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Arianne 264 - Solfire

Solfire im Gespräch mit Gaia und dem Licht über die Menschheit der Erde.


Solfire und die Menschen

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Die Erde, die Sonne und das Licht. Es ging mal wieder um die Menschheit, die auf dem Planeten Terra wucherte. Wie Unkraut, das alles verschlingt, bis es an seiner eigenen Gefräßigkeit zu Grunde geht.

Gaia: Sie brauchen etwas mehr Zeit.

Solfire: Eine Million Jahre sind genug. Noch eine Million, und mein Feuer wird grau werden, vor Verzweiflung und Scham.

Das Licht: Sie sind doch nicht alle nur gefräßige Monster. Manchmal entwickeln sie eine Größe des Geistes, die bemerkenswert ist.

Solfire: Nur damit diese Größe an anderer Stelle noch mehr zerstören kann.

Das Licht: Du bist ungerecht gegen den Einzelnen. Wenn du alles in der Gesamtheit beurteilen willst, wozu dann die Individualität und der Geist im Kleinen?

Gaia: Ja, manchmal liebe ich dieses Kleine. Weil es so viel Größe zeigen kann.

Solfire: Das sind doch alles Schwärmereien. Am Ende zählt das Ergebnis. Und was ich hier sehen muss ... es füllt die Abgründe der Hölle.

Das Licht: Wenn es denn eine Hölle gäbe.

Solfire: Der Planet selbst wird zur Hölle. Zerfetzte Körper auf den Schlachtfeldern der Kriege, die von Ratten zerfressen werden, und das bei vollem
Bewußtsein der Opfer. Atombombenexplosionen, die keinen Ausweg mehr zulassen. Das Höllenfeuer kommt von allen Seiten und verbrennt die Menschen zu lebenden Fackeln. Was bedarf es noch mehr, um eine Hölle zu zeichnen?

Das Licht: Es verbrennen oft nur die Unschuldigen. Die Schuldigen sitzen in ihren Bunkern und überleben das Grauen.

Gaia: Ein Leben, das begrenzt ist. Am Ende stellen sich Fragen und es ergeben sich Antworten. Sie lernen daraus, nicht nur in einem Leben.

Solfire: Ja, die Parallelität der Welten. Wiedergeburt. Bis die gewünschte Alternative gefunden wurde.

Das Licht: Jedes Individuum hat auch ein kleines Licht in sich, sonst könnte es gar nicht leben. Es ist nur manchmal nicht zu erkennen, weil so viel Dunkelheit es umgibt. In den parallelen Welten kann es ganz anders sein.

Solfire: Und die Summe aus allen parallelen Welten? Wenn nun nicht mehr als eine Null dabei herauskommt?

Das Licht: Es gab Bewegung und Leben darin, und es gab Licht, das sich entfalten konnte. Ist nicht allein das schon genug, um das Leben zu bejahen?

Solfire: Ich höre die Verzweiflung der Verlorenen, den Schrei ihrer toten Seelen. Es ist mehr als nur grausam. Es reift in mir der innige Wunsch, dies alles zu beenden.

Gaia: Was willst du tun.

Solfire: Es ist ganz einfach. Ich explodiere.
...

Gaia: Ich möchte nicht sterben. Wenn du explodierst, tötest du mich. Nur das Licht bleibt übrig und verteilt sich in den ewigen Weiten des Kosmos.

Das Licht: Ja, ich verteile mich und werde dabei immer weniger. Am Ende ist dann auch nichts mehr, was noch des Denkens wert wäre.

Gaia: Also auch du ... endest?

Solfire: So ist es. Alles was ist, endet.

Das Licht: Soweit es einen Anfang hat.

Solfire: Du denkst an die Unendlichkeit? Nein, das darf es nicht geben. Ein unendliches Grauen ... allein die Vorstellung ist ein Alptraum.
Es gibt genug Parallelität im Kosmos. Dadurch wird etwas besseres geschaffen werden. Warum soll diese Menschheit den Platz besetzen, der besseren Wesen zusteht?

Gaia: Die Entwicklung auf der Erde ging über viele Milliarden Jahre. Es gibt andere Wesen dort, die es nicht verdient haben, zusammen mit der Menschheit unterzugehen. Sie sind noch nicht weit genug, aber sie haben das Potential zu denkenden und fühlenden Wesen zu werden.

Solfire: Die dann am Ende genau so handeln werden.

Das Licht: Das ist unfair, Solfire. Eine Bestrafung für etwas, das noch gar nicht geschehen ist. Und es muss nicht geschehen. Du willst etwas beenden, weil
es dich belastet. Aber du bist ein höheres Wesen und das ist der Preis, den du dafür zu zahlen hast. Für deine Existenz. Und du bist nicht allein. Die anderen Wesen in diesem Sonnesystem, sie brauchen dich. Sie lieben dich, sie verehren dich. Und das, obwohl sie gar nichts von dir wissen.

Kannst du nicht auch ein bisschen verstehen, welche Schwierigkeiten diese Menschen auf Terra mit sich selbst haben? Und dass sie versuchen, trotz alledem etwas zu bewirken, das positiver ist als der Istzustand, den sie gerade einnehmen?

Gaia: Solfire, du bist nicht die Einzige, die leiden muss. Meinst du, ich jubiliere, wenn ich diese Probleme sehe? Es ist aber schwierig, dort einzugreifen.
Jede Intervention kann Dinge bewirken, die am Ende den Strom der Zeit instabil werden lassen.

Aber ich möchte leben, ich möchte sehen, dass sich die Dinge positiv entwickeln. Und glaube mir, wenn ich nicht mehr anders kann, werde ich mich selbst darum kümmern. Trotz der Gefahren, die es auslösen kann. Und wenn es mich umbringen sollte.

Solfire: Das ist konsequent.

Gaia: Vielleicht ist es auch falsch, dass wir die Dinge dem Zufallsprinzip überlassen. Unsere Wünsche, unser Leiden, es ist auch unser Leben. Die Erde, die Menschen, es sind unsere Kinder. Versetzen wir den allzu Mächtigen einen Tritt in den Hintern, um Platz zu schaffen. Sie sind doch nur Dinosaurier, die sich irgendwann einmal überlebt haben. Aber die ganze Erde zerstören, damit wieder Ruhe einkehrt? Solfire, was ist mit dir? Hast du gar keine Freude an deinem eigenen Leben? Und warum ist das so? Dein Leben kann doch nicht nur durch andere bestimmt sein.

Solfire: Du berührst wunde Punkte, Gaia.

Das Licht: Und ich versuche sie zu heilen. Ich bin auch für dich da, Solfire. Und ich liebe dich.

Sofire: Liebe ... du berührst mich. Ich habe mich nie geliebt gefühlt. Immer nur als Spender von Licht.

Das Licht: Warum sollen die Kinder ihre Eltern nicht lieben? Ich tue es. Ich bin das Licht. Und es ist schön, das Licht zu sein.

Gaia: Auch ich liebe dich, Solfire. Als Kugel habe ich dich immer um mich herum. Du wärmst mich, gibst mir das Leben und das Glück. Die Menschen auf der Erde, es sind meine Kinder. Ich gebe ihnen meine Kraft und es ist schön, wenn sie das Glück des Lebens verteilen.

Und sind es nicht gerade wir, die nicht im Dunkeln stehen, die Kraft und Stärke vermitteln müssen? Sie brauchen uns.

Solfire: Nun denn. Eurer Optimismus und eure Liebe, er berührt mich. Ich spüre das Glück in euch und es macht mich glücklich. Ja, versuchen wir es, immer und immer wieder, solange wir können und leben dürfen.
...
Solfire
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