Liebende der Ewigkeit 05 - Arianne 169

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Bluewhite

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Faria und Bellos. Sie schauten sich in die Augen. Dieses Gefühl, es war unvorstellbar schön. Sie durften es erleben. Warum konnten nicht alle daran teilhaben?
Aber die Welt um sie herum. Sie war gescheitert. Die Wesen darin, sie warteten auf das Ende. Ja, in diesen kriegerischen Zeiten konnte keiner mehr entkommen.

Die Atomraketen waren bereits gestartet. Im Radio wurden die Positionsmeldungen durchgesagt. Es mussten hunderte sein, wenn nicht tausende. Jedes kleine Ländle hat ja seine eigenen Atomraketen. Das kleinste mit gerade mal 10 Quadratkilometer Größe immerhin drei mit einer Sprengkraft von jeweils 20 Kilotonnen.

Mini-Raketen, aber sie waren dabei. Die glaubten doch wohl nicht, das hier wäre so etwas ähnliches wie Silvester?

Welches Datum hatte man eigentlich?

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Nein, das konnte einfach nicht sein. Hier schien ja alles aus den Fugen zu geraten. Eine Fehlfunktion der Datenanzeige. Ja, das musste es sein.

Die beiden Liebenden schauten aus dem Fenster. Schade um diese Welt. Und um ihr eigenes Leben? Sie würden sterben, das war gewiss, aber es beunruhigte sie nicht. Das eigene Schicksal, sie hatten so viel Liebe erleben dürfen, mehr verlangten sie nicht. Aber all die anderen, die sich so oft durch das Leben quälen mussten, ohne dass sie aufgaben. Nun wurde ihnen alles genommen. Víel zu früh. Sie hatten keine Chance mehr.

Es klingelte an der Tür.

Wer um alles in der Welt war denn jetzt noch unterwegs? Oder sollte sich bereits der Tod angemeldet haben? Das war doch kein Halloween, das war real. Ein etwas eigentümlicher Humor, der die Lebewesen manchmal erfasste.

Faria öffnete. Dort draußen stand Ennaira, ihre neue Bekanntschaft. Man hatte sich gestern kennengelernt, in einem Kaffee.

F: "Hallo Ennaira. Du bist noch unterwegs?"

Ennaira lächelte. "Es ist schön euch zu sehen."

F: "Ja, ich freue mich, dich zu sehen." Sie umarmte Ennaira. "Lass uns gemeinsam die letzten Minuten erleben."

Ennaira schaute sie an.

"Du denkst an die Atomraketen?"

Bellos: "Dort draußen, am Horizont, das muss eine von ihnen sein. Lasst uns ein letztes mal beten."

Ennaira schaute nach draußen. "Nein, die Zeit ist noch nicht gekommen. Hier wird wichtigeres entschieden."

Faria schaute sie fragend an. "Wie kannst du dir da so sicher sein?"

"In einer Entfernung von 3000 Lichtjahren hat eine Hypernova Explosion stattgefunden. Vor 3000 Jahren. Die Schockwellen werden in 8 Sekunden eintreffen. Die Atomraketen brauchen noch mindestens 13 Sekunden, bis die erste explodiert."

Bellos: "Woher weiß du das? Mir sind solche Informationen nicht bekannt."

Ennaira: *grins* "Wie denn auch. Die Schockwellen treffen ja erst gerade jetzt ein."

Alle drei schauten aus dem Fenster. Die Rakete näherte sich, aber nichts passierte. Sie kam näher und näher und krachte dann in ein Gebäude, etwa 100 Meter entfernt. Eine kleine Explosion ... kleine Explosion? Eine Wand des Gebäudes stürzte ein und ein Feuerchen brach aus. Das war alles!

Faria: "Das soll eine Atomexplosion gewesen sein?"

Ennaira: "Nein, die Raketen wurden durch die Schockwelle funktionsuntüchtig gemacht. Für die Lebewesen auf der Erde ist sie nicht gefährlich."

Bellos: "Was für eine sonderbare Schockwelle ... "

Ennaira: "Nun ja, man braucht eine Begründung. Auch wenn dazu ein paar Milliarden Jahre Evolution notwendig sind."

Faria: "Eine Begründung? Ennaira, dass du etwas besonderes bist, ich habe es schon bemerkt. Aber das hier? Du hast ja die Vorsehung einer Göttin. Vielleicht bist du eine. Ennaira, bist du Gott?"

Ennaira musste lachen. "Wenn ihr wollt, dann seht mich meinetwegen so. Es ist aber auch so, dass ihr beide die wahren wichtigen Personen hier seid."

Bellos: "Wir? Wir sind doch ganz gewöhnliche Menschen."

Ennaira: "Und eure Liebe? Ist sie so alltäglich?"

Faria: "Nein, das ist sie nicht. Sie hat eine Berührung mit der Unendlichkeit."

Ennaira. "Du überrascht mich. Solche Einsichten, das ist bemerkenswert. Ja, ihr seid die Liebenden der Ewigkeit."

...

Bellos und Faria schauten sie an. Liebende der Ewigkeit. Sie hörten es nicht zum ersten mal. Diese Erinnerungen und Träume. Sie hatten es als Fantasie und Zufall abgetan. Aber wenn Ennaira das sagte ...

Ennaria: "Ihr realisiert das Potential der Liebe, so wie es jeder Mensch in sich trägt. Es bedarf besonderer Umstände, um sie verwirklichen zu können. Ihr habt sie genutzt! Wisset, das ist eine reale Bestätigung für die Existenz. Ein Pluspunkt gegen das diabolische Netzwerk."

Die beiden Liebenden schauten sie fragend an.

Ennaira: "Ihr habt den Teufel widerlegt! Wie wichtig das ist, ihr könnt es gar nicht ermessen. Die Belohnung für euch, es ist die Liebe, die ihr füreinander empfinden könnt."

Faria: "Wir dachten die Liebe wäre nur für uns, auch wenn wir versuchen, sie nicht nur für uns zu behalten."

Ennaira: "Sie ist für euch. Und ihr zeigt, dass sie real ist und ewigen Bestand haben kann. Die Wirkung auf eure Umwelt, ihr setzt Werte, die sich weiterentwickeln. Niemand, der jemals mit euch zu tun hatte, kann sich dieser Faszination entziehen."

Faria: "Aber Liebe allein, sie erfasst doch nicht das ganze Leben. Es ist so voller Zweifel und wir sind doch nicht perfekt, auch wir machen Fehler."

Ennaira: "Es ist die Problemlösung im Detail, die überzeugt. Ihr werdet heute noch mehr Besuch erhalten. Die Götter bitten euch um euren Rat."

...

Ein diffuser Nebel im Raum und dann ... ein weiblich aussehendes Wesen materialisierte. Sie war schrecklich zugerichtet, blutete aus vielen Wunden. Als wäre ein großer Hund über sie hergefallen und hätte sie zerfleischt.

Sie wankte und brach dann zusammen, lag reglos auf dem Boden.

Vorher hatte sie noch einen Gedanken vermittelt. << Ich bin Bluewhite. Eine Raubtierentität hatte mich gefangen und ich bin ihr entkommen. Bitte, versteckt euch ... nun bin ich blau weiß und rot, es tut so weh :-((( . Ich möchte nicht sterben, ich liebe das Leben doch so ... >>... Ihre Gedanken versickerten.

Ennaira:  "Sie muss mich gespürt haben und hat Schutz gesucht. Ach, da ist er ja schon."

Eine Art Tigersaurier materialisierte. Mit einem Raubtiergebiss wie Dinosaurus Rex und den funkelnden Augen eines Höllen-Tigers.

Ennaira stellte sich schützend vor Bluewhite.

Der Tigersaurier schaute sie an. So etwas wie Intelligenz spiegelte sich in seinen Augen. Er hielt inne.

T: "Ich erkenne dich nicht, geh mir aus dem Weg sonst nehme ich dich gleich mit."

Dass er es für notwendig hielt so eine Ansprache zu halten! Etwas lies ihn zögern direkt anzugreifen.

Faria: "Willst du dich mit Ennaira anlegen?"

Faria reagierte ganz spontan. Sie wusste noch nicht einmal wer Ennaira eigentlich war.

Ganz anders die Raubtierentität. Sie legte sich flach auf den Boden, drehte sich zur Seite und bot sich so völlig schutzlos dar. Sagte nichts mehr, dachte nichts mehr, als wäre sie bereits tot.

Ennaira zögerte. Die aufkommende Wut hatte sie blau-rot-gelb-grün gefärbt. Langsam ging die intensive Färbung wieder zurück. Die Umrisse des blauschwarzen Loches, das sich bilden wollte, erloschen.

E: "VERSCHWINDE!!!."

Plopp. Weg war er.

Ennaira beugte sich über Bluewhite. Sanft streichtelte sie ihre Wunden und ... was sie auch nur berührt hatte, die Verletzungen bildeten sich zurück.

Ennaira: "Ich kann ihre spirituelle Substanz heilen, aber ihre Seele, sie hat schwer gelitten. Bitte, könnt ihr ihr ein wenig von eurer Liebe geben? Ich öffne euch ein Tor in eine parallele Welt, dort habt ihr so viel Zeit wie ihr nur braucht..."

...

Bluewhite, Faria und Bellos in einer parallelen Welt. Es war schön, hier wunderschön. Ein Paradies. Die Pflanzen um sie herum, sie flüsterten ihnen etwas zu, wenn sie angeschaut wurden. Sie gaben ihnen Nahrung und Schutz vor der Kälte der Nacht.

So lagen sie zu dritt in einem Bett aus lebenden Pflanzen. Bluewhite hatten sie mit in die Mitte genommen. Alle drei waren nackt. Sie berührten sich. Aber das war nicht alles. Sie verschmolzen miteinander durch empathische Telepathie. Sie reisten durch die Ströme der Zeit, vermittelten sich ihre Erfahrungen.

Bellos und Faria erlebten ihren Weg durch die Ewigkeiten der Zeit. In diesem Zustand wurde ihnen alles bewusst, alles, was sie jemals erlebt hatten.

Bluewhite, sie zeigte ihnen ihre Zeitströme, die vielen kleinen Wesen, für die sie verantwortlich war. Das Glück der Existenz und ihre schmerzhafte, dunkle Seite.

Es wurde eine Reise durch die Welt der Gefühle, durch die Untiefen und Höhen der Existenz. Sie debattierten miteinander, über das Für und Wieder, Glück und Unglück, Liebe und Hass. Evolution, Kampf ums Überleben. Es war eine heftige Diskussion. Nichts wurde ausgelassen. Und am Ende, am Ende lagen sie eng umschlungen zusammen und sie liebten sich.

...

Bluewhite erhob sich.

B: "Ich danke euch beiden. Ihr seid wahrhaft fantastische Wesen. Liebende der Ewigkeit. Ich liebe euch."

Faria: "Willst du dich uns anschließen? Dann sind wir zu dritt."

Bluewhite: "Ihr habt keine Angst vor meiner Größe? Ja, ihr müsst es auch nicht. Eure eigene innere Größe ist damit vergleichbar. Ja, bitte, nehmt mich auf in eure Mitte."

Die Liebenden der Ewigkeit. Nun waren sie bereits zu dritt. Aber damit nicht genug. Bluewhite lebte in ihren Zeitströmen und dort drin gab es Trilliarden und aber Trilliarden verschiedener Lebensformen. Was für eine Aufgabe, sie alle in diese Liebe mit einzubeziehen!


Bluewhite

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