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Arianne 276 - Wanderer der Ewigkeit 02

Ein Dialog über die Geschichte der Menschheit.

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Agentus und Florania 02

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Agentus und Florania, Terrania und Flora.

Sie schauten sich an und sie lächelten dabei. Ja, sie waren sich sympathisch, auf den ersten Blick.
Eine etwas ungewöhnliche Konstellation. Ein Wesen der Unendlichkeit, ein Geistwesen, das die vergangene Zeit umfasste und 2 menschliche Wesen, die mehr als ungewöhnlich waren.

Ein Geistwesen?

Ach, Terrania. Du bist doch viel mehr.
Fragen und Antworten. Sie fluteten durch den Raum.

Florania: "Schön, dass wir euch sehen können. Ihr seht ganz menschlich aus, so wie ihr vor uns steht."

Flora: "Das sind wir nicht. Lassen wir das zunächst einmal so bestehen. Ihr habt uns neugierig gemacht."

Agentus: "Das ist nicht ungewöhnlich für uns" *grins*.

Terrania: "Ich spüre euren Geist, euren Körper, die Gedanken. Aber ihr seid kein Teil von mir."

Flora. "Muss das denn so sein? Wir sind was wir sind."

Florania: "Eure Gedanken, die Erinnerungen. Sie sind nicht begrenzt. Es ist eine Tiefe darin, die mich überrascht. Und ich bin ein Wesen der Unendlichkeit."

Agentus: "Es sind nicht nur die Erinnerungen an das Alltägliche. Unsere Träume, sie sind ein Teil unseres Lebens und sie führen hinaus, in Welten, die fantastischer gar nicht sein könnten."

Florania. "Ja, Träume und Wirklichkeit. Die Erinnerungen vermischen sich. Wie könnt ihr Wirklichkeit und Traum auseinanderhalten?"

Flora. "Das ist kein Problem. Wir lieben uns und die Liebe, das ist unsere alltägliche Gegenwart. Kein Traum könnte sie uns ersetzen. "

Terrania: "Eine Liebe, die nie müde geworden ist."

Agentus: "Lasst uns doch unsere Namen austauschen. Ich bin Agentus, und hier neben mir seht ihr Florania."

"Wir sind Terrania und Flora."
...

Florania: "Flora, dein Name, er ist ein Teil von mir. :-))"

Flora: "Ob das Zufall ist" *grins*.

Agentus: "Das ist gar nicht so oberflächlich gemeint. Vieles von dem, was uns widerfahren ist, es beruht auf unwahrscheinlichen Zufällen."

Terrania: "Die unwahrscheinliche Zeit. Wenn ich nur an die Lebenserwartung der Menschen denke ... "

Flora. "Sie änderte sich mit der Zeit. Durch Fortschritte der Medizin gab es bereits Methusalems, die einige tausend Jahre alt geworden sind."

Agentus: "Durch genetische Manipulationen. Erst war es nur die Neugier der Wissenschaftler, dann wollten die Superreichen und Mächtigen nicht mehr abtreten. Als sie sahen, dass eine Eintagsfliege satte 203 Jahre überleben konnte  ..."

Terrania: "Abtreten. Ihr mochtet sie nicht, die Reichen und die Mächtigen?"

Agentus: "Es waren die Oberen und sie lebten nur für sich selbst. Das ganze Gerede von staatsmännischer Verantwortung und von Freiheit... es diente nur ihren eigenen Zwecken. Ja, sie waren frei und nichts fürchteten sie mehr, als dass ihnen diese Freiheit genommen werden könnte.

Und dafür schufen sie Schubladen, in die sie den Rest der Menschheit einsortieren konnten.
Um den Überblick nicht zu verlieren.

Denn sie waren genau so beschränkt wie die anderen und es gab so viele, die gelenkt und geleitet werden mußten. Das klingt vielleicht besser als kontrollieren, aber ist es das wirklich? Es konnte nur funktionieren, wenn sich die Vielen in ihren Ausdrucksformen des Lebens wiederholten und diese Monotonie mußte erst erlernt werden.

Dazu diente dann auch das Ausbildungssystem. Nicht nur Intelligenz wurde dort entwickelt, vor allem die Fähigkeit, sich in den Schubladen zurecht zu finden und den Oberen wohlgefällig sein zu können.
Jede Abweichung von der Norm konnte so schnell erkannt und beseitigt werden. Nur, das Entwicklungspotential, das die Gesamtheit aller in sich vereinigte, es verschwand darin.

Ein Nachteil der Anpassungsfähigkeit, obwohl sie das Überleben ermöglichte.
Aber der Preis, er war sehr hoch und manchmal, manchmal zahlte er sich nicht aus. Wenn das große Gemetzel begann ...

Schlachtfelder des Krieges, auf denen Millionen verrecken mußten. Und der Zweck dahinter? Die in ihren Schubladen leben mußten, dafür kann man sie nicht verantwortlich machen.
Fließbandarbeit, Büroalltag... ein winzig kleinen Teil des Ganzen, mit dem ein ganzes Leben verbracht werden mußte.
Aber ... es gibt kein ewiges Leben, das sich nicht ständig neu rechtfertigen muss. Und auch keine unendliche Monotonie. So viel haben wir gelernt, in unserer eigenen Zeit."

Florania: "Es ist aber auch so, dass viele gelenkt und geleitet werden wollten. Ich sehe die Dinge nicht unabhängig voneinander.
Machtstrukturen entwickelten sich zum Teil, weil die einen lenken und leiten wollten und andere sich dort willig einordneten.

Es war auch nicht immer falsch, denn die Möglichkeiten der Menschen waren nicht gleichmäßig verteilt.

Es gab sie, die Alfa-Tiere und es gab Situationen, wo sie wichtig waren. Und es gab die Schafe, die bereitwillig folgten.
Es ist nur schade, dass die Dinge manchmal so wenig hinterfragt worden sind.
Wie sich die Dinge am Ende ausprägten, es lag auch an den Charakteristika der Menschen, so wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt hatten.

Daneben gab es auch viele Herrschaftsstrukturen, die sich auf Grund von reiner Gewaltanwendung etablierten.
Ohne dass die Beherrschten sich freiwillig untergeordnet hätten.

Terrania: "Ich weiß um diese Zeit. Sie währte mehr als 32000000 Jahre.
Die Menschheit bremste sich in ihren Entwicklungsmöglichkeiten aus. Es gab das Oben und das Unten. Und Revolutionen. Sie funktionierten wie eine Eieruhr. Das untere kippte nach oben und rieselte dann wieder nach unten."

Florania. "Dann kam der Einschlag eines Meta-Meteoriten. Und alles begann wieder von vorne."

Agentus: "Nach 200000 Jahren hatte sich wieder eine vergleichbare Zivilisation etabliert. Und sie geriet ähnlich wie die alte. Bis eine neue Naturkatastrophe das ganze beendet. Und manchmal vernichtete sich die Zilisation auch selbst."

Florania: "Das ganze 520 mal."

Flora. "Und ihr?"

Agentus: "Wir lebten inmitten der Masse. Keine besondere Position, wir gehörten immer zu den Unteren. Nur, wir wurden nicht älter. Und wenn die anderen es mitbekamen ... dann zogen wir weiter, an einen anderen Ort.

Etwas leitete uns und es beschützte uns. Oh ja, ohne diesen Schutz wären wir bereits millionen male gestorben."

Florania: "Eure Träume ... ich sehe eine Verbindung zwischen eurer Realwelt und den Träumen. Habt ihr euch in den Träumen versteckt?"

Flora. "Manchmal, wenn paranormal begabte Wesen uns fangen wollten. Seelenfresser. Oder wenn die Erde weitgehend vernichtet wurde. Durch die Natur oder die Menschen selbst.
Dann half keine einfache Höhle oder ein tief gelegener Keller..."

Agentus: "... wie einst ... Wir überlebten eine Atombombenexplosion im 23. Tiefgeschoß eines Wohnhauses."

Terrania: "Hinter euren Träumen ... ich sehe ... wenn die paranormalen Monstren euch folgen wollten ..."

Flora. "Hinter unseren Träumen lauert der Tod. Es sind die schwarzen Risse, die direkt dort hinein führen. Wir konnten uns im Bereich des Todes verstecken. Etwas bewahrte uns auch dort vor der Vernichtung. Vielleicht ein Wesen, das uns die Unsterblichkeit und ewige Jugend gewährt hat.

Oder die Ewigkeit selbst.

Wenn uns die Seelenfresser dann folgten, war es aus mit ihnen. Aber es gab auch Gegengewichte. Wenn die Monstren zu mächtig wurden, gab es andere, die ihrer gewahr wurden und sich dann um sie kümmerten. Und das Universum oder das dahinter, es gibt nicht nur diese negativen Wesen. Auf diese Weise verschwanden z.B. ganze Populationen von Vampiren von einen auf den anderen Moment."

Flora: "Es gab sie, aber nur für einige hunderttausend Jahre. Sie waren bereits zu mächtig, um weiter bestehen zu können."

Terrania: "Zu mächtig?"

Agentus: "Es sind paranormale Absurditäten, geboren aus singulären Ereignissen. Ewas, das größer und mächtiger ist, scheint die Welt in ihren Naturgesetzen zu bewahren. Und wenn es dann zu einem Konflikt kommt ... da die Welt noch besteht und wir keine Vanpire mehr sehen, wissen wir ja, wie er ausgegangen ist."

Terrania. "Und ich?"

Florania: "Keine Angst, Terrania. Du bist das Ergebnis einer natürlichen Entwicklung. Und dass Flora hier bei dir ist, das ist bestimmt kein Zufall.
Sie beschützt dich vor der Unendlichkeit und sie wird dir helfen, mit der Umgebung klarzukommen, in der du dich nun bewegst."

Agentus: "Terrania, dass es dich gibt, es spricht letztendlich für die Menschheit.
Sie hat ihre eigenen existentiellen Schwierigkeiten überwunden. Auch wenn es so lange gedauert hat."

Flora: "Dass ihr kleinen Wesen solche Aussagen treffen könnt?"

Agentus: "Es sind unsere Träume. Sie wispern uns die Antworten zu, die wir selbst gar nicht finden könnten. Seht, wir sind kleine bescheidene Wesen, und damit ein Auge für die Ewigkeit, damit sie das Kleine nicht übersieht.

Wenn wir auf große mächtige Wesen treffen, wir ihr es seid, die Träume passen uns an, für einen Moment. Dann verstecken wir uns wieder ... "

Terrania: "Ihr könnt euch vor uns verstecken?"

Flora: "Wir verstecken uns, damit wir unser Selbst nicht verlieren, das in der Kleinheit und Bescheidenheit begründet ist. Nur, wir sind so allein.
Die Menschen sind fort. Wir ertragen das nicht mehr. Nur darum habt ihr uns gefunden. Wir müssen mit euch reden..."
...

Florania

florania

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