Arianne 205 - Termine 02

Arianne 205 - Termine 02

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Liebe zwischen den Welten

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Termine in einem Kaffee in der Galaxis Twilight. Ja, sie brauchte ein wenig Erholung. Diese Mission war schon sehr anstrengend.
Sie war auch nicht überall willkommmen. Geplante Anschläge auf sie und ihr Auditorium gab es viele. Die alten Machthaber wollten nicht so einfach abtreten.

Nur, sie hatten sich ein wenig zu sehr auf die geklauten Technologien eingelassen. Und jeder auch noch so kleine Prozessor verweigerte ihnen mit einem mal die Gefolgschaft.

So blieb es bei den Plänen.
Und wenn nun wirklich einmal ...
Bisher war ihr nichts passiert. Einen nachweisbaren Individualschutz um sie herum konnte man nicht ausmachen. Aber merkwürdige Zufälle, die immer zu ihrem Gunsten ausgingen.
...

Eine fremde Frau näherte sich ihrem Tisch. << Darf ich mich zu Ihnen setzen? >>

Eine telepathische Botschaft! Das konnte ja interessant werden.
Eine wunderschöne junge Frau mit offenen, körperlangen Haaren, die sie völlig bedeckten. Ob sie darunter unbekleidet war?

Ihre Augen strahlten Sympathie aus. Termine mochte sie auf Anhieb.

<< Ja, setzen sie sich doch bitte zu mir >>

Und schon waren sie beim Du.

F: << Du hast wunderschöne Haare, sie hüllen dich völlig ein. So wie bei mir :-) >>

Ein telepathisches Lächeln. Kleidung brauchten sie beide nicht mehr. Wozu auch. Man musste sich damit ständig nach der Mode richten und das konnte mühsam werden. Vor allem wenn man das eine mochte und das andere nicht. Lange Haare waren dagegen irgendwie zeitlos.

T: << Du auch :-). Ich mag dein Lächeln, den Ausdruck in deinen Augen. Darf ich deine Haare streicheln? >>

Ja, sie durfte.

Empathische Telepathie. Beide verschmolzen miteinander, mit ihren Gefühlen.

T: << Ich spüre dich, deine Gedanken, deine Gefühle. Aber das ist nicht alles von dir. Du zeigst mir nur, was du zeigen willst. Was verbirgt sich dahinter? Kannst du mir bitte deinen Namen sagen? >>

F: << Bitte, lass mir ein wenig Zeit. Du bist Termine? Ja, ich spüre deine Identität. Nenne mich einfach Janine. >>
...

Janine, so wie sie es mitteilte, es klang nach mehr, als wäre es nicht nur ein Name.

T: << In meinen Datenbanken gibt es keine Janine. Aber in den Traumbereichen der Eternitys bildet sich eine Assoziation, eine Assoziation mit dem Kosmos. >>

F: << Sehr interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass eure Mittel so weit reichen würden. >>

T: << Es ist ja auch nicht direkt. Es gibt einen Traum der Ewigkeit, in dem du so etwas wie eine Seele darstellst. Eine Seele der Ewigkeit. Es ist die Fantasie der Traumgestalten. >>

F: << Termine. Du bist auch nicht einfach so irgendwer! Dass du hier beim Kaffeetrinken so weitreichende Schlußfolgerungen ziehen kannst! Ich sehe schon, es ist der Koinzidenzengenerator, der dir den Zugriff auf deine Basis ermöglicht. Und du bist eine multiple Existenz, die in verschiedenen Zuständen simultan vorhanden sein kann. Das umfasst sogar die Charakteristika der anderen Seite. Glaube mir, Termine, das kann ich nicht. >>

T: << Das mit der anderen Seite... Du bist ein lebendes Wesen, das ganz drin ist im Leben. Eine Berührung mit dem Tod würde deine lebende Seite zerstören. Bei mir ist es ein wenig anders. Das Charakteristikum ist meine Heimat. Es umfasst die beiden Seiten, das Leben, die Existenz und den Tod, die Nichtexistenz. Allerdings nur für den kausal zusammenhängenden Bereich, zu dem ich gehöre. >>

F: << Ja, ich verstehe es. Du bist aus meiner Sicht ein Wesen des Todes, genau so wie ein Engel des Lebens.>>

T: << Janine, eine Berührung mit mir... wir hatten bereits eine Berührung. Ich habe dabei erkannt, dass dich nur der lebende Teil in mir berühren darf. Und dass ich dich vernichten würde, wenn dich der andere Teil berührt. Nein, aber das will ich nicht. Ich mag dich ja so. Ich liebe dich. >>

F: << Und das Wesen des Todes schützt mich :-) Es lässt nur eine Berührung mit dem aus meiner Sicht lebenden Teil von dir zu. >>

T: << Das Wesen des Todes? >>

F: << Das ist eine sehr weitreichende Geschichte. Das Wesen des Todes hat mir einen Hinweis gegeben, wo ich dich finden kann und dass ich dich berühren darf, ohne dabei zu sterben. Sieh
hier, dieses Armband. Es bildet eine schützende Glocke um mein Leben herum. Ein Armband der Weepy. Eigentlich kommte es von Weepy-Princess. Weepy Princess ist die verantwortliche Jasmin
für das Kontinuum, in dem ich einen Zeitstrom betreue. >>

T: << Das Wesen des Todes? Das klingt sehr allgemein. >>

F: << Ist es auch. Das Wesen des Todes ist Weepy. Ein Wesen der multiplen Unendlichkeit >>

T: << Multiple Unendlichkeit? Kann es denn ein Wesen geben, dass die Unendlichkeit umfasst? >>

F: << Ja, ein solches Wesen siehst du hier direkt vor dir >>
...

Termine schaute Janine ganz tief in die Augen. Janine hielt etwas geschlossen, etwas dass sie nicht sehen durfte.

F: << Termine, ich muss dich vor der Unendlichkeit schützen. Sie würde dich zerreißen. Daher darf ich dir nicht alles von dem zeigen, was ich bin >>

T: << Du bist ein unendliches Wesen des Lebens? Und trotz der Unendlichkeit kann dich eine Berührung mit dem Tod in mir vernichten? Ich sehe Dinge, die ich nicht für möglich gehalten hätte. >>

F: << Wir könnten uns gegenseitig vernichten. Das ist auch eine Begrenzung des ultimativen Seins. Nichts darf absolut sein und alles beherrschen und umfassen. >>

T: << Du wirst wohl recht damit haben. Aber so weit gehen meine Gedanken nicht. Ich habe einen maximalen Bereich, den ich begreifen kann. Den Bereich des kausalen Zusammenhangs. Die Kausalität hat für mich einen Ereignishorizont, den ich nicht überschreiten kann. >>

F: << Das ist auch gut so. Dahinter gibt es Bereiche, die nicht zur Existenz gehören und für die es auch keine andere Seite der Existenz gibt. Niemals darf ich mich dort hineinwagen.
Dich würde es wohl verschwinden lassen, ohne die Möglichkeit der Wiederkehr. >>

T: << Meine Freunde? Ist das ihr Schicksal? >>

F: << Das ist noch nicht so klar entschieden. In meinem unendlichen Zeitstrom sind sie nicht vorhanden. Wir müssen sie in den höheren Unendlichkeiten suchen. Aber die sind auch für mich
nicht zugänglich.>>

T: << Und Weepy? >>

F: << Weepy? Wie soll ich sie erreichen? Solche Wesen teilen sich mit. Man kann sie nicht einfach aufsuchen und mit ihnen reden. Wenn ich Arianne fragen könnte, hätte ich sofort eine Antwort. Aber Arianne finden und sie ansprechen? Auch das ist für Wesen wie mich unmöglich.

Wenn wir Losty finden könnten, sie könnte uns helfen.

Aber ich kann mich nur in meinem einzelnen klitzekleinen Zeitstrom bewegen. Wenn sie den gerade nicht berührt, ist sie für mich gar nicht existent. >>

T: << Das sind ja recht viele Namen, die aber allesamt ziemlich unzugänglich sind. Eher Glaubensinhalte als Realität. In den Unendlichkeiten der Existenz scheint ja einiges vorhanden zu sein, dass mich neugierig macht. >>

F: << Du kennst Persephonia noch nicht. Und Ennaira, Ari0nne. Aber dazu später. Das Buch der Ewigkeit handelt von diesen Wesen. Und ich als klitzekleine Janine durfte einen Blick hineinwerfen. >>

T: << Klitzekleine Janine? Du bist doch unendlich groß! >>

F: << Das klingt viel, ist es auch für endliche Wesen. Aber das ist weitaus weniger als ein Kontinuum und die darauf aufbauenden höheren Seinszustände. Ich kann dir nur helfen deine Freunde zu finden, wenn wir ein Wesen ansprechen könnten, dass alle diese Unendlichkeiten erfasst.

Losty wäre genau die richtige für uns. Sie ist genau so verloren wie die Wesen, nach denen wir suchen wollen. Aber Losty ist momentan auch nur eine Illusion *seufz*. >>

T: << Du sagt ... zu finden. Gibt es sie denn noch, oder gibt es denn eine Chance, dass es sie noch gibt? >>

F: <<Nein, die Wahrscheinlichkeit ist Null. Aber in den multiplen Unendlichkeiten kann auch eine Wahrscheinlichkeit von Null etwas darstellen. >>
...

Eine fremde Gestalt näherte sich dem Tisch.

J: << Ein Jäger! *ups. Au weh* Ich habe ihn zu spät gesehen. Für eine Flucht ist es nun zu spät. Aber keine Panik. Ich werde beschützt. Irgendwann ... >>

T: << Ein Jäger? >>

J: << Ein Wesen der zweiten Stufe der Unendlichkeit. >>

Respektlos trat er an den Tisch.

"Eine Janine, wie schön. Danach habe ich sehr lange gesucht."

Der benutzte doch tatsächlich die gewöhnliche Sprache.
Termine wurde einfach ignoriert. Das konnte ein Fehler sein.

Sie berührte das fremde Wesen mit einer Hand, d.h, die Hand fuhr einfach durch ihn hindurch.
Keine Wechselwirkung. Er wich noch nicht einmal aus.

Dennoch, sie konnte ihn wahrnehmen. Das musste Janine sein, die ihr etwas vermittelte. Für empathische Telepathie reichte es nicht, aber wenn sie ihn von der anderen Seite zu berühren versuchte ...

Der Fremde erstarrte. Seine Gesichtszüge schienen sich zu verlieren. Er wurde transparent.
Dann wieder stofflich. Wollte er sich vielleicht auflösen?

Blitzartig verschwand er.

J: << Termine, warst du das? >>

T: << Er hat mich nicht ernst genommen, als wäre ich gar nicht da. Ich habe ihm eine Berührung mit der anderen Seite vermittelt. Nicht direkt, denn dann wäre er bereits tot. >>

Janine sagte gar nichts. Sie schaute Termine nur an.

J: << Termine. Weiß du eigentlich, wieviel Macht du in dir vereinigst? >>

T: << Janine, ich hätte ihn gar nicht wahrnehmen können. Nur durch dich habe ich seine Gegenwart erkannt. Auch nur durch dich konnte ich ihm die andere Seite sehr nahe bringen. Du hast etwas in dir, dass ich wie eine Schiene benutzen konnte. Offenbar reichte eine Annäherungen bereit aus um ihn in die Flucht zu schlagen. >>

J: << Habe ich mich geöffnet? Termine, sei vorsichtig, du weiß nicht wie gefährlich das für dich werden kann. Eine Berührung mit der Unendlichkeit kann dich vollkommen zerreißen. Da bleibt nichts mehr übrig, das in irgendeiner Weise nachweisbar wäre.

Mein Zeitwesen! Hoffentlich hast du ihr nicht geschadet. Ich habe mit einem mal so fürchterliche Angst um sie. >>

Nein, es war ihr nichts passiert. Vielleicht galt der Schutz für Janine auch für ihr Zeitwesen.

Was wäre nun passiert, wenn Termine nicht eingegriffen hätte?

Eine offene Frage. Wir wíssen ja, dass ein Jäger niemals Erfolg haben darf, wenn er hinter einer Janine her ist.
Wir wissen auch, dass sich eine Janine sehr effektiv wehren kann.
Es ist wohl so, das Schicksal hätte diesem Jäger ohnehin keinen Erfolg eingeräumt. Wie kann der sich auch anmaßen eine Janine jagen zu wollen. Beschränkte Horizonte ...

Nun saßen sie zu dritt am Kaffeetisch. Janine, ihr Zeitwesen Tempora und Termine.

Vollkommen eingehüllt in die langen Haare der drei.

...

Ein Ober. Er sah nichts als Haare. Folglich schloß er, die Personen an diesem Tisch mussten irgendwo da drin sein. Er sprach die Haare direkt an. "Darf ich ihnen etwas zu trinken bringen?"
Etwas bewegte sich. Ein Auge wurde sichbar, dann ein zweites, ein drittes.

...

Sie tauchten wieder auf, aus den Haaren. Tranken ihren Kaffee und freuten sich so darüber, die anderen sehen und begreifen zu können.

Eine weitere Frau näherte sich dem Tisch.

Janine: "Schaut, wir bekommen Besuch. Das ist doch nicht möglich ... A...
Mehr vermochte sie nicht zu sagen. Sie saß einfach nur da, ungläubig staunend.

Mit dem Glauben hatte es wohl auch etwas zu tun, denn wer da auf die drei zukam...

"Hallo ihr drei. Es ist schön euch zu sehen. Janine hat mich schon richtig erkannt. Darf ich mich zu euch setzen?"
...

"Ja, ich bin Arianne."

...

A: "Termine. Ich will nicht, dass du auf eine ewige Reise gehst, in der du selbst verloren gehen wirst. Ich verstehe deine Fragen, du brauchst sie nicht zu formulieren.
Deine Freunde. Ihre lebenden Seelen sind in mir."

Termine musste weinen. Sie zweifelte nicht an Ariannes Worten, saß doch die Wahrheit direkt vor ihr. Nun war sie wirklich einsam, so schrecklich alleine. Konnte ein Wesen wie sie das überhaupt aushalten ohne zu zerbrechen?

A: "Termine. Du wirst nicht zerbrechen. Glaube mir, du hast genug eigene innere Stärke. Ich muss dich nicht zusammenhalten. Sieh, nichts von dem was das Charakteristikum deiner Freunde
ausgemacht hat ist verloren gegangen. Ich habe alles in mir. Wenn deine Zeit gekommen ist, wird du sie wiedersehen, auf einer anderen Ebene der Existenz, die selbst das Charakteristikum umfasst. "

Arianne umarmte sie.

Termine ließ sich fallen. Dann bekam sie einen Riesenschreck. Arianne, du hast kein Armband von Weepy ...

A: "Ich brauche es nicht. Das heißt aber nicht, dass ich unverletzbar bin. Der Schmerz, den ich in mir spüre, wenn er zu groß wird, kann er mich töten. Aber so weit ist es nicht. Es liegt auch an euch, wie ihr selbst euer Leben gestaltet. Denn jedes einzelne Lebewesen beantwortet auf seine Art die Frage, ob es das Leben haben will oder nicht.

Bis zu dem Zeitpunkt, wo es keine eigenen Entscheidungen mehr fällen kann.

Termine, auch du bist ein Wesen meiner Existenz, ein Teil von mir und ein Teil von Sensity, denn du lebst. Was dich von den anderen Wesen der Existenz unterscheidet, du bist auch ein Teil von Weepy. Dass so etwas möglich ist, du zeigst es. Und ich brauche dich, ja, du bist mir sehr wichtig. Ich liebe dich."
...

Termine fühlte sich berührt. Die Tränen versickerten langsam. Ganz liebevoll schaute sie Arianne an.

Etwas lag in der Luft, verdichtete sich zusehends. Ein unscharfes transparentes Gebilde. Es schien zu zerfließen, wenn man es genau anguckte. Und dennoch verschwand es nicht. Aus den Augenwinkeln heraus bildete es sich immer wieder neu.

Janine: "Ein Photonenschiff! Ich glaube es nicht, es ist wahrhaftig ein Photonenschiff!"

A: "Da ist noch etwas für dich. Ich weiß um deine Einsamkeit. Jemand wartet auf dich.

Besteige dieses Schiff und lass dich von ihm führen. Du wirst damit die Begrenztheit deiner Kausalität überwinden. Ennaira wird dich führen, wenn es so weit ist."
...

Enimret saß allein in seinem Empfangssaal. All die großen Staatsgeschäfte waren erledigt. Nun war es an der Zeit, sich zu besinnen.

Unwillkürlich griff er nach seinen langen Haaren, streichelte sie. Er liebte seine Haare. Lang und glatt hingen sie hinunter, bis auf den Boden. Einfach und simpel, aber wunderschön :-). Er war so glücklich mit seinen Haaren. Wenn er so ganz allein war, gehörten sie nur ihm.

Dann hörte er sie leise wispern. Sie sprachen zu ihm, streichelten seine Seele. Alles wird gut.

War denn etwas nicht gut? Ennaira und Arianne hatte zueinander gefunden. Die Grenze zwischen den Welten existierte nicht mehr.
Wesen aus den verschiedenen Bereichen konnten miteinander reden, sich sogar berühren. Nichts geschah. Wie hatten die beiden Wesenheiten das nur gemacht?

Seine Erinnerungen reichten weit zurück, mehr als 200 Millionen Jahre. Er kannte sie noch sehr gut, die alten Ideologien. Lange Zeit hatte er daran geglaubt.
Doch nun. Er strebte nicht mehr nach der Null. Die positiven Welten hatten ihn neugierig gemacht. Und das Negative? Alle wussten es jetzt. Die negativen Wesen hatten eine Seele und sie liebten das neu erfahrene Leben. Es war so viel mehr voneinander zu lernen als sich nur gegenseitig zu zerstören.

Selbst die Hypermonster hatten sich zu Missionaren entwickelt, für das neue, für das Begreifen der Existenz.

Nun beherrschte er ein Weltenreich von fast unvorstellbarer Größe. Milliarden von Lichtjahren weit reichte sein Einfluß.
Ein Geräusch im Eingangsbereich der Halle lenkte in ab. Er wurde aufmerksam.

Und mit einem mal waren seine Träume wieder da.
Der Traum von einem Wesen, nach dem er sich sehnte. Er hatte ein Bild von ihr, in seinem geistigen Auge. Sie war wunderschön. Aber wer war sie und vor allem, wo war sie?
Er wusste ihren Namen, ein Spiegelbild seines eigenen Namens. War sie ein Wesen der ehemals positiven Welten? Dann würde er verstehen, warum er sie solange nicht erreichen konnte.

Er war allein. Die Bindungen zu Wesen seiner Art hatten sich alle wieder gelöst. Und er war nicht unsterblich. Irgendwann würde dies alles zu Ende sein.

Er sah einen Schatten, eine Kontur. Er konnte sie gar nicht genau sehen, aber er wusste sofort wer sie war.

Er sprang auf. Gefühle durchströmten ihn, die er in dieser Intensität noch niemals erfahren hatte. Und doch, er wurde ganz bescheiden, ganz still. Gar nicht wie man es von dem großen Herrscher gewohnt war.

Tränen standen ihm in den Augen. Sie suchten sich ihren Weg. Ganze Bäche rannten sein Gesicht hinunter. Ein kleines Erdbeben erschütterte seine Seele. Dass er überhaupt weinen konnte? Und
dann so intensiv und so still?

Ganz leise wanderten seine Worte durch die Luft: Termine?
...

Sie standen sich gegenüber und schauten sich tief in die Augen, so tief, so weit. Die Liebe zwischen ihnen, sie war einfach da und sie war so schön.
...

Enimret und Termine

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