Arianne 220 - Spirituelle Sexualität

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Spirituelle Sexualität

Mitternacht, es war ziemlich dunkel in dem Raum. Ein wenig Licht fiel durch das Fenster, in einer sternenklaren Nacht.
Romeo und Lisa hockten eng beiander.

Lisa. "Wollen wir uns nicht ein bisschen Wärme geben?"
Romeo lächelte sie an. Dann lagen sie ganz nahe beiander, umarmten sich.

Glücksgefühle durchströmten die beiden. Es war so schön, nicht alleine zu sein, den anderen zu spüren, sich fallenzulassen. Bedingungsloses Vertrauen und grenzenlose Geborgenheit erfüllte die beiden.

Lisa: "Bitte, lass uns nackt sein, lass uns unsere Haut spüren, sie berühren."

Romeo: "Aber ..."

Lisa: "Hast du Angst vor der Nacktheit? Ich möchte deinen Lörper sehen, ihn anschauen und lieben."

Romeo: "Du meinst ..."

Lisa: "Ja, ich meine."

Romeo: "Sie beobachten uns bestimmt, mit einer versteckten Kamera."

Lisa: "Sollen sie doch, mehr als einen Haufen Haare werden sie nicht zu sehen bekommen."

Romeo: "Aber ... woher weißt du das?"

Lisa: "Die Haare, sie haben es mir zugeflüstert."

Romeo horchte in sich hinein. Dann spürte er es auch. Worte als Symbole, Gefühle. Er begriff sie.
<< Es ist nicht alles so, wie es scheint. Schon gar nicht für diejenigen, die außen stehen. >>

Sie wurden beschützt, in ihrem Käfig! Alle Angst wich von ihnen und machte Platz für die Freude, die Freude, für einander da zu sein.
...

Beide waren jetzt nur von den Haaren bedeckt. Sanft streichelten sie ihre nackte Haut. Es war hell genug, um den jeweils anderen in seiner körperlichen Schönheit sehen zu können.



Der Mond war schuld.

Aber wo ist denn da Schuld? Ist es nicht schön, den anderen bei der Liebe sehen zu können?
Die Gefühle, die durch die jungen Körper strömten! Sie sind mehr, als jemand beschreiben könnte. Es ist die Essenz des Lebens!

Romeo flüsterte leise: "Lisa, es ist wunderschön. Unsere Körper, sie sind das Schönste, was uns das Universum geschenkt hat."

Lisa: "Ja, ich liebe deinen Körper, deine Haare, die nackte Haut. Und ich spüre dich, neben mir, deine Seele, dein ganzes Ich. Ich liebe dich."

Dann schwiegen sie, gaben sich nur den Gefühlen hin. Die Gedanken, sie brauchten gar keine Worte mehr, sie spürten die Gedanken des anderen und ... die Seele.

R: << Wir lieben uns! Es ist schön, und niemand stört uns dabei. Keine Moralwächter, die es verbieten. >>

L: << Spürst du Sie? Sie ist mit uns. >>

Es war wie eine Berührung mit der Unendlichkeit, und sie machte ihnen keine Angat.

R: << Diese Gefühle, ich kann das Schöne gar nicht in Worte fassen, in Gedanken. Einfach nur erleben. Wir spüren sie durch unsere Körperlichkeit ... es ist die Einheit von Körper, Seele und Geist. Alles gehört zusammen, alles ist eins. >>

L: << Wir sind eins mit Ihr und  ... wir spüren ihre Seele!!! Romeo, Arianne hat eine Seele, sie offenbart sich uns!!! >>.

R: << Es ist wunderschön. Wir müssen keine Angst vor ihr haben, und wir müssen kene Angst haben, dass wir etwas Verbotenes tun. Einfach nur leben und lieben und körperlich seelisch eins werden. >>

Streichelsex?

Ja, aber auch viel mehr als das, spirituelle Sexualität.

Und ... kann das nicht Konsequenzen haben?

Frage Sie.

...

Arianne, sie spürten ihre Seele und ... Arianne hatte eine Botschaft für sie.

L: << Romeo, Arianne teilt sich uns mit. Sie mag uns, sie liebt uns!!! >>

Das Bewusstsein der beiden erweiterte sich grenzenlos. Sie spürten den Kosmos und das Leben darin. Das Wesen der Existenz, es offenbarte sich ihnen. Und sie spürten es durch ihren Körper, es berührte sie bis ins Innerste der Seele.

Dann geschah etwas merkwürdiges. Eine farbige Welle kam auf sie, abgeschirmt durch Arianne.

R: << Lisa, siehst du es. Es ist ... es ist eine Schmerzwehe der Arianne. Ich ... spüre sie. Aber sie tut mir nicht weh. Arianne beschützt uns davor. Aber ... sie, sie trägt dieses Leiden in sich, es muss ihr schrecklich weh tun. >>

<< Hallo ihr beiden, ja es tut weh, sehr weh, viel mehr als das, es tut unendlich weh. Es bringt mich nicht um, den ich bin mehr als jede Unendlichkeit sein könnte. Es ist die Existenz, die sich in mir spiegelt. Und da ich lebe, spüre ich auch das Leiden darin. Habt keine Angst, ich schütze euch davor. Nichts in Allem kann auch etwas tun, denn ich liebe euch. Ihr könnt mir helfen, wenn ihr wollt. In euren Träumen. Helft den Wesen, die ihr seht, denn jedes Wesen ist auch ein Teil von mir. Ich spüre es, seine Freude, seinen Schmerz. Und wenn ihr glaubt es nicht zu können, ruft nach mir. >>
...

Der erste Traum

Beide schliefen nun ein. Fest hielten sie sich umschlungen, bedeckt von den Haaren.
Es wurde hell. Wo waren sie nur?

Ein Liebespärchen, irgendwo in einem finsteren Kerker. Beide waren nackt und es blieb ihnen nicht mehr viel Zeit. Sie sollten öffentlich hingerichtet werden. So wie es mit allen Gottlosen geschah, die zügellos ihr Leben liebten und den großen Allvater verleugneten.



Ein Exempel, um die Kleingläubigen wieder auf den rechten Pfad des Glaubens zurückzuführen.
Manchmal wurden die Gefangenen auch einfach nur abgeschlachtet, weil es den anderen Spaß machte, oder aus Langeweile, oder zur Übung. Das Töten vor einer großen Menge, alles musste perfekt inszeniert sein.

Aber nun waren plötzlich vier Wesen in dem Raum.

Romeo und Lisa, sie wurden von den beiden angesprochen.

"Wer seid ihr. Plötzlich seid ihr einfach hier, ohne dass die Tür geöffnet wurde. Träumen wir?"

Romeo: "Es ist wohl eher so, dass wir träumen. Ihr seid in unserem Traum und nun sind wir selbst auch darin."

"Für uns ist das hier alles real."

Lisa: "Dann sind wir hineingepurzelt, in eure Realität."

"Hört ihr die schweren Schritte. Nur noch wenige Minuten. Dann werden sie uns töten. Bringt euch in Sicherheit, sonst könnte dieser Traum für euch zu einem Alptraum werden."

Romeo: "Ihr beide seid so schön, wir wollen euch nicht zurücklassen. Vielleicht können wir eure Seelen mit uns nehmen."

"Unsere Seelen? Wir möchten nicht von unseren Körpern getrennt werden. Wir lieben sie doch so. Deswegen wollen sie uns ja gerade bestrafen. Das Spirituelle darf nicht körperlich sein. Wir haben gegen das erste Gebot verstoßen, da wir uns selbst und unser Leben mehr lieben als den großen Allvater."

Romeo: "Aber, das Körperliche steht doch nicht im Widerspruch zum Spirituellen. Es ... es bringt das Spirituelle hervor und es ist eins mit ihm!"

"So denken wir auch. Aber es sind Gedanken, die Widerspruch erregen. Widerspruch der Mächtigen, die über unsere Körper verfügen wollen."

Romeo: "Das kennen wir auch. Das Körperliche zu lieben, es ist so wunderschön es zu spüren. Die Seele, sie liebt es, sie sehnt sich danach, es ist eine unendlich tiefe Sehnsucht in ihr, das Körperliche zu spüren und damit eins zu sein. Und wir, in uns, wir können es verwirklichen, weil wir leben. Warum erkennen so viele das Schöne nicht, das in uns ist?  Warum wollen sie es zerstören? Und all die ganzen Religionen, sie glauben an das Gute und an das Böse und dass beides gegeneinander kämpfen muss. Nicht für das Leben, für einen Platz danach in einer fiktiven Welt des Spirituellen."

"Wir teilen eure Gedanken, es ist schön, dass auch ihr sie kennt :-)). Aber nun hier in dieser Wirklichkeit, die Mächtigen sind zu stark. Sie zerstören das Leben so oft. Es gibt so viel Leid und Schmerz in dieser Welt, warum nur? Ob es diabolischen Kräfte gibt, die sich davon ernähren? Aber im verborgenen, diejenigen, die überleben dürfen, sie werden das Leben weitergeben. Vielleicht in eine Wirklichkeit, die ihm eines Tages den Raum einräumen wird, nach dem es sich so sehr sehnt."

Romeo: "Unsere Zeit, sie ist der eurigen scheinbar weit voraus. Schwerträger gibt es nicht mehr. Aber andere, viel schrecklichere Dinge. Das Leben, es wird so oft getreten und das Schöne zerstört. Aber manchmal, manchmal dürfen wir es lieben. So sind wir nicht viel weiter als ihr, aber das Schöne, es gibt es immer noch, und es wird neu geboren, immer wieder. Nur wir wissen nicht, ob unsere Zeit nicht irgendwann ein Ende finden wird. Das Bewusstsein der Bedrohung, es wird immer stärker."

Lisa. "Was sollen wir tun? Autsch. Sie stehen bereits vor der Tür."

Romeo: "Wir können Arianne bitten, uns zu helfen. Bitte, bitte, lass die beiden mit uns gehen, in ihrer wundervollen Körperlichkeit."

Durch einen Traum hindurch, Körper durch einen Traum bewegen?

Das geht nicht!

Lisa: "Bitte liebe Arianne, bitte hilf uns. Wir haben nicht die Macht etwas zu tun, wir können nur träumen."

Die Tür wurde aufgestoßen. 3 schwerbewaffnete Schwertträger traten ein.

"Ihr da, habt ihr euch verfielfältigt? Wir brauchen nur dich und dich. Die anderen beiden, macht sie gleich an Ort und Stelle nieder."

Mit gezogenem Schwert näherte sich einer der Kerkermeister Lisa.

"Aua."

Man kann sich doch nicht in der Luft die Nase stoßen!

Ein dumpfes Grollen erfüllte den Raum. Dann eine Musik, die bei den Kerkermeistern Panik auslöste. Sie mussten etwas ganz schreckliches gesehen haben. So schnell wie sie nur konnten, rannten sie davon. Nein, sie flogen geradezu davon.

Da musste jemand nachgeholfen haben, sie loszuwerden. Aber es geschah ihnen nichts. Sie wurden nur hinauskatupultiert.

Unser beiden Liebespaare wieder allein.

"Die Tür ist nun offen. Wir könnten einfach hinausgehen."

Gesagt getan und ... alle vier befanden sich mit einem mal in dem Käfig, von dem aus die Traumreise ihren Anfang genommen hatte.

"Hey, ihr beiden, wacht doch bitte auf."

Verschlafen rieben sich Romeo und Lisa die Augen.

"Ihr seid hier, mit uns gekommen?"

Ganz liebevoll schauten sich die vier gegenseitig an und umarmten sich dann spontan. Dann wurden sie eins miteinander und ... eine Göttin lächelte ihnen zu.
...

"Dieser Platz hier, ist er nicht auch ein Gefängnis?"

"Ja, schon. Aber wir werden beschützt. Habt keine Angst."
...
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