Arianne 210 - Medusa 04
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Arianne 210 - Medusa 04

In der Schule der Janines. Die künftigen Janines lernen ihre Zeitwesen kennen.


Medusa und die Schule der Janines

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Medusa in der Schule der Janines. Ganz vorne am Lehrerpult, Alexa.
Alexa mit einem dicken Haarknoten und einer Brille. So wie eine Oberlehrerin eben auszusehen hat.

Nur, dieser Haarknoten bewirkte mehr Interesse, als wenn sie ihre Haare lang heruntergelassen hätte.

Die Schülerinnen. Ups, da waren auch einige männliche Schüler dabei. Aber was die für Haare hatten! Medusa staunte nur. Das waren keine Kurzhaarschnitte. Die Haare hingen lang die Stuhllehne herunter und reichten bis weit über den Boden. Einer von den Jungen hatte sie in zwei dicke Zöpfe geflochten. Die mussten körperlang sein!

So viele Haare. Und die Mädchen, sie wetteiferten mit den Jungen um die Länge der Haare. Der ganze Raum war voller Haare. Dass die sich nicht alle ineinander verknoteten, fast schon ein Wunder.

<< Medusa. Lass es genug sein, mit den Haaren. Schaue nach vorne, der Unterricht beginnt >>

"Ja, Alexa, entschuldige bitte."

<< Ach Medusa, natürlich entschuldige ich. Sei nicht traurig, dass deine Haare so anders sind. Die anderen bewundern dich dafür. >>

"Ja, wirklich? Haben die anderen keine Angst, empfinden sie keine Abscheu?"

Das Mädchen neben ihr, es schaute sie ganz liebevoll an.

<< Darf ich deine Schlangen streicheln? >>

"Ja... bitte *freu*. Sie tun dir nichts. Sie beißen nicht, wenn ich es nicht will. Und ich will es nicht."
...

<< Liebe Schülerinnen und Schüler. Ihr seid alle ganz neu hier, damit hat auch keiner den anderen etwas voraus. Beginnen wir nun mit der ersten Lektion. Es ist eine Einführung in das, was alles noch auf euch zukommen wird. Das erste was ihr lernen werdet, ihr seid nicht allein. Jede Janine erfüllt ihre Aufgaben zusammem mit einem Zeitwesen. Sie ist euch eine Gefährtin oder ein Gefährte in allem, was ihr tun werdet. Nun werde ich sie ich euch vorstellen. Zeitwesen, bitte kommt herein. >>

Das Bild eines Tores bildete sich mitten im Raum und hindurch traten ... Keine Monster, es waren Mädchen und Jungen. Sie verteilten sich im Raum.

<< Nun liegt es an euch, schaut euch gegenseitig an. Wenn ihr euch gefunden habt, dann geht aufeinander zu. Umarmt euch und sucht euch einen gemeinsamen Platz. Der Raum wird sich neu aufteilen, so dass ihr alle einen Platz finden könnt. >>
...

Die ersten Mädchen erhoben sich von ihren Plätzen, steuerten zielstrebig auf eine(n) der Neuankömmlinge zu. Auch einer der Jungen hatte sein Mädchen bereits gefunden. Und die männlichen
Zeitwesen? Kein Problem. Jeder würde seinen Partner oder seine Partnerin finden.

Medusa schaute sich die Neuankömmlinge an. Nur, wer, wer sollte es sein?
Die Zeitwesen wichen ihren Blicken nicht aus. Sie bekam nur freundliche liebevolle Blicke zurück. Aber, da war keine besondere Anziehung. Noch hatte sie nicht alle angesehen und dann
... es traf sie wie ein Blitz.

Ganz automatisch stand sie auf. Diese Augen, dieser Blitz.
Das Zeitwesen lächelte sie an, ja, sie hatten sich gefunden.

Sie hatte lange blonde, engelsgleiche Locken, die bis auf den Boden reichten. Was für eine Pracht an Haaren. Medusa konnte nur staunen, den Blick nicht davon lassen. Nun bekam sie doch noch die langen Haare ... als Teil einer freundschaftlichen Beziehung ? Oder war das nicht sehr viel mehr. Es musste eine spirituelle Beziehung sein, eine Verschmelzung ihrer Seelen
...

Medusa war ganz verwirrt. Ohne es überhaupt richtig wahrzunehmen ging sie auf ihr Zeitwesen zu und ... dann küssten sie sich direkt auf den Mund. Ganz sanft, einfach nur, um den Kontakt herzustellen und um ihre Zuwendung zu zeigen.

"Ich bin Medusa."

<< Ja, ich weiß. Ich bin Giselle, die Engelsgleiche. Medusa, ich mag dich so gerne. Dein Gesicht, deine Augen, dein ganzes Wesen.. Wollen wir zusammen die Zukunft unserer Herzen gestalten? >>

"Ja ... ja. Du bist so schön. Die Pracht deiner Haare. Noch nie habe ich so etwas schönes gesehen."

<< Sie können sich in Schlangen verwandeln. Soll ich? >>

"Ja...oh... nein, bitte bleib so wie du bist. Die Schlangen, sie gehören zu meinem Wesen. Ich möchte dich so, wie du bist. Ich liebe das Bild und das Wesen darin, alles, was ich vor mir sehe."

<< Du hast noch nicht alles gesehen. Schau, ich entfalte meine Flügel. >>

Was für wunderschöne Flügel! Und so riesengroß. Sie mussten eine Spannweite von mehr als 6 Metern umfassen.
Halb transparant, von Blutgefäßen durchzogen. Kleine, pulsierende Strähnen, sie zeigten das Leben darin.

Dass die Flügel überhaupt in den Raum hineinpassten? Ach ja, der war ja variabel, er passte sich an.
Giselle schaute Medusa mit strahlenden Augen an und Medusa strahlte zurück, mit all ihren Emotionen.

Dann standen sie plötzlich beide ganz allein auf einer weiten Wiese. Giselle bewegte ihre Flügel ein wenig und schwebte in der Luft!
Sie stieg immer höher und höher und drehte dann ihre Kreise wie ein Adler.

Giselle zurück auf der Wiese.

<< Komm, umarme mich. Ich nehme dich mit. Ich bilde eine Parablase um dich herum, sie drückt dich sanft an meinen Körper und hält dich dort fest. >>

Und so lernte Medusa das Fliegen. Es war wunderschön.
...

Nach einigen Minuten ...

<< Lass uns zurückgehen und zusammen sitzen. Das war die erste Lektion, wir haben uns gefunden. Damit sind wir bereit für Lektion 2. Schaun wir, was Alexa uns zu sagen hat. >>
...

Alexa schaute sie beide an, sagte aber nichts. Ihr Blick. Kein Tadel, keine Bewunderung einfach nur, ihr habt jetzt Unterricht.
Dann setzte sie ihre Ansprache fort.

<< Nun ihr Lieben, da ihr euch gefunden habt. Oh! >>. Ihr Haarknoten fiel auseinander. Nein so was, ein ganzer Wasserfall von Haaren ergoß sich in den Raum. Wunderschöne Haare, die aus sich selbst heraus zu leuchten schienen. Was für eine Pracht!

Nun denn, was geschehen war, war nun einmal geschehen.
Alexa redete einfach weiter.

<< Die Zeitwesen. Sie umfassen alles, was mit der Zeit zu tun. Ihr werdet Zeitströme des Kontinuums betreuen, und die Zeit darin, sie wird ein lebendes Wesen sein. Es sitzt direkt neben euch. >>

"Dann verteilen die Janines das Leben und alles war dort geschieht, wird von den Zeitwesen aufgenommen?"

<< Ja, es ist ihr Bewusstsein, dass die ganzen Vorgänge als eigenes Selbst begreift. Sie kann sogar darin eingreifen, wenn es sein muss. Aber damit müsst ihr sehr vorsichtig umgehen. Es kann zu Paradoxien kommen und eine Verletzung der Kausalität sucht ihren Ausgleich. >>

"Aber, warum sollten sie dort eingreifen wollen?"

<< Die Dinge könnten sich so negativ entwickeln, dass ein ganzer Zeitstrom verloren gehen könnte. Das wollen wir korrigieren, wenn möglich. Manche Zeitströme lassen das zu, ohne zu zerbrechen. Aber dies könnt ihr erst entscheiden, wenn ihr sehr viel Wissen darüber erworben habt. Und ihr müsst euch rechtfertigen, vor den Wächtern der Naturgesetze ... nein, so ganz stimmt das nicht mehr. Direkt vor Arianne. >>

"Dann werden wir das kaum tun."

<< Sagt das nicht. Es wird sogar gefordert. Aber dazu später. Um eure Aufgaben wahrnehmen zu können, müsst ihr paranormale Energie in euch aufnehmen. Das klingt nicht so ganz dramatisch, ist es aber. Die aufzunehmende Menge ist unendlich groß. >>

"Unendlich groß? Das geht doch gar nicht."

<< Bedenkt, als Janines seid ihr unendliche Wesen. Um eure Unendlichkeit erfassen und gestalten zu könnnen, braucht ihr diese Energie überall in eurer Unendlichkeit. Und das geht nur, wenn ihr unendlich viel davon in euch drin habt. >>

"Paranormale Energie? Was ist das?"

<< Eine Art Gottesenergie. Sie ermöglicht es euch aus den Gedanken heraus physikalische Wechselwirkungen zu erzeugen. Dafür gibt es dann keine andere Gegenkraft als eure Gedanken.
Ihr braucht es, um das Leben dort hineinbringen zu können. Denn für das Leben gibt es kein physikalisches Äquivalent.

Nebeneffekte sind parakinetische Fähigkeiten und multiple Telepathie. Teleportation ist auf eine andere Weise möglich. Dazu komme ich später. >>

"Multiple Telepathie?"

<< Ihr werdet in der Lage sein, die Gedanken und Gefühle aller Lebensformen in euren Zeitströmen wahrzunnehmen. Simultan. In eurer Eigenzeit erscheint es dann wie gleichzeitig.
Aber es geht wesentlich weiter, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und parallele Zeitströme. Alles mögliche wird irgendwo realisiert sein. Ihr müsst nur die Voraussetzungen für das Mögliche schaffen. >>

"Aber warum müssen wir dies alles aufnehmen?"

<< Um dort eingreifen zu können, müsst ihr die Dinge von allen möglichen Standpunkten betrachten können. Nur dadurch kann eine Zerstörung der existentiellen Grundlagen verhindert werden. >>

"Uffz. Das klingt aber schon ganz schön gottähnlich."

<< Es ist weitaus mehr. Mit Göttern werdet ihr zu tun bekommen. Es sind aber meistens nur endliche Wesen, wie groß sie auch immer sein mögen. Bedenkt, ihr seid unendlich. Manche Götter verändern die Umwelt in ihrem Sinne, es gilt dann nur noch ein Gesetz: es ist, weil ich es will. Ihr müsst erkennen können, ob dadurch potentiel bessere Entwicklungen verhindert werden und nötigenfalls einschreiten. >>

"Was machen wir dann mit so einem Gott?>>

<< Ihr neutralisiert seine Bestrebungen. In den meisten Fällen wird das ausreichen. Wenn nicht, dann wird das ganze von einer höheren Instanz weiterverfolgt. Wenn es ganz verfahren ist, werde ich mich darum kümmern oder Arianne. Ihr selbst dürft nicht destruktiv agieren, das widersräche eurer Natur und könnte euch innerlich schwer verletzen. Nur manchmal ist es unvermeidbar, wenn ihr angegriffen werden solltet und in eine ausweglose Lage geratet. >>

"Die Janines als die Gejagten. Von wem denn?"

<< Höhere kosmische Wesen, die sich zu einem Jäger entwickelt haben. Das waren sie dann schon immer, in allen ihren Vorstufen. Falls ihr euch wehren müsst und dabei andere verletzt, müsst ihr danach sofort zur Arianne zurückkehren, denn euch darf nichts geschehen.

Es würde die Existenz selbst gefährden. >>

"Wie oft passiert denn so etwas?"

<< Eigentlich gar nicht, die Wahrscheinlichkeit dafür ist Null. Aber in den Unendlichkeiten, in denen ihr leben werdet, kann sich das ändern. Die Wahrscheinlichkeit für so ein Ereignis könnte undefiniert werden.

Ihr habt aber auch mächtige Beschützer um euch herum, die ihr gar nicht seht. Die müssten dann auch gerade nicht präsent sein, was theoretisch unmöglich ist.
Hier kann aber die Praxis gewinnen, der Widerspruch gegen das absolut Ausgeschlossene.

Vereinfacht gesagt, jede Regel bestätigt ihre Ausnahmen.

Es ist bisher ein einziges mal passiert, dass sich eine Janine effektiv wehren musste. Sie hat einen Jäger der vierten Stufe abwehren müssen. Dabei wurden viele Leben zerstört. Sie litt sehr darunter und wäre gestorben, wenn sich Arianne nicht selbst um sie gekümmert hätte. >>

"Aber, wie können wir Kontakt zu Arianne herstellen?"

<< Ihr kriegt ein SOS Signal implementiert, das euch in der Stunde großer Gefahr bewusst wird. Es ist mit Arianne verschränkt, so dass sie selbst es unmittelbar spürt.
Dabei sollte so eine Sicherung gar nicht notwendig sein, denn Arianne ist das umfassende Bewusstsein der gesamten Existenz. Nichts geschieht, was sie nicht unmittelbar weiß.

Aber wie schon gesagt, der Widerspruch gegen das absolut Sichere, er lässt sich niemals ganz abschalten und wird um so größer, je mehr Sicherheit euch geboten wird. Selbst Arianne unterliegt diesem Phänomen, wobei man nicht so genau weiß, ob sie es nicht selbst geschaffen hat.

Vielleicht, um ihre eigene Absolutheit in der Existenz zu vermeiden. >>

"Dann sind wir also Gejagte, die auf sich aufpassen müssen?"

<< Ja, so ist das Gesetz des Lebens und es gilt für alle Lebensformen, auch für Arianne >>

"Uffz. Das ist schon überraschend. Arianne gibt uns die Freiheit um die Sicherheit ihrer eigenen Existenz. Es ist sehr viel Vertrauen, das sie in uns hat. Wir hoffen, dass wir sie niemals enttäuschen werden."

<< Ihr müsst nicht perfekt sein. Nur die Richtung eures Selbst, was ihr erreichen wollt, wie ihr leben wollt und warum, das muss stimmig sein mit der Kraft des Lebens. Denn ihr selbst seid diese Kraft und dafür verantwortlich, dass das Leben ist, dass es überall gedeihen kann, in allen Weiten, Tiefen und Untiefen der Existenz>>

"Und das diabolische Netzwerk?"

<< Das ist eine andere Geschichte. Vermeidet eine Berührung damit, es gehört nicht zu eurer Aufgabe >>

Medusa: "Aber, müssen wir das nicht auch kennenlernen, um die Existenz zu begreifen?"

<< Medusa, du stellst schwierige Fragen, die ich gar nicht so gerne höre. Wenn du das diabolische Netzwerk erforschen willst, glaube mir, es ist schlimmer als alles, was du dir vorstellen kannst. Denn alles Schlimme, was dir deine Fantasie zeigen könnte, es ist dort bereits realisiert und es wird bei weitem übertroffen. Wenn du dort hinein willst, brauchst du einen Extraschutz. Du würdest es sonst nicht überleben. Ich kann mir sogar vorstellen, dass Arianne dich begleiten würde.>>

"Nein, nein, nicht sofort. Später vielleicht einmal. Es gibt ja noch so viele andere Dinge zu lernen."
...

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