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Arianne 269 - Terrania 01 - der Endknall

Das Ende des Universums und die Geburt von Terrania.

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Terrania 01 - die Geburt

Vorwärtslink: Terrania 02

Die Geschichte der Erde. Es war nicht nur eine Geschichte der Menschheit. Mehr als 2500 Milliarden Jahre waren nun vergangen. Und die Sonne gab es immer noch.

Einsam zog sie ihre Bahn, in einer Galaxis, in der die Sterne längst erloschen waren.

Sie wirkte wie ein leuchtender Diamant. Ein Diamant für die Ewigkeit geschaffen. Nur ... konnte etwas denn ewig sein?
...

Das Universum. Es hatte Risse und Löcher. Die Raumzeit hatte sich in weiten Teilen aufgelöst. Alles wirkte alt, sehr alt.
Der Endknall hatte den größten Teil des Universums zerrissen.

Es wirkte wie ein zerplatzer Ballon.

Es gab nur noch einige einsame Inseln, in denen sich ein Stück Raumzeit gerettet hatte.
In einer der Inseln befand sich nun auch die Sonne mit ihren Planeten, die es immer noch gab.

Irgendetwas mußte die Materie vor dem Zerfall geschützt haben. War es die Strahlung der Sonne, die Quanten mit Vitalenergie, die nur für die Planeten der Sonne vorhanden waren?

Brauchte Materie Quanten aus Lebensenergie, um dauerhaft bestehen zu können?
Dauerhafter als ein paar Milliarden Jahre?

Um dann wieder neues Leben schaffen zu können?
...

Die Oberfläche der Erde. Tiere gab es keine mehr. Das Leben hatte sich in die Pflanzen gerettet, und sie bedeckten die gesamte Oberfläche.
Und im Innern des Planeten? Erinnerungen, sie durchfluteten die Materie. Wurden real für einen Moment und verschwanden dann wieder.

Was war mit den Wesen geschehen, deren Erinnerungen hier sichtbar wurden?
...

Sie sind aufgegangen, in ihrer eigenen geistigen Substanz und wandern nun durch eine Raumzeit, die selbst zu einem Teil von ihnen geworden ist.
Es gibt keine Trennung mehr zwischen Fantasie und dem was einst gewesen ist.

Aber ... das Leben?

Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Leben und Tod. Alles ist und alles ist nicht.
Nur das Gewesene hat noch Bestand, solange die Raumzeit existiert, in die es eingebettet ist.

Hat die denn ewigen Bestand?

Nein, aber solange sie ist ... können Fragen gestellt werden ...

Fragen ... Fragen ... ja, es sind Fragen, die hier gestellt werden.
Und sie erhalten eine Antwort.

Die Schatten, die Gedanken, die Träume, die durch die Materie jagen?
Sie sind Leben und auch nicht, denn sie kennen ihren eigenen Tod.
...

Was ist aus Gaia geworden, aus Psyche und Solfire?

Sie sind ein Teil dessen, was hier noch ist. Die Gesamtheit in allem, sie lebt und ... sie hat ein Bewußtsein.
...

Terrania wachte auf. Die Träume in ihr, sie waren so tief und so real. Als wenn die Zeit selbst Fragen stellen würde ... und sie konnte die Antworten sehen, in ihren Träumen.
Doch nun war sie wach.
...

Die Raumzeit in der Umgebung der Sonne, sie löste sich auf. Irgendwann würde es keine Verankerung mehr geben, und dann?
Sie spürte die Schwarzen Löcher, die ins Nichts zu reichen schienen. Aber ein Nichts? Was bedeutet das denn?

Der Tod konnte es nicht sein, den kannte sie bereits in allen seinen Facetten. Sie brauchte nur ihre Erinnerungen zu durchforschen.
Tod und Leben, 2 verschiedene Seiten des Charakteristikums. Und für alles musste bezahlt werden. Nichts gab es umsonst. Weder das Leben noch den Tod.

Nichts davon war selbstverständlich.

Nur, wer kassierte den Preis? Wenn nun niemand bezahlen wollte?
Um die Zusammenhänge durchschauen zu können, reichte ein einfaches Leben nicht aus. So erschien es dem einem als von Gott gewollt, dem anderen eher zufällig, und manch einem nicht einmal erwünscht. Als Nebenprodukt von etwas ... ja wovon eigentlich?

Welche Bedeutung hat die Evolution des Kosmos, wenn sie niemand beschauen kann?

Liegt der Sinn in allem nicht im Wesen des Betrachters?

Was bedeutet die Unendlichkeit, wenn es keine Endlichkeit gibt? Und wenn es keine Wesen gibt, die die grenzenlose Weite suchen? Die alle Grenzen überwinden wollen?

Welche Bedeutung hat ein Gott, wenn ihn niemand erkennen kann?
Oder eine Göttin? Aber setzt diese Unterscheidungsmöglichkeit nicht schon etwas voraus?

Terrania.

Das Charakteristikum, es war in ihr drin. Zumindest der Teil davon, der hier einst das Universum umschlossen hatte.
Also, war sie nun der Rettungsanker? Aber ... was würde sie retten? Ohne Verankerung in einer Raumzeit?
...

Das allein konnte es nicht sein. Sie hatte ihre eigene Raumzeit ja in sich drin.
Also lebte sie in sich selbst und durch ihr Selbst.

Ob das im Nichts Bestand haben konnte?
...

<< Du bist nicht allein. >>

Ein Gedanke, der nicht in ihr geboren worden war.

Terannia: << Gedanke, woher kommst du? >>

<< Ich bin entstanden aus den Resten der Raumzeit, die dich umgeben. Du hast die Kraft, daraus eine Blase zu schaffen, mit der du durch den Zeitstrom driften kannst, der dem scheinbaren Nichts zugrundeliegt. >>
...

Terrania: << Ja, aber ... wohin führt dieser Zeitstrom? >>
...

<< In die Unendlichkeit >>

Terrania: << Unendlichkeit? Ich bin doch endlich ... und ... was bedeutet die Unendlichkeit für mich? >>

<< Du überlebst. Alles, was hier geschieht. Es vergeht. Und wenn die Raumzeit endgültig verschwunden ist, bleibt nur die Erinnerung in dir, die das Gewesene erhält. Und dazu zähle auch ich, der Gedanke, der zu dir spricht. Komm, bitte, bitte baue die Blase, bevor, bevor alles vergangen ist...

und suche nach etwas ... nach etwas das ist. >>
...

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