Arianne 229 - SofXty

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Vergangenheit der Phönix-Ebene

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SofXty, ein Wesen des Kontinuums. Sie umfasste zwei Stufen der Unendlichkeit.

SofXty erkannte, dass sie der Katastrophe nicht entkommen konnte. Die Kontinua der Umgebung brannten, das Feuer drohte auf ihre Zeitströme überzugreifen.

Panik? Nein, sie spürte keine Panik in sich. War sie nicht bereits einmal den kosmischen Werwölfen entkommen? Ein ganzes Rudel hatte Jagd auf sie gemacht und keines der höheren Wesen hatte ihr geholfen.

Warum auch, es betraf sie ja nicht. Und nun, fühlten sie sich vom Ende ihrer Welt betroffen? Ein Ende, das sie selbst verschuldet hatten?

Wo war das Wesen der Liebe, jetzt, wo sie so dringend gebraucht wurde? Oder Sensity, die Göttin der Verlorenen, wo war sie? Es waren doch alles nur Legenden. Nur Weepy, die Legende des Todes ...

Nein, sie wollte nicht zürnen.

Und? Lebst du noch oder vielleicht nicht?

Ein Gedanke, er war einfach da. Wenn ihr wirklich niemand geholfen hätte ... ?

Die ganze Ebene brannte. Die Zerstörungen waren absolut, nichts würde überleben.

Nichts?

Dieser Gedanke, << Nichts >> würde überleben ... Warum verfolgte er sie?
...

Interferenzen! Softy brachte 2 benachbarte parallele Zeitströme zur Interferenz, und teilte sich darin auf. So konnte sie mit sich selbst interferieren.

Benachbart! Als wenn das << Unendlich Kleine >> so etwas wie Nachbarschaft kennen würde.

Egal, zwei parallele Zeitströme, die miteinander interferieren konnten, d.h. sie durften sich kaum unterscheiden.

Kaum?

Eine Ermessensfrage. Abhängig von den Fähigkeiten, die SofXty mitbrachte.

SofXty bewirkte eine Verschiebung der elementaren harmonischen Schwingungen von Raum, Zeit und Materie und überlagerte die beiden Zeitströme dann. Das Resultat war destruktive Interferenz!

Pi halbe?

Ja, so ungefähr.

Warum nur ungefähr?

Nun, abolut destruktive Interferenz würde sie volkommen auslöschen. Sollte im Bereich der Unschärfe nicht eine winzig kleine positive Wahrscheinlichkeit für Existenz erhalten bleiben?

Wollte sie sich selbst auslöschen?

Nein, nur klein werden. Ganz klein, immer kleiner. So klein, dass die Ortsunschärfe greifen würde.
Die Angriffsfläche der Katastrophe sollte gegen Null gehen, zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass es sie treffen würde.

Ein unendliches Wesen kann das!

Aber ... wie sieht das dann aus?

Nun, die unendliche Ausdehnung der Zeitströme reduzierte sich in einer Dimension, zunächst einmal fixiert auf 5000 m.

Ein Tunnel?

Ein Tunnel, der unendlich ausgedehnt war? Ohne seitliche Grenzen. Ein Alptraum!

Und Softy mitten drin, mit all den kleinen Wesen, die ihre Zeitströme bevölkerten. Aber die Kompression endete damit nicht. Die vertikale Ausdehnung des Tunnels reduzierte sich auf Null und der Ich-Teil aller Lebensformen auf einen Punkt ohne jede Ausdehnung.

Das gibt eine unendlich große Unschärfe!

Und sie existierte nur innerhalb dieser Unschärfe. Räumlich und zeitlich nicht lokalisierbar. Lokal betrachtet war dort nur noch das Nichts.

Selbst konnte sie sich aus diesem Zustand nicht mehr befreien. Sie brauchte äußere Hilfe. Und dort musste sie überhaupt erst einmal wahrgenommen werden.

Von einem Wesen, das Unschärfen wahrnehmen kann? Ohne überhaupt einen realen Bezug zu etwas, das existiert?
...

Destruktive Interferenz. Was geschah mit der Energie, die dabei verlorenging?

Abgestrahlt nach außen.

Aber ... damit vergrößerte sie das Ausmaß der Katastrophe doch für die Umgebung. Das müssen unendlich große Energiemengen gewesen sein!

Ja, denn die beiden Zeitströme waren unendlich groß, in allen Dimensionen.
Aber die abgestrahlte Energie war vernachlässigbar gegen die Fluktuation des brennenden Vakuums. 

Und die abgestrahlte spirituelle Energie?

*seufz*. Daraus können sich unter bestimmten Bedingungen Gespenster bilden, wenn das Feuer einmal erloschen sein sollte.

Verbrennt die sprituelle Energie denn nicht?

Wir wissen es nicht so genau. Das Leben an sich wird sterben, und mit ihm die gesamte Physik des Kosmos, einschließlich Raum, Zeit und Materie, so wie wir sie kennen. Aber die transzendenten Formen der Energie? Vielleicht, vielleicht, wenn die Katastrophe die ganze Ebene zerreißt, dann könnte auch dies ein Ende finden.

Aber dazu ist selbst dieses Feuer nicht stark genug. Es verbrannte den spirituellen Teil der Ebene, ihr äußeres Bewusstsein. Die Hardware, das Skelett, es blieb übrig.
...

ArtXXa schaute in den Himmel. Dort oben war alles schwarz. Und die Umgebung um sie herum? Es gab Lichtquellen, die Luft selbst schien zu strahlen. So, dass es nicht in den Augen schmerzte. Aber sie wusste, es war kein Licht, das sie sehend machte. Es war die spirituelle Energie der SofXty.

"SAlXYus, dieser Himmel, er ist so schwarz. Schwärzer, als jede Nacht sein könnte."

"Ja, ArtXXa, es ist der Ereignishorizont unserer Welt. Nach außen wirkt er wie ein weißes Band, repulsiv. Wie ein unendlich ausgedehntes weißes Loch."

A: "Und die Wirkung auf unsere Welt?"

S: "Wie ein Vakuum, das alles an sich reißt. Ein schwarzes Loch. Aber SofXty hat einen Schutzschirm davorgeschaltet. Mehr als das, sie ist es selbst, dieser Schutz."

A: "Unsere Welt ist so klein geworden. Wenn wir dort hinaufsteigen würden, gerade mal 2500 Meter über der Symmetriebene."

S: "Und nach unten ... der große Brunnen, noch einmal 2500 m."

A: "Aber sie ist unendlich in der Breite. Siehst du die Lichtzüge, die dort entlangrauschen?"

S: "Ja, damit erreichen wir ferne Welten. Aber was geschieht dort draußen?"
...

Der Himmel veränderte sich.

A: "Schau, dort, der rote Schimmer!"

Es machte den beiden Angst. Schimmer, die durch einen Ereignishorizont hindurchdiffundierten? Was für ein ungeheures Chaos musste dort draußen herrschen. Es konnten doch nur Quanteneffekte sein, die Teilchen hindurchschleuderten.

Wenn das nicht aufhörte ... würde der Wall brechen?

SofXty meldete sich bei ihnen. Und nicht nur bei ihnen, alle Wesen in den Tunnelwelten spürten ihre Gegenwart.

<< Habt keine Angst, ich werde den vertikalen Durchmesser des Tunnels verkleinern, so klein, dass wir für die Außenwelt aufhören zu existieren.
Wenn das Licht verschwindet. Die Dunkelheit, es ist nicht der Tod. Es ist die Null, der Zustand, in dem unsere Tunnelwelt keine Energie mehr enthält, keinen Raum, keine Zeit. Ihr seid in mir, eure Seelen gehen nicht verloren. Sie haben keine räumliche und zeitliche Ausdehnung und keine innere Energie, so passen sie in das Nichts, das ich bilden werde. >>

Softy wirkte so beruhigend. Alle Panik verschwand, grenzenloses Vertrauen erfüllte die kleinen Wesen. Softy war doch so groß ... unendlich groß, und sie widmete sich ganz den Ängsten ihrer kleinen Schützlinge ...

Das Licht, es begann zu dämmern. Es wurde dunkel. Aber es war keine absolute Schwärze, dort war ein spirituelles Licht in allem. Ein Funke, ein Spark, der nicht erlosch.

Sie wurden müde, die Wesen dieser verloren Existenz und sie schliefen ein, zusammen mit ihrer Göttin. Nur der Traum vom Leben blieb zurück, in ihnen und sie verschwanden aus der Existenz.

Sie wurden zu einem Teil des Nichts.
...

Gegenwart

<< Jasmina, Janina, ich spüre etwas >>

<< Sweety? Wir spüren nichts. Nur das Vakuum, das Nichts >>

<< Ich sehe etwas ... einen Funken, ich kann ihn nicht fassen, denn er ist nicht lokalisierbar. Der Tod in mir, er hat etwas gefunden, das nicht tot ist. >>

<< In welcher Dimension der Unendlichkeit hat er etwas gefunden? Dort ist doch Nichts. Einfach nur Nichts. >>

<< Ich brauche Energie, viel Energie, sehr viel. Mehr, als ich selbst abstrahlen könnte, ohne mich aufzulösen. >>

<< Und wenn wir dir helfen? >>

<< Nein, nein, es könnte euch gefährden. >>

Also, wo die Energie hernehmen?

<< Es sind die fluktuierenden Gespenster, wir brauchen deren spirituelle Energie. >>

<< Aber, wieso gibt es so viele davon? Sie haben doch bereits einmal ihre Energie der Ebene zurückgegeben? >>

<< Sie bilden sich immer wieder neu. Es liegt an diesem Kontinuum. Es gibt freie Energie, die dem Innern der Ebene nicht zugeordnet werden kann. Daraus schöpfen sie ihr Potential >>

<< Also müssen wir sie überreden? >>
...

Es dauerte einige Zeit. Aber letztendlich hatten sie ein Einsehen. Sie erkannten sich selbst nur als rudimentär, ohne eigenes Leben. Und sie gaben ihre Energie der Ebene zurück.

Nicht alle, nur die in diesem Teil der Unendlichkeit, der die Größe eines Kontinuums hatte.

Energie, zurückgegeben an das Nichts? Was geschieht dann damit?

Sie integriert sich in die Energie des Vakuums. Von außen nicht sichtbar, aber mit einem unendlich tiefen Potential.
...

Etwas bewegte sich. Wellen entstanden aus dem Nichts heraus. Es bildet sich ein ... Zeitstrom!

Nein, zwei parallele Zeitströme, die nebeneinander existierten.

Janina: << Oh, Zeitströme, die aus dem Nichts heraus entstehen... >>

Jasmina: << Sie trennen sich. Das Nichts, es entstand durch destruktive Interferenz. Durch die Rückgabe der Energie trennen sie sich nun wieder und entwickeln eine Amplitude größer als Null. Sie beginnen neu zu existieren! >>
...

Das Ende eines Traumes. Sie wachten auf und ... fanden ein neues Leben.
...

<< Hallo ihr, ich bin SofXty >>
...

SofXty

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