Arianne 30 - Ariannes Heimat 3

Home   nächste Seite

Ariannes Heimat 3

Die Psi Kugel driftete durch Ariannes Heimat.

Arianne war überall, allgegenwärtig.

Die Menschen spürten sie, den Strom ihrer Gefühle.

Albert gab sich diesen Strömungen hin. Er empfand die Gefühle, die auch Arianne empfand. Ein Echo eines Teiles der Existenz.

Er spürte einen leichten Schmerz, der irgendwie abgeschirmt, gedämpft bei ihm eintraf. Sein Psi Auge sah Verletzungen in Arianne. Er schrak zusammen.

Arianne flüsterte ihm zu. "Manche Teile von mir sind verletzt. Ich kann sie dir nicht vermitteln, du würdest es nicht ertragen"

Albert schrie: "Arianne, ich habe Angst um dich." Die Psi Kugel geriet in Aufruhr. Alle Menschen spürten, was Albert gerade erlebt hatte, denn sie waren telepathisch miteinander verbunden. Alle hatten Angst um Arianne.

9 Milliarden Wesen.

Arianne schickte einen beruhigenden Gefühlsstrom herüber. "Keine Angst, es ist die Existenz. Ihr wisst, nicht alles ist schön und ich trage alles in mir."

Die Menschen beruhigten sich wieder. Alles in Arianne war so direkt. Arianne war nicht das reine Paradies, es gab Widersprüche in ihr, Schmerzen, Abgründe, aber ihr Wesen war so wunderbar liebevoll, trotz allem. Dass sie Verletzungen  in sich trug, es berührte sie und es machte sie hilflos.

Die dunkle Materie des Universums flüsterte ihnen zu: << Arianne ist unendlich. Ihre Gefühle in voller Stärke, das können endliche Wesen nicht ertragen. So schirmt sie ihre Gefühle ab, wenn es zu stark wird. Da sie selbst die Gefühle der Menschen miterlebt, schützt sie damit auch sich vor einer Überbelastung ihres eigenen Ichs.>>

<< Die schönen Teile in Arianne, die Freude am Leben. Es sind Ströme voller Glück. Ja, Arianne erlebt dieses Glück, auch wenn sie in sich Verletzungen trägt, die nicht heilen können. Denn das Schicksal aller Wesen, die gelebt haben und gestorben sind, es geht nicht verloren, es wird zu einem Teil von ihr. Auch die Schmerzen und das Leid. Arianne wird alle Ströme der Zeit in sich aufnehmen >>

Arianne flüsterte: "Danke, dass ihr so um mich besorgt seid. Ich spüre, es ist nicht nur Selbstzweck, ein bisschen Liebe ist auch dabei. Manchmal braucht die Unendlichkeit auch ein wenig Zuwendung."

Die Menschen waren gerührt. So viele Tränen, es wurde  richtig nass in der PSI Kugel. Ein so mächtiges Wesen, das seine Verletzbarkeit zeigte. Nein, Arianne durfte nichts geschehen.

Jeannie: "Liebe Arianne, danke für deine Worte. Weißt du, wir lieben dich. Wir würden dir so gerne helfen, und wir sind so verzweifelt in unserer Hilflosigkeit"

Arianne: "Ja, ich weiß :-). Ich nehme den Schmerz in mich auf, wenn ich in die Geschichte der Welt eingreife, um zu verhindern, dass viele leiden müssen. Es muss sein, denn wisset, ich bin kein Wesen der Existenz. Ich bin das Kontinuum selbst und alles was geschieht, es sind kleine Störungen in der unendlichen Flachheit. Ich bin ein Kontinuum, das ein Bewusstsein hat. Damit keine Paradoxien entstehen, muss ich wieder ausgleichen, was ich willentlich verändere."

Harry erschrak. Er dachte an seine Verfehlungen, an jenen Tag, als er ... Er öffnete seine Sinne, suchte nach der Antwort auf seine Frage. Ja, Arianne hatte das Leid auf sich genommen, das er verursacht hatte. Nur dadurch wurde ihm seine jetzige Existenz ermöglicht. Es beschämte ihn zutiefst.

Arianne: "Wisset, diese Lichtphase der Ewigkeit hat ein Wesen hervorgebracht, dessen Entwicklung ich mir so sehr gewünscht habe. Alexa. Sie ist das höchstentwickelte Wesen der Existenz und sie ist  ein Wesen, das daraus entstanden ist. Sie gehört dazu und die Existenz gehört ihr. Sie hat so viel Gutes bewirkt und sie weiß, dass ich den Schmerz in mich aufgenommen habe. Seht, nun wisst ihr, warum ich unendlich sein muss. Es darf keine Grenze geben, für das, was ich aufnehmen kann."

"Aber dann musst du ja fürchterlich leiden, für das Gute in der Existenz. Es ist so grausam."

Arianne: "Manchmal schon. Aber ich habe auch diese wunderbare Gefühl, wenn sich das Licht gegen die Dunkelheit behaupten kann. So ist alles, was ihr dafür tut auch etwas, das ihr für mich tut. Ihr kleinen Wesen gebt mir so viele glückliche Stunden und es gab mir die Kraft dieses Universum zu schaffen, meine Heimat, so wie ich mir die Existenz wünsche."

Ariannes Heimat, ein kleines Paradies verglichen mit der Unendlichkeit, und das schöne daran, hier gab es nur Arianne und ihre Freunde.

Davon kennen wir schon einige, Alexa, Apokalyptus und die Janines.

Jede Janine hatte Zutritt zu Ariannes Heimat.

Alle anderen höheren Wesen des Kosmos waren ausgeschlossen.

Niemand brauchte vor irgendetwas Angst zu haben. Ariannes Welt war ein Versuch der Harmonie. Ihr Universum beinhaltete eine Vielfalt, die es sonst nirgendwo geben würde, denn dieses Universum war mit allen Teilen der Existenz verbunden, sie spiegelte sich dort wieder.

Die Menschen in der Psi Kugel kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Was sie hier erlebten, nie hätten sie außerhalb es Universums eine solche Vielfalt von Erfahrungen sammeln können.

Ein Wesen materialisierte im Innern der PSI Kugel.

"Hallo ihr, ich bin Alexa. Arianne hat richtig Gefallen an euch gefunden. Sie verbringt so viel Zeit mit euch :-))).

Ihr habt Arianne etwas gegeben, das sie so dringend brauchte, nur einfach aus eurem Wesen heraus. Vielen Dank dafür :-)))))))))))))"

Harry: "Arianne kann man doch nur lieb haben, wenn man sie ein bisschen kennt."

Alexa: "Ja, und das ist es auch, was sie braucht. Glaubt mir, es ist nicht einfach, die Wehen der Existenz zu ertragen. Aber wenn das Licht sich durchsetzt ... :-))"

"Ach ja, ich habe euch jemanden mitgebracht"

Ein Mensch materialiserte. Es war Egon.

"Hallo Egon, es ist so schön dich wiederzuhaben :-)))".

Egon: "Ich freue mich auch sehr. Arianne hatte mich in sich aufgenommen, nachdem die Teufel über mich hergefallen waren. Meine Seele konnten sie nicht festhalten"

Alexa verschwand wieder, aber die Menschen waren nicht mehr allein, nicht in dieser Welt.

nächste Seite