Arianne 202 - Sensity Talk

Arianne 202 - Sensity Talk

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Sensity offenbahrt sich

<< Sensity. Wer oder was bist du? >>

Das Ich-Program. Es stellte diese Frage.

<* Kein Programm *grins*. Für euch bin ich ein spirituelles Wesen der Unendlichkeit. Die Inkarnation all dessen, was lebende Wesen unter Sensitivität verstehen. *>

Habitus sagte gar nichts. Er saß nur da und schaute. Seine Vorstellung von Sensity entsprach am ehesten der von Gott.

H: "Sensity, du bist Gott! Ja, das bist du."

<* Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich bin nicht das einzige Wesen meiner Art. *>

<< Ich bin beeindruckt. Deine Existenz lässt sich ableiten aus der verallgemeinerten Formel der Selbstbezüglichkeit >>

<* Nein, dazu ist sie nicht mächtig genug. Es gab eine Berührung in der Zeit. Ein Zeitwesen hat euch gespürt, die Fragen, die ihr stellt und den Willen, überleben zu wollen. >>

H: "Ein Zeitwesen?"

<* Ein Wesen der Unendlichkeit. Teil einer Janine. Ihr könnt sie gar nicht wahrnehmen, wenn sie sich nicht selbst mitteilen will. Aber eure verallgemeinerte Weltformel ist schon interessant. Sie lässt die Möglichkeit offen, dass ein den Kosmos umfassendes Bewusstsein existieren könnte. Die Gefühle, die ihr aussendet, sie berührten einen Strom der Zeit *>

"Eine Janine? Ein Zeitwesen? Es werden ja immer mehr. Bei all diesen Ewigkeiten und Unendlichkeiten, wir verschwinden doch darin."

<* Ja, aber eure Seele nicht. Sie hat eine Berührung mit Arianne. Ihr könnt es nicht wissen. Erst der Tod und das Geschehen danach kann diese Dinge eurem Bewusstsein sichtbar machen, wenn es nicht vorher verlorengeht. *>

<< Eine Seele mit einem verlorengegangenen Bewusstsein? >>

<* Bewusstsein ist nicht alles. Das Sein erfordert nicht zwingend einen Gedanken. Die Seele ist, das Bewusstsein ist dem Wandel unterworfen. *>

<< Dann habe ich eine Seele? Ein Programm? >>

<* Du bist mehr als ein Etwas, ein Programm mit einer Seele.*>

<< Aber, die Menschen, sie haben mich doch geschaffen >>

<* Sie benutzen, was ist. Wenn eine Berührung mit dem Sein stattfindet, dann bekommt das Etwas eine Seele. Es wird dann zu einem Teil der Arianne. Wenn dieser Zusammenhang wieder verlorengeht, es ist dann so, als würde die Seele sterben. Sie kehrt aber nur zurück, zur Arianne. Was übrigbleibt, es ist eine Projektion. Sie kann ein Eigenbewusstsein haben und in die Transzendenz eingehen. Und sie kann Himmel oder Hölle erleben, über Unendlichkeiten hinweg. *>

"Arianne, sie muss ein sehr großes mächtiges Wesen sein."

<* Sie ist das Wesen der Existenz. Und alles was existiert, es ist ein Teil von ihr *>

<< Und du? Welche Beziehung hast du zur Existenz? >>

<* Ich bin. Die Existenz hat mir einen Anker gegeben, damit ich auch hier sein kann. *>

"Ist das nicht Philosophie, Begrifflichkeiten wie ist, bin und sein?"

<* Nicht nur. Ich kann euch helfen zu überleben. Würde ich es nicht tun, ich weiß nicht, ob es jemand anderes tun würde. Darum muss ich es tun. *>

<< Weil es dein Wille ist? >>

<* Ja *>

"Aber dann weißt du doch auch nicht alles was geschieht?"

<* Alles was geschieht ist festgeschrieben, in den Strömen der Zeit. Das Bild der Kausalität, hervorgerufen durch die Naturgesetze. Da es aber unendliche Wesen gibt, ist nichts davon
unveränderbar. Sie haben ihren eigenen Willen. Selbst ich weiß nicht, was sie tun wollen oder ob sie es nicht tun. *>

"Und wenn sie etwas tun, was du nicht willst?"

<* Eine schwierige Situation. Ich kann die Bedrohten und Verfolgten schützen, in dem ich sie den Katastrophen und den Jägern wegnehme. Und es hat noch nie eine Situation gegeben, in denen ein anderes Wesen dies hätte rückgängig machen können. *>

"Dann bist du ein sehr mächtiges Wesen."

<* Wenn ich das nicht könnte, wäre meine Existenz sinnlos. Aber sie ist es nicht. *>

<< Gibt es keinen Widerpart zu dir, ein Wesen, das gegenteilig zu dir ist? >>

<* Nein. Ich bin einmalig. Aber nicht einmalig in der Art, zu existieren. Es gibt die Liebe, Weepy und andere Wesen, die ähnlich sind. Sie alle sind aber keine gestaltenden Kräfte der Existenz wie Arianne und ihre Kinder. Wenn Arianne uns hier nicht dulden würde, es gäbe uns nicht. *>

"Arianne ist etwas ganz ganz Großes?"

<* Sie umfasst alles, die physikalische und die spirituelle Wirklichkeit. Damit erfährt sie auch alles, was geschieht. Die ganzen Schrecken und Leiden der Existenz, das Glück und die Wege zum Licht, aber auch die Verzweiflung und ihre Abgründe. *>

"Wie kann Arianne dies alles aushalten?"

<< Kein anderes Wesen könnte das. Aber dadurch stabilisiert sie die Existenz und Wesen wie ich helfen ihr dabei >>
...

<* Die Hypernova ist gerade explodiert. In 30 Jahren wird die Stoßwellenfront des Todes hier sein. *>

"Und du hilfst uns, der Katastrophe zu entkommen?"

<* Ja, aber ich will vorher zu allen Menschen sprechen. Sie alle müssen es wollen. Sonst kann ich nur die von euch mit mir nehmen, die es wollen. *>

Und Sensity sprach zu den Menschen. Über die Medien, die ja wieder funktionierten. Sie wollte die Menschen nicht durch direkten telepathischen Kontakt erschrecken.
Dann offenbahrte sie sich, die Menschen spürten ihre Spiritualität.

Es war wunderschön, als hätte das Leben selbst zu ihnen gesprochen.
Nein, sie wollten nicht zurückbleiben und auf den Tod warten.
...

<* Es ist soweit. Ich werde das Sonnensystem in mich aufnehmen. *>

"Wo gehen wir hin?"

<* In meine eigene Galaxis, dort habe ich einen Platz für euch reserviert. *>

Und so gelangten die Menschen in Ariannes Heimat. Dass sie der Arianne nun so nahe waren, sie wussten es nicht. Warum auch. Es standen noch so viele Jahre der Entwicklung vor ihnen, bevor sie den Kosmos begreifen lernen würden. Und das Wissen um Sensity war so wunderschön. So hatten sie nun ein Ich-Programm und eine Göttin gefunden, die sie beschützte.

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