Arianne 189 - Teilbarkeit

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Teilbarkeit

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Die Eins spürte einen Stich in ihrer Seele, einen sehr schmerzhaften Stich. Irgendetwas ganz Schlimmes musste passiert sein.

Ari0nne sondierte. Sie spürte die Dreieinigkeit in sich drin. Aber die Harmonie der Eins, das alles umfassende Sein, es war empfindlich gestört. Arianne rebellierte.
...

Bilder entstanden im Bewusstsein der Ari0nne. Sie sah ein unendliches Wesen und darin eine tiefe Wunde. Etwas sehr fragiles zerbrach. Das Wesen kämpfte um seine Existenz und stabilisierte sich wieder. Aber die Gesetze der Arianne, sie galten plötzlich nicht mehr.
...

<< Arianne, willst du das nicht hinnehmen, dass ein unendliches Wesen der Existenz deine Gesetze verletzt? >>

Arianne, sie litt unter einem Verlust. Sweety wollte die Ebene der Existenz verlassen. Überall waren plötzlich Tränen, sie füllten den Raum aus. Unendlich viele Tränen.

Ari0nne spürte den Schmerz.
...

Ennaira regte sich, bildete ihre eigene Existenz zurück. Sie nahm Arianne ganz sanft in die Arme, streichelte sie. War dies das Ende der Eins?
...

Eine anderes Bild. Ein kleines endliches Wesen. Es hatte die Grenze überschritten, die einst die Ebene trennte. Ennaira war mit einem mal voller Emotionen. << Sieh nur Arianne, siehst du sie, das ist Lala, meine Lala, weißt du, ich liebe sie so, so wie du deine Janines und Sweety und all die anderen liebst, und schau dort, das ist Alal >>

<<Lala? Sie ist so süß, so voller Optimismus und Neugier auf das Leben und Alal, ihr Spiegelbild, sie gehört zu meiner Existenz, sie ist eine Göttin, eine ganz liebe ... >>

<< Die beiden haben sich gefunden und sie lieben sich >>
...

<< Wo ist Sweety, sie hat die Ebene verlassen?>>

Nun waren sie wieder EINS, die drei. Sie horchten hinaus, in den Pararaum der Gedanken und Träume. Sweety, wo war sie nur?

<< Dort ist sie, sie bewegte sich entlang eines Toten Endes, das einst der Tod benutzt hat, für den Transfer in die Tote Ebene. Sie hat die Ebene bereits verlassen und schwebt nun im Niemansraum >>

<< Ja, ich sehe sie. Aber der Weg, er ist so weit, so unendlich weit ... >>

<< Helfen wir ihr? Dürfen wir hier überhaupt irgendetwas bewirken? >>

<< Wir sind die EINS. Unsere Gedanken bilden Welten und sogar Existenzen. Hier im Pararaum der Gedanken. Geben wir ihr einen kleinen Schubs, damit sie die tote Ebene ereicht, bevor sich unser Verbund wieder auflöst >>

Und so geschah es dann auch. Gedanken der EINS. Sie hatten unmittelbare Konsequenzen.

<<Auflöst? Wollt ihr die EINS aufgeben? >>

<< Siehst du den großen Schatten dort, um uns herum? Kaum wahrnehmbar, nicht für uns als Einzelwesen, aber wahrnehmbar in der EINS >>

<< Ja, er ist allesumfassend, scheinbar. Es ist der Schatten des Todes. Er wird unsere Seelen aufnehmen, wenn wir in der EINS aufgehen und unser Selbst dann verlieren >>

<< Dann müssen wir sterben. Ich spüre etwas. Das Wesen dahinter, der Schatten ist Teil eines Ganzen, es ist Weepy >>
...

Weepy. Hier zwischen den Welten? Nein, sie wollten nicht sterben. Die EINS, ein Traum der Arianne und der Ennaira, der Traum von der Einheit. Aber sie liebten ihr Leben und Ari0nne, ihr gemeinsamer Traum? Würde sie nicht auch ihr Selbst verlieren?

<<<< Ja, auch Ari0nne, so wie sie ist, sie würde sterben. Die EINS ist eine Geburt ohne Wiederkehr des Alten, etwas Neues, das das Alte ersetzt. Wenn ihr müde werden solltet, durch
all die Ewigkeiten hindurch ... aber ... ich spüre eure Träume. Darin ist so viel, das sich verwirklicht sehen möchte. Nein, ihr wollt es nicht umsonst geträumt haben. Es wäre schade, wenn sich dies alles auflöst, bevor es überhaupt eine Chance bekommen hat >>>>

Weepy. Weepy hatte sich mitgeteilt. Die Drei in Eins, sie fühlten sich sanft berührt, gestreichelt von einem Wesen, das den Tod brachte.

Was würde nun geschehen?

...

<< Wir werden uns wieder trennen und bleiben doch zusammen. Empathische Telepathie. Wir sind eins miteinander und doch einzelne Wesen. So verwirklicht sich in der Einheit das Wesen der Teilbarkeit und es setzt sich fort, ins Unendliche hinein. >>

<< Ja, bis hinein ins Kontinuum. Dann verlieren die Teile ihre Individualität, werden wieder zur EINS. >>

<< Aber diese EINS hat Gestaltungspotential. Sie bildet die Welten der Existenz >>

<< Wenn es sie nicht schon geben würde *grins* >>

<< Und die Nichtexistenz? >>

<< Die andere Seite. Es gibt viele Seiten der Existenz und dahinter die Transzendenz, die Nichtexistenz, die singulären Welten ... >>

<< ... und die höheren Unendlichkeiten. Unbegreifbar für die in Teilbarkeiten Denkende, sie beinhalten das Wesen des Spirituellen >>

Etwas ereignete sich in der Unendlichkeit.

<< Seht nur. Eine Fluktuation der Monotonie! Dort bildet sich etwas, etwas, das denkt, das ein Bewusstsein entwickelt, ein göttliches Wesen, es ist fantastisch >>

<< Die Existenz der Sensity. Sie bewirkt das Entstehen von spirituellem Leben scheinbar aus dem Nichts heraus. Alles andere entsteht dann aus Gedanken, Ideen und Träumen>>
...

<< Seht, dort bildet sich eine Evolution >>

Das spirituelle Wesen, gerade entstanden aus dem Nichts, es dachte in Grenzen und schuf damit eine neue Existenz.

Eine physikalische Wirklichkeit entstand, hervorgerufen durch Gedanken. Und dann ...

Es bildete sich ein Einzeller, Grundbaustein des Lebens. Der Hauch des Spirituellen, er brach durch an die Oberfläche der physikalischen Existenz. Der Beginn einer Evolution. Dann teilte er sich. Die Teile bildeten immer größere, komplexere Strukturen, die sich über den entstehenden Kosmos verteilten. Manchmal stand am Ende wieder ein einziges Wesen, das alles umfasste, was während seiner Evolution geschehen war.

Aber das war nicht die einzige Lösung.

Die Fluktuationen der Monotonie gingen darüber hinaus. Die Grenzen, sie schufen Raum und Zeit, Materie, Energie. Dann teilten sie sich wieder und verschwanden aus dem Blickwinkel eines Beobachters, der an die vorhandenen Grenzen gebunden war.

Die Grenzen des Endlichen, sie verloren sich in der neu entstandenen Unendlichkeit.

Was bleibt am Ende übrig? Das Spirituelle? Vielleicht, aber es ist nicht fassbar für endliche Wesen.
Nur die Geschichten darüber, sie vermitteln so etwas wie eine Sehnsucht danach.

Versuchen wir das Endliche zu begreifen, es ist uns zugänglich. Und das für uns wesentliche Spirituelle darin, wir schaffen es selbst, durch unsere Gedanken.
Das Leben, es wurde uns geschenkt, ob wir es uns verdient haben, vielleicht werden wir einmal danach gefragt. "Life for rent".
...

Ari0nne, Ennaira und Arianne zurück in Ariannes Heimat. Gemeinsam in einer Kaffeerunde. Das Kaffetrinken, es hat einen göttlichen Touch :-).
...

Arianne: "Nun sind wir wieder drei. Drei Teile in einem. Und jeder von uns baut seine eigenen Welten auf. Es ist schön mit euch zusammen zu sein."

Ennaira: "Ja, das ist es *freu*. Danke, Arianne, dass du mir diesen Transfer ermöglicht hast."

Arianne: "Der negative Teil der Ebene und der positive Teil, sie koexistieren jetzt miteinander. Sie durchdringen sich, aber sie wechselwirken nicht. Die erste Grenze der Arianne, sie verliert sich in den Unendlichkeiten. Was wird aus meinen Stringas?"

Ari0nne: << Sie werden weiterexistieren, als einzelne Wesen. Aber sie sind nun ungebunden. Das ist auch gefährlich für sie. Wir müssen sie beschützen. >>

Ennaira: "Das werde ich tun."
...

StringaL. Die letzte Ewigkeit der Arianne. Sie sah die Veränderung, obwohl die EINS doch nur einen unendlichen kleinen Bereich von Ariannes Eigenzeit Bestand gehabt hatte.
Dennoch, es gab sie weiterhin. Sie manifestierte sich im Kontinuum und in den höheren Unendlichkeiten.

Die Grenze zwischen den polaren Welten, sie blieb verschwunden.

Und all dieses, ohne dass die Ebene in einer einzigen Null verschwand.
Schon sehr sehr erstaunlich.

Was würde nun mit ihr geschehen?

Die erste Ewigkeit der Arianne, es gab sie nicht mehr. Die letzte Ewigkeit schloß diesen Kreis. Nun verlor sie ihre Bestimmung. Sie machte sich bereit, zu sterben.
...

Etwas berührte sie sanft. Die Berührung des Todes? Nein, es war etwas anderes. Es gab ihr Kraft.

Wer bist du?

<< Sensity.>>

Sensity??? Sensity, du kommst zu mir???

<< Ja, ich komme zu dir. Ich will nicht, dass du stirbst und andere wollen es auch nicht. Ich bin hier, damit dich Wesen des Todes nicht aus Versehen streifen, vielleicht aus Unwissenheit. Daher greife ich selbst in das Geschehen der Welt ein. >>

Sensity, du bist das Leben. Wenn du zu mir kommst. Es gibt mir so viel Glück. Deine Aura, sie ist einzigartig.

Sensity materialisierte.

<< Komm, lass dich sehen >>

Nun standen sie sich gegenüber, zwei Wesen der Ewigkeit. Beide voller Emotionen, mit Liebe für das Sanfte, Weiche, für Zärtlichkeit und für das Leben. Jedes in seiner eigenen natürlichen Schönheit. Umrahmt von körperlangen Haaren, die die Nacktheit verdeckte. Die Schönheit des Unendlichen, sie zeigte sich hier, in diesem Moment. Irgendwie fragil und doch unendlich stark.

Sie schauten sich an und dann ...

Die Flügel der Liebe, sie verhüllten das weitere Geschehen.
...

Die Drei


Arianne, Ennaira und Ari0nne, als Inkarnationen im Bild von Etienne
Link: Ari0nne als EINS

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