wollte? Es ist so schrecklich, zerfetzt zu werden. Warum schafft ihr Götter Existenz, wenn sie so viel Schmerzen hervorruft? >>

ArianneW: << Diese Frage kann nur jedes Wesen der Existenz für sich beantworten. Es ist auch möglich, dass ich mich irre. Dann wird alles so werden wie es einst war, eine strukturlose Unendlichkeit im Großen wie im Kleinen. Aber auch ich kann sterben. Fast wäre es geschehen und es hätte mich zerrissen, in überabzählbare viele kleine Einheiten. So klein, dass ihre Unterschiede gar nicht mehr vorhanden sind.  Eine Verschmelzung mit der strukturlosen Unendlichkeit. Wie sich die Dinge dann weiterentwickeln? Ich weiß es nicht. Die strukturlose Unendlichkeit hat noch nicht einmal ein Eigenbewusstsein, denn das wäre bereits eine Grenze >>

Akatus: << Ich bin bereit meinen Beitrag zu leisten. Ja, auch wenn ich alles falsch gemacht habe, die Existenz war doch schön >>

ArianneW ging auf ihn zu, umarmte ihn. Sie streichelte ihn sanft.

<< Deine Seele, ich nehme sie in mich auf >>

...

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