Arianne 134 - Die Nebel der Persephonia 02

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Weinende Wesen der Existenz

P: "Wartet bitte einen Moment, seht ihr das kleine Wesen dort vorne?"

Astra: "Ja, wer ist das. Sie sieht ziemlich lebendig aus."

P: "Das ist sie auch. Es ist Wíschna. Sie scheint jemanden zu suchen"

I: "Wischna?"

P: "Ja, Wischna. Für sich alleine schon eine sehr beeindruckende Persönlichkeit, und sie ist umhüllt von einer Blase der Vollkommenheit. Seht ihr, sie hat uns entdeckt, sie winkt uns zu."

Annabella: "Dass ihr in diesem Nebel so gut sehen könnt *grummel".

P: *lächelnd*. "Ach du armes kleines Ding. Nimm diese Brille hier."

Wo hatte Persephonia nur diese Brille her?

Annamalie: "Ja, jetzt sehe ich sie auch. Sie winkt uns tatsächlich zu. Nun kommt sie auf uns zu."

Der Nebel begann sich zu verdichten, gerade dort, wo sich Wischna befand. Etwas versperrte ihr den Weg. Der Nebel hüllte sie ein. Sie wurde unsichtbar.
Ein Sog bildet sich, hin auf den verdichteten Nebel. Der Nebel um den verdichteten Bereich herum geriet in rasende Bewegung. Etwas schien die Materie mit gewaltiger Kraft anzuziehen.



Astra: "Persephonia, willst du ihr nicht helfen?"

Persephonia: "Nein, das muss ich nicht. Schaut genau hin, was jetzt  passiert."

...

Etwas flatterte plötzlich durch den Nebel. Eines der Schnabeltiere? Riesige Flügel wurden sichtbar. Sie umhüllten ein Wesen von menschlicher Gestalt mit einer fast schon unheimlichen Haarpracht, die in allen Farben des Spektrums leuchtete. Dann sahen sie ihr Gesicht. Es war tränenüberströmt.

Persephonia: "Schaut ihr nicht in die Augen. Ich verhindere es, wenn es unbeabsichtigt geschieht. Ich bin wohl das einzige Wesen der Existenz, das in diese tränenden Augen schauen darf."

Das flatternde Wesen schien in den Nebel zu schauen, gerade dorthin, wo er sich verdichtete. Der ganze Bereich implodierte förmlich und der Weg war frei. Wischna tauchte vollig unversehrt wieder auf.

Nun flog das Wesen direkt auf unsere kleine Gruppe zu, landete ein paar Meter vor Persephonia. Eine wahrhaft kosmische Fairy. Sie legte ihre Flügel zusammen, die tränenden Augen waren unter den Haaren verborgen.

Persephonia: "Darf ich vorstellen, das ist Weepy."



Weepy bewegte ihre Haare langsam zur Seite, trocknete sich damit die Augen. Sie weinte nicht mehr.
Nun gesellte sich auch Wischna zu der kleinen Gruppe. Sie umarmte Weepy. Beide schienen sich sehr zu mögen.

Dann wandte sich das Liebespaar der Gruppe zu.

Weepy: "Persephonia, sind das deine Schützlinge? Idu und Astra, ich kenne euch. Euretwegen musste ich nicht weinen, aber all die anderen. So viel Schmerz. Annabella, dir ist schreckliches widerfahren. Wischna hat nach dir gesucht. Ich wollte dir den Schmerz nehmen, aber plötzlich warst du weg."

Idu: "Ja, ja."

Annabella weinte immer noch, nicht laut, aber die Tränen liefen ihr über das Gesicht.

Weepy berührte sie sanft. Sie nahm ihr den Schmerz.

Wischna: "Ach, ich sehe es jetzt, ihr habt sie einfach mitgenommen, in eurem seltsamen Taxi."

Astra: "Sie gehört zu uns. Wir wollten sie wiederhaben."

Wischna: "Und sie lebt!! Wie ist das möglich?"

Idu: "Ja, wir haben auch unsere Geheimnisse."

Persephonia: "Lass es dabei beruhen. Sie haben eine Kugel der Liebe bei sich."

Weepy: "Die Liebe? Dann ist es gut. Es ist schön, dass ich einmal nicht weinen muss. Danke, Liebe."

Einer der wenigen Momente, in denen Weepy lächeln musste. Es gab nicht viele Wesen, die es jemals gesehen hatten.

...

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