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Arianne 286 - Der Zufall 04

Ein Dialog mit dem Wesen der Zeit.


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Eine Einladung der Zeit

<< Ich möchte Euch die Zeit zeigen, mit ihren Verwerfungen, Potentialen und was sich daraus entwickeln kann und tut. Seid ihr neugierig darauf? >>

"Wir ... wir haben Angst, um uns und um unsere Kinder. Da ist kein Raum mehr für die Neugier.  Die Probleme, sie suchen nach einer Lösung. Und wenn uns der Zufall nicht helfen will, dann, bitte, tu du es! Wenn wir schon die Möglichkeit haben, mit einer Göttin zu sprechen. Bitte, hilf uns!"

<< Ihr möchtet die Kaninchenzivilisation bewahren. Aber ihr wisst nicht, was sich daraus entwickeln wird und welche Entwicklungen sie verhindert. >>

"Wir können nicht alles wissen. Warum sind wir endliche Wesen? Damit alles einen Anfang und ein Ende haben kann? Wie soll ein endliches Wesen dies alles erfassen können? Wir sind und wir lieben uns und das, was wir geschaffen haben. Dafür setzen wir uns ein. Und da wir uns nicht selbst helfen können, bitten wir dich darum. Warum sonst hast du dich offenbahrt?"

<< Mmmh. Es spricht die Seele des Lebens aus euch. Nun, ich wollte euch zeigen, was daraus wird, aus eurer Zivilisation ... und dann mit euch darüber sprechen. Aber ich sehe schon. So geht es nicht. Euer Selbst ist mit den anderen untrennbar verbunden. Wenn sie sterben, so werdet auch ihr mit ihnen gehen. >>

"Wir wünschen uns Hilfe, wir bitten darum. Was können wir denn sonst tun, wenn ihr Götter mit uns sprecht?"

<< Ich will den Verlauf der Zeit nicht stoppen, so wie er sich hier offenbahrt. Daran hängt sehr viel, was für mich wichtig ist. Es gibt im Zeitstrom einige Raum-Zeit-Verwerfungen, hinter der sich deine geliebten Kaninchen in Sicherheit bringen können. >>

"Und was geschieht mit unserer Welt? Was geschieht mit dem Geistwesen, das zu uns gesprochen hat? Was geschieht mit dem Ganz Großen in seiner Höhle?"

<< Ihr wollt doch alles haben. *seufz*. Darum halten sich die höheren Wesen lieber fern, von euch kleinen Wunschdenkern. Nun gut, ich öffne ein Tor in eine parallele Welt. Dort könnt ihr euch in Sicherheit bringen. Und was den Planeten betrifft ... er wird es überleben. Nachdem sich das Chaos gelegt hat, wird das Leben einen neuen Anfang wagen ... >>
...

Alpha-Langohr konnte seinen Augen nicht glauben. Er hatte die Lösung gefunden, die Lösung für das Fluchtproblem. Wie lange hatte er daran gearbeitet ... und die Gelehrten und Ingenieure vor ihm und die davor und ...

Nun. Es war vollbracht.
Er brauchte nur den virtuellen Quanten zu folgen, die seine angestammte Raum-Zeit verlassen hatten. In die Senke einer parallelen Welt. Dort war er sicher, vor den Kräften der Zerstörung, die seine Welt heimgesucht hatten.
...

Nur er allein? Nein, natürlich nicht. Die ganze Zivilisation ... was für eine Aufgabe ...
...

Eine Senke? Kann es ein Zurück geben?

Nein. Das ist die Beschreibung einer Senke. Aber ... sie ermöglicht ein Überleben ... und sie ist eingebettet in ihre eigene Welt.
...

Hoppelchen-F: "Sie haben selbst eine Lösung gefunden, um in eine parallele Welt zu gelangen."

<< Das ist gut so. So geschehen die Dinge ohne einen Eingriff, der unabsehbare Folgen haben könnte. >>

Hoppelchen-M: "Haben sie es wirklich alleine geschafft? Oder ... hast du da ein wenig nachgeholfen?"

<< *grins*. Lasst es doch so sein, wie es ist. Das Ziel ist doch, dass die Wesen sich selbst helfen können, die in Raum und Zeit entstehen und sich entwickeln. >>

Hoppelchen-F: "Ja, das möchten wir auch gerne. Aber ... manchmal ... es geht dann einfach nicht."

<< Ihr beide. Euch wird geholfen. Nur, ihr könnte nicht alles haben und besitzen, was ihr euch wünscht oder erträumt. Denn die Träume sind die treibende Kraft, etwas verändern zu wollen.
Ohne Veränderung wiederholen sich die Dinge ... bis das Schicksal der Wiederholung überdrüssig wird. >>

"Dann greift der Zufall, oder? Kann er alles negieren, was du geschaffen hast?"

<< Er läßt nichts in der Wiederholung einfrieren. Aber bedenkt, dass sein Wirken weit in Raum und Zeit hineinreicht. In der Gesamtheit kann alles zufällig sein, aber lokal können die erstaunlichsten Dinge geschehen, die gar nicht zufällig aussehen müssen. Wie groß er wirklich ist ... ich hatte niemals eine Berührung mit einem Wesen des Zufalls. Ihr seid mir da einen Schritt voraus. Daher kenne ich auch seine Macht nicht, die er hier hat. Nur, ich bin das Wesen der Zeit, ohne mich gibt es keine Bewegung. Und ein Zufall ohne Bewegung, was kann er bewirken? >>

"Aber, wenn alles eingefroren ist, dann geschieht doch auch nichts mehr."

<< Das ist richtig. Es ist auch keine Lösung für die Ewigkeit. Wenn der Ruhezustand zu lange währt ... es ist schon schwierig, hierfür einen Zeitbegriff zu finden, da die Zeit ja gerade eingefroren ist. 

Was dann noch bleibt, es ist meine Eigenzeit, die nur in mir abläuft, die mein Denken ermöglicht. Hier definiert das Denken die Eigenzeit und die Eigenzeit die Möglichkeit, zu denken.
Wenn die Eigenzeit einfriert, dann denke ich nicht mehr, also, bin ich dann noch?

Ich weiß es nicht so genau.
Ich lebe im Hier und Jetzt innerhalb der eingefrorenen Zeit. Und ihr, ihr könnt euch bewegen, weil ich euch mitgenommen habe. Was ich hier mache, es ist nicht ungefährlich.
Quantenfluktuationen des Vakuums können die Raum-Zeit sprengen, ob sie nun eingefroren ist oder nicht. Und sie werden es tun, wenn die Raum-Zeit in einer unfassbaren Weise zu lange
eingefroren bleibt. Ich weiß nicht, wie Vakuum-Fluktuationen entstehen und ob es dahinter ein denkendes Wesen gibt. >>

"Vielleicht den Zufall ... ?"

<< Vielleicht >>

Hoppelchen-M: "Oder das Denken im Nichtsein?"

Hoppelchen-F: "Gibt es denn kein Sein in der Welt ohne die Gefahr des Nichtseins?"

<< Ich glaube, es ist so. Für mich ist keine absolute Existenz vorstellbar, die die Gefahr ihres Nichtseins nicht zu fürchten hätte. >>

"Dann geht es euch unendlichen Wesen auch nicht besser als uns. Wir wissen, dass es ein Ende gibt. Und ihr?"

<< Auch ihr kennt nicht den genauen Zeitpunkt, wann es vorbei ist. Bei uns ... es ist nur länger ausgedehnt. Über Milliarden und abermilliarden möglicher Zeiten. Scheinbar in die Unendlichkeit. Aber ... die Unendlichkeit an sich ist nicht fassbar. Nicht einmal für uns. Sie zeigt uns nur die Grenzenlosigkeit der Existenz. Unsere Eigenzeit, unser Bewußtsein, die Wahrnehmung von Gedanken. Was ihr hier vor euch seht, es ist der Traum eines unendlichen Wesens von der Endlichkeit. >>
...

<< Nachdem nun euer tiefstes Seelenproblem eine Lösung gefunden hat, ich lade euch ein, zu einer Reise durch die Zeit. >>

"In die Unendlichkeit? Wir haben Angst davor."

<< Nein *grins*. Nur über die nächsten 2000 Milliarden Jahre >>

Hoppelchen-F: "Dann bin ja beruhigt."

Hoppelchen-M: Uffz.

<< Auch eine Bemerkung, die aus einer sehr viel späteren Zeit stammt. >>

Hoppelchen-M: "Wie kann ich über eine sehr viel spätere Zeit etwas wissen, die ich noch gar nicht erfahren habe?"

<< Vergiss den Zufall nicht. Er scheint euch zu mögen ... und der Zufall, er wirkt auch in Raum und Zeit. Ihr beide ... es ist nicht sicher, wo ihr gerade seid und wann ihr seid. Sicher ist nur, es gibt euch, irgendwo, irgendwann. Das Besondere an euch, in allen parallelen Welten, euer Wirken ist stets positiv. Ihr scheitert niemals. Ob ihr als Bettler gebohren werdet oder als Imperator, ihr findet euch in der Liebe zusammen und teilt sie mit der Welt, in der ihr lebt. Das so etwas überhaupt möglich ist spricht dafür, dass der Zufall in alle Unendlichkeiten reicht und somit auch das Unmögliche realisierbar wird. Da ihr so positiv seid, bedarf es keiner Begradigung, keiner Sühne, keines Bereuens. Es bedarf keiner Reinkarnation für ein neues Leben. Es seid und es ist gut so. Und ihr werdet immer sein, wenn ihr es nur wollt ... so lange ich als unendliches Wesen der Zeit existiere ... >>

"Dann sind wir unsterblich? ... aber die vielen Leben? Wir erinnern uns doch nur an eins."

<< Ja, die Erinnerungen an das Alte, sie werden ersetzt. Das geschieht in euch. Damit verschwinden die alten Zeiten und ihr seid bereit für das Neue. Immer und immer wieder. >>

Hoppelchen-F: "Und du? Als unendliches Wesen? Ersetzt du eine alte Zeit durch etwas Neues?"

<< Ihr habt es verstanden. Doch innerhalb dessen, was ich euch zeigen will, es sind nur Zeiten, die sich kausal von der Vergangenheit in die Zukunft bewegen. >>

Hoppelchen-M: "Zeiten?"

<< Ja, es sind die verschieden Ströme der Zeit in den parallelen Welten. Wisset, die Zeit erscheint euch eindimensional, doch das ist sie nicht.  So könnt ihr sehen, wie sich die Dinge entwickeln, wenn sich die Anfangsbedingungen verändern ... >>
...

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