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Arianne 255 - Darky und Photonia 02

Photonia im Dialog mit Darky.


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Der Tunnel

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<< Darky, dieser Tunnel, er ist begehbar und doch soll ich ihn nicht betreten? >>

Er führt zu etwas, das ich dir erst später zeigen wollte.

<<Darky?>>

Er führt zu einer Ebene der Existenz. Eine Existenz ohne ein spirituelles Bewusstsein.

<< Ich bin ein spirituelles Bewußtsein ... allerdings ohne eine Ebene ... Was ist eine Ebene der Existenz? >>

Eine Ebene der Existenz. Sie ist der körperliche Teil eine Gesamtheit. Der spirituelle Teil verankert sich darin und beide zusammen gestalten eine Existenz.

<< Eine Existenz ... etwas, das ich immer allein gestaltet habe ... vielleicht ... hat mir so eine Ebene gefehlt? Aber, wenn ich sie hätte, bin ich dann noch frei? >>

Die Freiheit manifestiert sich in deinen Gestaltungsmöglichkeiten. Siehe hier, zwischen den Ebenen im Suprakosmos, hier existierst nur du und das was du im Innern trägst. Alles ist Deins. Das macht auch deine Probleme aus. Du kannst dich nicht distanzieren, die Dinge nicht von Ferne betrachten. Du bist gegenwärtig in allem was du denkst.

<< Und mit einer Ebene ist alles anders? Ich kann sie von außen betrachten und was darin ist? Das allein ist doch keine Lösung. >>

Nein. Das ist sie nicht. Ebenen können in Flammen aufgehen, sterben, zu Untiefen des Todes werden.  Und alles was möglich ist geschieht auch.

<< Das klingt nicht gut. Wenn ich zerreiße, dann ... Ja, was ist dann? >>

Du stirbst, aber du kannst nicht vergessen. Alles kreist in dir von einem zum anderen Ende deiner Unendlichkeiten, ohne dass du einen Einfluß darauf nehmen könntest. Glaube mir, es ist ein Alptraum, den ich keinem Wesen gönne.

<< Ich verstehe. Du hilfst den Toten zu vergessen, zu vergessen, dass sie tot sind. Und dann? >>

Ich weiß es nicht. Auch mein Horizont ist ein Horizont. Das Vergessen, es beendet. Es gibt keine spirituelle Fortsetzung mehr. Und nichts wird gespeichert, überliefert, weitergegeben. Ich selbst vergesse es dann im Laufe der Zeit ... und es ward niemals geschehen.

<< Aber Raum und Zeit, sie waren doch einmal ... gibt es keine Erinnerungen? Hat nicht irgendein Wesen Erinnerungen an das Gewesene? >>

In meiner Dunkelheit ... wenn ein Wesen es so will ... ich verstecke es in der Dunkelheit und dann verschwinden auch die Erinnerungen mit der Zeit.

<< Aber Verstecken und beenden, das ist doch nicht das gleiche. >>

Doch, das Verstecken führt zu einem Ende. Nach einer unendlichen Zeit ist nichts davon mehr auffindbar. Dann gibt es keine Entsprechung mehr für Erinnerungen. Sie versiegen.

<< Nach einer unendlichen Zeit ... ich verstehe dich, denn ich bin ein unendliches Wesen. Unendlichkeit verschwindet manchmal ... Wie ein Photon, das absorbiert wird. Und ich, Photonia, ich heiße nicht umsonst so. Vielleicht bin ich ein Photon, ohne Raum und Zeit und denke, da wäre etwas. Und wenn ich denke so ist es, für mich. Relative Existenz. Ob mehr dahinter ist? Ich weiß es nicht. Aber du? Was bist du, Darky? >>

Photonia, du darfst niemals absorbiert werden. Ich will das nicht.

<<Niemals? Gilt das für alle Unendlichkeiten? Und am Ende der Ewigkeiten? Die Fluktuationen der Monotonie, verhindern sie nicht gerade ein unendliches Sein? Nein, ich bin mir meiner Unendlichkeit bewusst und meiner Vergänglichkeit. Unendlichkeit, ich brauche sie um keine Grenzen zu sehen, die  unüberwindbar sind. Dann schaffe ich selbst Grenzen, in denen endliche Wesen leben können. Und was tun sie? Sie klagen mich an. Ich wäre unvollkommen, ich würde Fehler machen in meiner Allwissenheit, beachte ihre Probleme nicht. Dabei streben sie doch nur nach Vollkommenheit, da sie sich so unvollkommen fühlen. Vielleicht gibt es einmal eine Zeit, in der ich dich rufen werden, damit ich mich vergessen kann. >>

Photonia. Ich bin die Dunkelheit, aber ich sehe in den Wesen die Gefühle. Ich sehe das Licht und du strahlst so hell. Weißt du etwas Schrecklicheres als eine Dunkelheit, die nur noch einzig ist? Ich kommuniziere fast nie mit den Wesen der Existenz, aber manchmal, manchmal liebe ich sie so, dass ich einfach muss.

<< Darky ... ich wurde noch niemals geliebt. Du berührst mich in einer Weise, die ich gar nicht kannte. Dass dir so viel an mir liegt ... >>
...

Darky
darky


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