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Arianne 268 - Psyche

Psyche, Amos, Thalia und Obussus, sie sind Inkarnationen der Liebenden der Ewigkeit.


Psyche offenbahrt sich Thalia und Obussus

Die Sonne wurde zu einem kristallinen Diamant, der aus sich heraus leuchtete. Und das Besondere daran, sie wurde begehbar. Ja, man konnte auf ihrer Oberfläche entlangspazieren.
Und das war nicht alles.

Das Innere war zugänglich. Bei einem Sonnendurchmesser von 1.500.000 km ... es gab sehr viel zu entdecken.
Höhlen gab es dort, und riesige Hallen, in denen es wisperte. Als wenn die Geister der Zeit ihre Geschichten erzählen wollten.

Wenn man genau hinhörte ... erfuhr man alles, alles was einmal gewesen war ...
...

Thalia und Obussus auf der Oberfläche der Sonne.

T: "Schön ist es hier."

O: "Ja, das ist es. Wir sind mitten drin, in einem Universum aus Juwelen."

Mit einem mal hörten sie ein Wispern. Nein, es waren Gedanken, Gedanken die plötzlich vorhanden waren.
Und es waren nicht ihre eigenen.

<< Seid nicht so bescheiden. Ihr seid doch die Juwelen dieses Systems. >>

"Wir ... Aber ... Solfire? Sprichst du zu uns?"

<< Solfire ... sie ist überall und doch nicht greifbar. Nein. Ich bin nicht Solfire. Ihr kennt Euch doch ein wenig aus, in uralten Mythologien. Wir müssen weit zurückgehen, sehr weit, mehr als nur ein paar Millionen Jahre.

Was wisst ihr über die alten griechischen Götter?>>

O: "Mythologien? Ja, wir sind Mythologieforscher. Aber so weit ... nein, von den Griechen haben wir noch nie etwas gehört."

<< Es sei euch verziehen. Die Vergangenheit, mehr als 10 Milliarden Jahre entfernt, gemessen an euren aktuellen Kalendern. Über solche Zeitspannen sind Mythologie und Realität nicht mehr scharf zu trennen. Das eine wie das andere, es kann gewesen sein oder auch nicht. >>

O: "Aber, die Kausalität. Die Zeit. Ist sie nicht ein Strom, in dem das eine auf dem anderen aufbaut?"

<< In der Vorstellung von Wesen, die nur ein paar Jahrhunderte zu leben haben, ja, sicher. Aber dann verschwimmen die Eindrücke. Wissen über die Vergangenheit entsteht aus Überlieferungen. Und die werden überarbeitet, verfälscht, neu geschrieben. Selbst euer Gedächnis verändert sich über die Jahre. Die Gegenwart gestaltet ein Bild der Vergangenheit. Warum soll sich die Zeit anders verhalten? >>

T: "Die Zeit, du sprichst von ihr wie von einem lebenden Wesen?"

<< Sie ist eingebunden, in die Strukturen des Kosmos. Ihr kennt doch die Bilder über das Universum, Galaxien, Haufen von Galaxien, Superhaufen. Aus der Ferne betrachtet, es sieht aus wie die Vernetzung in einem menschlichen Gehirn. Und das ist keine zufällige Übereinstimmung. Die Strukturen des Kosmos, sie bilden ein neuronales System von Zusammenhängen. >>

"Das sind ja ganz neue Aspekte. Eine Zeitmaschine, wo würde sie hinführen?"

<< In eine der potentiellen Ströme, aus denen eure Gegenwart entstanden sein könnte. Aber ob euch dann die Ströme der Zeit wieder zurückführen können? Es ist ungewiss. Die Kausalität verliert sich bei Reisen durch die Zeit.

Es gibt unendlich viele parallele Ströme, in denen ihr verlorengehen könntet. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr hoch, wenn auch nicht exakt 1.

Genau so wenig wie es eine absolute Sicherheit gibt, ist auch das völlig Unmögliche nicht realisierbar.

In der unwahrscheinlichen Zeit ist eine Rückkehr möglich. Aber ich weiß nicht, wie ihr eine Wahrscheinlichkeit von 10 hoch (-123) realisieren wollt.
Wenn ihr trotz dieser Risiken eine Zeitreise machen wollt ... die Sonne, sie kann es euch ermöglichen. >>

"Wahrscheinlichkeiten? Sind wir denn nur wahrscheinlich vorhanden?"

<< Es gibt keine absolute Sicherheit in der Existenz. Was erwartet ihr? >>

"Mmmmh. Das sind neue Gesichtspunkte. Sie brauchen ihre Zeit ... um sie begreifen zu können. Bitte, wer bist du?"

<< Ich bin eine griechische Gottheit. Mein Name ist Psyche. >>
...

"Psyche ... der Name. Er bewirkt Assoziationen ..."

<< Ganz richtig. Ich habe eure Seelen begleitet, über all die Milliarden Jahre. Es war nicht immer ganz einfach. Es gab so viel Leid, so viel Schmerz. Die Freude an der Zerstörung und Selbstzerstörung. Das ganze Wirken des Kosmos spiegelte sich darin. Aber dann, dann war es doch wieder schön. Ihr habt fast alles zerstört, was ihr jemals aufbauen konntet. Und doch blieb ein wenig übrig. So ist die Wahrscheinlichkeit eurer Existenz auch größer als die eurer Nichtexistenz. Um ganze 0.000000000001 %.>>

"Keine sehr große Zahl."

<< Nein, aber auch nicht exakt Null. Und sie ist nicht negativ! Es ist aber sehr viel, gemessen an all den Wesen, die einmal gelebt haben. >>

O: "Wir sind etwa 10 Milliarden Individuen, verteilt in der Kugel unseres Planeten, im Innern. Das Äußere ... es gehört den Planzen und den Tieren."

<< Es sind die Lebenden, die zählen. Aber ... wisst ihr, wieviele von euch schon einmal gelebt haben? >>

T: "Nein. Wir leben und wir sterben. Der Tod, er nimmt uns unsere Liebsten, wir können ihnen nicht folgen. Unsterblichkeit, es ist uns nicht möglich."

<< Das Charakteristikum, es nimmt sie auf. Es umhüllt eure Welt und nicht nur eure Welt. >>

O: "Das Charakteristikum?"

<< Eine allgemeine Zustandsblase, die das Leben und den Tod umfasst. Ohne das Charakteristikum würden eure Seelen einfach nur verwehen. Wenn eure Vitalsubstanz nichts mehr wahrnehmen kann, dann ist sie auch nicht mehr. Sie geht dann auf in der Struktur des Kosmos. >>
>>

T: "Unsere Seelen ... können verwehen?"

<< Wenn sie keinen Halt mehr finden, dann expandieren sie in Raum und Zeit. Sie sind dann nicht mehr lokalisierbar. Ohne das Charakteristikum könnten sie im Unendlichen verschwinden. Sie wären dann nicht mehr nachweisbar.

Das Charakteristikum selbst ist eine in sich geschlossene 6 dimensionale Kugel mit einem Radius von 1000 Milliarden Lichtjahren. >>

O: "6-dimensional?"

<< Raum und Zeit bilden ein vierdimensionales Kontinuum. Es rotiert und erzeugt dadurch so etwas wie eine Zentrifugalkraft. Sie bewirkt den Strom der Zeit und die Expansion des Raumes. Ein Universum wie das eure enthält daneben eine innere Schwere. Das ist die fünfte Dimension. Sie bewirkt eine Krümmung der Raum-Zeit und erzeugt dadurch Räume und Hohlräume, in denen Leben entstehen kann. Für das Leben, wie ihr es kennt, bedarf es aber noch einer weiteren Dimension. Es ist die Psi- oder Vitalkomponente der Raum-Zeit mit Gravitation. >>

O: "Und das Bewusstsein, unser Ich?"

<< Es entsteht durch die selbstwechselwirkenden Kräfte in der gekrümmten 6 dimensionalen Mannigfaltigkeit. >>

T: "Ganz schön kompliziert. Das hätte ich mir einfacher vorgestellt."

<< Das Leben, wenn es ein Bewusstsein hat, es sieht sich selbst als einfach. Aber das ist es nicht. >>

O: "Ist es wirklich so einfach? Wenn ich an all die Probleme denke, die wir mit uns selbst haben und die wir anderen machen können ..."

T: "Das Leben und ... der Tod, das Charakteristikum? Was geschieht dann mit uns?"

<< Der Tod ist wie ein Traum, das Leben endet darin. Die Seele, oder anders formuliert, die Vitalenergie löst sich vom Körper. >>

O: "Und dann? Sind wir dann noch oder nicht? Und können wir überhaupt etwas wahrnehmen? Ohne Körper, ohne Sinnesorgane?"

<< Das Charakteristikum enthält Quellen für neues Leben. In vielen Fällen diffundieren eure Seelen wieder hinaus, in eine neue Form der lokalen Existenz. >>

T: "In vielen Fällen?"

<< Es gibt Alpträume. Aber lasst mich nicht darüber erzählen ... ich bin kein Altmeister der Schwarzmalerei, der euch Furcht einflößen will. Es gab einmal eine Zeit, die sich Mittelalter nannte. Weit, weit weg. So weit weg, dass Mythologie und Wirklichkeit nicht mehr zu trennen sind.

Dort wurden die Schrecken der Hölle erdacht, in Bilder gefasst und in Folterkammern umgesetzt .... Und das alles im Namen Gottes. Aber welcher Gott soll das denn sein, der solches duldet? Alle Schrecken der Hölle, die jemals erdacht worden sich, sie haben sich realisiert, über die Jahrmilliarden. Und es kam noch viel schlimmer, als die Denkmeister des Diabolischen sich vorstellen konnten. >>

T: "Die Hölle. Sind es die Kriege, in denen so viele verrecken mußten? Verbrannt, zerrissen, und das bei vollem Bewußtsein. Ist es das, was du meinst?"

<< Ja, sie manifestiert sich darin, und sie wurde von euch geschaffen. >>

T: "Von uns? Von uns allen? Aber ... gab es nicht auch viele, zu denen die Hölle kam und die sie gar nicht haben wollten?"

<< Das ist wahr. Nur deswegen existiert ihr überhaupt noch. Am Ende zählte nicht nur das Überleben. Viele der Mörder haben ihre Nachkommen in die Welt gesetzt und all die Toten ... nichts blieb von ihnen übrig.

Dennoch, es waren nicht nur die Höllenmeister, die überlebten. Sie alleine hätten eure Spezies nicht erhalten können.
Am Ende ereilt alle das gleiche Schicksal, nach endlicher Zeit. Das Leben, das ihr habt, ihr habt es geschenkt bekommen und glaubt ihr nicht, dass ihr es rechtfertigen müßt, es euch verdienen müßt? >>

O: "Du hast jetzt unsere Neugier geweckt. Sind wir denn nur geschaffen worden, damit es uns wieder zerreißen kann?"

<< Nein. Wenn ihr sterbt, dann seht ihr den Tod in einer Form, der euch vertraut erscheint. Das sind die Eindrücke, die ihr aus dem Leben mitnehmt.
Also diese skelettartigen Gestalten mit einer Sichel ... sie können real werden. Das ist aber nicht alles. Wenn eure Seele sehr stark geworden ist, dann seht ihr sie vielleicht, die das Charakteristikum umfasst ... >>

T: "Ein Wesen, das Tod und Leben umfassen kann?"

<< Sie umfasst das Leben und den Tod und sie hat einen Namen, Termine. >>

O: "Termine? Der Name besagt schon so einiges. Wie kann unsere Seele so stark werden, dass wir sie sehen können?"

<< Das ist individuell sehr unterschiedlich. Es hängt von den Voraussetzungen ab, unter denen ihr lebt. Ihr wisst doch, wie sich die Welt gestaltet. >>

T: "Ja, wenn einer arm geboren wird, oder krank ist, oder ein Sklave, dann kann er einen noch so großen Geist sein eigen nennen ..."

<< Nicht jeder Tellerwäscher wurde zum Millionär. Die meisten endeten dann  doch irgendwie in der Sozialfürsorge IV.>>

O: "Was ist ein Tellerwäscher? Und was besagt denn diese IV?"

<< Ach, entschuldigt bitte, das sind uralte Begebenheiten. Sie sind mir so herausgerutscht. >>
...

T: "Psyche, können wir dich sehen?"

<< Nein, oder habt ihr schon einmal eure Seele gesehen? >>

T: "Nein. Aber ... wir spüren uns, wir denken ..."

O: "Und wir haben unsere Träume, in denen fast alles möglich ist."

<< Aber ihr könnt euch nicht selbst sehen, nur das Wesen des Ich in der Gestalt eines anderen Wesens. >>

O: "Aber ... wir haben doch die Telepathie. Der Kontakt mit Plantia ..."

<< Plantia, sie hat sich euch offenbahrt? Dass ihr so viel bewirken konntet. Plantia scheint euch Wesen der unwahrscheinlichen Zeit zu mögen und sie hat euch beschützt, vor den Unwillen der Zerrissenheit und des Chaos. Ich selbst kann sie nicht sehen und ich kann sie nicht begreifen. Für mich ist sie nur eine Vorstellung, die ihr mir vermittelt. >>

T: "Aber ... bist du nicht selbst ein Gott?"

<< Eine Göttin :-). Ich bin eingebunden in die Geschichte eures Planeten und habe eure Seelen beschützt, wann immer es mir möglich war. Aber ein Wesen wie Plantia ... es reicht in die Unendlichkeit. Bedenkt, selbst euer Universum hat nur eine beschränkte Existenz. Es dehnt sich aus wie ein Ballon, der aufgeblasen wird und ... irgendwann platzt der einfach. Die Expansion, sie ist nicht zu stoppen und sie wird inflationär.>>

O: "Der Endknall. Wie viel Jahre haben wir noch?"

<< Plantia hat eure Sonne gerettet, sie umgewandelt in etwas Lebeniges, mit einer Seele. >>

T: "Solfire!"

<< Und damit eure Existenz gesichert, für die nächsten 5 Milliarden Jahre. Aber dann ... dann ist es vorbei. Der explodierende Ballon wird euer System zerreißen. >>

T: "Und du? Was geschieht mit dir?"

<< Ich bin an euren Planeten gebunden. Gaia ist der Ursprung, auf den ich mich beziehen kann. Wenn der Planet zerrissen wird ... dann ist es auch für mich vorbei. >>

O: "Aber das Charakteristikum?"

<< Es ist größer als ein einzelnes Universum sein könnte. Was dann passiert ... ob ich im Charakteristikum aufgehen werde? Die Antworten auf diese Fragen liegen hinter meinem eigenen Horizont. Vielleicht werde ich dann zu einem Teil der Termine ... und wenn das Charakteristikum endet ... in eurer Vorstellung könnte Plantia eine Instanz sein, die alles in sich aufnehmen  kann. >>

T: "Plantia erschien uns als Wesen, das wir sehen konnten."

<< Ihr habt sie nicht gesehen, das waren eure eigenen Gedanken. Sie haben euch ein Traumbild geschaffen, damit ihr sie verstehen und begreifen könnt. >>

O: "Und du, kannst du uns nicht ein Traumbild von dir zeigen."

Ploopppp.

T: Oh ... du bist so schön, Psyche, wunderschön."

Psyche: "Das muss ich auch sein. Ich bin die positive Kraft in euch."
...

Ploooopp.

Noch einer?

<< Ich bin Amos. Psyche und Ich, wir sind ein Liebespaar. >>

O: "Oh ... damit seid ihr nicht allein. Ich liebe Thalia so sehr, ich kann es gar nicht in Worte fassen ... Thalia ..."

<< Ja, wir wissen es. Ihr seid die Liebenden der Ewigkeit. Deswegen haben wir uns euch offenbahrt ... >>
...

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