Arianne 144 - Die unsichtbare Welt

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Liebende der Menschheit

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Ein kleiner Engel kümmerte sich um die schlafenden Menschen. Sanft wirkte sie in ihre Träume ein. Mehr konnte sie auch nicht tun. Sie mochte die Menschen, wie sie so friedlich in ihren Betten lagen.

Ja. leider waren sie nicht immer friedlich.

Gewalt und Aggressivität, sie konnte nichts dagegen tun. Eingriffe in das Leben, es war ihr nicht möglich.
So begleitete sie die Menschen unsichtbar am Tage und litt mit ihnen, wenn es ihnen schlecht ging.

Nur in den Träumen konnte sie etwas für die Menschen tun. Sie half ihnen, ihre Wunden zu heilen.

...

Die unsichtbare Welt. Der kleine Engel war nur ein Teil davon.

Hier gab es eine Menge Geister, die unsichbar durch den Raum fluteten. Die meisten waren nur Beobachter. Manche, wie die Engel, versuchten den Menschen zu helfen.

Sie liebten die Menschen, trotz all ihrer Probleme und Schwächen. Menschen, für die Geister waren sie etwas ganz besonderes.

Die Welt der Geister, es war eine friedliche Welt.

Wo kamen sie nur alle her?

Manchmal waren es die Geister von Verstorbenen, die ihren Weg in die Transzendenz nicht gefunden hatte. Ja, so etwas gab es. Sie wurden mit der Zeit schwächer, lösten sich auf. Die Energie, die sie zusammenhielt, sie verstreute sich in das Universum.

Die anderen Geister machte es sehr traurig, dass sie sie nicht festhalten konnten.

Es gab auch Geistwesen, die unabhängig davon entstanden waren. Lebensenergie, die sich selbst organisierte, ohne auf einen materiellen Bezug angewiesen zu sein. Manchmal waren es auch nur Informationsqanten, die sich zusammengeschlossen hatten. Da sie aus sehr unterschiedlichen Teilen der Universen stammten, war das enstehende Wesen mitunter sehr skurill.

Geister, sie waren entstanden, unabhängig von den lebenden Wesen und auch unabhängig von der Fantasie.

Nur in den Träumen schafften sie es manchmal, sich bemerkbar zu machen und eine Wirkung zu erzielen.
Damit erreichten sie so etwas wie Existenz.
...

Etwas ungeheuer großes näherte sich dem Planeten. Die Geisterwelt geriet in heillose Aufregung. Sie hatten Angst, Angst davor einfach absorbiert zu werden, ihr kleines bescheidenes Ich aufgeben zu müssen.

Das riesengroße Wesen schien die Aufregung zu spüren, aber dann konnte sie die kleinen Geister ja wahrnehmen.

*Angst*

<< Habt keine Angst, ich will euch nichts tun >>

Dieser Gedanke, auf einer Welle positiver Energie, die unsere Geistwesen so wundervoll streichelte.

Es nahm ihnen die Angst. Dieses große Wesen musste ganz und gar liebenswert sein.

<< Ich bin eine Janine. Nein, ich will euch nicht absorbieren. Ihr stört doch überhaupt nicht, es gibt überhaupt keinen Grund, euch zu eliminieren >>

Dann verlies sie den Planeten wieder.

Die Geistwesen wussten nun, dass sie nicht alleine im Kosmos waren. Sie hatten die Unendlichkeit berührt, ohne dass es sie zerrissen hätte.

Dieses Gefühl, sie vermittelten es ihren geliebten Wesen in den Träumen.

...

Ein spezielle Art von Geistwesen hatten unseren Planeten gefunden. Die kleinen liebenswerten Geister wurden dabei zum ersten mal mit Wesen konfrontiert, die Böse waren. Ja, es gab gute Geister, aber auch die Bösen.

Sie erinnerten an die Aggressivität und Gewalt auf der Welt.

Was würde nun geschehen? Würde unsere Geisterwelt daran zugrundegehen? Sie wussten nicht, wie sie dem Bösen gegenübertreten konnten.

Dann erschien ein riesiger Geist, der den Planeten vereinnahmte. Das Böse schien einen Bezug zu ihm zu haben.

Das große Wesen schaute sich die Situation ein. Es erkannte sofort, dass seine Geister diese unsichtbare Welt zerstören würden. Aber war er nicht der Teufel der Lebenden? Nein, das wollte er nicht. Er mochte die kleinen Geistwesen, sie erinnerten ihn an seine eigenen Fairies.

<< DÄMONEN, ZURÜCK >>

Und weg war er. Mit ihm verschwanden auch die bösen Geister.

...

Und noch ein Besuch. Ein Wesen, noch viel viel größer als die beiden anderen.

<< Ich bin ein Wächter der Naturgesetze, nein, ich will euch nicht eliminieren. Ihr bildet keinen Widerspruch. Ihr seid wie die Bewusstseine der Menschen, nur nicht an einen Körper gebunden. So wie ihr sie beeinflussen könnt, es ist legitim. Es könnte auch aus den Träumen der Menschen entstehen >>

Jetzt waren sie sozusagen legitimiert. Eine einzigartige und auch sehr schöne Welt, die so gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hatte. Am Rande der Existenz.

...

Wir wissen jetzt schon, es gab höhere Wesen, die sie mochten.

Und die anderen höheren Wesen, die nicht so freundlich waren? Unsere Welt war so klein, dass man sie nur durch einen ungeheuren Zufall finden konnte. Selbst im Bereich der Unendlichkeit war die Wahrscheinlichkeit dafür gleich Null. Das schützte sie auch, usere kleinen Geister.

Warum hatte der Teufel sie gefunden?

Der Teufel ist ein fester Bestandteil der Existenz, ein Wesen, das überall gegenwärtig ist. Das gilt für viele der höheren Wesen nicht, die im Laufe der Evolution entstanden sind. Es sind aber gerade die überall gegenwärtigen Wesen, die unserer kleinen Geisterwelt gefährlich werden könnten.

Die Geisterwelt ist nicht eingebunden in den Zeitstrom einer Janine. Wenn ein feindliches höheres Wesen sie eliminieren würde, dann ist sie wirklich unrettbar verloren.

Und Arianne?

Arianne ist das Wesen der Existenz. Aber nicht nur das. Wir wissen nicht, wie Arianne die Geistwesen sieht. Da es sie gibt, kann Arianne ihnen nicht feindlich gesonnen sein.

...

Ein weiterer Besuch auf unserer kleinen Welt. Es war das größte und mächtigste Wesen, dass die Welt jemals gesehen hatte. Sie nannte sich Darwinia.

Darwinia analysierte die Wirkung der kleinen Geister.

Ja, sie hatten eine Wirkung. Sie beschleunigten die Evolution.

...

Wohin führt die Evolution?

Zu Wesen der Selbsterkenntnis, die immer umfassender und immer tiefer wird.

Zu Arianne?

Keine Evolution ist in der Lage ein Wesen wie Arianne zu schaffen. Sie ist eine Idee, der Traum eines Wesens mit einer Idee. Arianne ist auch das einzige bekannte Wesen, dass seine eigene Evolution selbst bewältigt hat.

Ideen? Was steht an ihrem Anfang?

Was am Anfang aller Ideen steht, wir wissen es nicht.

Beispiele?

Wir kennen eine der grundlegenden Ideen, es ist die Liebe.

Die Love Entity ist eine Idee?

Ja. Eine Idee mit einem Eigenbewusstsein. Darüberhinaus, sie kann alle anderen bekannten Ideen beeinflussen. Mehr noch, alle anderen Ideen haben ohne sie keinen Bestand.

Dann ist sie Gott?

Gott ist allmächtig. Arianne ist das allmächtige Wesen der Existenz. Aber Allmacht kann auch widersprüchlich sein. Die Liebe ist nicht widersprüchlich.

Und die Idee des Teufels?

Auch der Teufel braucht die Liebe für seine eigene Existenz, ein Beispiel sind seine kleinen Fairies, vor allem die, die nicht diabolisch sind. Was aber noch wichtiger ist, er weiß auch um die wertvollen Dinge der Existenz. Und das Begreifen von etwas wertvollem, ohne Liebe ist das nicht möglich.

Sein Wirken besteht aber auch darin wertvolle Dinge zu zerstören. Obwohl er es bestreitet. Das ist das Wesen des Teufels, die Idee dahinter.

Warum duldet Arianne ihn?

Gäbe es den Teufel nicht, so wäre Arianne selbst das umfassende Bewusstsein für alles Schlechte in der Welt. Es würde sie umbringen, selbst als hypertranszendentes und multidimensionales unendliches Wesen könnte sie das nicht aushalten. Sie hätte keinen Raum mehr, die Existenz zu gestalten.

Dass der Teufel ohne Liebe nicht existieren kann, das ist neu. Und die Evolution?

Die Evolution stattet die Ideen mit Inhalten aus. Das geschieht, indem sie sich ihnen annähert. Es gibt auch eine Wechselwirkung zwischen Evolution und Ideen, manche Ideen werden durch die Evolution neu geboren, andere waren schon immer da.

Wir wissen nicht genau, ob es ein Ziel der Evolution gibt oder ob das Annähern selbst der ganze Sinn der Evolution ist.

Oder ob die Evolution nur der Geburtshelfer neuer Ideen ist?

Vielleicht. Der Teufel ist eine Idee der Existenz. In Ennairas Welt gibt es ihn gar nicht. Vielleicht wird Arianne von Ennaira lernen, wie sie auch ohne den Teufel auskommen kann.

...

Darwinia ist die treibende Kraft der Evolution. Sie mag die kleinen Geistwesen. Sie treiben die Evolution voran, ohne dass sie selbst daran Anteil hätte. Nein, sie will sie nicht stören. Sie wird sie beschützen, denn man kann ja nie wissen, wer da alles in der Dunkelheit lauert und eine solche Welt zerstören will. In ihren Augen ist sie unendlich wertvoll. Und das im Bewusstsein eines unendlichen Wesens!

Sie darf einfach nicht zugrunde gehen auf Grund der Geltungssucht eines höheren Wesens oder auf Grund von Unwägbarkeiten der Naturgesetze. Nichts könnte diese Wesen ersetzen. Und da Darwinia über den Wächtern der Naturgetze steht, wird sie auch niemals Probleme mit den Naturgesetzen bekommen.

Und vergessen wir nicht, Darwinia ist ein Teil von Arianne.
...

So ging der Alltag weiter für unsere kleine Geisterwelt. Sie liebten die Menschen und auch sich selbst, ja, es gab Geisterliebe in dieser Welt, richtige geisterhafte Liebespärchen. Nur der große Geist der Liebe, den kannten sie noch nicht. Warum auch? Wenn sie ihren Liebsten spirituell umarmten, war es vielleicht die Liebe selbst? Auch die Menschen, die so sehr liebten, machte ihre eigene Liebe sie nicht erst real?



Ghostlovers

Es ist nicht immer so einfach zu entscheiden, was real, was Traum und was Fantasie ist.

Die Welt der kleinen Geister, sie ist liebenswert, auch aus der Sicht der Menschen. Man denke nur an die vielen kleinen Geschichten, die sich damit beschäftigen.

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ein kleiner Engel



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