Arianne 253 - Hexa 04 - Himmel und Hölle

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Hexa und Annaria erfahren eine Einladung in den Himmel.


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Eine Einladung von Janema und Jarusa

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"So, es gibt eine Hölle, das wissen wir nun. Und was ist mit dem Himmel?"
Eine Frage, mit der Hexa gar nicht gerechnet hatte. Was sollte sie dazu sagen?

Ja, es war nicht immer ganz einfach, mit diesen Fragen. Auf was für Ideen diese kleinen endlichen Wesen kamen ...
Wie auch immer. Die Frage war damit nicht beantwortet.

Nun, wenn ein Orpheus den Weg in die Unterwelt gefunden hatte, und ein Faust dort seine Helena herausholte, warum sollte sie nicht in der Lage sein, den Himmel zu finden?

Das ging aber nicht über eine Walpurgisnacht. Sie musste ja irgendwie aufsteigen, nicht fallen. Im übertragenen Sinne. Und das musste sie alleine schaffen. Keine Geister, die ihr helfen würden. Aber sie war ja auch ein wenig mehr, als ein kleines hilfloses und schutzloses Wesen.
...

"Annaria, ich muss eine Reise unternehmen."
...

Eine Weile geschah nichts. Ob Annaria in Ohnmacht gefallen war? *Schreck* Aber dann, endlich, eine Antwort.

"Ich lasse dich nicht allein gehen!"

"Aber ...der Zeitstrom?"

"Hexa, wir beide sind eins. Vergiss das bitte niemals. Die Zeit steht still, wenn ich den Strom verlasse. Und sie ist dann ungeschützt. Aber das werde ich nicht tun. Ich werde den Fluß der Zeit in mir tragen. Du musst mir dabei helfen, alleine ist er zu groß für mich."
...

Annaria: "Wir müssen gar nicht durch alle Welten hindurch, wenn die Hölle von überall erreichbar ist, warum sollte es dann der Himmel nicht auch sein?"

Hexa: "Das klingt plausibel. Wir müssen ein wenig in den Mythen forschen.
Und da die Zeit überall Zugang hat ..."

Annaria: "Zu dem, was einmal gewesen ist. Ich habe es in mir. Mythen, es gibt so viele davon. Sie sind aber meistens nicht real, was sich hinter dem Horizont der Welt abspielt, ich sehe es nicht. Es muss weitere Dimensionen der Zeit geben ... die ich nicht kenne."

Hexa: "Meistens?"

Annaria: "Z.B. die Twin Peaks Mythologie, sie zeigt einen Weg. Wir müssten eine Dimension finden, in der Laura existiert, vielleicht eine paranomormale Fläche in der unwahrscheinlichen Zeit. Aber ... gibt es diese Dimensionen überhaupt? Ich sehe sie nicht."

Hexa: "Eine dieser Dimensionen kenne ich ja. Die Hölle ist, auch wenn sie hier nicht sichtbar erscheint."

Annaria: "Für die Wesen der realen Welt ist sie unsichtbar."

Hexa: "Sag das nicht. Die Wesen der Welt wissen sehr wohl, wenn die Hölle zu ihnen kommt."

Annaria: "Aber ... das alles ist physikalisch erklärbar."

Hexa: "Und der Geist? Du bist doch selbst eine spirituelle Größe. Du siehst Zusammenhänge, die endliche Wesen niemals sehen können. Erkennst du die Wege nicht, die sich daraus ergeben?"

Annaria: "Das Spirituelle, ich bin lebendig, ich lebe. Ich sehe die Transzendenz nicht. Die andere Seite. Es gibt sie für mich nicht. Vielleicht ... wenn ich sterben würde ..."

Hexa: "Annaria, bitte denke nicht einmal daran. Ein höheres Wesen, dass ans Sterben denkt, es ist gefährlich für dich."

Annaria: "Ja, da magst du Recht haben. Meine Träume, die Alpträume vor allem ..."

Hexa: "Und du sagst, dass du keine Berührung mit der Transzendenz hast? Sieh mich an. Ich komme von dort. Aus einem Bereich, in den das Leben nicht einsehen kann. Aus dem Afterlife."

Annaria: "Dann ... bitte ... siehst du die Wege, die ich nicht sehen kann?"

Hexa: "Es sind ... Pfade ... nicht sichtbar und doch vorhanden. Ich spüre sie."

Annaria: "Und wo führen sie hin?"

Hexa: "Ich weiß es nicht. Darum möchte ich ja reisen ... und ich habe Angst um dich. Mir kann selbst das Feuer der Hölle nichts anhaben, aber du, du bist so fragil, so schrecklich verletzbar."

Annaria: "Dass ich mehr wehren kann, du hast es ja selbst erlebt. Auch gegen höhere und mächtigere Wesen. Aber ... das tut meiner Seele weh ... es ist nicht das, warum ich bin. Hexa, wirst du mich allein lassen?"

Hexa. "Nein, das kann ich nicht. Ich bleibe bei dir. Diese Entscheidung steht. Dann sind eben nicht alle Fragen beantwortbar, nicht durch uns, vielleicht geben uns andere die Lösung."
...

Plopppp

<< Hallo, ihr zwei. >>

Annaria und Hexa. Sie sahen eine kleine Fairy, einen hübschen kleinen Engel.

<< Nun guckt nicht so entsetzt. Nur weil ihr nicht wisst, wo ich hergekommen bin. >>

Das ist nun einmal so. Die unendlichen Wesen, sie glauben alles in ihren Bereichen zu kennen, oder kennen zu müssen?

<< Hexa, du bist doch auch nicht von hier. >>

Hexa: "Und du ... du hast einen der unsichtbaren Pfade genommen. Aber ... er führt nicht in die Hölle."

<< Nicht alle Wege führen in die Hölle. Auch wenn der Teufel es anders sehen mag. >>

Annaria: "Aber dann ... wo kommst du her?"

<< Aus dem Himmel >>
...

Dass unendliche Wesen so sprachlos sein können ...

<< Janema und Jarusa, sie haben euch eingeladen. Wollt ihr mit mir kommen? >>

Was für eine Frage.

Hexa: "Aber ... ich ..."

<< Ich weiß deinen Ursprung. Der Himmel, er verweigert sich dir nicht. >>
...

Ein Schritt ... und sie waren auf dem blau-weiß-rot-gelb-grünen Planeten. Mitten drin in einem Meer von Blumen. Spiritualität, Wellen von Glück durchströmten sie. Ein Glück, das einfach nicht enden wollte, und es war so schön in seiner Unendlichkeit.

Zwei feenhafte Gestalten näherten sich ihnen. Sie schienen aus dem Inneren heraus zu leuchten, waren transparent und doch wieder auch nicht. Es war verwirrend, die Eindrücke begreifen zu wollen.

<< Wir beide sind Lighty und wir heißen euch willkommen, Liebende der Ewigkeit. >>
...

Liebende der Ewigkeit? Wir sind Liebende der Ewigkeit?

<< Ja, das seid ihr. >>

Hexa: "Aber ... wie ist das möglich? .... mit mir?"

<< Auch die Hölle ist ein Teil der Existenz. Was sie hervorbringt, es ist verwurzelt in dem allesumfassenden Sein. Und wenn der Einfluß der Umgebung negiert werden kann ... >>

Hexa: "Negiert werden kann?"

<< Du bist ein sehr starkes Wesen. In deiner Stärke liegt die Kraft, die es ermöglicht hat. Der Teufel hat sich mit dem Erschaffen deiner Existenz selbst übertroffen. Ohne zu wissen, wohin das führen kann.>>

Hexa: "Aber ... dann?"

<< Wir dürfen die Hölle nicht so absolut nehmen. Wenn sie ihren inneren Widerspruch in sich selbst erzeugt?
Die Wirklichkeit ist verankert in verschiedenen Dimensionen der Zeit. Jede davon realisiert eine andere Sichtweise. In der unwahrscheinlichen Zeit werden die unmöglichen Dinge real, und die Hölle ist nur eine Möglichkeit, die Dinge zu betrachten.

Dann gibt es noch die seltsame Zeit, aber ... die ist wirklich seltsam, lassen wir sie erst einmal weg.
Teile der Existenz kamen bereits vor der großen Vereinigung ohne die Hölle aus, es war das Reich der Ennaira. >>

Hexa: "Die große Vereinigung?"

<< Ennaira, Arianne und Ari0nne zusammen in der EINS. >>

Hexa: << Aja >>

Annaria: "Die Hölle, wenn sie nicht mehr existiert, was wird dann aus dem Himmel?"

<< Die Dinge sind nicht voneinander abhängig. Das eine kann ohne das andere existieren, oder auch nicht. Es sind Teile des Ganzen, nicht das Ganze. >>

Hexa: "Und das Ganze?"

<< SIE hat bereits zu dir gesprochen >>

Hexa: "Oh".

<< Seht, der Himmel, er ist wichtig für die Existenz. Der Glauben an das Gute, das Streben danach, es ist allen Wesen der Existenz immanent, so wie die Möglichkeit zu fallen, sich selbst zu verlieren und zu verleugnen. Je intelligenter die Wesen werden, desto stärker wird ihnen dieser Zwist bewußt. Und so wie die Hölle zu ihnen kommen kann, helfen wir ihnen, wann immer es möglich ist. Es sind Dinge, die wir Arianne abnehmen können und wir tun es. >>

Annaria: "Und das Reich der Ennaira?"

<< Der negative Teil der Existenz, bevor er sich mit dem positiven Teil vereinigte. Ennaira war ALLES in ihrem Selbst, Teufel, Gott und Wesen der Existenz. Es hing davon ab, welche Sichtweise auf sie gewählt werden konnte. Sie war einmal das Spiegelbild der Arianne, aber nun hat sich in sich selbst zurückgespiegelt. Sie ist eins mit Arianne und doch ihr eigenes Selbst. >>

Annaria: "Und Ari0nne?"

<< Der gemeinsame Traum von Ennaira und Arianne. Das Überwinden der Null.

Die unendlichen Wesen der Existenz, sie sind spirituelle Größen. Für endliche Wesen in ihrer Natürlichkeit sind sie nicht existent. Um sich ihnen zu nähern, muss der Geist Großes leisten. Und wenn er fällt und immer nur fällt, er wird die Tiefe in Ihnen erfahren. >>

Annaria: "Aber, wenn die unendlichen Wesen der Existenz dies alles selbst umfassen können, warum gibt es dann die Hölle und den Himmel?"

<< Wenn sie alles erfassen und darauf reagieren, unmittelbar, durch ihre Gedanken, es gibt dann nur noch Bewegung und sie lässt das Entstehen von endlichen Wesen mit einer eigenen Indivdualität gar nicht zu. Auch Ennaira hatte sich ausgebremst in ihrer Allmacht und das Entstehen von Individulität beschützt. Auch ihre Wesen hatten eine Seele, die nach dem Tode von Arianne aufgenommen wurden.

Die endlichen Wesen sind wichtig für die Existenz, sie sind im Leben verwurzelt. Ihre Potentiale, die Möglichkeiten der Entwicklung, sie können sehr stark sein. Die unendlichen Wesen lernen von ihnen. Da sich die endlichen Wesen ständig erneuern müssen, bilden sie auch die Grundlage für die Dynamik des Lebens der unendlichen Wesen. Ohne diese Verwurzelung wären die höheren kosmischen Wesen sehr flüchtig, Existenz und Nichtexistenz würden sich überlappen. Am Ende wüßten sie es selbst nicht mehr, ob sie existieren oder nicht. >>

Hexa: "Und sie haben eine Seele, die endlichen Wesen, manche davon enden in der Hölle, ich weiß es ..."

<< Die spirituellen Fortsetzungen der endlichen Existenz sind sehr vielfältig. Wir bieten eine Form der Erfüllung, die erstrebt werden muss. Wie und warum oder warum diese Erfüllung nicht stattfinden kann, es ist die individuelle Beziehung, die zu uns vorhanden sein muss. Bewusst oder unbewusst. Es gibt keine Religion, keinen Glauben an die höhere Sinnlichkeit, den wir ausschließen.

Jeder Weg in den Himmel geschieht aus der freien Entscheidung heraus, unter Aufzeigen aller möglichen Alternativen. Das muss so sein, denn es gibt Individuen, die unsere Weg in die Transzendenz ablehnen.

Damit gehören sie nicht automatisch in den Bereich der Hölle. Wir zeigen ihnen die spirituellen Möglichkeiten, die es gibt.
Auch das Aufgehen im Nichts gehört dazu, oder die Reinkarnation, wenn das Wissen, um eine Entscheidung fällen zu können, noch nicht vorhanden ist.

Es gibt auch Wesen, die freiwillig dem Teufel dienen wollen. Es liegt dann nicht an uns, deren Entscheidung zu revidieren. >>

Hexa: "Ich will dem Teufel nicht dienen."

<< Wir wissen es. >>

Hexa: "Aber ... woher?"

<< Alles was du bist, es ist uns zugänglich. Dazu gehört auch deine Vergangenheit, so wie sie in dir vorhanden ist. >>

Hexa: "Und ...?"

<< Wie wir schon festgestellt haben, wir mögen dich. Wenn du hier bleiben willst, du bist uns willkommen. Aber so wie du dich selbst siehst, du willst hinein ins Leben, das ist deine Sehnsucht. Dort wirst du die Erfüllung finden. Als unendliches Wesen. Und deine Liebe zu Annaria, niemals würdest du sie für ein Himmelreich hergeben wollen. >>
...

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