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Arianne 262 - Braidy 02


Beginn des Braidy Zyklus

Braidy und ihre Schützlinge

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Braidy und ihre 14 kleinen Menschlein, die es zu beschützen gilt:
Das Mädchen, Venezia, Annabas, Helena, Julius, Julia, Argonia, Heres, Tobias, Tallia, Toia, Persephone, Aphrodite, Lala.

Das Mädchen?
Sie wird von allen nur das Mädchen genannt.

Braidy, sie als das einsamste Wesen hier, von den eigenen Eltern aus dem Haus geworfen, sie war nun die große Beschützerin. Wie konnte es denn dazu kommen?

Das ist eine Frage. Sie ist die Antwort.
Etwas verwirrend vielleicht, aber es ist so.

Die Frage ist doch, wer ändert etwas an den Verhältnissen hier, wer hilft den Armen, den Ausgestoßenen, denen, die nur noch als Müll betrachtet werden ...

Wurde diese Frage nicht schon einmal gestellt?

Sie wurde schon sehr oft gestellt. Und diejenigen, die meinten darauf eine Antwort gefunden zu haben, sie sind längst tot, vergessen. Ihre Nachkommen bilden das Heute und Jetzt.

Die Frage, sie ist niemals beantwortet worden. Darum stellt sie sich heute wieder einmal neu.
...

Das Mädchen: "Braidy, was ist passiert?"

B: "Ich ... ich weiß es selbst nicht genau. Irgendetwas ... ein Geist ... oder ... ich weiß es nicht. Es sprach zu mir. Nein, ich hatte eine Eingebung. Eine Eingebung, dass sich alles zum Guten wenden würde. Ich bräuchte keine Angst zu haben. Dann spürte ich eine Kraft in mir ... eine ungeheure große Kraft, die alles hinwegfegen könnte was ist."

Venezia: "Hat diese Kraft uns geholfen?"

B: "Ja, sie hat einen Tornada hervorgerufen und der hat dann die Jäger hinfortgeschleudert. Ein merkwürdiger Tornado, er hat uns völlig ausgelassen, obwohl wir doch ganz nahe dran waren."

Annabas: "Der Tote ... er ist auch fort."

B: "Sie sind alle fort. Ich denke, niemand wird sie jemals wiedersehen."

Helena: "Ob sich die Welt verändert hat? Oder war das nur ein winziger Augenblick, den es eigentlich gar nicht geben dürfte?"

B: "Die Kraft, sie ... sie ist immer noch da. Sie steckt in den Haaren, meine Haare, sie sind voller Energie. Und sie sind nicht tot. Sie wispern, bilden Gedanken. Gedanken für eine bessere Welt."
...

Das Mädchen: "Wir 15, können wir denn eine bessere Welt schaffen?"

B: "Ich weiß es nicht. Die Welt ... sie läuft und läuft und was sie beeinflußt, wer kann das alles kontrollieren? Es ist nur so ... für uns ... für uns gibt es eine Sympathie, die einfach mehr ist als sich die dort draußen vorstellen können. Sie halten sich für zivilisiert, pflegen ihre geistigen Höhenflüge und denken, sie haben die Welt verstanden. Mit sich selbst im Zentrum und alles dreht sich drum herum. Aber so ist es nicht. Es ist nur Schein. Der Geist ... er hat sich von ihnen abgewendet und sie merken es nicht einmal. Es ist wie ein Monopoliespiel, nur sie wissen nicht, dass sie selbst die Figuren sind."

Holius: "Und wir? Was ist mit uns?"

B. "Sie mag euch. Warum? Warum sollte diese Frage wichtig sein. Sie ist und sie mag euch."

Das Mädchen: "Gaia?  ... oder ... oder vielleicht Arianne?"

B: "Ich weiß es nicht. Ein spirtuelles Wesen beschützt uns, sie gibt uns Kraft. Ist das nicht bereits genug?"

Annabas: "Eine Sie?"

B: "Ja, sie ist weiblich, für uns, weil wir selbst irgendwie feminin sind, auch die Jungen unter uns. Nein, es ist nicht das Geschlecht, es ist die Einstellung zu den Dingen, der Glaube an das Schöne, an das Leben, die Liebe zum Leben. So schwer, wie ihr es habt, und doch liebt ihr das Leben. Das hat sie berührt."

Annabas: "Ich bin kein Mädchen."

B: "Ja, ich weiß. Sie will dich auch nicht dazu verändern. Das Männliche, es hat seinen Platz, es ist wichtig und sie mag es. Wenn es nicht destruktiv wird, selbstzerstörerisch oder andere vernichten will. Nicht aus Notwendigkeit, aus der Lust heraus. Aber das kann auch durch das Weibliche passieren. Wir ... wir wollen doch wir selbst sein, deswegen hat uns diese Maschine ausgestoßen, dieses System, das nur den Zwang zur Vereinheitlichung und zur Kontrolle wirklich akzeptiert. Alles andere wird dem untergeordnet. Nur wir stellen die Frage, wem nutzt das Ganze? Wir sehen die Reichen und Mächtigen und wie häßlich sie sind, in ihrem Getue und dem Größenwahn, der ihr Leben bestimmt."

Julius: "Deswegen sind wir auch der Müll, den es wegzukehren gilt. Und das wäre er auch bereits, wenn sie nicht unsere Organe haben wollten."

B: "Dass es so läuft, es ist schrecklich. Aber nur wir erkennen das."

Das Mädchen: "Es gibt auch andere, die das erkennen. Aber sie sind zu schwach, zu wenig mutig oder einfach auch nur zu bequem, um wirklich etwas verändern zu wollen. Und viele haben ihre Umgebung so angenommen, wie es für sie am günstigsten ist. Vielleicht denken sie sogar, sie sind glücklich damit. Bis dann die Probleme kommen, aber dafür gibt es ja Ärzte, die alles reparieren."

B: "Indem wir 15 uns dem System entziehen können und es nicht die Macht hat, uns zu vernichten, verändern wir bereits die Welt. Es wird viele geben, die zu uns stoßen werden."

Julia: "Hast du denn so viel Macht in dir drin? Gegen das ganze System?"

B: "Ja, ich spüre es. Diese Macht ist nicht bezwingbar."
...
Braidy und das Mädchen
Braidy und das Mädchen

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