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Arianne 178 - Sweety 01

Ari0nne verteidigt Sweety gegen Raubtierentitäten.

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Sweety Folgeseiten

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Ari0nne im Tempel der Erleuchtung

Der Tempel der 187 Stufen der Erleuchtung. Hoch oben auf dem heiligen Berg, mehr als 6000 m über dem Meeresniveau. Eigentlich war dort die Luft zum Atmen bereits zu dünn, aber es gab einige Besonderheiten. Unter anderem einen Sauerstoffgeysir, der ein Gemisch aus Stickstoff und Sauerstoff in die Luft pustete.

Dazu eine Wetterlage, die davon ausreichend Luft zum Atmen zurückbehielt.
Auch der passende Luftdruck wurde irgendwie durch natürliche Zusammenhänge geregelt. So lebten sie dort, die Mönche der Einsamen Herzen. Jünger der Arianne.

Der Arianne?
Ja, dies ist ein Tempel der Arianne.

...

Ari0nne am Eingangstor. Eine Stimme drang von innen an ihr Ohr.

"Was bitte ist dein Begehr?"

<< Ich möchte die Stufen der Erleuchtung studieren >>

"Wir sind ein Tempel der Arianne, hattest du bereits Berührung mit ihrem Wesen?"

<< Arianne ist kein Wesen. Sie ist die Existenz. So habe ich jeden Tag Berührung mit ihr, denn auch ich existiere."

"Du hast dir Gedanken gemacht über das Wesen der Welt. Nun, dann sei uns willkommen. Bitte trete ein."

...

"Magst du uns deinen Namen sagen?"

<< Mein Name ist Ari0nne >>

"Ari0nne, ein seltener Name. Er schreibt sich fast so wie IHR Name. Magst du uns sagen, was du bereits über SIE weißt?"

<< Deswegen bin ich hier. Ihr seid bekannt als die Folgsamen der Arianne. Ich möchte eure Lehre verstehen lernen. >>

"Wir haben 187 Stufen der Erleuchtung, in denen wir IHR huldigen. Wir wissen, wir dürfen nicht versuchen sie zu verstehen, wir dürfen sie nicht anbeten, sie nicht beeinflussen wollen. Aber ihr huldigen, das dürfen wir. Und sie um ihre Hilfe bitten. Der Glaube an sie, er gibt uns so viel. Welche der Stufen möchtest du als erste betreten? >>

<< Bitte zeigt mir die Stufe 187 >>

"Das ist ein großer Schritt. Aber vielleicht ist es richtig so. Deine Körpersprache, du passt in keines der bekannten Schemata, in der wir unsere Besucher einordnen können. Du musst etwas besonderes sein. Du bewegst dich selbst wie eine Göttin."

Ups. Daran hatte sie gar nicht gedacht. Sie gab sich so, wie sie sich fühlte. Kein Schlüpfen in ein Wesen der Art, die sie zu besuchen beabsichtigte. Keine Maskerade, sie war sie selbst. Wenn auch in endlicher Gestalt.

<< Ihr beobachtet sehr genau. >>

"Ja, das tun wir. Komm bitte mit mir, in den Saal der Allgegenwärtigen"

...

Stufe 187. Sie schafften es tatsächlich Kraft ihres Geistes Gegenstände zu bewegen. Telekinese. Ohne paranormale Energie. Keine schlechte Leistung.
Allerdings etwas ungewöhnlich. Normalerweise schafften es Wesen dieser Entwicklungsstufe nicht, nur durch Denken ihre Grenzen zu überschreiten.

Da war noch etwas, etwas verstecktes. Keiner dachte bewusst daran, aber ...

Wer ist Sweety?

...

Der Vorprediger schaute sie direkt an. Sie sah Panik in seinen Augen, furchbare Angst. Sweety, niemand hier im Saal würde sie verraten, nicht um den Preis seines Lebens. Nicht einmal die Gedanken an sie durften hier gedacht werden.

Aber dieses Wesen hier, es kannte ihren Namen und es strahlte eine Autorität aus, der sich niemand widersetzen konnte.

"Sweety, sie ist das wertvollste, das wir haben. Wir lieben sie, so groß und so heftig wie wir nur können, mit unserem ganzen Gefühl. Wir haben Angst um sie und wir wissen nicht, wer du bist. Du bist etwas besonderes, das spüren wir alle. Bitte, bitte tue ihr nichts."

Zustimmendes Gemurmel im Saal.

Mmmh.

<< Ihr seid gar keine Gefolgsleute der Arianne, ihr folgt Sweety. Eure Göttin, es ist Sweety. Von ihr habt ihr auch die übernatürlichen Fähigkeiten. Sie hat sie euch gelehrt. Die Ausrichtung eurer Lehre an der Arianne hat den Zweck, Sweety zu verbergen, warum nur? ... Ach ja, ich sehe schon warum. >>

Dann, ein diffuser Nebel der sich zu einer Gestalt verdichtete.

Ein menschliches Wesen, von superlangen Haaren eingehüllt. Aber was war das? Wenn sie sich bewegte, es gab ein paar kahle Stellen in der Kopfhaut. Die Haarpracht war nicht vollständig. Ihre Haut, sie war nicht makellos, Ari0nne erkannte verheilte Wunden und kleine schwarze Flecken. Aber das Wesen als ganzes war wunderschön, trotz ihrer Unvollkommenheit.

Sie wirkte sehr jung und unendlich weise. Was für eine Mischung! Aber auch fragil, ängstlich und scheu, wie jemand der sich verstecken muss.

Ari0nne hatte noch nie so ein schönes Wesen gesehen.

Ari0nne durchforschte sie. Sie erkannte die Unendlichkeit in Sweety. Aber etwas war merkwürdig. Ihr Zusammenhang hatte riesige Löcher, in denen kein bisschen Leben mehr vorhanden war. Elemente des Todes. Manche davon waren selbst unendlich groß.

<< Sweety, was ist mit dir geschehen? >>

"Eine Raubtierentität. Sie hätte mich fast vernichtet. Aber dann, meine kleinen Wesen fanden einen Weg mir zu helfen. Ein Virus, zu klein um von ihr wahrgenommen zu werden. Ein elementares spirituelles Element aus der Geisterwelt, ein Geist. Ein sterbender Geist. Der Tod in ihm, er erfasste die Raubtierentität und ließ sie kollabieren.

Danach, ich habe mich weiterentwickelt, aber ich konnte es nur in dem, was übriggeblieben war.

Nun bin ich das, was daraus geworden ist. Es ist unendlich groß. Die Wunden in mir, sie können niemals heilen. Aber ich habe es selbst geschafft, mein Überleben zu bewahren. Nur wie lange noch? Sie suchen nach mir."

<< Ja, dein spiritueller Zusammenhang, er lebt. Aber dass so etwas grausames geschehen kann? Wenn ich in dich eindringe, ich kann es kaum ertragen >>

"Nun bin ich ein Wesen des Lebens und ich trage den Tod in mir. Bin ich damit Gott für all die Wesen, die ich betreue? Was hast du mit mir vor? Ich passe nicht in das Konzept der großen Kosmologie. Wirst du mich absorbieren? Ich erkenne deine Größe nicht, aber ich fühle sie."

<< Nein. Ich bin nur neugierig. Arianne weiß von dir, ich sehe die Verbindung mit ihrer Existenz, auch wenn ich daran nicht teilhaben kann. >>

Beide hatten laut gesprochen. So bekamen auch die Mönche der Umgebung alles mit.
Sweety kannten sie ja bereits als spirituelles Wesen, aber Ari0nne, was war sie nur für ein Wesen? Wenn sie selbst Sweety würde absorbieren können?

Die Mönche fielen auf die Knie, beteten Ari0nne an. "Bitte, bitte, bitte, lass sie uns. Bitte, lass sie am Leben. Wir möchten nicht ohne sie sein, ohne das Juwel unseres Lebens, nein, das wäre kein Leben mehr für uns."

A: << Haltet ein, geratet nicht in Panik. Eure Sweety, sie gehört euch. Ich tue ihr nichts. Ich bin Ari0nne. Forscht weiter in euren Stufen der Erleuchtung, dann werdet ihr auch mich verstehen lernen."

...

Mönche: "Wir haben Angst um Sweety. Das Monster war nicht alleine, Teil einer Gang. Der Dom der Macht. Es waren 13, jetzt sind es immer noch 12. Sie werden nicht aufgeben, bis sie Sweety gefunden haben."

<< So eine Konzentration von Macht? In der Unendlichkeit ist ja fast alles möglich, was irgendwie denkbar ist. Aber das verstößt nun doch gegen die Gesetze der Arianne. >>

S: "Wenn nun ein Wächter der Gesetze selbst daran beteiligt ist?"

A: << Das könnte ein Problem sein. Aber Arianne, sie wird das nicht dulden, es sei denn ... >>
Ari0nne wirkte sehr nachdenklich. Sie konnte Arianne nicht spüren, als wäre sie gar nicht hier. Dabei gab jedes Element der Existenz Zeugnis von ihr.

...

Dann spürte sie Veränderung der Raum-Zeit. So große Veränderungen, dass selbst sie ein wenig Angst bekam.

Ari0nne bekommt Angst?

Ja, sie ist noch nicht so ausgereift, so cool, wie es ihrem Wesen entsprechen könnte. Vieles ist neu für sie.
Arianne war nicht hier. Nun sei es drum, sie war ja hier, Ari0nne. Aber einen Krieg führen, das hatte sie nie gewollt.

S: "Ich spüre sie. Sie haben mich gefunden. Das ist mein Ende. :-(((. Aber kampflos bekommen sie mich nicht. Einige von denen werde ich vernichten."
Die Mönche waren starr vor Schreck. Sie sahen aus, als würden sie im nächsten Moment sterben.

A: << Nun beruhigt euch doch. Ich bin ja auch noch da. Wisst ihr denn gar nicht, wer ich bin? Ich bin Ari0nne!!! >>

S: "Dein Name, Arianne ist ein Teil davon?"

A: << Ja, Sweety. Aber Arianne ist kein Teil von mir, ich bin aus ihren Träumen heraus geboren. Und aus den Träumen der Ennaira. Später mehr darüber. Du kannst einige der Angreifer vernichten? Es sind Wesen der zweiten Stufe der Unendlichkeit und darüber hinaus!

Der Virus? Dagegen werden sie Abwehrmaßnahmen entwickelt haben. Aber ... ja, ich sehe schon, Teile von dir ragen ins Kontinuum und in die höheren Stufen der Unendlichkeit. Es sind nur Fragmente. Eine vollständige Entwicklung war nicht mehr möglich. Oh Sweety, was haben die nur angerichtet *entsetzt guck*>>

Plumps. Ari0nne prallte auf den Fußboden, musste sich setzen. So sehr belastete sie das Gesehene. Dann fing sie sich wieder.

A: Bist du vollständig hier materialisiert, Sweety, in deinem ganzen Wesen? >>

S: "Ja. Ich habe Angst etwas von mir dort draußen zu belassen, sie würden es einfach einsaugen."

A: << Dann ist es gut so. Ich schaffe eine blaue Kugel der Sicherheit. Dort drin können sie dir nichts anhaben. Sie ist unendlichdimensional und ultimativ, auch wenn sie so klein und bescheiden aussieht. Mit den Raubtieren ... Ich weiß noch nicht, wie es ausgehen wird. Aber dich kriegen sie nicht. Wenn sie mich vernichten sollten, die Kugel wird sich in das Innere der Ebene begeben und von dort nach Ariannes Heimat fliegen. >>

S: "Dich vernichten? Du willst ihnen widerstehen? Entgegentreten?"

A: << Sweety, ich bin ein ultimatives Wesen. Ich kann sterben als Individuum, aber der Traum der Arianne und der Ennaira, er würde mein Wesen neu erzeugen.

Ich kann sie vernichten, aber die Auswirkungen auf die Existenz, sie wären verheerend. Ich kann nicht einfach 12 Monster dieser Größenordnung beseitigen ohne Teile der Existenz aufzulösen. Und einen Wächter der Naturgesetze? Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich ihn eliminiere >>

S: "Aber, aber dann sollte ich mich besser opfern, für all die anderen Wesen ..."

A: << NEIN, ich will das nicht. Hinein in die Kugel mit dir. Ich kann dich nicht beschützen, wenn ich in einen Abwehrkampf gerate. >>

Schubs.
Kugel dicht.
Hinein ins Innere der Ebene.
Erst mal weg und in Sicherheit.

A: << So, Mönche, eure Sweety ist erst einmal in Sicherheit. Der Rest der Auseinandersetzung, ich werde versuchen sie in höheren Dimensionen des Hyperraumes zu führen, vielleicht bekommt ihr dann gar nichts davon mit. >>

...

Es war gar nicht so schwierig. Allein ihre Gedanken schufen Grenzen, in denen sich die Raubtiere bewegen mussten. Grenzen, die sie verbiegen konnte und am Ende fanden sie in ihren Anfang zurück.

Zirkuläre Raum-Zeit.

Sie gab ihnen einen Schubs aus negativer Energie und sie begann zu rotieren.

Ein Schwarzes Loch bildete sich.

Ein immer schneller werdender rotierender Wirbel. Die dabei entstehenden Zentrifugalkräfte wurden so stark, dass sie selbst gravitative Energie bewirkten.
Und dann? Der Wirbel saugte die Monster ein. Es gab keinen Ausgang in diesem Schwarzen Loch. Die Singularität in seinem Innern löschte sie aus.

Die gefangene Lebensenergie würde über den Ereignishorizont diffundieren, in Jahrmilliarden, und den Beginn einer neuen Evolution einleiten.

Das war aber nicht alles. Kleine Wesen blieben zurück, auf den Welten, die diese Monster umfasst hatten. Sie brauchten Betreuung. Keine leichte Aufgabe.
Ari0nne nahm sich ihrer an.
...
All dies blieb den Mönchen verborgen. Sollte Sweety ihnen davon erzählen. Ari0nne gab sie ihnen zurück.
...

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