Arianne 139 - Liebende der Ewigkeit 01

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Beginn der Geschichten

Liebende der Ewigkeit

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Ewige Liebe

Ein Mann und eine Frau. Sie hatten sich gefunden, sie liebten sich. Was sie nicht wussten, es war der Beginn einer Reise, die Ewigkeiten dauern würde.

"Hallo, meine Liebe, du siehst so traurig aus, was ist mit dir?"

"Ach, ich bin so glücklich, wenn ich dich sehe. So glücklich, dass es mich traurig macht."

Sie musste lächeln.

Beide umarmten sich, küssten sich. Ja, es war so wunderschön zusammen zu sein. Nichts auf der Welt würde sie jemals wieder voneinander trennen können.

So vergingen die Jahre. Die Liebe wohnte im Haus der beiden Menschen. Es war ein Leben voller Glück.

Dann kam der Tag vor dem Tag.

Emilia lag im Bett, sie spürte ihre letzte Stunde nahen. Amarelius saß neben ihr, hielt ihre Hand. Tränen standen ihm in den Augen.

"Du darfst mich nicht verlassen. Dann bin ich ganz allein auf der Welt. So allein, wie noch niemals ein Mensch gewesen ist."

Emilia schaute ihn an.

"Du musst keine Angst haben. Alles ist, weil es ist. Wir werden uns wiedersehen, in einer anderen Welt"

Amarelius musste weinen.

"Ich will keine andere Welt. Ich will nur dich."

Er legte sich zu ihr, umarmte sie ganz fest. Dann starb sie in seinen Armen. Er spürte, dass sie von ihm ging.

<< Warum erst leben, um dann zu sterben? >>

Ein anderer hatte es gedacht, aber es wurde ihm nun bewusst.
Der Schmerz in ihm, er brach ihm das Herz.

Und so starb er neben ihr, keine Minute nachdem sie von ihm gegangen war.
Aber wer kann schon ermessen, wieviel Schmerz in so einer Minute vorhanden sein kann.

...

Es war ein regnerischer Tag. Er hastete durch die dunklen Straßen, wurde nass bis auf die Haut. Aber er wusste, er suchte etwas, ohne genau zu wissen, wonach. Irgendetwas leitete ihn.

Dann sah er sie an der Ampel, auf der anderen Straßenseite. Es traf ihn wie ein Blitz. Er wusste sofort, er hatte sie gefunden.

Es hielt ihn nicht an seinem Ort. Er rannte über die Straße. Mit quietschenden Reifen näherte sich ihm ein Auto, es verfehlte ihn nur ganz knapp.

"Du Penner, kannst du nicht aufpassen."

Mit klopfenden Herzen stand er vor ihr, schaute sie an.

Sie erwiderte seinen Blick. Dann, ihre Augen drückten ein Erkennen, Begreifen aus. Beide umarmten sich spontan, vergaßen die Welt um sich herum.



...

"Sag mal Arianna, kommt es dir nicht auch so vor, als wenn wir uns früher schon einmal gesehen haben?"

"Ja, genau, lass uns doch einfach ein bisschen in den alten Bildern suchen."

"Ich habe einen Suchalgorithmus entwickelt, der uns bildunabhängig beschreibt. Den möchte ich jetzt einmal ausprobieren."

Der Computer lieferte ein Ergebnis.

Sie erkannten sich allerdings nicht wieder in den Bildern, die sie dort sahen.

Zumindest hatten sie einen Anhaltspunkt, mit den Bildern verbunden war eine Adresse.

Arianna: "Argus, dieses Haus dort. Es kommt mir so vertraut vor. Ich weiß wie es innen drin aussieht, ohne dass ich jemals dort gewesen bin."

Sie machten sich auf die Reise ...

Argus: "Arianna, wird haben Erinnerungen an ein früheres Leben. Wir beide waren bereits einmal ein Liebespaar und wir haben uns wiedergefunden."

Sie schaute ihn an.

"Ja, ich glaube auch, dass es so ist. Nichts wird uns jemals trennen können. So stark wie unsere Liebe ist ..."

...

Im Zwischenraum. Sie wussten nicht, wo sie sich befanden, aber sie wussten um sich selbst und den jeweils anderen. Sie spürten die Nähe obwohl sie nichts denken und nichts fühlen konnten. Es war ein eigentümliches Gefühl der Geborgenheit, denn sie spürten die Liebe, obwohl sie doch eigentlich nichts empfinden konnten.

...

Akatus und Aria beim Kaffeetrinken in einem Lokal. Sie wussten, dass dies nicht ihr einziges Leben war, es gab so viele Erinnerungen an das Vergangene, Träume, die sie in unendliche Weiten entführten. Sie waren Liebende der Ewigkeit, nicht einmal auf eine bestimmte Spezies beschränkt.

Beide schauten sich tief in die Augen. Es war so schön zu lieben und die Liebe des anderen zu spüren. Dass so einfachen Wesen so viel Glück vergönnt war. Sie nahmen es dankbar an. Auch der Schmerz über den Verlust, er war ihnen nicht fremd. So manches Leben hatten sie alleine durchstehen müssen, aber sie fanden sich immer wieder, in der Ewigkeit.

Sie kannten auch die dunkle Seite der Existenz und den Schmerz, den sie auslöste. Kein höheres Wesen hatte ihnen jemals geholfen. Sie gaben niemals auf, versuchten es immer wieder und immer wieder, zu leben und zu lieben.

Nun waren sie wieder zusammen, in dieser Zeit. Sanft berührten sie sich, streichelten sich. Dann küssten sie sich. Es war so schön die Ewigkeit gemeinsam erleben zu dürfen. Ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit erfüllte sie.

Doch nun. ER hatte sie gefunden. Auf der anderen Straßenseite konnte man IHN sehen. Eine Gestalt mit dunklem Mantel und dunkler Kapuze. Das Gesicht konnte man nicht erkennen, es war nur Dunkelheit in der Öffnung der Kapuze. Dass dort wirklich nichts vorhanden war, wer wusste das schon.

Ein Balkon löste sich aus der Verankerung, 30 Meter über ihnen. ER wollte sein Spiel mit ihnen treiben, ihnen folgen in die Weiten der Reinkarnation. Seinen Spaß mit ihnen haben.

Liebe, was war das schon, gegen die Macht des alles vernichtenden Schicksals, der berechnenden Zerstörung, gegen das Wesen des Todes.

Akatus schaute nach oben. Er sah den Balkon herunterrauschen. So schnell er überhaupt nur reagieren konnte warf er sich schützend über Aria.

Die Zeit fror ein. Der Balkon blieb in der Luft hängen. Alles wurde statisch, nur unser Liebespaar konnte sich noch bewegen. Sie bewegten sich fort, von diesem Ort. Es war so als würden sie aus einem Film heraustreten.

Auch der mit der Kapuze war nicht eingefroren. Er setzte sich in Bewegung, folgte ihnen.

Aber er war nicht allein. Eine Frau stand zwischen ihm und unserem Liebespaar. Wo war sie hergekommen?
Sie schaute in Richtung des Kapuzenwesens. Er stoppte. Irgendetwas schien ihn an seinen Platz zu bannen. Dann explodierte er, wurde völlig zerrissen.

Was für eine merkwürdige Explosion. Schwarze Schlieren, die durch den Raum fluteten, sich immer weiter zerteilten, bis nur noch Splitter übrig blieben.

Die Splitter verschwanden, bevor sie irgendwo einschlagen konnten.
Sie wirkten immateriell. Das war keine physikalisch reale Materie, so wie sie sie kannten.

Die Welt wurde wieder normal.

Und der Balkon?

Ja, der krachte dorthin, wo Akatus und un Aria vor 5 Minuten noch gesessen hatten. Aber beide hatten sich fast 50 Meter von diesem Ort entfernt.

Akatus umarmte seine Akadia ganz fest.

"War das ein Traum? Jemand hat uns geholfen, wir sind nicht allein in unserer Ewigkeit."

Sie schaute ihn an. Dabei fühlte sich so geborgen in seinen Armen.

"Wir wurden beschützt. Danke, liebe Göttin."

...

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