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Arianne 254 - Darky und Photonia 01

Ein Wesen des Lichts trifft die Dunkelheit.

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Ein Wesen der Existenz am Scheideweg

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Ein Wesen der Existenz in Angst und voller Zweifel. Alles schien ihr zu entgleiten. Alpträume verfolgten sie.
Schuldzuweisungen, Rachegeister, sie floh vor ihnen und wußte nicht mehr wohin. Selbst ihr eigenes kleines Paradies war nicht mehr sicher. Die Grashalme raunten es ihr zu, wie schlimm es doch um ihre Existenz stehen würde.

Nur, was sollte sie tun?

Es würde sie zerreißen.  Ein Gedanke blieb noch. Die Dunkelheit in ihr, sie war so tief und undurchschaubar, so voller Irrgänge. Ob sie sich dort nicht einfach nur verstecken konnte?

Ein Gedanke streifte sie.

<< Du rufst nach mir? >>
...

Photonia dachte nach. Das Dunkel in ihr, ob es eine eigene Lebendigkeit besaß, so wie die Alpträume und all diese Geister, die sie verfolgten, die Ankläger und Klageweiber? Der Tod in ihr? Die Verneinung der Existenz? Nein. Sie trug nicht ihren eigenen Tod in sich, das wußte sie. Und das Dunkle ... sie war das Wesen des Lichts. Das Dunkel, war es durch das Licht verdrängt worden?

<< Nein, ich komme nicht aus dir. >>

Aber dann ... eine Stimme, ein Wesen, das sich selbst empfinden konnte? Warum konnte sie es nicht wahrnehmen? Sie war doch das ultimate Wesen ... hier ... an diesem ... nein, nicht wirklich. Sie hatte Angst. Und diese Angst, sie hatte sich gegen sie gekehrt, als wenn die Angst sie fressen wollte. Was blieb dann noch?

<< Hab keine Angst. Ich bin nur die Dunkelheit >>

Nur die Dunkelheit?

<< Viele haben Angst vor der Dunkelheit. Es sind aber oft nur die eigenen verborgenen Gedanken, die unerfüllbare Forderungen stellen. Und es ist die Evolution, das Dunkel kann gefährlich sein. Aber du, als Wesen der Existenz ... es sind nicht diese animalischen Ängste. Es ist dein Wollen ... du hast Angst vor deinem Selbst. >>

Ich ... aber ... ich will doch nur ...

<< Ich weiß, du brauchst es mir nicht zu sagen. >>

Kannst du mir einen Rat geben? Ich habe niemanden, den ich fragen könnte, denn alle Fragen und Antworten kommen aus mir.

<< Ich werde dir ein wenig Dunkelheit schenken. Komm, vertraue mir. Sie wird dich beschützen und dir Geborgenheit geben >>
...

Das Dunkle in ihr. Es wurde größer und ... allesumfassend. Und es gab nicht nur eine Dunkelheit. Sie als Wesen des Lichtes, sie erkannte die Tiefe darin, das Schwarze im Schwarzen, Wege, die ins Unendliche reichten.
Es gab keine Grenze für das Schwarze ... es wurde schwärzer und schwärzer.

Und sie ging darin nicht verloren. Das Licht in ihr. Es sagte ihr, wohin sie gehen konnte. Diese Tunnel dort, nein, die durfte sie nicht betreten. Jenes Tor dort, es führte in den Bereich der Nichtexistenz, der Transzendenz des Todes.

Nein, sie wollte nicht sterben.

Dann sah sie ihre Jäger. Mächtige Gesetzeshüter, allwissende Moralwächter. Sie suchten sie, um sie anzuklagen. Aber was war das Ziel? Wenn sie schuldig war, was war die Konsequenz. Eine Verneinung der Existenz? Dann würden auch all diese Hochheiligen Geister verschwinden. Mehr als das, sie würden
sterben. Trotz ihrer unendlichen Weisheit. Ob ihnen das bewußt war?

Wie konnte Allwissenheit nur so beschränkt sein?

Ha, sie sahen sie nicht. Nur wer im Dunkeln steht sieht das Licht? ... Sie war doch das Licht.

<< Du bist zu streng mit dir. Das sind alles nur Konsequenzen deines Denkens. Eine Existenz muss sich selbst tragen können. Aber ich weiß, wie schwierig das ist. Ich habe viele Existenzen gehen sehen, bevor sie sich entfalten konnten. Es ist eher die Ausnahme, wenn sie überleben können. >>

Aber, warum dann gerade ich?

<< Du bist schön, Photonia. Es ist das Innere in dir, das dein Äußeres gestaltet. Glaube mir, bitte, die Dunkelheit sagt das zu dir. Sie sieht das Licht. Du hast die Kraft für eine Existenz. Sie fluktuiert, löst sich auf, findet sich wieder zusammen. Du bist ein rasendes rotierendes Etwas, das so viel Energie erzeugt, dass allein ihre innere Schwere dich zusammenhält. Dein Ich macht dies alles mit. Es kann so keine Ruhe finden. >>

Dass sich alles dreht, ich weiß es. Aber, wer bist du? Du kannst kein Wesen sein, das aus mir geboren wurde, denn du strahlst so viel Ruhe aus, die ich nicht habe. Ich spüre dich.

<< Ich bin Darky, ein Wesen der Dunkelheit >>

Ein Wesen der Dunkelheit? Bist du der Counterpart zum Licht?

<< Ja, hier bin ich es. Relativ zu dir. >>
...

Darky, du wirkst so beruhigend auf mich. All diese Dunkelheit um mich herum. Sie gibt mir Geborgenheit.

<< Es ist die Dunkelheit des Vergessens. Vergiss einfach deine Probleme ... dann wirst du einen Neuanfang finden, der sich selbst tragen kann. >>

Vergessen? Aber ich bin doch verantwortlich für alles, was sich in der Existenz tut!

<< Das ist dein Problem. Du musst die Dinge sich selbst entscheiden lassen. Und du musst die Ergebnisse akzeptieren. Auch wenn sie deinen Wünschen widersprechen. >>

Das kann ich nicht!

<< Du bist so voller Gefühl. Du hilfst den Jägern und den Gejagten, du ernährst sie beide. Und da, wo du es nicht getan hast, verfolgen dich deine Moralvorstellungen. Photonia, du bist eine moralische Katastrophe, du lässt keine Zweifel an deinen Zielen zu. Das führt zu unlösbaren Problemen. Du kannst nicht für alles verantwortlich sein, was sich in der Existenz entwickelt. Du musst delegieren können, schaffe dir Wesen, die dir einen Teil abnehmen. Ich zeige dir, wie andere es geschafft haben. >>

Andere haben es geschafft? Gibt es denn mehr als eine Existenz?

<< Es gibt für alles was ist Parallelität. Ich, als Wesen des Vergessens, habe ein Teil der Erinnerungen bewahrt. Ich zeige dir die Existenz der Arianne. Versuche von ihr zu lernen und ... vielleicht kann ich dich mit ihr zusammenbringen. Sie könnte dir helfen zu überleben. >>

Arianne?

<< Ein Wesen wie du. Sie hat ähnliche Ziele, aber sie akzeptiert die Widersprüche und stabilisiert dadurch ihre Existenz. Sie nimmt die Irrtümer in sich auf und sie leidet schrecklich dabei, so wie du. Aber nicht um den Preis ihrer Selbstzerstörung. Sie delegiert. Ihre Wesen sind autonome Geschöpfe, sie haben einen eigenen Willen und sie treffen eigene Entscheidungen. >>

Aber dann wird sie doch davon abhängig. Solche Entscheidungen könnten die eigenen Ziele in Frage stellen.

<< Das tun sie auch. Es ist das Vertrauen in ihre eigene Schöpfung, die sie so handeln läßt. Und sie hat Unterstützung durch andere, Wesen wie ich es bin. Siehe, ich bin zu dir gekommen. Versuche mir zu folgen, vertraue deiner eigenen Schaffenskraft, dann wirst du noch viel mehr Besuch bekommen. >>
...
Photonia
photonia

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