Arianne 211 - Medusa 05
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Arianne 211 - Medusa 05

Praktische Kosmologie in der Schule der Janines. Medusa entfaltet ihre Kraft.


Medusa, Giselle und Arianne

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Die Gruppe in einer Parawelt, hervorgerufen durch einen Gedanken der Alexa.
Gefahrensituationen, sie sollten lernen damit umzugehen und dabei ihre Fähigkeiten entdecken, die in ihnen schlummernde Energie.

Und sie sollten lernen, wie sich das Leben fühlt, wenn es solchen Gefahren ausgesetzt ist. Es geschieht sehr oft in manchen der Zeitströme. Fressen und gefressen werden. Dort ist es die alltägliche Welt. Dabei den Geist entdecken, der sich entwickeln will, manchmal eine sehr schwierige Aufgabe. Wenn sie ihn finden, es ist dann ihre Entscheidung, ob sie ihm helfen sich zu entfalten. Mit oder gegen die Gebote des Kosmos. Es ist der freie Wille, der auch hier eine Entscheidung ermöglicht.

Die Konsequenzen ihres Handelns. Sie brauchten sehr viel Wissen, um das einschätzen zu können. Aber manchmal ist es auch nur das Gefühl, das Entscheidungen trifft. Ob richtig oder falsch? Sie sind Individuen, Persönlichkeiten, das äußere und das innere Leben, es darf sich nicht gegenseitig ausschließen. Eine Janine ist kein Mönch, der sich hinter Klostermauern verbergen kann.  Sie ist verantwortlich für das was sie tut und für das was sie nicht tut.

Alles was sie erlebten, es war nur eine Simulation, keine wirklichen Gefahren für die Mitglieder der Gruppe, aber das wussten sie nicht.

Und wenn der Geist mit einer Gefahr nicht zurechtkommt? Sei sie nun simuliert oder nicht?

Ja, das Problem gibt es. Wir können es nicht ausschließen. Wenn es ganz weh tut, dann wird Arianne eine Zeitkorrektur vornehmen. Sie ist die einzige, die es ohne unerwünschte Seiteneffekte tun kann. Hier in ihrer Welt. Die Schule der Janines befindet sich in Ariannes Heimat.
...

Potentielle Janines waren meistens paranormal begabt, nur wussten sie es oft selbst nicht. Wenn nun unmittelbare Gefahr für das Leben bestand? In Extremsituationen konnte diese Energie zum Ausbruch kommen.

Sie mussten lernen damit umzugehen, denn in der Welt gab es reale Gefahren für die Janines. Und sie mussten lernen mit ihren Zeitwesen zu kooperieren, denn sie gestalteten Raum, Zeit und Materie.

Nachdem sie 3280 Gefahrensituationen gemeistert hatten kam eine Art Drachenmonstrum auf sie zugestampft. Mit roten glühenden Augen, einem großen Maul aus dem Rauch qualmte. Ob der aus dem diabolischen Netzwerk entkommen war? Scheinbar unangreifbar gegen Abwehrreaktionen der Schüler. Alle ihre Waffen versagten und die paranormale Energie, die sie bereits aufbringen
konnten, sie reichte nicht aus.

Nur Medusa hielt sich damit zurück. War sie ein paranormales Neutrum? Sie kämpfte nur mit ihren Waffen, die sie mitbekommen hatte. Ein Schwert, eine Blitzschleuder, ein Feuerlöscher?

"Giselle, schütze deine Flügel!" Medusa schrie es heraus. Drachen. Pah. Als wenn sie sich mit Schlangen nicht auskennen würde.
Der Feuerlöscher! Mit einem Mal war der ganze Drache eingenebelt in einen weißen Rauch. Das Feuer erstickte, er blieb stehen.

Giselles Flügel waren erst einmal gerettet.

Der Drache pustete den Rauch weg. Dann schellte eine meterlange Zunge hervor, griff nach dem Feuerlöscher und ... weg war er.

White Hair stürmte auf den Drachen zu, mit einem Schwert in der Hand. Die langen weißen Haare wehten durch den Raum. Wenn der Drache nun wieder Feuer speichern würde?

"Nein, White Hair, nicht! Deine Haare ... er wird sie verbrennen! Dann wird er dich fressen. Er ist zu stark für dich allein! Wir können ihn nur gemeinsam ...".

Die Blitzeschleuder. Direkt auf die Nase des Drachens. Ohhuaaaaaaah. Das Maul klappte zu. Er schüttelte sich.
Die Zunge zuckt hervor. Ein Schlag mit dem Schwert.

Der Dache schaute erst einmal ganz verdutzt auf seine abgetrennt Zunge. Dann dämmerte es ihm und er wurde richtig wütend. Seine ganze Gestalt verwandelte sich in ein feuriges Rot.

White Hair war gerettet, für einen Moment. Sie stand 3 Meter vor dem Drachen und ihr Schwert? Wo war ihr Schwert? Dort, in einer der Klauen des Drachen.  Die Zeit für ein koordiniertes Vorgehen war viel zu knapp. Es musste sofort etwas geschehen, unmittelbar! Medusa wurde ganz aufgeregt. Die Anspannung in ihr, alle spürten es. Es würde gleich etwas passieren. Diese Spannung, sie musste sich einfach entladen.

Medusa schüttelte ihr Haupt und verwandelte sich.

Alle ihre Schlangen drohten mit weit aufgerissenen Mäulern in Richtung des Drachens. Und ihre Augen, sie glühten wie eine Hypernova.

Der Drachen, er spie wieder Feuer, aber, es gefror ihm im Maul. Hat schon mal jemand ein Feuer gesehen, das in Stein verwandelt wurde? Dann stand dort nur noch eine steinernde Statue.

Die Umgebung löste sich auf. Sie fanden sich wieder im Klassenraum mit seinen Stühlen, der Tafel, Alexa.

Was war geschehen?

Der ganz Raum war voller Staub.
So etwas. Das war noch nie passiert. Alexa schaute Medusa sehr durchdringend an.

<< Medusa. Es ist bereits paranormale Energie aus der Tiefe des Kontinuums in dich hineingekrochen. Du hast eine Affinität dazu und sie will zu dir. Deine Kraft, sie hat damit interferiert. Es kam zu einer Resonanzspitze, so etwas wie eine Delta-Funktion. Damit hast du die Unendlichkeit erreicht! Als erste in der Gruppe. Das war überhaupt nicht vorgesehen, in ein paar Jahrtausenden vielleicht ... eine Berührung ... Es hat den Pararaum aufgelöst. Jede Form von Energie wurde in Materie transformiert und dann molekular in Gestein. Gestein, härter als jeder Diamant sein könnte. Ich weiß, du hast dich nur verteidigt und nicht nur dich, auch die anderen. Dabei hast das ganze vorgesehene Programm mit einem einzigen Schlag ausgeschaltet!

Wie eine Nadelspitze, die einen Ballon zum Platzen bringt.

Oh Mann! >>

Wen meinte sie nur damit?

<< Ich bin wirklich froh, dass wir keine Zeitkorrekturen vornehmen müssen. Als Janine wärest du stärker als alle Entitäten, die dich jagen könnten. Aber wenn du sie alle in Steine verwandelst? Es könnten Wesen der Unendlichkeit sein! Es besteht dann die Gefahr, dass du mit ihnen ganze Zeitströme auslöscht. Wieviel Tote es dabei geben könnte? Es ist eine Zehn mit mehr als nur ein paar hundert Nullen. Wir müssen eine andere Lösung finden, die passiver ist. >>

Medusa: "Ich soll sie nur abwehren? Ja, das verstehe ich. Aber ... ob ich die Kraft so beherrschen kann?"

<< Alles zu seiner Zeit. Du wirst lernen, damit umzugehen. In solche Situationen werde ich dich nicht mehr hineinbringen, bevor du es gelernt hast. Ich sehe ja, wie du das Problem löst. Sehr effektiv. Aber absolut tödlich und eine Janine, das passt nicht zu ihr. >>

Medusa: "Ich möchte nicht von der Gruppe getrennt werden. Noch nie war ich so in einer Gemeinschaft integriert. Ich liebe sie alle so sehr und wenn ich sie alle schützen kann, gegen Gefahren? Kannst du als so hochstehendes kosmisches Wesen das nicht mit einbeziehen, in deine Pläne? Oder kann ich eine Art Polizei werden, die die anderen Janines schützt? >>

<< Nein, nein, keine Polizei. Ja, ich kann das mit einbeziehen. Es bringt die Planung ein wenig durcheinander. Aber ... das ist kein wirkliches Problem >>

Medusa: "Mit dieser Kraft, werde ich dann nicht wieder gejagt wie einst? Jeder will das Haupt der Medusa für sich haben? Nein, bitte nicht in eine solche Hölle. Es würde mich töten. Und wenn ich weiß, dass ich sterben muss, dann bestimme ich es lieber selber."

Medusa weinte. Alle wirkten sehr betroffen. Selbst Alexa wusste einen Augenblick lang nichts zu sagen.

<<Medusa, nein, das will ich nicht. Wenn du willst, schaffe ich ein kleines Zuhause für dich, in das du dich zurückziehen kannst. Niemand wird dir dort etwas tun. Fairies werden dich beschützen. >>
...

Ein weißer Nebel bildet sich und ... eine Gestalt materialisierte. Arianne!!!.

Sie umarmte Alexa und wandte sich dann der Gruppe zu.

<< Medusa, ich möchte dich und Giselle mitnehmen, auf eine Reise durch die Existenz. Wollt ihr mit mir kommen? >>

Medusa stand nur da, schaute Arianne an, schaute Giselle an. Es war überhaupt keine Frage für sie, ob sie mitkommen wollte. Aber, aber, sie konnte es nicht sagen, nicht einmal denken.
Und Giselle? Medusa spürte ihre Gefühle, sie sehnte sich so sehr nach Arianne. Aber sie traute sich nicht einmal diese Gefühle zu spüren.

Arianne lächelte sie beide an, fasste sie an den Händen.

<< Kommt ihr beiden. Ich werde euch das Leben zeigen >>
...

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