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Liebe im Krieg 02 - Arianne 155

Die Liebe hilft im Kampf um das Überleben, sie erscheint persönlich in der Welt.


Amalie und Joseph 02

Joseph und Amalie wieder vereint. Sie liebten sich doch so sehr. Doch irgendwann holt auch die Liebenden der Alltag wieder ein.

Amalie: "Ich liebe dich, ich wollte mich umbringen, nachdem sie mich so gequält hatten, und ich hatte solche Angst, dass sie wiederkommen würden. Jeden Abend neu. Aber ich konnte es einfach nicht, ich wollte dich nicht allein lassen."

Joseph küsste sie, umarmte sie ganz fest, wollte gar nicht mehr von ihr lassen.

Nach einer Weile lösten sie sich wieder voneinander.

Joseph: "Wir haben beide etwas verloren."

Amalie: "Ja, aber unsere Liebe nicht. Sie ist uns geblieben."

Und wieder vereinigten sich die beiden.

Wie aber sollte es weitergehen?

Amalie: "Bleibst du hier, in meiner Wohnung, versteckst du dich hier?"

Joseph: "Dann bin ich immer bei dir. Etwas anderes wünsche ich mir nicht."

Ein Leben in Liebe. Kann es etwas schöneres geben? Aber kann die Liebe alles ersetzen?

Joseph: "Ich nehme an, was ich habe. Du bist die tiefste Sehnsucht meiner Seele. Ich will dich nie wieder alleine lassen."

Nun war es Amalie, ihn leidenschaftlich zu umarmen. Dann liebte sie seine ganze Haut. Es gab nichts, was sie dabei vergessen hätte.

Liebe in Isolation. Kann das auf die Dauer gut ausgehen?

Nun vielleicht, aber die Welt hat etwas anderes mit den beiden vor.

Die Fensterscheiben zerbarsten, Kugeln flogen durch das Wohnzimmer.

Blitzschnell griff Joseph nach Amalie, beide lagen nun auf dem Boden.

Krachend schlugen die Kugel in die Möbel. Was war das? Die vier Einbrecher von vorgestern Nacht?

Das Geräusch der Schüsse verstummte. Eine Handgranate polterte ins Zimmer.

Joseph brauchte eine dreiviertel Sekunde, dann flog sie in Richtung Fenster zurück und explodierte draußen.

Die Wucht der Explosion riss einen Teil der Wand ein. Draußen regte sich nichts mehr.

...

Schüsse gegen die Eingangstür, drei Bewaffnete stürmten herein.

Joseph und Amalie, sie waren nicht zu sehen.

Eine blitzschnelle Bewegung und Joseph hatte eines der Gewehre in der Hand. Durchzuladen brauchte er nicht mehr ...

So viele Tote im Wohnzimmer der Liebe.

Die beiden Liebenden schauten sich an. Nein, unsere Liebe, die bleibt, für immer, bis wir nicht mehr können.

Die Schüsse hatte man bestimmt draußen gehört. Sie mussten jetzt ganz schnell verschwinden.

Joseph fasst Amalie bei der Hand, wollte mit ihr Richtung Tür gehen. Aber was war das? Ein weißes Etwas schwebte in den Raum. Zunächste eine diffuse Wolke, dann gegenständlicher werdend und plötzlich stand eine weiße Fee im Raum. Ja, sie musste eine Fee sein, so blass und so schön wie sie war. Einfach überirdisch schön.

"Hallo ihr beiden. Bitte, habt keine Angst. Ich bin eine Dreamline-Entity."

Amalie: "Eine Dreamline-Entity. Was ist das?"

"Ich träume mich durch Raum und Zeit. Was ihr hier seht, es ist nur ein Abdruck meines Bewusstseins."

Joseph: "Dann bist du ein Geist?"

"Ja, so etwas ähnlich für euch. Ich selbst bin aber real wie ihr, ich lebe :-))."

Amalie: "Willst du uns helfen, höheres Wesen?"

"Höheres Wesen *grins*, die gibt es wirklich, nur ob ich dazuzähle? Ich will euch nur einen Weg zeigen, den ihr gehen könnt, der frei ist von Zerstörung. Wisset, ich sehe den Verlauf der Zeit. Wenn ihr diesen Weg geht, dann  werdet ihr ein weiteres Liebespaar finden. Sie sehen beide ganz normal aus, lasst euch davon nicht täuschen, es sind die Liebenden der Ewigkeit."

Joseph: "Liebende der Ewigkeit?"

"Kinder der Love Entity, der Liebe. Sie ist immer in ihrer Nähe. Wenn euch jemand helfen kann, dann ist es die Love Entity."

Amalie: "Aber wir kennen sie nicht. Was ist die Love Entity?"

"Ein höheres Wesen. Nur, sie greift nicht ein, in das Weltgeschehen. Sie ist einfach nur da. Aber wenn es gar nicht mehr anders geht? Sie ist doch die Inkarnation der Liebe und will sie erhalten, ihr aber seid sehr gefährdet durch das Umfeld, in dem ihr lebt. Und nicht nur dadurch, ein Schattengeist hat es auf euch abgesehen, etwas, das den Tod spielen will. Nur so ein paranormales Etwas, nichts wirklich bedeutendes, aber gefährlich für euch."

Amalie: "Die Love Entity. Das Wesen der Liebe? Eine fantastische Vorstellung. Aber sind wir nicht schon zu sehr beschädigt, um noch mit ihr rechnen zu können? Wir haben getötet, wurden missbraucht, unsere Seelen wurden gebrochen."

"Ja, ich sehe eure Verletzungen. Aber die Liebe in euch, sie ist noch immer da und sie ist die Berührung mit ihr. Liebe darf euch nicht in Verzweiflung stürzen. Bitte folgt meinem Weg, trefft die Liebenden der Ewigkeit. Bitte sucht und trefft sie, um euch herum schwebt der Schatten des Todes, auch wenn ihr ihn nicht sehen könnt. Die Liebe kann euch helfen."

...

Die beiden Liebespaare schauten sich an. Julius und Julia, Joseph und Amalie.
Julius: "Wir habt ihr uns gefunden? Ich dachte, wir hätten uns so gut versteckt."

Amalie: "Ich hatte eine Vision, ihr wurdet uns als Liebende der Ewigkeit vorgestellt."

Julia: "Liebende der Ewigkeit? Ja, ich erinnere mich, andere haben uns schon einmal so bezeichnet. Aber wir kennen nur dieses eine Leben und hier sind wir genau so gefährdet wie ihr. Wir müssen uns verstecken."

Joseph: "Und die Love Entity, wisst ihr etwas von ihr?"

Julia: "Nein, wir kennen sie nicht. Entity ist ein sehr gewichtiger Begriff. Sprecht ihr vom Wesen der Liebe?"

Amalie: "Ja, aber wir kennen sie auch nicht. Sie soll hier in der Nähe sein."

Plötzlich sah Joseph Amalie an einer ganz anderen Stelle stehen, als wo er sie vermutete. Nicht direkt neben sich, hinter Julius und Julia. Verwirrt schüttelte er den Kopf, schaute neben sich und sah dort Amalie stehen.

Amalie: "Was ist mit dir?"

Joseph: "Du standest plötzlich hinter Julius und Julia."

Amalie: "Nein, ich war die ganze Zeit hier."

Beide schauten sich an.

Julius: "Die Love Entity, ob sie dir in der Gestalt des geliebten Wesens erschienen ist?"

Julia: "Ja, so muss es gewesen sein."

...

Der Schatten des Todes. Ein Metallstück löste sich aus seiner Verankerung, etwa 10 Meter oberhalb der Liebenden. Die vier dort unten ahnten nichts von der Gefahr. Wen würde es treffen?

Plötzlich befanden sich unsere Liebenden an einem anderen Ort, ein merkwürdiger Ort, der so irreal erschien. Alles war schwarz und es gab ein Loch, durch das Licht hereinfiel. Durch das Loch sahen sie sich selbst dort stehen, wo sie kurz vorher noch gewesen waren.

Sich selbst? Jeder sah etwas anderes. Den geliebten Partner.

Krachend schlug das Metallstück unten auf. Es hatte Amalie durchschlagen, nein Joseph, beide schrien entsetzt auf, aber es ging durch sie/ihn hindurch, wie durch die Projektion eines dreidimensionalen Bildes.

Dann lösten sich die Bilder auf.

Der Schatten des Todes wurde sichtbar, wie er durch den Raum schwebte.

Er schien etwas zu suchen. Plötzlich hielt er inne und bewegte sich dann direkt in Richtung des Loches, durch das unsere Freunde schauten.

Aber er kam nicht hindurch. Er flatterte vor dem Loch hin und her, aber offenbar kam er einfach nicht hindurch.

Dann materialisierte eine Gestalt. Die Inkarnation des Todes. Wie man ihn sich so vorstellte. Ein Skelett mit rotglühenden Augen und einer Sichel in der Hand. Mit der Sichel wollte er jetzt wohl das Loch bearbeiten.

Er blieb nicht allein. Eine weitere Gestalt materialisierte. Ein feenhaftes Wesen mit körperlangen roten Haaren.

Julius flüsterte: "Die Liebe in ihrer eigentlichen Gestalt."
Niemand hatte sie jemals zuvor so gesehen. Kein gutes Omen für den Tod.

Der Tod erstarrte. Er schaute die Fee mit seinen rotglühenden Augen an. Sie erwiderte seinen Blick. Das genügte, der Tod krächzte etwas und löste sich dann einfach auf. Die Fee winkte ihnen zu und wandte sich wieder ab. Aber dann, sie schien sich kurz zu besinnen, ging in Richtung des Loches, hob eine Hand und die schwarze Umgebung war nicht mehr vorhanden.

Mit einem mal war sie verschwunden, dafür fand sich unser Liebespaar in doppelter Ausführung wieder, d.h. Amalie sah Joseph doppelt ...

Nicht alle sahen das gleiche.

Der jeweils erkennbare Gegenpart lächelte seinen Liebespartner an. Dann entstand ein Gedanke.

<< Ich öffne euch ein Tor in eine bessere Welt. Und ihr könnt es durchschreiten mit all eurer Körperlichkeit. Diese Welt hier will euch töten, ich kann es nicht immer verhindern, ohne die Raum-Zeit selbst zu gefährden. Bitte tretet hindurch, ihr betretet dann eine Welt, die für Liebende gemacht wurde, eine Welt in Ariannes Heimat. Dort werdet ihr sie treffen, als lebende Wesen, ihr habt es euch verdient.
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