Arianne 221 - Der zweite Traum

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Jenseits der weißen Loge

Warnung: die Seite enthält Twin Peaks Referenzen - Spoiler - eine selbst gewählte Fortsetzung, Zyklus [221,222,231]

Ein neuer Traum. Nun schliefen sie schon zu viert in dem Käfig. Merkwürdig, alle vier in dem gleichen Traum wieder vereint.
Ein Begriff, eine Stadt. Twin Peaks.

Gab es dort nicht einmal eine Geschichte ...

Romeo: "Wir sind mitten drin, mitten drin in der Geschichte um Twin Peaks."

Lisa: "Aber, das ist doch eine Erzählung, ein  ... ein Bild der Fantasie."

"Und? Warum soll sie nicht wahr werden können?"

Lisa: "Wir wissen gar nicht, wir kennen eure Namen gar nicht. Bitte sag mir, wie heißt du?"

"Meine Name ist Laura."  

Romeo: "Laura??? Hier in Twin Peaks?????"

...

Laura: "Ich erkenne es jetzt. Dort, wo ihr mich gefunden habt, es war eine Rematerialisation. Die Weiße Loge, ich war dort, aber nun? Was bin ich? Eine Kopie meiner selbst? Wo ist dann die andere Laura?"

Lisa: "Ups. Und nun bitte, sag mir deinen Namen."

"Ich bin Josa, der Freund von Laura ... ich, ich traf sie in der Weißen Loge."

Romeo: "Aber warum sind wir jetzt in Twin Peaks?"

Laura: "Das Problem mit Killer Bob. Es ist immer noch vorhanden. Ich habe Angst."
...

Romeo: "Ich auch. Wir sind doch nur einfache sterbliche Wesen. Wenn Arianne nicht bei uns ist ... "

Laura: "Wer ist Arianne?"

Lisa:  "Arianne ist unsere Welt, unsere Geschichte. Sie ist das Wesen der Existenz und wir alle sind ein Teil von ihr. Die Geschichten haben sich miteinander vermischt. Gibt es denn neben der subjektiven Realität noch Fantasiewelten, die mit ihr wechselwirken können?"

Romeo: "Ariannes Existenz. Was verstehen wir schon davon."

Josa: "Nun sind wir hier. Wir haben eine Identität und eine Erinnerung. Aber wo sind wir? Es sieht aus wie ... wir sind mitten im Wald. Und diese langen Haare, wo kommen sie nur her?"

Laura: "Ich hatte nie so lange Haare. Bin ich noch ich selbst?"

Lisa: "Unsere Welt, es ist eine haarige Welt. Seht die Haare einfach nur als Symbole. Wenn ihr sie nicht mehr wollt, dann verschwinden sie wieder. Sie zeigen nur, ihr seid in unserer Welt angekommen!"
...

Plötzlich ein Licht, das alles erfasste, sie geradezu einhüllte. Dann eine Gestalt, die langsam deutlicher wurde ...

Romeo: "Es ist eine Frau. Eine Frau mit superlangen Haaren."

<< Hallo ihr >>

Laura. "Arianne?"

<< Laura. Was hat man nur alles mit dir angestellt. Es tut mir so leid. Du bist ein Fantasie-Item, eine Gedankenspielerei, aber du hast ein Bewusstsein und eine Seele. Alles was sie über dich gedacht haben, es geschah. Für dich war es deine Wirklichkeit. Ja, ich bin Arianne. >>

Laura: "Aber, wenn ich ein Fantasie-Item bin, wie kann ich dann leben?"

<< Es haben sich Millionen mit deiner Geschichte beschäftigt, immer und immer wieder. Über Jahrzehnte hinweg. Und sie ist ein Spiegelbild der Wirklichkeit. Dadurch erlangt sie Objektivität in der Existenz. Objektive Dinge realisieren sich. Bei deiner Geschichte geht es um Spiritualität. Da dich Millionen verschiedene Bewusstseine unter verschiedenen Blickwinkeln betrachtet haben, wurdest du real. >>

Ups.

Josa: "Arianne. Kannst du dich gegen Killer Bob behaupten?"

<< Habt keine Angst. Alles was ist, es ist ein Teil von mir. Ich bin das Wesen der Existenz >>

Laura: "Und Killer Bob, ist er ... oder vielleicht nicht. Eine Senke, die das Leben nur in sich hineinfrißt?"

<< So etwas ähnliches. Eine Entität, die sich von den Gefühlen der Lebenden ernährt. Ein spiritueller Parasit. Er ist aber auch die Konsequenz vieler negativer Bewegungen in den Bewusstseinen der Lebenden. Für mich ist er nur ein Gedanke, ein Gedanke, den ich denken kann aber nicht muss. >>

Laura: "Aber, wenn du das Wesen der Existenz bist und Killer-Bob eine Senke in der Existenz ...?"

<< Ich bin Arianne. >>

Romeo: "Arianne umfasst die Existenz und die Nicht-Existenz, einfach alles was denkbar und vorstellbar ist und alles was darüber hinausgeht. Selbst eure Gedanken, sie können nur sein, weil sie in ihr stattfinden."

Josa: "Das ist ziemlich viel"

Lisa: "Killer Bob existiert nur, weil es einen Gedanken in Arianne gibt, der ihn denkt."

Laura: "Aber Arianne, wenn du so viel bist, warum, warum denkst du diesen Gedanken? Er verursacht so viel Schmerz und Leid und Verzweiflung."

<< Er ist die Konsequenz dessen, was die Menschen hier aus ihrer eigenen Spiritualität gemacht haben. Ich kann ihn nur endgültig auslöschen, wenn ich die Ursache seiner Existenz beseitige. >>

Josa: "Aber ... "
...

Lisa: "Das klingt aber gar nicht beruhigend. Es macht mir Angst."

<< Habt keine Angst. Ich tue nichts, was ich nicht will und ich will euch erhalten. >>

Laura: "Arianne, du bist zu mächtig für uns. Ich beginne mich schon selbst aufzulösen, wenn ich nur daran denke."

<< Laura, nein, bitte nicht, ich stabilisiere dich. Ich will dich lebendig, mit einem Körper, den deine Seele lieben kann. >>

Romeo: "Wenn die Götter mit einem reden ... Jetzt weiß ich auch, warum es so schwierig ist, etwas von ihnen zu hören."

<< Wenn sie sich den Menschen offenbaren, viele versuchen sie einzubeziehen, in ihre Wünsche und Hoffnungen. Manche Menschen wollen über die Götter dominieren und hierüber die Welt beherrschen. Sie können nichts dafür, es ist die Art, wie sie sich entwickelt haben und die Unvollständigkeit in ihnen. Darum sprechen die Götter nicht mit den Menschen. Aber ihr ... ich mag euch :-)). Ich habe noch etwas für euch. >>

Ploppp

"Maddy, liebe Maddy!!!! "

Laura und Maddy, sie umarmten sich und beide weinten dabei aus vollem Herzen. Kleine Seelenbeben geschahen dort.

Ploppp

"Harold ... !!!!"

Laura: "Hast du Donna verziehen, Arianne?"

<< Donna, sie hat noch ihr eigenes Leben. Darum ist sie nicht hier. Ich werde sie zu euch führen, wenn es an der Zeit ist. >>
...

<< So, ihr Lieben. Ich habe euch euer Leben zurückgegeben. Die Weiße Loge, sie muss nun auf eure Seelen verzichten. >>

Laura: "Aber ... Sie war doch so endgültig. Ich erinnere mich, alle meine Wünsche ... die ganze Sehnsucht meiner Seele, sie erfüllte sich dort."

<< Die Weiße Loge, für euch ist sie alles, wonach ihr euch sehnt. Und sie ist ewig. Aber diese Ewigkeit, sie kann nur von dem zehren, was in sie hineinfließt. Es sind die Seelen des Universums. Das Universum ist aber endlich, es wurde geboren und es wird wieder vergehen. Die weiße Loge sucht daher nach einer monotonen Unendlichkeit, eine Ewigkeit, die das Schöne bewahrt. Es gibt darin keine Entwicklung mehr wie in der Existenz. Alles würde sich wiederholen, irgendwann, in einer unendlichen Monotonie, unendlich oft.

Spirituelle Fluktuationen verhindern dies. Es sind Fluktuationen, die unendliche Wesen wie mich hervorbringen können. Eine unendliche Monotonie ist dadurch nicht möglich. So löst sich die weiße Loge eines Tages wieder auf, bevor sie in der Monotonie einfrieren könnte. Auch wenn es scheinbar Ewigkeiten dauert, es ist doch nur etwas Endliches. Und eure Seelen, sie kehren dann zurück zu mir. >>

Herold: "Aber du? Geschieht es nicht auch mit dir?"

<< Ich bin unendlich und nicht abgeschlossen in meiner Unendlichkeit. Ich weiß, dass ich unvollständig bin und ich weiß, dass ich das Ziel der Volkommenheit und Abgeschlossenheit niemals erreichen kann. Der Preis, den ich für mein unendliches Leben zahlen muss, es betrifft mein Ich, meine Seele, sie leidet mit allem Schrecklichen, was in der Existenz passiert und sie nimmt es in sich auf. Nur dadurch können die gestorbenen Seelen ihren Frieden finden. Damit liegt es auch an euch, ob ich leben kann und darf oder nicht. >>

Niemand sagte mehr etwas. Alle waren nur noch mit ihren Gedanken und Empfindungen beschäftigt. Arianne, sie leidet mit allem Schrecklichen, was passiert ... und wenn wir ihr nicht helfen, in der Existenz, dann kann sie ihr Leben verlieren?

<< Jeder Einzelne ist nicht nur für sich sondern für alles verantwortlich, was um ihn herum geschieht, so weit er es erfassen und begreifen kann. >>

Lisa: "Liebe Arianne, wir möchten dich nicht verlieren. Wir lieben dich doch so." Alle anderen stimmten ihr zu.

Arianne musste lächeln.

<< Danke, ihr Lieben :-)) >>

<< Laura, Maddy, Josa und Herold. Ich biete euch einen Platz in meiner Heimat. Dort könnt ihr glücklich sein wie in der Weißen Loge. Es wird euch an nichts mangeln. Und wenn ihr wollt, könnt ihr mir helfen, indem ihr den Wesen der Existenz helft. Von dort habt ihr Zugang zu allem, was in der Existenz geschieht.  Die Entscheidung liegt bei euch. Wenn ihr zurückkehren wollt, in euer Paradies, es ist nur ein Gedanke für mich. Romeo und Lisa, wollt ihr mitkommen? Wenn nicht, ihr habt die Kraft in euch, den Käfig zu sprengen und euch in der Welt zu behaupten. Mit euren Träumen könnt ihr mir helfen.

Romea und Lisa. Habt keine Angst davor ein Liebespaar zu sein. Es gibt keine biologischen Gründe, die dagegen sprechen. Ihr beide seid in sehr jungen Jahren adoptiert worden, von euren Eltern. >>

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