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Arianne 289 - Janema und Jarusa 03

Janema und Jarusa treffen den Ganz Großen und er erzählt Ihnen die Geschichte der Zeit.


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Der ganz Große

Der große Würfel. Nur, wie sollten sie dort hineinkommen?
Alles schien wie aus einem Guß gemacht. Aber es war doch nichts Fremdes ...

Die Saurier mußten doch auch hinein gekommen sein!

Janema erinnerte sich. "Diese Zeichnung dort, dahinter verbirgt sich eine Schalttafel ..."
Jarusa berührte die Fläche und bewegte ihre Pfötchen den Linien entlang. Ein kratzendes Geräusch ertönte und eine Pforte öffnete sich.

Ein Katzentürchen.

Ein was?

Niemand antwortete. Was für merkwürdige Gedanken.

Janema und Jarusa bewegten sich hinein, in das dunkle Innere. Dann schloß sich der Eingang hinter ihnen.

Jarusa: "Ich sehe nichts."

Janema: "Wir müssen auch nichts sehen ... nur hören ... und fühlen ..."
...

"Hallo!"
...

Ein Gedanke streifte die beiden. Und er wurde verständlich.

<< Seid ihr es wirklich? >>

Ein Bild erschien in den Bewußtseinen von Janema und Jarusa.
Das Bild eines Ganz Großen.
...

"Ja,jajajaja, wir sind es!!"

<< Es ist so schön, euch zu sehen. Nicht einmal die Jahrmilliarden konnten euch aufhalten. >>

"Du kannst uns sehen?"

<< Ich empfange eure Gedanken und sie werden dabei zu meinen eigenen. So sehe ich euch. >>

"Telepathie! Das können wir nicht. Wir müssen reden ... aber du verstehst uns ja. Können wir dich sehen?"

<< Ihr braucht Licht, um mich zu sehen? Nein. Denkt einfach nur, dass ihr mich sehen wollt! >>

Und so geschah es. Janema und Jarusa in völliger Dunkelheit und doch konnten sie den Ganz Großen sehen. Er war so riesig und sie waren hier ganz unten. Nein ... plooppp. Und drin waren sie, in ihrem früheren Zuhause.

Teleportation. Teleportieren konnten sie also auch. Das mußten an dieser Umgebung liegen. Die Dunkelheit, sie war nicht nur dunkel.

<< Ich grüße euch beide. Ich freue mich so, dass ihr hier seid. Als die Welt unterging, fand ich Zuflucht in einer Parablase. Sie teilte sich mir mit, sie sei eine Parablase. Dort drin verbrachte ich die Zeit und es war eine sehr sehr lange Zeit. Mehr als 2 Milliarden Jahre sind nun vergangen. >>

"Wir sind durch den Zeitstrom geflogen, eine Zeitreise in die Zukunft. Und du hast die ganze Zeit über gelebt, alles mitbekommen, was dort passierte? Oder hast du geschlafen, in dieser Parablase? Nein. Die Saurier erzählten ja von dir."

<< Nach der großen Zerstörung wurde es dunkel in der Welt. Kein Licht konnte die Oberfläche mehr erreichen. Die Welt wurde unter einem Eispanzer begraben. Fast 900 Millionen Jahre lang, bis die Vulkane der Erde ihn in einer gewaltigen Eruption aufbrachen. Dann fand das Leben wieder eine neue Existenz, im Licht der Sonne. >>

"Das muss Gaia gewesen sein! Sie wollte nicht im ewigen Eis verrecken."

<< Gaia. Ich weiß von ihr. Ja, sie ist die Mutter allen Lebens auf der Erde. Im Laufe der Jahrmilliarden, ich habe viel geträumt und dabei auch viele Reisen unternommen. Zwischen Schein und Wirklichkeit. Und nicht nur eine Welt kennengelernt. Und ich habe viel geschlafen, ohne etwas zu träumen. Und doch geben auch diese Träume eine Erinnerung, eine Erinnerung an die große Tiefe des Nichtseins. Dabei hatte ich eine Berührung mit dem Charakteristikum der Welt, sie ist ein Wesen zwischen Leben und Tod. >>

"Das Charakteristikum kennen wir nicht. Aber auch wir hatten eine Begegnungen, mit Wesen, die unendlich sind. Unendlich im Leben, im Raum und in der Zeit. Sie nennen sich Timefrost und Janine-Light."

<< Timefrost und Janine-Light. Ich kenne Legenden, die von ihnen erzählen. Sie sollen hinter dem Ende der Zeit stehen und vor ihrem Anfang. Aber gesehen habe ich sie nicht, in all meinen Reisen. >>

"Das können wir ändern *grins*. Timefrost! Janine-Light! Bitte laßt euch doch sehen!"
...

<< Hallo ihr beiden Hoppelchen. Hallo du Ganz Großer. Hallo Parablase, dürfen wir eintreten? >>

Gewährt.

Plopppp.

4 Kleine Kaninchen im Maul eines ganz Großen.

Janema: "Ganz Großer. Darf ich vorstellen ... hier sind Timefrost und Janine-Light. Und ... Timefrost, Janine-Light, um uns herum, das ist der Ganz Große. Er hat uns beschützt und ein Zuhause gegeben, als wir ganz klein und schwächlich waren."

T & J: << Das seid ihr nun nicht mehr *grins*. Wir haben eine Frage an Dich, Ganz Großer, du bist eingebettet in eine Parablase? Das ist schon etwas ganz besonderes. Parablasen sind die kleinsten Einheiten der paranormalen Energie, vergleichbar einem Virus in einem komplexen lebenden Organismus. Es sind spirituelle Viren. Sie können sich zusammenfinden zu größeren Einheiten, die ihrereseits die paranormale Substanz unendlicher Wesen bilden können. >>

Ganz Großer: << Die Parablase traf mich ganz zufällig, als sie durch den Zeitstrom driftete. >>

T & J: << Parablasen erscheinen scheinbar aus dem Nichts und verschwinden dann wieder. Es gibt keinen Erhaltungssatz für Parablasen. In einer vierdimensionalen gekrümmten Raum-Zeit-Mannigfaltigkeit sind sie normalerweise physikalisch gar nicht existent. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich dort aufhalten und auf ihrem Weg ein endliches Wesen treffen, sie ist Null. Das gilt für alle endlichen Bereiche des Zeitstromes, und nur darin können endliche Wesen existieren.  Nur ... wenn die Unendlichkeit hinzugenommen wird. Aber, Ganz Großer, du hast keine Berührung mit der Unendlichkeit ... bis auf die Parablase, sie schirmt die Unendlichleit in ihr gegen dich ab. >>

Ganz Großer: << Das stimmt nicht ganz. Der Zufall hat es bewirkt. Und damit hatte ich Berührung mit einem unendlichen Wesen. >>

T & J: << Der Zufall als eine eigene Wesenheit ... und das in unserem Zeitstrom! Es könnte sein, denn wir haben eine Berührung mit der unwahrscheinlichen Zeit. >>

Ganz Großer: << Die großen kosmischen Zusammenhänge kenne ich nicht. Ich weiß nur, dass sich der Zufall manifestiert hat. Und die Parablase war die einfachste Lösung. Da sie ohnehin gerade zur Verfügung stand ... >>

T & J: << Dann kann der Zufall Einfluß auf Parablasen nehmen? Nie hätten wir das für möglich gehalten. >>

Ganz Großer: << Der Zufall verhindert ein Erstarren der Zeit in endlosen Wiederholungen. Dadurch erlangt sie Unendlichkeit. Andernfalls könnten Vakuumfluktuationen sie zerstören. Unendliche Wiederholungen führen zu Widersprüchen, die sie auflösen. >>

T: << Die Zeit. Ich bin die Zeit. Das heißt ja, der Zufall ermöglicht mir ein unendliches Leben ... Ich dachte, es wäre mir immanent. Ich spüre den Zeitstrom in seiner Gesamtheit, und er endet nicht. >>

Ganz Großer: << Das tut er auch nicht. Aber eine Zeit darin, sie hat nur endlichen Bestand. Wenn sie ihr eigenes Ende überlebt, reinkarniert sie sich in einer neuen Zeit. >>

T: << Und was erlebe ich dann, wenn ich diesen Zeitabschnitt überspringe? >>

G. << Du verschmilzt mit dem Wesen der Zeit, das in dem neuen Abschnitt existiert. Für dich kann es ein Traum sein, den du als solchen gar nicht erkennst. Die Verschmelzung ist perfekt. Du bist was dort ist. Und wenn du dein eigenes Ende überlebst, bist du es selbst, die du dort findest und mit der du verschmilzst. Es ist sogar möglich, dass du als einziges Wesen die gesamte Unendlichkeit des Zeitstromes ausfüllst, aber ob dem so ist, vermag ich nicht zu sagen. >>

J: "Und ich? Was ist mit mir?"

Ganz Großer: << Du bist eine Janine. Ja, ich erkenne es. Die Parablase teilt es mir mit. Und sie schmilzt dabei fast vor Hochachtung dahin. Janines müssen etwas ganz Besonderes sein, in der Existenz, die weit über alles hinausgehen, was ich wahrnehmen kann und was einen Zeitstrom ausmacht. Vielleicht sind sie die Elementarbausteine des Lebens oder der Existenz selbst. >>

J: << Aber ... wenn ich unendlich bin und Timefrost nur ein endliches Leben hätte, ich will sie nicht verlieren auf meinem Weg durch die Ewigkeit. Nein, sie gehört doch zu mir und ich liebe sie. >>

Ganz Großer: << Deine Liebe zu ihr, sie bewirkt etwas. Für mich bist du ein göttliches Wesen und die Gedanken der Götter, sie erzeugen die Wirklichkeit für Wesen wie mich. Timefrost hat das Potential für ein unendliches Leben. Es besteht aus Wellen, die sind und einen Nulldurchgang haben können. Wenn du sie beschützt, wird sie als eigene Wesenheit beim Nulldurchgang nicht vergehen, sondern am Ende der Zeit einen neuen Anfang erschaffen. Auch für sich selbst.>>

J: << Nulldurchgang, wo führt das hin? Gibt es denn negative Bereiche der Existenz? >>

Ganz Großer: << Es gibt das Charakteristikum, ein Wesen, das diese Frage beantworten könnte. Nein, der Nulldurchgang führt nicht zwangsläufig in den negativen Teil. Die Welle kann dort einen flachen Verlauf nehmen, wie der Nulldurchgang einer Parabel. Sie pulsiert wieder aufwärts, zu einem neuen Leben. >>

Janema: "Ganz Großer, woher weißt du das alles?"

G: << Ich bin eingebettet in eine Parablase und ich hatte 2 Milliarden Jahre Zeit, die Existenz zu erforschen ... >>
...

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