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Arianne 273 - Das Charakteristikum 02

Erfüllte Wünsche in einer anderen Welt, die vielleicht gar keine mehr ist.

Fragen und ihre Erfüllung

"Wir wünschen uns so sehr sehr schöne lange Haare, aber ... es geht nicht."

Die beiden jungen Mädchen schauten den Weihnachtsmann so traurig an.

"Warum lassen unsere Gene das nicht zu? Andere dürfen doch auch lange Haare haben. Warum gerade wir nicht? Und Elisa mit ihren wunderschönen langen Haaren, Warum mußte sie alles durch Krankheit verlieren?"

Fragen, Fragen die an einem Ort gestellt wurden, wo es Antworten gab.

Weihnachtsmann: "Ihr seid hier an einem Ort, wo Wünsche wahr werden können. Wünscht ihr es euch wirklich so sehr? Oder gibt es noch andere Dinge, die euch wichtiger sind?"

"Viele Dinge ... sind wichtiger als Haare. Aber ... es ist unser Gefühl, ein Wunsch, der da ist und der nie erfüllt wurde, ja, wir wollen es."

Weihnachtsmann: "So soll es geschehen."

Plopppp. Aller drei standen nun da, mit langen Haaren, die sie umrahmten und die so schön waren, dass selbst die Sonne erröten mußte.

Die Sonne? Erröten?

Ja, schau doch.

Sie ist rot geworden.

Annabella: "Wie ist das möglich. Donna, du hast so wundervolle lange Haare und Elisa, du hast sie zurück bekommen ... und ich. Ich spüre sie ..."

Elisa ... so schöne Haare habe ich noch niemals gesehen. Es ist unwirklich, überirdisch, sind wir im Paradies?

Nun war die Zeit für den Austausch von Zärtlichkeiten. Sie streichelten sich gegenseitig ihre langen Haare und Wellen von Glück durchströmten sie.
Wenn die Seele ihre innigsten Wünsche erfüllt bekommt...

Dann kam eine Zeit der Ruhe und der Besinnlichkeit.
Und danach?

Danach kamen die Fragen.

...

Elisa: "Aber sag uns, was ist dies für ein Ort? Es ist so merkwürdig hier. Die Schatten scheinen zu leben und die Sonne ist so seltsam entrückt. Ihr Licht ist unwirklich und sie wirft gar keine Schatten. Wo kommen all die Schatten her, die überall um uns herum sind?  Es gibt keine Vögel, die singen. Und all die Blätter der Bäume, sie sind auf eine seltsame Art grauschwarz. Wo ist das grün?  Wo ist das Leben? All dies ist so seltsam unvertraut. Ist dies ein Traum?"

Weihnachtsmann: "Dies ist das Charakteristikum, der Ort, an dem Fragen gestellt werden, so lange, bis eine Antwort gefunden wurde. Und die Antwort für euch, ihr erlebt sie gerade."

Annabella: "Das Charakteristium? Davon haben wir nie etwas gehört."

Donna: "Ich denke an Elisas Frage, wenn es kein Traum ist, dies ist nicht das Leben, so wie wir es kennen. Wo sind wir? Sind wir ... tot?"

Weihnachtsmann: "Ja"

Elisa. "Und die Schatten? Werden sie uns fressen?"

Weihnachtsmann: "Nein. Das Charakteristikum mag euch. Niemand hier kann eine Frage stellen, die euch in Stücke zerreißen würde. Ihr habt euch das Glück verdient."
...



"Ich möchte alles wissen und begreifen. Bin ich nun endlich an dem Ort angekommen, wo das möglich ist?"

<< Warum willst du alles begreifen? Genügt dir es dir nicht, ein erfülltes Leben als Wissenschaftler, zu einer Zeit, in der so vieles begreifbar erschien? >>

"Ich will das Leben begreifen, die Welt in ihrem inneren Zusammenhang, den Ursprung von Allem, den Beginn und das Ende."

<< Willst du Goethes Faust sein? Sein Schicksal ist doch beschrieben, in den Schriften. >>

"Es ist so vieles offen geblieben, nur angedeutet ... der Weg in die Unterwelt, zu den Müttern, hat er Gaia gesehen oder Persephone? Und danach, im Himmel? Ich denke, es ist nur Fantasie. Es wurden Fragen aufgeworfen, die nicht beantwortet werden konnten. Vielleich auch nur deswegen, um den Anspruch der absoluten Wahrheit in der heiligen Schrift zu hinterfragen. Auf die einzig mögliche Art zu der damaligen Zeit. Als Fantasiegeschichte."

<< Vielleicht, vielleicht auch nicht. Meinst du, ein Dichter kann Gedanken entwickeln, die nicht auch irgendwo ein Geschehen widerspiegeln können? >>

"In der realen Welt? Nein, das glaube ich nicht. Aber ... gibt es denn mehr als eine Welt? Gibt es so viel, das nur darauf wartet, erforscht zu werden?"

<< Willst du die Welt des Harry Potter kennenlernen? >>

"Ja ... wenn es sie gibt! Sofort!! Nichts kann meine Neugier bremsen."

<< Glaubst du nicht, dass es zu viel für dich sein könnte? >>

"Nein, niemals. Mein Durst nach Wissen, er wird niemals enden."

<< Du willst alles begreifen? Dann begreife zunächst das Leiden der Menschen, bevor du dich in die Lüfte erhebst. Und du wirst dort nicht der Arzt sein, der ihnen Linderung geben kann ... >>

Und es geschah ...
...

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