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Belladia 02

Belladia und Jonas auf großer Fahrt. 3 Tage waren sie nun bereits unterwegs. Die Lebensmittel der Räuber würden für 2 Wochen reichen.

Jonas hatte ein Wassertier gefangen. Mit seinen großen Augen schaute ihn das Tier an. Ein wenig vorwurfsvoll, so erschien es ihm. Er konnte es nicht töten und legte es sanft ins Wasser zurück.
Anstatt es zu töten und zu essen gaben sie dem Tier ein wenig von ihrer Nahrung ab.

Belladia küsste ihn dafür.

So konnten sie nicht überleben. Was würde geschehen, wenn die 2 Wochen vorbei waren und sie kein Land gefunden hatten?

Beide verbrachten die Zeit nackt und in enger Umarmung auf dem Bootsdeck. Die Liebe zwischen ihnen, sie war so schön und niemand störte sie dabei.
Zwischendurch vergnügten sie sich durch Schwimmen im Wasser.

Ein größeres Exemplar Wassertier mit einem großen Maul näherte sich dem Boot. Es hätte die beiden problemlos verschlingen können.
Sie waren gerade im Wasser.

Belladia schwamm auf das Tier zu und sprach es an: "Bitte, lass dich doch einfach nur streicheln."
Sanft berührte Belladia sein Maul und es wirkte. Wie ein braves Schoßhündchen begleitete es sie die nächsten Tage.

Eines Tages waren beide im Wasser und konnten nicht mehr ins Boot zurück. Sie hatten vergessen die kleine Treppe herunterzulassen. Panik schlich sich in das Bewusstsein des Liebespaares.

Mit einem mal war das große Wassertier wieder da und schupste sie ins Boot zurück.
Ob das mit den Göttern vielleicht doch stimmte?

Belladia betete fast den ganzen Tag zu Jasmina. Jonas saß ganz schuldbewusst in einer Ecke.
Er war doch für Belladia verantwortlich.

Am Abend waren sie wieder vereint. Sie gaben sich gegenseitig so viel Geborgenheit und Liebe.
Das alles hätte enden können, durch eigene Schuld. So ganz ohne den Schutz der Götter ging es wohl nicht, das Leben ist so voller Gefahren.

Das große Wassertier, es sah so ähnlich aus wie das kleine, das Jonas dem Wasser wieder zurückgegeben hatte.

So waren es vielleicht doch gar nicht die Götter gewesen ...

Dann kam es doch noch zu einer Begegnung der dritten Art.

...

Ein lokal begrenzter Nebelstreifen, direkt vor ihnen. Sie hätten daran vorbei fahren können, aber die Neugier ...

Jonas: "Dieser Nebel, lass uns daran vorbei fahren."

Belladia: "Ich spüre etwas, es kommt aus dem Nebel und es ist sehr angenehm."

Jonas: "Ich spüre nichts. Vielleicht sind es Sirenen, die uns verschlingen wollen."

Belladia: "Nein, das glaube ich nicht. Mein Gefühl sagt mir, wir sollten dort hineinfahren."

Jonas: "Ich habe Angst um dich."

Belladia: "Meinst du, ich hätte keine Angst um dich? Gefahren lauern überall. Sieh dort hinten die Schlechtwetterfront. Es droht ein schwerer Sturm aufzukommen. Dieser Nebel, mein Gefühl sagt mir, er wird uns Schutz geben."

Jonas: "Ein Nebel ist doch nur ein Nebel."

Belladia: "Aber manchmal verbirgt er auch etwas. Vielleicht eine Insel?"

Sie hatten nun die Wahl zwischen Sturm und Nebel. Keine leichte Entscheidung und auch keine wirklich gute.
Inzwischen hatte sich das Boot dem Nebel so weit genähert, dass sie gar nicht mehr ausweichen konnten. So fuhren sie dann einfach hinein.

Die Sicht klärte sich. Der Nebel bildet eine Art Glocke von hundert Metern im Durchmesser und mittendrin, ein kleines Boot.

Belladia: "Sieh dort, die beiden in dem Boot. Sie sind wunderschön."

Jonas: "Sie haben lange Haare die das ganze Boot ausfüllen und die ins Wasser reichen. Wunderschöne lange Haare. Dort verschwinden sie dann. Das müssen viele Meter lange Haare sein. Ob es Wassernixen sind?"

Man konnte vor lauter Haaren die Beine und Füße nicht sehen. Möglich war das schon, in einer Märchenwelt. Aber wo waren sie hier?

Die beiden winkten ihnen zu. Ob das keine Einladung war?
Jonas steuerte das Boot direkt auf die beiden Wassernixen zu.

Jonas: "Hallo ihr beiden, wir sind Belladia und Jonas. Könnt ihr uns eure Namen sagen?"

Die beiden in dem fremden Boot lächelten sie an. Sie schienen ein Liebespaar zu sein, so wie sie zusammensaßen und sich gegenseitig streichelten. Ein wenig verstohlen zwar, aber Liebende sehen das sofort.

Nun konnte man auch ihre Beine und Füße sehen. Nein, das waren keine Wassernixen, sie sahen aus wie Menschen. Wunderschöne weibliche Wesen. Die Haare ersetzten die Kleidung. Zumindest da, wo es notwendig erscheinen sollte. Aber müssen Liebende denn ihre Nacktheit voreinander verstecken?

Eines der fremden Wesen antwortete ihnen.

"Ich bin Janina und hier neben mir seht ihr Jasmina."

Jonas: "Jasmina?" Irgendeine Glocke klingelte in ihm.

"Ja." Jasmina lächelte ihn an. "Du bist schon auf dem richtigen Weg."

Belladia schaute nur. Sie war unfähig auch nur ein Wort zu sagen. Jasmina, Jasmina, es ging ihr durch den Kopf. Dann dieser Nebel und die geheimnisvolle Attraktivität. Die nicht enden wollenden lange Haare. Sie spürte die Spiritualität der beiden.

Auch Jonas spürte es jetzt. Ein Hauch von Ewigkeit streifte seine Seele. Ein wunderbares Gefühl. Das Gefühl in ihm, es lies ihn auf die Knie fallen und beten.

Jasmina: "Ach, Jonas, das muss nicht sein. Wir sind als Freunde gekommen. Seht uns doch einfach so."

...

Alle vier nun zusammen in einem Boot. Janina und Jasmina waren einfach ins andere Boot teleportiert. Sie brauchten ihre Fähigkeiten nicht mehr zu verstecken, die beiden hatten schon begriffen.

Jasmina saß nun Jonas gegenüber, Janina hatte sich Belladia zugewandt.
Die beiden wollte eine körperliche Berührung. Sie streckten ihre Hände aus. Jonas und Belladia machten es ihnen nach. Sanft berührten sich die Handflächen, trennten sich wieder, berührten sich.

Das ganze einige dutzend mal.

Dann streichelten sie sich gegenseitig die Arme, den Oberkörper, die Beine, einfach alles, was sich streicheln lies.

Der Augenkontakt dabei! Augen, die nur für die Liebe geschaffen schienen.
Als wenn es so etwas wie Liebesstrahlung gäbe, die von den Augen ausgeht.

Jeder Augenkontakt vereinte Seele und Körper und schuf eine Woge des Glücks, die nur mit der Vorstellung eines Paradieses vergleichbar war.

Die Haare waren diesmal nicht im Zentrum des Geschehens. Sie hingen lang über die Rücken der Vier hinab bis ins Wasser.

Als Angelrute?

Nein, bedenke, wer hier beteiligt ist.

Jasmina und Jonas spürten die Körperlichkeit der beiden. Und sie liebten sich, spirituell, körperlich, alles in allem. Götter, die man anfassen und lieben konnte und die nichts anderes wollten als selbst nur Liebe geben und Glück zu schenken.

Wie es dann weiterging?

Das ist privat *grins*

...

Eine ganze Woche verbrachten sie zusammen. Nicht essen, nicht schlafen, aber bei vollem Bewusstsein die Liebe spüren und geben, sie einatmen und nicht mehr davon lassen wollen.
Die Pärchen wechselten schon einmal zwischendurch.

Jonas und Belladia. Es schadete ihrer Liebe nicht.

...

Jasmina: "Wir danken euch beiden, für die Erfahrung, die ihr uns geschenkt habt. Nun werden wir uns wieder trennen. Bitte seid nicht leichtsinnig, und setzt euer Leben nicht aufs Spiel.
Der Unfall mit der Treppe, bitte, bitte, lasst so etwas nicht noch einmal geschehen. Wir lieben euch doch so sehr. Ich denke, das haben wir euch auch gezeigt. Und eure Liebe, sie hat uns so gutgetan.

Wisset, eure Körper sind das Schönste, was der Kosmos in euch geschaffen hat. Nicht nur eine Ewigkeit war daran beteiligt.

Auch wir sind körperlich, die Liebe zwischen uns war keine spirituelle Zauberei.
Darum sind wir zu euch gekommen. Wir wollten euch zeigen, dass Spiritualität und Körperlichkeit zusammen gehören können, man muss sie nicht getrennt betrachten.

Trennt man beides, dann verzichtet man auf etwas sehr Schönes.

Wir wünschen euch viel Glück für euren weiteren Weg und manches davon werden wir mitgestalten.
Aber wir können nicht den ganzen Weg für euch planen und alle Gefahren beseitigen. Wer in allem auf fremde Hilfe vertrauen kann, wir wissen, dass dann jede eigene Form von Leben verloren gehen kann.

Wisset, eure Liebe ist so stark und so schön, dass ihr zu Liebenden der Ewigkeit werden könnt. Das kommt ganz auf euch an, es ist nicht entschieden und es ist euch nicht verwehrt.
Es liegt auch nicht in unserem Ermessen, das zu entscheiden. Wir werden aber unsere Option dafür abgeben."

*wink* ....

...

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