Arianne 19 - Vampire

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Arianne verhindert ein Massaker von Vampiren an Menschen.


Vampire

Ein kleineres, intimes Konzert. Die Gäste saßen an ihren Tischen und tranken Cafe oder andere Getränke. Meistens junge Menschen, so um die 20 herum. Etwa 300 Gäste. Einige etwas merkwürdig anzusehende Gestalten trafen ein. Sie sahen ein wenig älter aus als die Mehrzahl der Gäste im Publikum, vielleicht so zwischen 30 und 40. Etwas altmodisch anmutende Kleidung, große, kräftige Statur. Alle waren sich ein wenig ähnlich, mit ihren ausdrucklosen Gesichtszügen. Es waren so etwa 30, die den Bereich um den Eingang herum bevölkerten. Sie setzten sich nicht. Versperrten den Ausgang. Einer von ihnen begann zu lächeln, die Reißzähne wurden sichtbar, Vampire.

Na ja, heute war Halloween.

Noch ein Gast, eine Frau von unbeschreiblicher Schönheit, mit körperlangen offenen Haaren. Sie setzte sich auf einen freien Stuhl, an einen Tisch in der Nähe des Ausgangs.

Einer der Vampire griff sich eine junge Frau, bewegte sich mit ihr Richtung Bühne. Sie schrie, wollte sich befreien. Er war zu kräftig. Drei Männer stellten sich ihm entgegen. Er fegte sich mit einer Hand von den Beinen.

Sie krachten auf die umliegenden Tische. Panik kam bei den Gästen auf. Sie wurde von den anderen Vampiren im Keim erstickt, in dem sie aufspringende Gäste einfach wieder auf ihre Stühle beförderten.

Die Frau auf der Bühne. Sie hatte ihren Widerstand aufgegeben, schluchzte nur noch. Ihr Fleisch, Objekt der Begierde für die Blutsauger. Sie wollten hier ihre Show abziehen, in der die Gäste nach und nach einbezogen werden sollten.  Ein interaktives Schauspiel sozusagen. Die Vampire mussten grinsen, bei diesem Gedanken. Sie hatten alle untereinander telepathischen Kontakt und konnten die Gedanken der Menschen lesen, die von Panik erfüllt waren. Das stimulierte sie nur noch mehr. Wesen, die vom Blut der Menschen lebten und sich an ihren Ängsten berauschen konnten.

Nur die Gedanken der langhaarigen schönen Frau, die zuletzt den Raum betreten hatten, sie blieben den Vampiren verborgen.

Einer der Vampire näherte sich ihr.

Vampir: "Kommst du freiwillig mit nach vorne?"

Arianne: "Warum sollte ich?"

Vampir: "Nun, weil ich dich sonst dazu zwingen würde"

Arianne: "Das würde ich mir sehr genau überlegen. Schau mir in die Augen."

Der Vampir schaute ihr in die Augen. Nein, erschrocken wich er zurück. Er hatte direkt in die Sonne geschaut.

Vampir: "Wer bist du?"

Arianne: "Frage nicht danach, wer ich bin. Frage lieber, ob ihr hier noch länger geduldet werdet."

Der Vampir auf der Bühne bekam das alles mit. Er lies ab, von der entführten Frau, sie rannte von der Bühne.

So etwas hatten sie noch nicht erlebt, die Vampire. Hier war eine Bedrohung ihrer aller Existenz erschienen. Was sollten sie tun? Dabei hatten sie sich das alles so einfach vorgestellt. Diese naiven, schwachen Menschen.

Halloween, da fielen sie gar nicht auf. Es sollte ein Freudenfest für sie werden. Der Blutrausch hätte alle verhandenen menschlichen Gäste vertilgen sollen. Unter den Gästen waren noch weitere 50 Vampire versteckt. Anschließend hätte man das ganze in Brand gesteckt, um die Spuren zu verwischen.

Die Vampire gingen in Angriffsposition, wollten sich alle gleichzeitg auf die Frau stürzen, von der diese Bedrohung ausging.

Arianne: "Ihr wollt mich angreifen *lach* Eure Zeit ist abgelaufen. Die Welt braucht euch nicht mehr."

Die Vampire zögerten. Telepathisch konnten sie nichts erkennen, das alleine war schon sehr ungewöhnlich. Hier hatten sie es nicht mit einem menschlichen Wesen zu tun.

Vampire: "Sag uns, wer du bist."

"Arianne. Das muss genügen. Ihr passt nicht in meine Vorstellung von dieser Welt, in der Entwicklung aus den Naturgesetzen heraus geschehen soll. Kein Platz für außenstehende Monstren. Es ist ein Fehler in der Entwicklungsgeschichte, der zu eurer Existenz geführt hat. Fehler lassen sich korrigieren, manchmal leider nur, in dem der Konstrukteur selber eingreift"

Vampire: "Du bist der Konstrukteur der Welt?"

Arianne: "Der Konstrukteur, er ist ein Teil von mir. Nicht, dass er davon wüsste, aber ich weiß es"

Vampire: "Wer hat uns dann geschaffen?"

Arianne: "Ihr seid mehr ein Unglücksfall widriger Umstände. Sie haben Singualaritäten der Raum-Zeit hervorgerufen. Diese Singularitäten interferierten mit Fantasiewelten, die aus den Träumen der existierenden Wesen hervorgegangen sind. Das Resultat, ihr wurdet ein Teil einer Real-Welt. So etwas kommt im Bereich der Unendlichkeiten schon mal vor. Ich kann es tolerieren oder korrigieren. Dieses mal habe ich mich für die Korrektur entschieden"

Vampire: "Du sprichst uns das Existenzrecht ab. Wer kann so etwas tun?"

Arianne: "Diejenige hinter der Existenz. Ihr seid im Grunde Zombies, Wesen ohne eine lebende Seele. Es ist der Verlust in euch, der die treibende Kraft darstellt. Es sind die Negativ-Welten, die euren Un-Wesen entsprechen".

"Dorthin werde ich euch befördern. Apokalytus wird euch geleiten"

Ein schwarzer Kreis bildete sich, dort, wo der Ausgang sein sollte. Ein hühnenhafte Gestalt trat hindurch. Mit tiefer Stimme wandte er sich an die anwesenden Vampire.

Apokalyptus: "Ich fordere euch auf, mir zu folgen. Andernfalls wird euch Arianne direkt in die Sonne teleportieren"

Die Vampire waren nun mehr als nur eingeschüchtert. Willenlos folgten sie Apokalyptus durch das Tor in die Negativ-Welten.

Arianne wandte sich an die übriggebliebenen Gäste: "Alle Vampire sollen Apokalptus folgen. Auch die verleideten unter euch"

Niemand rühre sich.

Arianne: "Seht  diesen Spiegel hier. Wer sich im Spiegel nicht erkennen kann, ist ein Vampir. Ich fordere ihn auf, Apokalyptus zu folgen."

Arianne ging durch die Reihen der Gäste. Eine hübsche junge Frau hatte kein Spiegelbild.

"Bitte, lass mich doch leben. Ich töte keine Menschen, ich lebe von Tieren, Ratten, Hühnern, manchmal auch nur Insekten. Ich mag das Leben so gerne, das ich habe."

Arianne konnte einfach nicht herzlos sein, wenn jemand so sehr um sein Leben bat. Dabei lebten Vampire doch gar nicht.  Mmmh ja, es gab verschiedene Klassen von Vampiren. Diese hier beinhaltet eine lebende Seele, in einem toten Körper, zusammengehalten durch eine dunkle Macht des Blutes.

Diese dunkle Macht. Darum wollte sie sich später kümmern.

Arianne: "Ich kann dich nicht als Vampir unter Menschen belassen. Bist du bereit sterblich zu werden, die Unsterblichkeit aufzugeben, die dir eine dunkle Macht vermittelt?"

"Ja, wenn ich dafür leben darf"

Arianne: "Ich werde deinen Körper wiederbeleben, als Teil deiner lebenden Seele. Aber ich werde ihm keine Unsterblichkeit und ewige Jugend verleihen (Arianne musste an Athene und Aphrodite denken). Dann bist du ein menschliches Wesen und genau so sterblich wie sie."

"Ja, bitte, ich möchte zurück ins Leben"

So geschah es. Noch 19 der anderen Vampire wurden von Arianne ins Leben zurückgeschickt. Dann die restlichen 30. Seufz. Auch sie hingen an ihrem Leben, das eigentlich gar kein Leben war. Sie baten um ihre Existenz, was sollte Arianne tun? Ein Widerspruch der darum bat, bestehen bleiben zu dürfen? Sollte sie Wesen der Nicht-Existenz zu Menschen machen?

Arianne: "Manchmal ist es schwierig, ein allmächtiges Wesen zu sein. Wie soll ich euch unter Menschen belassen, wenn ihr euch von deren Blut ernähren wollt?"

Sie versprachen es nicht mehr zu tun und auf die Unsterblichkeit und ewige Jugend wollten sie auch verzichten, und auch auf alle anderen Besonderheiten. Sie baten darum, sie nicht in die Tiefen der Negativ-Welten zu verstoßen.

Arianne: "Wie auch immer, ihr seid dann Zombies unter den Menschen, ohne dass ihr die Macht dieser Un-Wesen besitzt. Die Sonne, ich werde ihr sagen, sie soll euch verschonen, wenn sie euch sieht. Vielleicht werden euch die Menschen eines Tages vernichten, denn ihr seid nicht so wie sie. Die dunklen Mächte werden euch dann nicht helfen können, ich lasse nicht mehr zu, dass sie Einfluss auf diese Welt nehmen"

Die anwesenden Menschen hatten einen emotionalen Bezug zu den übriggebliebenen Vampiren. Sie baten darum, sie doch hier zu belassen. Der Unterschied zum "wahren Leben" würde doch gar nicht mehr so deutlich werden.

So geschah es dann.

Arianne: "Geht euren Weg und wisset, ihr seid nicht allein in der Unendlichkeit."

Dann verschwand sie.

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