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Arianne 275 - Wanderer der Ewigkeit

Sie sind die ersten und die letzten Menschen auf der Erde.

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Agentus und Florania

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Flora: "Terrania, da ist etwas in dir, etwas sehr ungewöhnliches."

Terrania: "Ich sehe, was du meinst. Die beide kleinen menschlichen Wesen, ein Liebespaar. Sie scheinen sich sehr zu mögen. Nur ... Menschen gibt es seit Jahrmillionen auf der Erde nicht mehr ... ?"

Flora. "Sie gehören nicht zu deinem Selbst und auch nicht zum Charakteristikum."

Terrania: "Wie ist das möglich? Ich habe alle lebenden und gestorbenen Wesen der Zeit in mich aufgenommen. Darunter befinden sich auch alle Menschen, die jemals auf der Erde gelebt haben."

Flora: "Diese beiden nicht. Sie leben und ... sie sind niemals gestorben.
Sie sind ... die ersten Menschen, die es auf der Erde gab. Und nun ... sind sie die letzten, die auf der Oberfläche der Erde wandern."

Terrania: "Aber ... die ersten Menschen? Das war vor 2000 Milliarden Jahren! Zwischendrin gingen viele verloren, wanderten aus. Dann verschwanden sie völlig aus der Perspektive des Beobachters... aber ... plötzlich waren sie wieder da. Wie aus dem Nichts heraus geschaffen. Für einige Milliarden Jahre. Und dann? Seit 20 Millionen Jahren gibt es keine Menschen mehr auf der Erde."

Flora: "Die beiden, sie haben dort die ganze Zeit über gelebt, sie sind die Wanderer der Ewigkeit."
...

Agentus und Florania.

Die beiden schauten sich tief in die Augen. Etwas, das sie sehr gerne taten. Es war so eine Tiefe darin, so viel Lust und Lebensfreude. In all diesen vielen Jahren, niemals hatte es sich verändert.

Nachts kamen die Träume, die sie weit hinausführten in die Unendlichkeit. Sie wußten nicht, woher all diese Dinge kamen, die sie in ihren Träumen erlebten. Und sie blieben zusammen, in diesen Träumen von fernen Welten und Ewigkeiten.

Aus dem erlebten Alltag heraus konnte es nicht sein.

Am Tage redeten sie dann über die Träume, sortierten ihre Gedanken und sie liebten sich.

Sie liebten ihre Körper, die Haut, die langen Haare drum herum. Es war alles so wunderbar weich. Ein Paradies für Streicheleinheiten. Es gab ihnen Geborgenheit, sie wurden eins darin und waren doch zwei.

Dass sie in ihrer Liebe zur Körperlichkeit niemals müde werden konnten. Es war immmer wieder die gleiche und doch auch immer wieder eine neue Erfahrung. Das Leben, so wie es sich selbst liebte. Sie waren jung und schön und sie hatten sich niemals anders erlebt.

Doch die Umgebung änderte sich. Die Menschen um sie herum, sie wurden älter mit der Zeit und sie starben. Eine Erfahrung, die sie nicht machten und die sie nicht machen wollten. Nein, sie waren keine Liebenden der Ewigkeit, die starben und immer wieder neu geboren wurden.

So waren sie nie sehr lange an einem Ort. Denn sie alterten nicht und wenn es offenbar wurde ... es wurden ihnen dann Fragen gestellt, deren Antworten die anderen bereits kannten. Und bevor es unerträglich wurde, verließen sie den Ort, an dem sie gerade heimisch geworden waren.

So wurden sie zu Wanderern der Ewigkeit.

Einst hatte es sehr viele Menschen auf der Erde gegeben. Doch das war schon so lange her. So lange, dass sie die Fülle dieser Zeit gar nicht mehr erfassen konnten.

Ohne die Menschen wurde die Erde von anderen Spezies eingenommen, die nach endlicher Zeit wieder verschwanden.

Sie kamen von außen oder sie wurden aus der Erde heraus geboren.

Nach endlicher Zeit. Manchmal währte es tausende, millionen und sogar abermillionen Jahre.

Manche dieser Spezies entwickelten Intelligenz. Aber die Intelligenz beschleunigte das Verschwinden eher.
So viel zur Intelligenz und zur Evolution.

Während dieser Zeiten lebten die beiden meistens in Höhlen oder im Innern der Erde. Sie  hielten sich verborgen.

So lebten sie von einen auf den anderen Tag. Sie hatte ja so viele Tage. Daher gab es auch nie eine Hast, dass ihnen etwas verloren gehen könnte.

Und sie wurden beschützt. Niemals gerieten sie in ernsthafte Gefahr.

Dann kam die Zeit der Stille. Die Sonne war ausgebrannt und der Planet driftete durch die Dunkelheit des Alls.
Sie überlebten, in der Tiefe der Erde. Von den vielen Zivilisationen waren Überlebensinseln übriggeblieben, die sie nutzen konnten.

Mehr als 200 Milliarden Jahre lang.

Die Zeiten danach, sie erinnerten sich nicht mehr.

Ein Zeitparadox ereignete sich, die Sonne, der Mond und die Menschen waren plötzlich wieder da.

Dann veränderte sich die Sonne, sie wurde zu einem diamantenen Kristall der Leben spendete und dessen Lebensdauer unbegrenzt zu sein schien.

Die nächsten 3 Milliarden Jahre waren eine schöne Zeit des Wachstums und der Freude am Leben.

Die Menschen veränderten sich kaum. Die Evolution schien sie so zu mögen, wie sie waren.
Und die beiden wurden akzeptiert, von der großen Gemeinschaft.

Niemand fragte danach, warum sie nicht alterten.
So konnten sie seßhaft werden und sie fühlten sich zum ersten mal in ihrer Zeit auf wunderbare Weise geborgen.

Etwas schien dieses kleine Paradies zu beschützen.

Doch dann endete die Lebenszeit des Universums.
Der Endknall. Er griff nach der Galaxis ... aber er erreichte sie nicht.

Der Lauf der Zeit änderte sich. Sie wurde langsamer und langsamer, bis der Knall zum Stillstand kam.

Nur auf der Erde verlief die Zeit normal, so wie sie es gewohnt waren.

Dann verschwanden die Menschen und alle anderen intelligenten Lebensformen und die Tiere. Nur die Pflanzen blieben übrig.

Und die Wanderer der Ewigkeit.
 
Doch nun fühlten sie sich einsam. Einsam in einer Zeit zwischen all diesen Pflanzen.

Seit mehr als 20 Millionen Jahren hatte sie nichts anderes mehr gesehen.
Die Erde gab es ja noch, mit ihren vielen Pflanzen. Nur der Himmel, er schien verschwunden zu sein. Alle Sterne waren erloschen. Am Tag gab es die Sonne, doch Nachts? Nur Schwärze, sie schien endlos zu sein.

Sollten sie die einzigen Menschen auf der Erde sein? Warum hatten sie ein Bewußtsein? Nur, damit ihnen das klar wurde? War das der Preis für die ewige Jugend und die Unsterblichkeit?

Sie waren wieder allein, so wie einst, am Anbeginn der Zeit, die den Menschen gegeben war.
...

Agentus: "Florania, spürst du es? Wir sind nicht mehr allein. Ihr Geister, unsichtbare Wesen, bitte zeigt euch doch."

Ploooppp.

Nun waren sie zu viert.
...

Flora

flora

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