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Arianne 284 - Der Zufall 02

Hoppelchen-F und Hoppelchen-M vermehren sich und initiieren damit den Beginn einer Zivilisation.


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Am Beginn einer Zeit

So lebten sie nun glücklich und wohlbehütet in einer Welt, die eigentlich alles und jeden zu zerreißen drohte.
Es war weit mehr als eine Drohung.

Alle die einen Anfang hatten, fanden auch ihr Ende. Ob sie nun sehr groß und kräftig waren oder ganz klein und unscheinbar. Sie wurden zerrissen, wenn es an der Zeit war, von den Winzigen und den noch viel Kleineren, die niemand mehr sehen konnte. Bis nur noch Staub übrigblieb.

Staub, den keiner mehr fressen wollte.

Oh doch, es gab auch Staubfresser im Lande.

Und dann? Was blieb dann noch?

Dies alles, damit neues Leben entstehen konnte? Nur um gefressen zu werden? Was ist der Sinn des Ganzen?

Hoppelchen-M machte sich so seine Gedanken, und er konnte sie teilen, mit seiner großen Liebe.
Er lebte und sie lebte, und das war der Sinn in allem, im Hier und Jetzt.

Und das alles sollte vom Zufall abhängig sein?

Dann gab es plötzlich lauter kleine Wesen, von den beiden gezeugt.

So ganz zufällig?

Nein, sie wollten es so.

Alle zusammen fanden ihr Heim im Ganz Großen.
Man mußte sich nur vor der Magensäure in acht nehmen, mit der war nicht zu spaßen. Und wenn der Ganz Große Schluckauf bekam ...

Hier half der Zufall, oder wer auch immer.
Niemand von ihnen kam zu Schaden und dann ... dann wurden die Kleinen erwachsen.
...

<< Wir wollen hinaus in die Welt ... >>

Aber ... dann seid ihr nicht mehr beschützt. Ihr müßt für euch selbst sorgen, und all die Gefahren, die auf euch warten ...

<< Es ist unser Leben, wir werden uns eine eigene Welt schaffen ... >>

Und euch paaren, mit den anderen Kaninchen dort draußen?

Kaninchen?

Ja, sie waren Kaninchen. Nur, woher wußten sie das?

Kaninchen mit einem eigenen Verstand, der sich selbst erkennen konnte.

<< Nur so können wir den Grundstein für eine eigene Zivilisation bilden. >>

Aber dann müßt ihr euch paaren, mit Tieren ...

<< Mit Kaninchen, die so aussehen wie wir. Sind wir denn die besseren Kaninchen als all die anderen? Der Geist in uns, er wurde von euch vererbt. Hat es nur euch beide getroffen, und all die anderen nicht? Hat der Zufall euch alleine den Geist gegeben? >>

Nein, es war nicht der Zufall. Da ist noch etwas anderes ... etwas Großes, wir können es nicht begreifen. Es ist wie ein Hauch von Ewigkeit. Sie hat uns berührt.

<< Und all die anderen Kaninchen? Wurden sie nicht berührt? >>

Wir wissen es nicht. Seit dem Erwachen des Geistes leben wir in diesem Paradies hier, beschützt durch den Zufall und durch den Ganz Großen. Zwischen all diesen Urgestalten. Ohne diese Beschützer ... es gäbe es schon gar nicht mehr.

<< Dann werden wir es herausfinden. Bitte, versucht uns zu verstehen. Wir können nicht hierbleiben. Sollen wir uns denn mit den Brüdern und Schwestern paaren? >>

Nein, das wäre falsch.

Woher wußten sie das? Wissen, das einfach da war, ohne erworben zu sein? So wie das Wissen darüber, ein Kaninchen zu sein?

<< Oder immer allein bleiben? Ihr habt euch gefunden ... nun sind wir diejenigen, die gefordert werden. >>

Nachdem nun alles gesagt war ... in einer dunklen nebligen Nacht machten sie sich auf den Weg.
Ihre Spuren verloren sich in der Dunkelheit.

Und sie ließen unsere beiden Hoppelchen alleine zurück.
...

<< Hallo ihr beiden >>

Die beiden ganze alleine, in ihrer Traurigkeit. Sie hatten etwas verloren ... und ... nun dieser Gedanke.

Hoppelchen-F: "Hallo, Gedanke. Magst du uns sagen, wer du bist, was du bist oder ob jemand da ist, der dich denkt?"

<< Ich bin was ich bin. >>

Hoppelchen-M. "Seufz. Immer diese mythischen Andeutungen. Könnt ihr Geister nicht so klar antworten, wie wir euch die Fragen stellen?"

<< Ja, du hast recht. Ich bin ein Geistwesen.">

Hoppelchen-F: "Ein Geistwesen? So etwas wie der Zufall?"

<< Der Zufall ... Nein, ich bin nicht der Zufall. Es ist schon merkwürdig, dass er als Wesen in Erscheinung treten kann. Wahrscheinlich nur hier ... in der unwahrscheinlichen Zeit. >>

Hoppelchen-M: "In der unwahrscheinlichen Zeit? Sind wir dann alle unwahrscheinlich?"

<< Ihr lebt und ihr existiert. Unwahrscheinlich ist nur, wie es hier geschehen konnte. >>

Hoppelchen-M: "Aha. Und was sagt uns das? Hilft uns das weiter?"

<< Ja, der Zufall beschützt euch. >>

Hoppelchen-F: "Nun gut, dann sind wir beschützt. Und unsere Kinder? Was wird aus ihnen?"

<< Sie werden eine Zivilisation gründen, die erste ihrer Art. >>

Hoppelchen-M: "Woher weißt du das? Kannst du in die Zukunft blicken? Und wie sieht die Zukunft aus, in einer unwahrscheinlichen Zeit?"

<< Sie gibt eine Möglichkeit wieder. Es ist aber nicht die Einzige. Die Zeit kann sich verändern, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wie ein lebendes Wesen. >>

Hoppelchen-F: "Aber, wie kannst du dann die Zukunft kennen?"

<< Die Veränderungen geschehen in großen Zeiträumen, gemessen an eurer Lebenszeit. So kann der Blick in die Zukunft etwas zeigen, was wirklich geschieht. >>

Hoppelchen-M. "An welche Zeiträume denkst du da? Gemessen in Jahren, oder Jahrtausenden?"

<< Nein, viel größer. Es sind mehr als 2000 Milliarden Jahre. >>

Hoppelchen-F. "Ups. Das ist viel."

<< Ja, und ich sehe euch, am Ende der Zeit, bevor sie sich wandeln tut. >>

"Wir, am Ende der Zeit??? In 2000 Milliarden Jahren??????"

<< Ihr seid etwas Besonderes. Wie ein Licht in der Ewigkeit. Es scheint so hell, dass es 2000 Milliarden Jahre zurückstrahlen kann. >>

"Aber ... wie können wir so lange Zeit leben?"

<< Es wird geschehen, d.h., wenn ihr es wollt. Wenn nicht, ihr habt die Macht, diese Zeit zu verändern. >>

"Also, umbringen wollen wir uns nicht. Auch wenn die Traurigkeit schwer auf uns lastet. Wir haben unsere Liebsten so lieb und wir haben so viel Angst um sie.
Und ... so viele Jahre ... Wir kämpfen doch bereits um jede einzelne Stunde. Und ... was geschieht mit dem Ganz Großen? Wird auch er die Zeit überdauern?"

<< Ihr werdet ihn verlassen, wenn es an der Zeit ist. Hineingehen, in die wachsende Zivilisation und beobachten. Denn wisset, ihr seid ein Auge der Ewigkeit. Ein Auge, das im Kleinen wirkt, unbeachtet von vielen, die sich für groß halten. Es ist der Zufall, der euch beschützen wird, und ihm vermittelt ihr eine Sicht auf die Welt. So ist das Schicksal, das der Zufall für euch bereithält. Wenn ihr es tragen wollt. >>

"Wir denken nicht in so großen Zeiträumen. Wir wollen leben ... und wir lieben das Leben und wir lieben uns. Es ist so schön zusammen zu sein, zu träumen, das Leben zu spüren. Und wir wissen, dass wir es geschenkt bekommen haben. Wir lieben unsere Körper mit allem was wir sind, was wir fühlen und denken ... und ... wir berühren ihn im Innern und im Äußeren unseres Seins."

<< Ja, das tut ihr. Ihr seid Liebende der Ewigkeit. >>
...

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